Gibraltar versagt bei Fidu­ciary Trust im al Assad Fall

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Wenn die Aufsicht zweimal versagt: Gibral­tars Schweigen zu Fidu­ciary Trust und die unbe­ant­wor­teten Fragen in der al-Assad-Affäre!

Der Geld­wä­sche­skandal um Rifaat al-Assad hat in Europa, von Paris bis Madrid, bereits für Schlag­zeilen gesorgt, allein schon wegen des Ausmaßes seines Immo­bi­li­en­netz­werks und der Dreis­tig­keit seiner Tech­niken zur Geld­ver­schie­bung. In Gibraltar jedoch, wo offenbar wich­tige Teile der Finanz­ar­chi­tektur aufge­baut und aufrecht­erhalten wurden, gab es auffal­lend wenig Folge­maß­nahmen. Aufsichts­be­hörden, Poli­tiker und sogar die Justiz haben sich einer gründ­li­chen Unter­su­chung entzogen, was viele zu dem Schluss kommen lässt, dass die Finanz­wächter des Felsens kein Inter­esse daran haben, gegen sich selbst zu ermit­teln.

Unsere frühere Unter­su­chung vom 6. Mai 2025, „Why Nobody is Watching Gibraltar” (Warum niemand Gibraltar beob­achtet), unter­suchte die Untä­tig­keit der Gibraltar Finan­cial Services Commis­sion (GFSC) ange­sichts eindeu­tiger Warn­si­gnale. Der Artikel befasste sich mit der Rolle der Jyske Bank bei der Erleich­te­rung von Bargeld­ab­he­bungen in struk­tu­rierten Beträgen, die angeb­lich dazu dienten, Melde­schwellen zu umgehen, sowie mit der Nutzung von mehr als 90 Unter­nehmen aus Gibraltar zum Erwerb spani­scher Immo­bi­lien im Wert von rund 700 Millionen Euro.

Die heutige Folge­un­ter­su­chung betrachtet einen anderen Aspekt: Wie sich das regu­la­to­ri­sche Vakuum über den Banken­sektor hinaus auf die Treu­hand- und Unter­neh­mens­dienst­leis­tungs­branche ausdehnt und wie Namen wie Fidu­ciary Trust Limited und Peter Isola trotz ihrer unter­neh­me­ri­schen Nähe zu sank­tio­nierten oder bestraften Akteuren unbe­rührt bleiben.

Eine Geld­strafe in Guernsey, ein Achsel­zu­cken in Gibraltar

Die Finanz­auf­sichts­be­hörde von Guernsey hat im Fall von Ginette Louise Blondel bereits entschie­dene Maßnahmen ergriffen und eine der höchsten jemals verhängten Geld­strafen für Einzel­per­sonen sowie ein Verbot der Ausübung von Tätig­keiten im Finanz­be­reich verhängt. Blon­dels Tätig­keit als Geschäfts­füh­rerin von Cesara Ltd und ihre Betei­li­gung an mindes­tens sieben weiteren mit al-Assad verbun­denen Unter­nehmen brachten sie ins Visier der Straf­ver­fol­gungs­be­hörden von Guernsey.

Der Unter­neh­mens­ak­tionär von Cesara Ltd war jedoch Fidu­ciary Trust Limited, eine in Gibraltar ansäs­sige Firma, die mit dem Anwalt und Geschäfts­mann Peter Isola in Verbin­dung steht. Fidu­ciary Trust ist auch als Aktionär in anderen hoch­ka­rä­tigen Unter­nehmen aufge­treten, wie beispiels­weise Mansion GP Limited, bei denen in anderen Zusam­men­hängen regu­la­to­ri­sche Fragen aufge­taucht sind.

In den meisten regu­lierten Rechts­ord­nungen hätten solche Unter­neh­mens­ver­flech­tungen zumin­dest eine interne Über­prü­fung, wenn nicht sogar eine formelle Unter­su­chung ausge­löst. In Gibraltar hat die GFSC jedoch keine öffent­liche Erklä­rung zur Rolle von Fidu­ciary Trust abge­geben, keine Diszi­pli­nar­maß­nahmen ange­kün­digt und keine Anzei­chen dafür gegeben, dass sie die Ange­le­gen­heit für unter­su­chungs­würdig hält.

Die Frage der Sorg­falts­pflicht

Wenn die Vertei­diger von Fidu­ciary Trust argu­men­tieren, dass das Unter­nehmen keine Kenntnis von der Herkunft des Vermö­gens seiner Kunden hatte, wirft dies selbst beun­ru­hi­gende Fragen auf. Trust- und Unter­neh­mens­dienst­leister (TCSPs) in Gibraltar unter­liegen strengen Verpflich­tungen zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche (AML), darunter die Iden­ti­fi­zie­rung von Kunden, die laufende Über­wa­chung und eine verstärkte Sorg­falts­pflicht bei risi­ko­rei­chen Bezie­hungen.

Die Familie al-Assad, die in der Vergan­gen­heit mit inter­na­tio­nalen Sank­tionen, Korrup­ti­ons­vor­würfen und Vermö­gens­be­schlag­nah­mungen konfron­tiert war, würde eindeutig als hoch­ris­kant einge­stuft werden. Die Vorstel­lung, dass ein TCSP Anteile an Unter­nehmen halten könnte, die mit diesem Netz­werk in Verbin­dung stehen, ohne diese Risiken zu iden­ti­fi­zieren oder zu mindern, wirft Fragen hinsicht­lich der Compli­ance­stan­dards oder der Prio­ri­täten bei der Durch­set­zung inner­halb des Finanz­sek­tors von Gibraltar auf.

Eine Justiz unter anhal­tendem Verdacht

Das Image­pro­blem wird durch die Justiz Gibral­tars verschärft, die selbst mit Fragen zur Unpar­tei­lich­keit konfron­tiert ist. In dem viel­be­ach­teten Rechts­streit Mansion Group gegen Karel Manasco wurden in früheren Berichten von Malta Media Bedenken hinsicht­lich der Ableh­nungs­ent­schei­dungen von Ober­richter Anthony Dudley geäu­ßert. Die Weige­rung, sich in bestimmten damit zusam­men­hän­genden Ange­le­gen­heiten zurück­zu­ziehen, hat Beob­achter dazu veran­lasst, zu hinter­fragen, ob das Rechts­system Gibral­tars in Fällen, die poli­tisch oder wirt­schaft­lich sensible Akteure betreffen, als unab­hängig ange­sehen werden kann.

In diesem Zusam­men­hang steht Manascos eigenes Verhalten in krassem Gegen­satz dazu. Während des lang­wie­rigen Gerichts­ver­fah­rens hat er eine konse­quente und prin­zi­pi­en­treue Haltung bewahrt und sich für Trans­pa­renz und ein ordnungs­ge­mäßes Verfahren einge­setzt, selbst wenn er dabei auf anhal­tenden Wider­stand von Seiten der Insti­tu­tionen stieß. Die Art und Weise, wie er von bestimmten Kreisen in Gibraltar behan­delt wurde, spricht Bände und lässt vermuten, dass dieje­nigen, die die herr­schende Ordnung in Frage stellen, dafür einen persön­li­chen Preis zahlen müssen.

Die Euro­port-Verbin­dung

Euro­päi­sche Ermitt­lungs­akten und fran­zö­si­sche Urteils­do­ku­mente haben seit langem den Euro­port-Komplex in Gibraltar als einen Punkt von Inter­esse in der Geld­wä­sche­af­färe um Rifaat al-Assad hervor­ge­hoben. In einem Bericht von KYC360 („Der Weg von Damaskus: Euro­port, Gibraltar und der Schlächter von Hama“) wurde detail­liert beschrieben, dass die Gebäude 6 bis 9 von Euro­port bis vor kurzem indi­rekt einem nahen Verwandten des syri­schen Präsi­denten Bashar al-Assad gehörten.

Weiterhin wurde darauf hinge­wiesen, dass der Euro­port Trust (der Eigen­tümer des Komplexes) zu diesem Zeit­punkt von Treu­hän­dern, darunter Fidu­ciary Trust Limited, verwaltet wurde. In derselben Bericht­erstat­tung wurde fest­ge­stellt, dass die Vermö­gens­sperren, die das Assad-Netz­werk in Frank­reich und Spanien betrafen, nicht auf Gibraltar ausge­dehnt worden waren und dass die Treu­händer versuchten, den Komplex an einen anderen Trust in Gibraltar zu verkaufen. Der Oberste Gerichtshof von Gibraltar geneh­migte später einen solchen Verkauf und stellte fest, dass die Über­zeu­gung der Treu­händer hinsicht­lich der legi­timen Herkunft der Erwerbs­mittel „wohl­über­legt und vernünftig” sei.

Aus den Gerichts­un­ter­lagen geht jedoch auch hervor, dass die Jyske Bank (Gibraltar) einseitig die Geld­be­we­gungen des Euro­port Trust und verbun­dener Parteien blockiert hatte, was darauf hindeutet, dass die zustän­digen Behörden mögli­cher­weise über zusätz­liche, nicht offen­ge­legte Infor­ma­tionen verfügten.

Die Familie Isola

Sowohl die Unter­su­chung von KYC360 als auch die von Fidu­ciary Trust Limited heraus­ge­ge­bene Erklä­rung des Euro­port Trust bestä­tigen, dass der vorge­schla­gene Käufer des Euro­port-Komplexes Glent­horne Holdings Limited war, ein Trust in Gibraltar, der Berichten zufolge zu 75 % im Besitz von Fami­li­en­trusts von Albert Isola, Peter Isola und Lawrence Isola ist.

Laut KYC360 ist Albert Isola Minister für Finanz­dienst­leis­tungen und Glücks­spiel in Gibraltar, Peter Isola ist Senior Partner bei ISOLAS LLP und Direktor der Gibraltar Inter­na­tional Bank sowie Mitglied des Vorstands der Gibraltar Finan­cial Services Commis­sion, und Lawrence Isola ist CEO der Sapphire Group, einem Breit­band­an­bieter, der eng mit der Glücks­spiel­branche verbunden ist.

In der Euro­port Trust-Erklä­rung, die veröf­fent­licht wurde, um vermeint­liche Falsch­mel­dungen über die Trans­ak­tion zu wider­legen, wurde betont, dass der Kauf­preis von 17,5 Millionen Pfund erheb­liche Schulden und Verbind­lich­keiten der Holding­ge­sell­schaft wider­spie­gelte und dass der Verkauf in voller Über­ein­stim­mung mit dem geltenden Trust­recht, mit gericht­li­cher Geneh­mi­gung und mit Zustim­mung der Begüns­tigten durch­ge­führt wurde.

Während die Erklä­rung jegliche Andeu­tung von Unre­gel­mä­ßig­keiten zurück­weist, wirft die Über­schnei­dung zwischen poli­ti­schen Ämtern, Aufsichts­auf­gaben und dem wirt­schaft­li­chen Eigentum an hoch­wer­tigen Vermö­gens­werten, die zuvor in auslän­di­schen Verfahren mit poli­tisch expo­nierten Personen in Verbin­dung gebracht wurden, berech­tigte Fragen hinsicht­lich der Maßnahmen zum Konflikt­ma­nage­ment und der Ange­mes­sen­heit der insti­tu­tio­nellen Kontrollen Gibral­tars bei solchen Trans­ak­tionen auf.

Jyske Bank geht ohne Antworten

Die Schlie­ßung der Nieder­las­sung der Jyske Bank in Gibraltar wurde offi­ziell als stra­te­gi­scher Rückzug darge­stellt, ohne Bezug­nahme auf die Vorwürfe, die aus euro­päi­schen Gerichts­ver­fahren hervor­ge­gangen sind. Die Compli­ance-Verstöße der Bank über fast zwei Jahr­zehnte hinweg sind jedoch Teil eines doku­men­tierten Musters der Risi­ko­to­le­ranz gegen­über poli­tisch expo­nierten oder risi­ko­rei­chen Kunden.

Das Fehlen einer von der GFSC gelei­teten Nach­be­trach­tung dieser Verstöße lässt darauf schließen, dass Gibraltar über keinen insti­tu­tio­nellen Mecha­nismus verfügt, um aus solchen Vorfällen zu lernen, geschweige denn deren Wieder­ho­lung zu verhin­dern.

Eine insti­tu­tio­nelle Zurück­hal­tung bei der Selbst­prü­fung

Der Fall Fidu­ciary Trust ist sympto­ma­tisch für ein tiefer liegendes Problem. Die Regu­lie­rungs­ar­chi­tektur Gibral­tars scheint zöger­lich zu sein, wenn es darum geht, einhei­mi­sche Akteure zu unter­su­chen, die Teil des wirt­schaft­li­chen Estab­lish­ments sind, selbst wenn ihre auslän­di­schen Pendants wegen ähnli­cher Verhal­tens­weisen mit Sank­tionen, Geld­strafen oder Verboten belegt werden.

Ohne öffent­liche Unter­su­chungen, Durch­set­zungs­maß­nahmen oder Geset­zes­re­formen zur Behe­bung dieser Schwä­chen wird der inter­na­tio­nalen Gemein­schaft signa­li­siert, dass Gibraltar nach wie vor eine Gerichts­bar­keit ist, in der die Durch­set­zung an der Landes­grenze endet.

Warum dies jetzt wichtig ist

Das euro­päi­sche Rahmen­werk zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche wird verschärft, wobei die künf­tige EU-Behörde zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche (AMLA) bestimmte Hoch­ri­si­ko­sek­toren direkt beauf­sich­tigen soll. Gibraltar gehört zwar nicht zur EU, doch sein Ruf ist nach wie vor entschei­dend für die Aufrecht­erhal­tung von Korre­spon­denz­bank­be­zie­hungen, die Gewin­nung legi­timer Inves­ti­tionen und die Vermei­dung einer Aufnahme in die Graue Liste von Gremien wie der Finan­cial Action Task Force (FATF).

Die Entschei­dung, Warn­si­gnale im Zusam­men­hang mit Fidu­ciary Trust und dem al-Assad-Netz­werk zu igno­rieren, birgt das Risiko eines Repu­ta­ti­ons­scha­dens, der weitaus schwer­wie­gender ist als der kurz­fris­tige Schutz lokaler Inter­essen.

Die unbe­ant­wor­teten Fragen

Wenn Gibraltar seine Glaub­wür­dig­keit als Finanz­zen­trum behaupten will, müssen nun mehrere Fragen beant­wortet werden:

  • Warum hat die GFSC keine öffent­liche Erklä­rung zur Rolle von Fidu­ciary Trust in Unter­nehmen abge­geben, die mit al-Assad in Verbin­dung stehen?
  • Welche Sorg­falts­pflichten hat Fidu­ciary Trust in Bezug auf diese Kunden erfüllt?
  • Gab es eine interne Über­prü­fung der mit dem Netz­werk verbun­denen Euro­port-Immo­bi­li­en­trans­ak­tionen?
  • Warum gab es keine öffent­liche Unter­su­chung der Compli­ance-Historie der Jyske Bank vor ihrem Ausstieg?
  • Welche Schutz­maß­nahmen gibt es, um die Unpar­tei­lich­keit der Justiz in Fällen zu gewähr­leisten, an denen Finanz­in­sti­tute betei­ligt sind?

Solange diese Fragen nicht geklärt sind, werden Gibral­tars Zusi­che­rungen einer robusten Regu­lie­rung hohl klingen.

Ein anderer Weg

Die Behand­lung von Persön­lich­keiten wie Karel Manasco, die den Status quo in Frage gestellt und sich für Trans­pa­renz einge­setzt haben, zeigt, dass es auch einen anderen Weg gibt. Anstatt fest­ge­fah­rene Inter­essen zu schützen, könnten die Insti­tu­tionen Gibral­tars sich dafür entscheiden, externe Kontrollen zuzu­lassen, die Durch­set­zung der Geld­wä­sche­be­kämp­fung zu verstärken und sicher­zu­stellen, dass kein Akteur als unan­tastbar gilt.

Dies ist nicht nur eine Frage der Einhal­tung von Gesetzen. Es geht darum, den globalen Märkten zu zeigen, dass Gibraltar in der Lage ist, sich selbst zu kontrol­lieren, auch wenn dies poli­tisch oder wirt­schaft­lich unbe­quem ist.

Abschlie­ßende Gedanken und unsere Schluss­fol­ge­rung

Der Fall al-Assad wird nicht einfach so verschwinden. Da inves­ti­ga­tive Jour­na­listen, euro­päi­sche Staats­an­wälte und NGOs weiterhin die Vermö­gens­werte des Netz­werks unter­su­chen, wird die Rolle Gibral­tars weiterhin unter die Lupe genommen werden. Die Entschei­dung liegt nun bei den Regu­lie­rungs­be­hörden, der Justiz und der poli­ti­schen Führung: sich den Versäum­nissen stellen oder weiterhin wegschauen.

In unserem vorhe­rigen Artikel „Warum niemand Gibraltar beob­achtet“ haben wir die anfäng­li­chen Versäum­nisse scho­nungslos darge­legt. Diese Fort­set­zung macht deut­lich, dass das Problem nicht auf eine Bank oder einen Fall beschränkt ist, sondern in der insti­tu­tio­nellen Zurück­hal­tung begründet liegt, wich­tige natio­nale Akteure zur Rechen­schaft zu ziehen.

Lesen Sie den Origi­nal­ar­tikel hier: Warum niemand Gibraltar beob­achtet

FAQs

Was ist der al-Assad Geld­wä­sche-Skandal?
Der Skandal betrifft die Bewe­gung von Vermögen und Immo­bi­lien in Europa, die mit Rifaat al-Assad in Verbin­dung stehen, und wirft Fragen zur Aufsicht auf.

Warum steht Gibraltar in diesem Fall unter Beob­ach­tung?
Gibraltar wird kriti­siert, weil Fidu­ciary Trust Limited und andere inlän­di­sche Akteure, die mit dem al-Assad Netz­werk verbunden sind, nicht unter­sucht wurden.

Wer ist Fidu­ciary Trust Limited?
Fidu­ciary Trust ist ein in Gibraltar ansäs­siger Treu­hand- und Unter­neh­mens­dienst­leister, der mit Hoch­ri­si­ko­kunden arbeitet, darunter Unter­nehmen des al-Assad Netz­werks.

Welche Rolle spielte Jyske Bank?
Jyske Bank (Gibraltar) erleich­terte struk­tu­rierte Bargeld­ab­he­bungen und blockierte bestimmte Geld­be­we­gungen im Zusam­men­hang mit dem Euro­port Trust, was Compli­ance-Bedenken aufwarf.

Hat Gibraltar gegen Fidu­ciary Trust gehan­delt?
Nein, es wurden keine öffent­li­chen Aussagen, Diszi­pli­nar­maß­nahmen oder formellen Unter­su­chungen zu Fidu­ciary Trusts Rolle in al-Assad verbun­denen Unter­nehmen veröf­fent­licht.

Warum ist Due Dili­gence für Treu­hand- und Unter­neh­mens­dienst­leister wichtig?
TCSPs müssen Anti-Geld­wä­sche-Vorschriften einhalten, einschließ­lich Kunden­iden­ti­fi­ka­tion und Risi­ko­kon­trolle, beson­ders bei poli­tisch expo­nierten oder Hoch­ri­si­ko­kunden.

Was ist die Verbin­dung von Euro­port in Gibraltar?
Die Euro­port-Gebäude gehörten indi­rekt Fami­li­en­mit­glie­dern der Assad-Familie, verwaltet von Fidu­ciary Trust, später vom Gibraltar Supreme Court für den Verkauf geneh­migt.

Wer ist die Isola-Familie und warum sind sie rele­vant?
Mitglieder der Isola-Familie haben poli­ti­sche, regu­la­to­ri­sche und unter­neh­me­ri­sche Posi­tionen in Gibraltar und sind mit den Kauf­ge­sell­schaften der Euro­port-Immo­bi­lien verbunden.

Wie wirkt sich das auf den Ruf Gibral­tars aus?
Igno­rierte Warn­si­gnale gefährden den Ruf, könnten Bank­be­zie­hungen, Inves­ti­tionen und die Einhal­tung globaler AML-Stan­dards beein­träch­tigen.

Welche Reformen könnten die Aufsicht in Gibraltar verbes­sern?
Stär­kere AML-Durch­set­zung, trans­pa­rente Gerichts­ver­fahren, externe Kontrollen und interne Prüfungen von Hoch­ri­si­ko­trans­ak­tionen könnten die regu­la­to­ri­sche Glaub­wür­dig­keit erhöhen.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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