BGC fordert Tech-Firmen zum Kampf gegen ille­gale Glücks­spiel­an­zeigen auf

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Der Betting and Gaming Council (BGC) hat seine Kampagne gegen ille­gale Glücks­spiel­wer­bung inten­si­viert und große Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen dazu aufge­for­dert, stren­gere Maßnahmen gegen nicht lizen­zierte Anbieter zu ergreifen, die Verbrau­cher in ganz Groß­bri­tan­nien anspre­chen.

In einem offenen Brief an führende Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen warnte der Bran­chen­ver­band, dass ille­gale Glücks­spiel­an­bieter weiterhin digi­tale Platt­formen nutzen, um ihre Dienste bei briti­schen Verbrau­chern zu bewerben. Der BGC argu­men­tierte, dass eine engere Zusam­men­ar­beit zwischen Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen, Aufsichts­be­hörden und Straf­ver­fol­gungs­be­hörden notwendig sei, um die Gefähr­dung der Verbrau­cher durch diese unre­gu­lierten Websites zu verrin­gern.

Diese Inter­ven­tion erfolgt vor dem Hinter­grund wach­sender Bedenken seitens der Regu­lie­rungs­be­hörden und Bran­chen­ak­teure hinsicht­lich der Ausbrei­tung des Schwarz­markts für Onlin­e­glücks­spiele und dessen poten­zi­eller Auswir­kungen auf den Verbrau­cher­schutz.

Wach­sende Bedenken wegen ille­galer Glücks­spiel­wer­bung

Der Brief des BGC wurde von der Geschäfts­füh­rerin Grainne Hurst unter­zeichnet, die ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck brachte, dass nicht lizen­zierte Glücks­spiel­web­sites eine Viel­zahl von Online-Kanälen nutzen, um Verbrau­cher zu errei­chen.

Nach Angaben der Orga­ni­sa­tion schalten ille­gale Anbieter Werbung über soziale Netz­werke, Such­ma­schinen, Messa­ging-Apps und digi­tale Werbe­platt­formen. Diese Akti­vi­täten ermög­li­chen es nicht lizen­zierten Anbie­tern angeb­lich, Glücks­spiel­pro­dukte bei Personen zu bewerben, die beson­ders gefährdet sein könnten, darunter solche, die sich selbst vom Glücks­spiel ausge­schlossen haben oder aktiv nach Hilfs­an­ge­boten suchen.

Der Bran­chen­ver­band betonte, dass ille­gale Glücks­spiel­wer­bung eine Heraus­for­de­rung darstelle, da Verbrau­cher beim Betrachten von Online-Werbung mögli­cher­weise nicht immer zwischen lizen­zierten und nicht lizen­zierten Anbie­tern unter­scheiden könnten.

Infol­ge­dessen könnten Verbrau­cher mögli­cher­weise mit Anbie­tern in Kontakt kommen, die außer­halb der Schutz­maß­nahmen des regu­lierten briti­schen Glücks­spiel­marktes operieren.

Von der Glücks­spiel­kom­mis­sion hervor­ge­ho­bene regu­la­to­ri­sche Bedenken

Die jüngste Inter­ven­tion der BGC folgt auf Äuße­rungen, die der Exeku­tiv­di­rektor der Glücks­spiel­kom­mis­sion, Tim Miller, zu Beginn des Jahres gemacht hatte.

Miller warnte davor, dass weiterhin Werbung für ille­gale Glücks­spiel­web­sites im Internet erscheint, darunter auch Seiten, die damit beworben werden, „nicht bei GamStop regis­triert“ zu sein. Solche Hinweise werden häufig von Anbie­tern verwendet, die Verbrau­cher anspre­chen wollen, denen der Zugang zum Glücks­spiel durch Selbst­aus­schluss­pro­gramme verwehrt ist.

Die Glücks­spiel­kom­mis­sion hat wieder­holt betont, dass Verbrau­cher nur bei lizen­zierten Anbie­tern spielen sollten, die die briti­schen Regu­lie­rungs­stan­dards einhalten.

Die Aufsichts­be­hörde über­wacht weiterhin ille­gale Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten und arbeitet mit Straf­ver­fol­gungs­be­hörden zusammen, um Anbieter zu iden­ti­fi­zieren, die briti­sche Verbrau­cher ohne die erfor­der­liche Geneh­mi­gung anspre­chen.

Warum nicht lizen­zierte Anbieter ein Problem darstellen

Eines der Haupt­ar­gu­mente der BGC ist, dass nicht lizen­zierte Anbieter außer­halb des etablierten briti­schen Regu­lie­rungs­rah­mens agieren.

Im Gegen­satz zu lizen­zierten Unter­nehmen verfügen diese Anbieter nicht über Lizenzen der Glücks­spiel­kom­mis­sion und sind daher nicht verpflichtet, die glei­chen Stan­dards in Bezug auf Kunden­schutz, Maßnahmen für verant­wor­tungs­be­wusstes Spielen und Kontrollen zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche einzu­halten.

Der Bran­chen­ver­band wies zudem darauf hin, dass solche Anbieter keinen Beitrag in Form der gesetz­li­chen Abgabe leisten und keine briti­schen Steuern in derselben Weise zahlen wie regu­lierte Glücks­spiel­un­ter­nehmen.

Nach Ansicht des BGC entsteht dadurch ein unglei­ches Umfeld, in dem lizen­zierte Anbieter umfang­reiche regu­la­to­ri­sche Verpflich­tungen erfüllen müssen, während ille­gale Anbieter diese Anfor­de­rungen poten­ziell umgehen können.

Die Orga­ni­sa­tion ist der Ansicht, dass eine Verrin­ge­rung der Sicht­bar­keit ille­galer Glücks­spiel­wer­bung dazu beitragen würde, Verbrau­cher zu regu­lierten Anbie­tern zu lenken, bei denen entspre­chende Schutz­maß­nahmen vorhanden sind.

Unter­su­chungen deuten auf ein Wachstum des Schwarz­markts hin

Die BGC führte mehrere Bran­chen­ana­lysen an, um ihre Bedenken hinsicht­lich der Zunahme ille­galer Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten zu unter­mauern.

Zu den heran­ge­zo­genen Daten gehörte eine Analyse von WARC, aus der hervor­geht, dass ille­gale Anbieter einen erheb­li­chen Anteil an den Werbe­aus­gaben für Glücks­spiele in Groß­bri­tan­nien haben. Die Analyse deutet darauf hin, dass der Anteil des Schwarz­markts an der Glücks­spiel­wer­bung in den kommenden Jahren weiter steigen könnte.

Die Orga­ni­sa­tion verwies zudem auf Prognosen von H2 Gambling Capital, wonach die bei Schwarz­markt­an­bie­tern plat­zierten Glücks­spiel-Einsätze bis 2028 deut­lich steigen könnten.

Solche Prognosen haben zu einer brei­teren Diskus­sion in der gesamten Branche über die Wirk­sam­keit der derzei­tigen Maßnahmen zur Verhin­de­rung ille­galer Onlin­e­glücks­spiel­ak­ti­vi­täten beigetragen.

Zwar sind Zukunfts­pro­gnosen natur­gemäß mit Unsi­cher­heiten behaftet, doch haben die Zahlen dennoch erneute Forde­rungen nach koor­di­nierten Maßnahmen unter den Akteuren der Branche ausge­löst.

BGC skiz­ziert Empfeh­lungen für Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen

In ihrem offenen Brief skiz­zierte die BGC mehrere Bereiche, in denen Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen ihre Anstren­gungen verstärken könnten.

Die Orga­ni­sa­tion forderte digi­tale Platt­formen auf, ihre Fähig­keiten zur Iden­ti­fi­zie­rung und Entfer­nung ille­galer Glücks­spiel­wer­bung zu verbes­sern, bevor diese die Verbrau­cher erreicht.

Zudem drängte sie Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen dazu, zusätz­liche Ressourcen für die Aufde­ckung und Bekämp­fung nicht lizen­zierter Anbieter bereit­zu­stellen, die Online-Werbe­sys­teme zur Bewer­bung ihrer Dienste nutzen.

Eine weitere Empfeh­lung konzen­trierte sich auf die Stär­kung der Zusam­men­ar­beit mit Regu­lie­rungs­be­hörden und Straf­ver­fol­gungs­be­hörden. Die BGC argu­men­tierte, dass der Infor­ma­ti­ons­aus­tausch und koor­di­nierte Durch­set­zungs­maß­nahmen dazu beitragen könnten, ille­gale Anbieter besser zu iden­ti­fi­zieren und deren Online-Präsenz zu verrin­gern.

Der Bran­chen­ver­band forderte zudem mehr Trans­pa­renz hinsicht­lich der Durch­set­zungs­maß­nahmen. Nach Ansicht der Orga­ni­sa­tion könnten regel­mä­ßige Berichte über Maßnahmen gegen ille­gale Glücks­spiel­wer­bung einen besseren Einblick in die Wirk­sam­keit der aktu­ellen Bemü­hungen geben.

Schließ­lich ermu­tigte die BGC Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen, gemeinsam an der Entwick­lung umfas­sen­derer Bran­chen­lö­sungen zu arbeiten, die darauf abzielen, die Konfron­ta­tion der Verbrau­cher mit ille­galen Glücks­spiel­web­sites zu verrin­gern.

Grainne Hurst fordert entschlos­se­nere Maßnahmen

In ihrer Stel­lung­nahme zu diesem Thema betonte Grainne Hurst das Ausmaß der Heraus­for­de­rung, vor der die regu­lierte Glücks­spiel­branche steht.

Sie sagte: „Der schäd­liche Schwarz­markt wächst in alar­mie­rendem Tempo, und ille­gale Anbieter nutzen Online­platt­formen aus, um briti­sche Verbrau­cher anzu­spre­chen.

„Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen verfügen über einige der fort­schritt­lichsten Tools, Daten und Fach­kennt­nisse welt­weit. Die Frage ist nicht mehr, ob dieses Problem gelöst werden kann, sondern ob genug getan wird.

„Jeder Verbrau­cher, der von einem ille­galen Anbieter ange­zogen wird, wird dem Schutz des regu­lierten Marktes entzogen.

„Wir fordern Tech­no­lo­gie­platt­formen auf, das Ausmaß der Bedro­hung mit dem Ausmaß ihrer Reak­tion in Einklang zu bringen.“

Ihre Äuße­rungen spie­geln eine brei­tere Bran­chen Debatte über die Rolle von Tech­no­lo­gie­platt­formen bei der Über­wa­chung und Einschrän­kung schäd­li­cher oder rechts­wid­riger Werbe­ak­ti­vi­täten wider.

Die bevor­ste­hende Heraus­for­de­rung

Die Bekämp­fung ille­galer Glücks­spiel­wer­bung ist nach wie vor ein komplexes Thema, an dem zahl­reiche Akteure betei­ligt sind, darunter Aufsichts­be­hörden, lizen­zierte Betreiber, Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen und Straf­ver­fol­gungs­be­hörden.

Die zuneh­mende Raffi­nesse digi­taler Werbe­sys­teme hat zwar neue Möglich­keiten für seriöse Unter­nehmen geschaffen, stellt jedoch auch eine Heraus­for­de­rung dar, wenn es darum geht, zu verhin­dern, dass ille­gale Anbieter Verbrau­cher errei­chen.

Da die Besorgnis über das Glücks­spiel auf dem Schwarz­markt weiter zunimmt, dürfte der Druck auf Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen steigen, darzu­legen, wie sie ille­gale Glücks­spiel­wer­bung auf ihren Platt­formen iden­ti­fi­zieren, über­wa­chen und entfernen.

Der jüngste Appell des BGC unter­streicht die Ansicht der Branche, dass eine verstärkte Zusam­men­ar­beit zwischen dem privaten Sektor und den Behörden uner­läss­lich sein wird, um die Verbrau­cher zu schützen und das Vertrauen in den regu­lierten Glücks­spiel­markt aufrecht­zu­er­halten.

Fazit

Der Aufruf des Betting and Gaming Council zu entschlos­se­neren Maßnahmen gegen ille­gale Glücks­spiel­wer­bung spie­gelt die wach­sende Besorgnis über die Ausbrei­tung nicht lizen­zierter Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten im Verei­nigten König­reich wider. Während Regu­lie­rungs­be­hörden und lizen­zierte Anbieter weiterhin für siche­rere Glücks­spiel­um­ge­bungen werben, stellt das Vorhan­den­sein ille­galer Werbung in digi­talen Kanälen nach wie vor eine erheb­liche Heraus­for­de­rung dar.

Indem das BGC Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen dazu ermu­tigt, Durch­set­zungs­maß­nahmen zu verstärken, die Trans­pa­renz zu verbes­sern und enger mit den Regu­lie­rungs­be­hörden zusam­men­zu­ar­beiten, zielt es darauf ab, die Konfron­ta­tion der Verbrau­cher mit unre­gu­lierten Glücks­spiel­diensten zu verrin­gern. Ob diese Bemü­hungen zu spür­baren Verän­de­rungen führen, hängt von der Bereit­schaft der Tech­no­lo­gie­platt­formen, der Regu­lie­rungs­be­hörden und der Bran­chen­ak­teure ab, gemeinsam auf die sich rasch wandelnde Online­land­schaft zu reagieren.

Häufig gestellte Fragen

Was sind ille­gale Glücks­spiel­an­zeigen?
Ille­gale Glücks­spiel­an­zeigen sind Werbe­an­zeigen, die für Glücks­spiel­an­bieter werben, die nicht über die erfor­der­liche Lizenz verfügen, um ihre Dienste in einer bestimmten Rechts­ord­nung anzu­bieten.

Warum ist der BGC besorgt über ille­gale Glücks­spiel­an­zeigen?
Der BGC ist der Ansicht, dass diese Anzeigen Verbrau­cher zu unre­gu­lierten Anbie­tern leiten könnten, die nicht die glei­chen Schutz­maß­nahmen bieten wie lizen­zierte Unter­nehmen.

Wer ist der Betting and Gaming Council?
Der Betting and Gaming Council ist ein Bran­chen­ver­band, der lizen­zierte Wett- und Glücks­spiel­an­bieter im Verei­nigten König­reich vertritt.

Was hat der BGC von den Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen gefor­dert?
Die Orga­ni­sa­tion forderte eine stren­gere Aufde­ckung und Entfer­nung ille­galer Glücks­spiel­wer­bung sowie eine engere Zusam­men­ar­beit mit Aufsichts­be­hörden und Straf­ver­fol­gungs­be­hörden.

Welche Rolle spielt die Glücks­spiel­kom­mis­sion?
Die Glücks­spiel­kom­mis­sion regu­liert das kommer­zi­elle Glücks­spiel in Groß­bri­tan­nien und über­wacht die Einhal­tung der Lizenz- und Verbrau­cher­schutz­vor­schriften.

Warum gelten nicht lizen­zierte Anbieter als risi­ko­be­haftet?
Sie agieren mögli­cher­weise außer­halb der fest­ge­legten regu­la­to­ri­schen Stan­dards und bieten unter Umständen nicht denselben Kunden­schutz, wie er von lizen­zierten Anbie­tern verlangt wird.

Was ist GamStop?
GamStop ist ein Selbst­aus­schluss­dienst, der es Personen im Verei­nigten König­reich ermög­licht, ihren Zugang zu teil­neh­menden Onlin­e­glücks­spiel­an­bie­tern einzu­schränken.

Wie errei­chen ille­gale Anbieter ihre Kunden?
Laut der BGC nutzen sie Social-Media-Platt­formen, Such­ma­schinen, Messa­ging-Dienste und digi­tale Werbe­netz­werke.

Was ist Schwarz­markt-Glücks­spiel?
Schwarz­markt-Glücks­spiel bezeichnet Glücks­spiel­dienste, die von Anbie­tern ange­boten werden, die in der jewei­ligen Rechts­ord­nung weder lizen­ziert noch regu­liert sind.

Können Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen dazu beitragen, ille­gale Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten einzu­dämmen?
Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen können helfen, indem sie rechts­wid­rige Werbung iden­ti­fi­zieren, bean­stan­dete Inhalte entfernen und mit Regu­lie­rungs- und Straf­ver­fol­gungs­be­hörden zusam­men­ar­beiten.

Lisa
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