UK Gambling Commis­sion bekräf­tigt Regeln zur Iden­ti­täts­prü­fung

Date:

Die briti­sche Glücks­spiel­kom­mis­sion (UK Gambling Commis­sion) hat erneut betont, wie wichtig eine recht­zei­tige Iden­ti­täts­prü­fung für Anbieter von Onlin­e­glücks­spielen ist, wobei die Lizenz­be­din­gung 17 weiterhin eine zentrale Anfor­de­rung für Unter­nehmen darstellt, die unter ihrem Regu­lie­rungs­rahmen tätig sind. Die Vorschriften sollen sicher­stellen, dass Kunden ordnungs­gemäß iden­ti­fi­ziert werden, bevor sie Glücks­spiele nutzen dürfen, und gleich­zeitig Situa­tionen redu­zieren, in denen erst dann eine zusätz­liche Über­prü­fung verlangt wird, wenn ein Kunde eine Auszah­lung bean­tragt.

Die regu­la­to­ri­sche Posi­tion ist insbe­son­dere für Anbieter rele­vant, die ihre Registrierungs‑, Veri­fi­zie­rungs- und Auszah­lungs­ver­fahren über­prüfen. Zwar können Iden­ti­täts­prü­fungen Teil umfas­sen­derer Compli­ance­ver­pflich­tungen sein, doch unter­scheiden die Vorschriften der Glücks­spiel­kom­mis­sion zwischen einer Über­prü­fung, die vernünf­ti­ger­weise vor dem Glücks­spiel statt­finden sollte, und zusätz­li­chen Prüfungen, die später aufgrund sich ändernder Umstände oder anderer gesetz­li­cher Verpflich­tungen erfor­der­lich werden können.

Gambling Commis­sion: Lizenz­be­din­gung 17 legt den Zeit­punkt fest

Lizenz­be­din­gung 17 verpflichtet Inhaber von Onlin­e­glücks­spiel­li­zenzen, Infor­ma­tionen zur Fest­stel­lung der Iden­tität eines Kunden einzu­holen und zu über­prüfen, bevor diesem Kunde das Glücks­spiel gestattet wird. Zu den erfor­der­li­chen Infor­ma­tionen gehören Name, Adresse und Geburts­datum des Kunden. Die Bedin­gung verlangt von den Betrei­bern zudem, ange­mes­sene Maßnahmen zu ergreifen, um sicher­zu­stellen, dass die Iden­ti­täts­daten korrekt bleiben.

Der Zeit­punkt des Veri­fi­zie­rungs­pro­zesses ist daher ein wich­tiger Bestand­teil der Compli­ance. Die Glücks­spiel­kom­mis­sion hat klar­ge­stellt, dass die Iden­ti­täts­prü­fung nicht routi­ne­mäßig auf den Zeit­punkt verschoben werden sollte, an dem ein Kunde versucht, Geld abzu­heben, wenn die entspre­chenden Infor­ma­tionen vernünf­ti­ger­weise bereits früher hätten ange­for­dert werden können.

Die aktu­elle LCCP, die ab dem 29. Juli 2026 in Kraft tritt, führt die Iden­ti­täts­prü­fung von Kunden weiterhin als Lizenz­be­din­gung 17 in ihren Betriebs­li­zenz­be­din­gungen auf. Dies bestä­tigt, dass die Iden­ti­täts­prü­fung ein fester Bestand­teil des regu­la­to­ri­schen Rahmens bleibt und keine vorüber­ge­hende Compli­ance-Maßnahme ist.

Für Betreiber bedeutet dies in der Praxis, dass die Iden­ti­täts­prü­fung so in den Kunden­pro­zess inte­griert werden sollte, dass sie den regu­la­to­ri­schen Anfor­de­rungen entspricht und gleich­zeitig verhält­nis­mäßig und für die Kunden nach­voll­ziehbar ist.

Warum eine früh­zei­tige Über­prü­fung wichtig ist

Der Ansatz der Glücks­spiel­kom­mis­sion zielt darauf ab, bereits vor Beginn der Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten mehr Sicher­heit zu schaffen. Die früh­zei­tige Durch­füh­rung geeig­neter Über­prü­fungen kann Betrei­bern dabei helfen, sicher­zu­stellen, dass die Person, die ein Konto eröffnet, ordnungs­gemäß iden­ti­fi­ziert ist, und kann zudem umfas­sen­dere aufsichts­recht­liche Kontrollen unter­stützen.

Die Iden­ti­täts­prü­fung kann zur Wirk­sam­keit von Selbst­aus­schluss­re­ge­lungen beitragen und Betrei­bern dabei helfen, Fälle mit mehreren Konten zu erkennen. Sie kann auch Teil umfas­sen­derer Maßnahmen sein, die Risiken im Zusam­men­hang mit Krimi­na­lität, Geld­wä­sche und anderen aufsichts­recht­li­chen Bedenken angehen.

Die Kommis­sion schreibt nicht eine einzige, univer­selle tech­no­lo­gi­sche Methode für alle Betreiber vor. In ihren veröf­fent­lichten Unter­lagen wird aner­kannt, dass Unter­nehmen je nach ihren Umständen elek­tro­ni­sche Veri­fi­zie­rungs­dienste, Doku­men­ten­prü­fungen oder andere geeig­nete Methoden nutzen können.

Das wich­tige regu­la­to­ri­sche Ergebnis ist, dass der Betreiber sich davon über­zeugen muss, dass der Kunde ordnungs­gemäß iden­ti­fi­ziert wurde, und nach­weisen können muss, wie sein Veri­fi­zie­rungs­pro­zess diese Schluss­fol­ge­rung stützt.

Auszah­lungs­an­träge bleiben ein Schwer­punkt der Regu­lie­rung

Der Zusam­men­hang zwischen Iden­ti­täts­prü­fung und Auszah­lungen ist seit jeher ein wieder­keh­render Schwer­punkt der Glücks­spiel­kom­mis­sion. In ihren Veröf­fent­li­chungen zum Thema Auszah­lungen hat die Aufsichts­be­hörde erläu­tert, dass ihr Kontakt­zen­trum Beschwerden über Verzö­ge­rungen bei Auszah­lungen erhält, und Fälle iden­ti­fi­ziert, in denen Iden­ti­täts­prü­fungen erst durch­ge­führt wurden, nachdem Kunden ihre Gelder ange­for­dert hatten.

Dies bedeutet nicht, dass ein Betreiber während einer Auszah­lung niemals zusätz­liche Infor­ma­tionen anfor­dern darf. Lizenz­be­din­gung 17 erkennt an, dass es Umstände geben kann, unter denen Infor­ma­tionen zu diesem Zeit­punkt aufgrund einer anderen gesetz­li­chen Verpflich­tung einge­holt werden müssen.

Entschei­dend ist, ob der Betreiber die Infor­ma­tionen vernünf­ti­ger­weise schon früher hätte anfor­dern können. Wenn er dies hätte tun können, statt­dessen aber bis zur Auszah­lungs­phase wartet, kann die nach­träg­liche Anfor­de­rung regu­la­to­ri­sche Bedenken hervor­rufen.

Dieser Grund­satz soll verhin­dern, dass die Iden­ti­täts­prü­fung zu einem uner­war­teten Hindernis wird, wenn ein Kunde versucht, auf Geld zuzu­greifen, das sich bereits auf einem Konto befindet.

Zusätz­liche Über­prü­fungen können weiterhin erfor­der­lich sein

Die Lizenz­be­din­gung 17 sollte nicht so ausge­legt werden, dass sie Betreiber daran hindert, nach der Eröff­nung eines Kontos weitere Über­prü­fungen durch­zu­führen. Glücks­spiel­un­ter­nehmen unter­liegen weiterhin umfas­sen­deren regu­la­to­ri­schen Verpflich­tungen, die zusätz­liche Infor­ma­tionen oder eine verstärkte Sorg­falts­pflicht erfor­dern können, sofern die Umstände dies recht­fer­tigen.

Beispiels­weise können Verän­de­rungen im Kunden­ver­halten, unge­wöhn­liche Trans­ak­tionen oder Bedenken hinsicht­lich Geld­wä­sche einen Betreiber dazu veran­lassen, weitere Nach­for­schungen anzu­stellen. Die risi­ko­ba­sierten Leit­li­nien der Glücks­spiel­kom­mis­sion erkennen an, dass sich die Sorg­falts­pflicht gegen­über Kunden im Laufe der Geschäfts­be­zie­hung und entspre­chend der sich ändernden Risi­ko­ein­schät­zung des Betrei­bers weiter­ent­wi­ckeln kann.

Diese Unter­schei­dung ist aus recht­li­cher und Compli­ance-Sicht wichtig. Ein Betreiber kann einen berech­tigten Grund haben, zusätz­liche Infor­ma­tionen anzu­for­dern, nachdem ein Kunde mit dem Glücks­spiel begonnen hat, voraus­ge­setzt, die Anfrage steht im Zusam­men­hang mit einer entspre­chenden aufsichts­recht­li­chen, gesetz­li­chen oder risi­ko­ba­sierten Anfor­de­rung.

Bedenken entstehen, wenn Infor­ma­tionen, die vernünf­ti­ger­weise bereits früher hätten einge­holt werden können, nur deshalb ange­for­dert werden, weil ein Kunde einen Auszah­lungs­an­trag gestellt hat.

Veri­fi­zie­rungs­stan­dards erfor­dern zuver­läs­sige Infor­ma­tionen

Der Ansatz der Kommis­sion legt zudem Wert auf die Qualität der bei der Iden­ti­täts­prü­fung verwen­deten Infor­ma­tionen. In den veröf­fent­lichten Unter­lagen der Aufsichts­be­hörde wird erläu­tert, dass durch die Veri­fi­zie­rung fest­ge­stellt werden sollte, dass der Kunde der ist, für den er sich ausgibt, und dass die Infor­ma­tionen durch Doku­mente, Daten oder sons­tige Infor­ma­tionen aus einer geeig­neten und zuver­läs­sigen Quelle belegt werden sollten.

In jüngsten Veröf­fent­li­chungen der Glücks­spiel­kom­mis­sion wurde zudem die Bedeu­tung korrekter Regis­trie­rungs­daten hervor­ge­hoben. Die Kommis­sion hat fest­ge­stellt, dass die Möglich­keit für Kunden, sich mit einem Initial statt mit dem voll­stän­digen Namen oder unter Angabe einer Geschäfts­adresse zu regis­trieren, eine wirk­same Iden­ti­täts- und Alters­über­prü­fung unter­graben kann.

Dies bedeutet nicht, dass jede Diskre­panz auto­ma­tisch auf ein Fehl­ver­halten hindeutet. Viel­mehr können unge­naue oder unvoll­stän­dige Angaben die auto­ma­ti­sierte Über­prü­fung erschweren und dazu führen, dass später zusätz­liche Über­prü­fungen erfor­der­lich werden.

Für Betreiber schafft dies einen prak­ti­schen Anreiz, sicher­zu­stellen, dass Regis­trie­rungs­sys­teme Kunden­in­for­ma­tionen von Anfang an korrekt erfassen.

Klare Kommu­ni­ka­tion ist Teil des Prozesses

Trans­pa­renz ist ein weiteres wich­tiges Element des regu­la­to­ri­schen Ansatzes. Bevor Kunden Geld einzahlen, sollten Betreiber erläu­tern, welche Iden­ti­täts­do­ku­mente oder sons­tigen Infor­ma­tionen mögli­cher­weise erfor­der­lich sind, unter welchen Umständen solche Infor­ma­tionen ange­for­dert werden könnten und wie Kunden diese bereit­stellen sollen.

Eine klare Kommu­ni­ka­tion kann Unsi­cher­heiten verrin­gern und den Kunden verdeut­li­chen, dass die Über­prü­fung ein normaler Bestand­teil des Betriebs in einem regu­lierten Glücks­spiel­um­feld ist.

Die Glücks­spiel­kom­mis­sion hat zudem betont, wie wichtig es ist, Einschrän­kungen und Auffor­de­rungen zur Bereit­stel­lung zusätz­li­cher Infor­ma­tionen zu erläu­tern, sofern dies ange­messen ist. In ihren Leit­li­nien zu Auszah­lungen erklärte die Aufsichts­be­hörde, dass Betreiber sich ange­messen bemühen sollten, den Kunden die Über­prü­fungen und Einschrän­kungen zu erklären, wobei sie jedoch berück­sich­tigen müssen, dass bestimmte recht­liche Umstände die Offen­le­gung von Infor­ma­tionen einschränken können.

Die Einhal­tung der Vorschriften erfor­dert einen verhält­nis­mä­ßigen Ansatz

Betreiber stehen daher vor der Heraus­for­de­rung, ein Gleich­ge­wicht zwischen der Aufrecht­erhal­tung wirk­samer Compli­ance-Kontrollen und der Vermei­dung unnö­tiger Reibungs­ver­luste zu finden. Die Iden­ti­täts­prü­fung sollte ausrei­chend robust sein, um die regu­la­to­ri­schen Anfor­de­rungen zu erfüllen, ohne vermeid­bare Hinder­nisse für Kunden zu schaffen.

Ein risi­ko­ba­sierter Ansatz ist beson­ders wichtig, wenn zusätz­liche Sorg­falts­pflichten erfor­der­lich sind. In den Leit­li­nien der Glücks­spiel­kom­mis­sion heißt es, dass der Umfang der Sorg­falts­pflichten gegen­über Kunden in einem ange­mes­senen Verhältnis zu den im Rahmen der Kunden­be­zie­hung iden­ti­fi­zierten Risiken stehen sollte. Situa­tionen mit höherem Risiko können verstärkte Maßnahmen und eine fort­lau­fende Über­wa­chung erfor­dern.

Das bedeutet, dass Betreiber nicht jeden Kunden genau gleich behan­deln sollten, wenn der geltende regu­la­to­ri­sche Rahmen einen risi­ko­sen­si­tiven Ansatz zulässt. Gleich­zeitig bleibt die grund­le­gende Iden­ti­täts­prü­fung eine wesent­liche Voraus­set­zung, bevor Fern­kunden zum Glücks­spiel zuge­lassen werden.

Was die Haltung der Glücks­spiel­kom­mis­sion für die Betreiber bedeutet

Die Botschaft der Aufsichts­be­hörde ist relativ eindeutig. Online­be­treiber sollten über­prüfen, ob die Iden­ti­täts­prü­fung zu einem ange­mes­senen Zeit­punkt im Kunden­pro­zess erfolgt und ob ihre Systeme von Anfang an korrekte Infor­ma­tionen erfassen.

Unter­nehmen sollten zudem prüfen, ob ihre Geschäfts­be­din­gungen und Betriebs­ab­läufe zu unnö­tigen Verzö­ge­rungen führen, wenn Kunden Auszah­lungen bean­tragen. Sind aus recht­li­chen oder risi­ko­ba­sierten Gründen tatsäch­lich zusätz­liche Infor­ma­tionen erfor­der­lich, sollte der Betreiber eine klare Grund­lage für die Anfor­de­rung haben und den Prozess einheit­lich hand­haben.

Der von der Kommis­sion veröf­fent­lichte LCCP bleibt der wich­tigste Bezugs­punkt für die Lizenz­an­for­de­rungen. Betreiber sollten daher die aktu­elle Version im Auge behalten, anstatt sich ausschließ­lich auf ältere Compli­ance-Zusam­men­fas­sungen oder histo­ri­sche Ausle­gungen zu verlassen.

Weiter­rei­chende Auswir­kungen auf den Onlin­e­glücks­spiel­sektor

Die anhal­tende regu­la­to­ri­sche Beto­nung der Iden­ti­täts­prü­fung spie­gelt die allge­meine Erwar­tung wider, dass die Compli­ance in die Customer Journey inte­griert werden sollte, anstatt als isolierter Prozess behan­delt zu werden, der erst durch eine Auszah­lung ausge­löst wird.

Für Kunden kann eine früh­zei­tige Iden­ti­täts­prü­fung mehr Klar­heit darüber schaffen, was erfor­der­lich ist, bevor sie mit dem Glücks­spiel beginnen. Für Betreiber kann dies das Risiko verrin­gern, grund­le­gende Iden­ti­täts­pro­bleme erst dann zu entde­cken, wenn auf einem Konto bereits Einzah­lungen oder Gewinne ange­sam­melt wurden.

Gleich­zeitig müssen Betreiber die Möglich­keit behalten, zusätz­liche Über­prü­fungen durch­zu­führen, wenn berech­tigte regu­la­to­ri­sche Bedenken auftreten. Die Iden­ti­täts­prü­fung ist daher kein einma­liger Ersatz für die laufende Compli­ance-Über­wa­chung. Sie ist ein Element eines umfas­sen­deren Rahmens, der die Kunden­iden­ti­fi­zie­rung, Maßnahmen zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche, den Verbrau­cher­schutz und Verpflich­tungen zum verant­wor­tungs­vollen Glücks­spiel umfasst.

Fazit

Die anhal­tende Fokus­sie­rung der Glücks­spiel­kom­mis­sion auf die Lizenz­be­din­gung 17 unter­streicht, wie wichtig es ist, die Iden­ti­täts­prü­fung zum frühest­mög­li­chen geeig­neten Zeit­punkt der Kunden­be­zie­hung korrekt durch­zu­führen. Für Anbieter von Onlin­e­glücks­spielen ist die zentrale Frage nicht einfach, ob ein Kunde letzt­end­lich einen Iden­ti­täts­nach­weis vorlegen kann, sondern ob der Veri­fi­zie­rungs­pro­zess in Über­ein­stim­mung mit den regu­la­to­ri­schen zeit­li­chen Vorgaben konzi­piert und umge­setzt wird.

Die Vorschriften stellen zudem klar, dass Auszah­lungs­an­träge in der Regel nicht der Zeit­punkt sein sollten, zu dem Infor­ma­tionen zum ersten Mal ange­for­dert werden, wenn der Anbieter diese vernünf­ti­ger­weise schon früher hätte einholen können. Gleich­zeitig können später immer noch berech­tigte recht­liche und risi­ko­ba­sierte Über­prü­fungen erfor­der­lich werden, sofern die Umstände dies recht­fer­tigen.

Für die Branche ist daher ein Ansatz am nach­hal­tigsten, der genaue Regis­trie­rungs­daten, eine zeit­nahe Über­prü­fung, eine verhält­nis­mä­ßige Risi­ko­be­wer­tung und eine trans­pa­rente Kunden­kom­mu­ni­ka­tion mitein­ander verbindet. Da die Glücks­spiel­kom­mis­sion ihren LCCP konti­nu­ier­lich aktua­li­siert und pflegt, sind Betreiber, die ihre Systeme und Verfahren regel­mäßig über­prüfen, besser in der Lage nach­zu­weisen, dass ihre Verfahren zur Iden­ti­täts­prü­fung den geltenden Anfor­de­rungen entspre­chen, und bieten ihren Kunden gleich­zeitig ein klareres und besser vorher­seh­bares Erlebnis.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Lizenz­be­din­gung 17?
Die Lizenz­be­din­gung 17 ist eine Betriebs­li­zenz­be­din­gung, die rele­vante Lizenz­nehmer für Onlin­e­glücks­spiele verpflichtet, Infor­ma­tionen zur Fest­stel­lung der Iden­tität eines Kunden einzu­holen und zu über­prüfen, bevor diesem Kunden das Spielen gestattet wird.

Welche Infor­ma­tionen müssen Betreiber über­prüfen?
Zu den erfor­der­li­chen Iden­ti­täts­an­gaben gehören Name, Adresse und Geburts­datum des Kunden. Betreiber müssen zudem ange­mes­sene Maßnahmen ergreifen, um die Rich­tig­keit der bei ihnen gespei­cherten Iden­ti­täts­an­gaben sicher­zu­stellen.

Darf ein Betreiber bei einer Auszah­lung einen Iden­ti­täts­nach­weis verlangen?
Ein Betreiber kann bei einer Auszah­lung zusätz­liche Infor­ma­tionen anfor­dern, wenn dafür ein berech­tigter recht­li­cher oder aufsichts­recht­li­cher Grund vorliegt. Die Vorschriften sehen jedoch vor, dass eine Auszah­lung keinen Anlass für die Anfor­de­rung zusätz­li­cher Infor­ma­tionen geben sollte, wenn der Betreiber diese Infor­ma­tionen vernünf­ti­ger­weise bereits früher hätte anfor­dern können.

Warum legt die Glücks­spiel­kom­mis­sion Wert auf eine früh­zei­tige Über­prü­fung?
Eine früh­zei­tige Über­prü­fung hilft den Anbie­tern, die Iden­tität eines Kunden fest­zu­stellen, bevor das Glücks­spiel beginnt. Sie kann auch umfas­sen­dere Compli­ance­pro­zesse unter­stützen, die Selbst­aus­schluss, doppelte Konten und Risiken im Zusam­men­hang mit krimi­nellen Akti­vi­täten betreffen.

Verbietet die Lizenz­be­din­gung 17 weitere Über­prü­fungen nach der Regis­trie­rung?
Nein. Anbieter müssen unter Umständen weitere Über­prü­fungen durch­führen, wenn sich die Umstände ändern oder zusätz­liche regu­la­to­ri­sche Risiken entstehen. Solche Über­prü­fungen können Teil laufender und risi­ko­ba­sierter Compli­ance-Verfahren sein.

Können Betreiber elek­tro­ni­sche Iden­ti­täts­prü­fungen nutzen?
Ja. Die Glücks­spiel­kom­mis­sion erkennt die elek­tro­ni­sche Iden­ti­täts­prü­fung als einen mögli­chen Ansatz an. Sie schreibt keine einheit­liche Veri­fi­zie­rungs­tech­no­logie für alle Betreiber vor.

Was passiert, wenn Kunden­an­gaben unvoll­ständig sind?
Unvoll­stän­dige oder unge­naue Angaben können die Iden­ti­täts­prü­fung erschweren und dazu führen, dass ein Betreiber zusätz­liche Nach­weise anfor­dert. Genaue Angaben bei der Regis­trie­rung können dazu beitragen, spätere unnö­tige Reibungs­ver­luste bei der Iden­ti­täts­prü­fung zu vermeiden.

Sind Iden­ti­täts­prü­fungen dasselbe wie Geld­wä­sche­be­kämp­fungs­prü­fungen?
Nicht unbe­dingt. Die Iden­ti­täts­prü­fung ist ein Teil eines umfas­sen­deren Compli­ance­rah­mens. Betreiber können gege­be­nen­falls auch sepa­rate Verpflich­tungen zur Geld­wä­sche­be­kämp­fung, zur Herkunft der Gelder, zur Herkunft des Vermö­gens oder andere risi­ko­ba­sierte Verpflich­tungen haben.

Kann die Iden­ti­täts­prü­fung die Auszah­lung eines Kunden beein­flussen?
Dies ist unter Umständen der Fall, wenn aus recht­li­chen oder aufsichts­recht­li­chen Gründen tatsäch­lich zusätz­liche Infor­ma­tionen erfor­der­lich sind. Betreiber sollten jedoch in der Regel nicht bis zur Auszah­lung warten, um Infor­ma­tionen anzu­for­dern, die vernünf­ti­ger­weise bereits früher hätten einge­holt werden können.

Was sollten Betreiber als Reak­tion auf die Stel­lung­nahme der Glücks­spiel­kom­mis­sion über­prüfen?
Betreiber sollten die Erfas­sung von Regis­trie­rungs­daten, den Zeit­punkt der Iden­ti­täts­prü­fung, die Kommu­ni­ka­tion mit Kunden, Auszah­lungs­ver­fahren und den Umgang mit zusätz­li­chen Sorg­falts­pflichten über­prüfen. Sie sollten außerdem sicher­stellen, dass ihre Prak­tiken weiterhin mit der neuesten Version des LCCP im Einklang stehen.

Praxis für Betreiber: Die Iden­ti­täts­prü­fung sollte früh­zeitig, nach­voll­ziehbar und risi­ko­ba­siert in den Regis­trie­rungs­pro­zess inte­griert werden.

Die maßgeb­liche LCCP-Rege­lung zur Kunden­iden­ti­täts­prü­fung ist bei der Ausge­stal­tung der Prozesse zu berück­sich­tigen. Weitere iGaming-Regu­lie­rungs­themen finden Sie in unserer iGaming-Über­sicht.

Claire
Claire
A highly motivated, results-driven, enthusiastic and ambitious writer. I can offer you well researched and high-quality article writing on any topic for your website or blog and can as well re-write your existing web content.

Share post:

Subscribe

Popular

More like this
Related

LinkedIn-Konto­ein­schrän­kungen brau­chen trans­pa­rente Einsprüche

Meinung: LinkedIn-Kontoeinschränkungen können berufliche Identität und Geschäftszugang unterbrechen; nötig sind verlässliche Prüfung, klare Begründungen und menschliche Einsprüche.

Wie synthe­ti­scher Hebel den Bitcoin Preis beein­flusst

Wie synthetischer Hebel den Bitcoin-Preis prägt, warum Papiermärkte die Knappheit übersteuern und wie Derivate die Marktstabilität beeinflussen.

Bet3000 Lizenz­fall: GGL prüft Hinweise von Wett­be­wer­bern

Am 26. Juli 2024 um 12:15 Uhr ging bei namentlich genannten Beamten der deutschen Glücksspielaufsichtsbehörde eine E-Mail ein. Der Absender, Dr. Damir Böhm, gab an, Informationen aus dem Kreis der Wettvermittler erhalten zu haben. Den Spielern werde angeblich mitgeteilt, sie könnten Geld in Wettbüros einzahlen, die nicht mehr unter Bet3000 aktiv seien, und diese Gelder auf tipgo.eu einsetzen. Die E-Mail schloss mit einem vorsichtigen Vorschlag: Vielleicht könne die GGL die Informationen mit eigenen Mitteln überprüfen.

Glücks­spiel­schäden in Schweden und Spie­ler­schutz für junge Männer

Schweden hat eine staatliche Untersuchung zum Glücksspielverhalten von Kindern und jungen Erwachsenen eingeleitet, da die Besorgnis über die schädlichen Auswirkungen des Glücksspiels, insbesondere bei Jungen und jungen Männern, zunimmt. Die am 3. September 2026 angekündigte Untersuchung soll untersuchen, wie sich das Glücksspielverhalten entwickelt, und Maßnahmen ermitteln, die den Schutz jüngerer Menschen stärken könnten.