Spelin­spek­tionen warnt vor Risiken bei Malta lizen­ziertem Glücks­spiel

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In einem aktu­ellen Bericht hat die schwe­di­sche Glücks­spiel­be­hörde Spelin­spek­tionen neue Erkennt­nisse über nicht lizen­zierte Glücks­spiele auf dem schwe­di­schen Markt veröf­fent­licht. Die Ergeb­nisse der Behörde unter­strei­chen die zuneh­mende Verbrei­tung von unre­gu­lierten Glücks­spiel­marken und deren bedeu­tende Präsenz auf dem euro­päi­schen Markt. Dieser Artikel befasst sich mit den wich­tigsten Punkten aus den Unter­su­chungen von Spelin­spek­tionen, den Heraus­for­de­rungen bei der Bekämp­fung des ille­galen Glücks­spiels und der Rolle der EU-Lizen­zie­rung bei diesem Problem.

Der Anstieg der nicht lizen­zierten Glücks­spiel­marken

Der jüngste Bericht der schwe­di­schen Glücks­spiel­be­hörde wirft ein Licht auf die anhal­tenden Probleme im Zusam­men­hang mit nicht lizen­zierten Anbie­tern, insbe­son­dere solchen, die die Lizenzen anderer EU-Mitglied­staaten nutzen, um schwe­di­sche Spieler anzu­spre­chen. Nach Angaben der Aufsichts­be­hörde haben Unter­su­chungen ergeben, dass rund 13 % des Online-Glücks­spiel­ver­kehrs im Jahr 2024 auf Websites mit Lizenzen außer­halb Schwe­dens geleitet wurde. Der Groß­teil dieses Verkehrs war mit Glücks­spiel­web­sites verbunden, die in Malta regis­triert sind, während andere mit Lizenzen aus Zypern und Estland arbeiten.

Diese im Ausland lizen­zierten Betreiber ziehen eine beträcht­liche Anzahl schwe­di­scher Spieler an, da sie fälsch­li­cher­weise annehmen, dass in anderen EU-Ländern lizen­zierte Websites genauso sicher oder sogar sicherer sind als die von Schwe­dens natio­naler Behörde regu­lierten. Spelin­spek­tionen stellte fest, dass Diskus­sionen in verschie­denen Glücks­spiel­foren den Glauben wider­spie­geln, dass insbe­son­dere in Malta zuge­las­sene Betreiber einen besseren Spie­ler­schutz bieten — eine Vorstel­lung, die sich als irre­füh­rend erwiesen hat.

Die Illu­sion des Verbrau­cher­schutzes

Während viele Spieler die in Malta lizen­zierten Websites als siche­rere Alter­na­tive ansehen, warnte Spelin­spek­tionen, dass der Verbrau­cher­schutz auf diesen Platt­formen im Vergleich zu den schwe­di­schen Anfor­de­rungen oft unzu­rei­chend ist. Nach Angaben der Regu­lie­rungs­be­hörde sind die auf dem schwe­di­schen Glücks­spiel­markt durch­ge­setzten Spie­ler­schutz­stan­dards deut­lich strenger als die anderer EU-Länder.

So schreibt Schweden beispiels­weise eine strenge Sorg­falts­pflicht für lizen­zierte Betreiber vor, die sicher­stellt, dass die Betreiber im besten Inter­esse der Spieler handeln. Dies ist jedoch bei in der EU lizen­zierten Websites, die in Ländern wie Malta tätig sind, selten der Fall, da dort der Rechts­rahmen in Bezug auf den Verbrau­cher­schutz als weniger streng gilt.

Darüber hinaus wies Spelin­spek­tionen auf den umfang­rei­chen Einsatz von Boni und Werbe­an­ge­boten hin, die nicht so streng regu­liert sind wie in Schweden. Die Verwen­dung von Cash­backs und VIP-Programmen ist bei nicht lizen­zierten EU-Betrei­bern weit verbreitet und bietet schwe­di­schen Spie­lern verlo­ckende Ange­bote, die oft nicht mit den in Schweden durch­ge­setzten verant­wor­tungs­vollen Spiel­prak­tiken über­ein­stimmen.

Heraus­for­de­rungen bei der Bekämp­fung nicht lizen­zierter Websites

Eines der Haupt­hin­der­nisse bei der Eindäm­mung nicht lizen­zierter Glücks­spiele ist die Sprach­bar­riere. Spelin­spek­tionen stellte fest, dass sich viele ille­gale Anbieter haupt­säch­lich auf Englisch vermarkten, was es der Aufsichts­be­hörde erschwert, diese Seiten wirksam zu über­wa­chen und zu sperren. Nach schwe­di­schem Recht kann die Glücks­spiel­be­hörde nur gegen nicht zuge­las­sene Anbieter vorgehen, die durch die Verwen­dung der schwe­di­schen Sprache oder der schwe­di­schen Währung gezielt schwe­di­sche Spieler anspre­chen.

Während es bei Betrei­bern mit EU-Lizenz oft keine eindeu­tigen Anzei­chen dafür gibt, dass sie sich direkt an schwe­di­sche Spieler wenden, gilt dies nicht für Betreiber mit Lizenzen aus Dritt­län­dern. Diese Betreiber neigen dazu, ihre Dienste ausdrück­lich an schwe­di­sche Spieler zu vermarkten, indem sie häufig schwe­disch­spra­chige Glücks­spiel­seiten nutzen und auf schwe­di­sche Spieler zuge­schnit­tene Werbe­ak­tionen anbieten. Dies stellt für Spelin­spek­tionen eine große Heraus­for­de­rung bei der Ermitt­lung und Bekämp­fung ille­galer Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten dar.

Die Auswir­kungen von Betrei­bern mit Lizenz aus Dritt­län­dern

Das Problem der ille­galen Betreiber wird durch solche mit Lizenzen aus Dritt­län­dern wie Curaçao und Anjouan noch verschärft. Diese Länder verfügen oft nicht über die strenge Regu­lie­rung und den Verbrau­cher­schutz der Euro­päi­schen Union, was sie zu einem Zufluchtsort für ille­gale Glücks­spiel­an­bieter macht. Spelin­spek­tionen berich­tete, dass im Jahr 2024 etwa 45 % des gesamten Daten­ver­kehrs zu nicht lizen­zierten Glücks­spiel­seiten auf Platt­formen geleitet wurde, die vorgaben, in einem Dritt­land lizen­ziert zu sein.

Von diesen 45 % entfiel ein erheb­li­cher Anteil von 38 % auf Curaçao, während Anjouan 5 % beisteu­erte. Dieser Trend verdeut­licht die starke Präsenz von Betrei­bern aus Ländern mit schwä­cheren recht­li­chen Rahmen­be­din­gungen, die in der Lage sind, Spieler aus Schweden und anderen euro­päi­schen Ländern anzu­ziehen.

Die Rolle von Zahlungs­ver­mitt­lern in der EU

Spelin­spek­tionen entdeckte auch, dass einige ille­gale Glücks­spiel­an­bieter Zahlungs­ver­mittler mit Sitz in Zypern, einem EU-Mitglied­staat, zur Abwick­lung von Trans­ak­tionen nutzen. Diese Praxis ermög­licht es diesen Anbie­tern, die Aufde­ckung durch die Regu­lie­rungs­be­hörden zu umgehen, da sie inner­halb der regu­lierten Finanz­sys­teme der EU zu operieren scheinen. Bei einer im Dezember 2024 durch­ge­führten Über­prü­fung stellte die Regu­lie­rungs­be­hörde fest, dass etwa die Hälfte der unter­suchten Unter­nehmen Zahlungs­agenten in der EU einsetzten.

Die Nutzung dieser Zahlungs­agenten in Zypern, die oft als legi­time E‑Com­merce-Trans­ak­tionen getarnt sind, ermög­licht es den Betrei­bern, Zugang zu den Zahlungs­sys­temen der EU zu erhalten. Auf diese Weise wird der Eindruck erweckt, dass diese Glücks­spiel­seiten in einem gere­gelten Rahmen operieren, obwohl ihre Tätig­keit nicht den glei­chen Verbrau­cher­schutz­stan­dards unter­liegt wie die der schwe­di­schen Behörden.

Die Bemü­hungen von Spelin­spek­tionen zur Bekämp­fung des ille­galen Glücks­spiels

Trotz dieser Heraus­for­de­rungen ist Spelin­spek­tionen entschlossen, entschieden gegen nicht lizen­zierte Anbieter vorzu­gehen. Die Behörde arbeitet daran, ihre Über­wa­chungs­prak­tiken zu verfei­nern und ihre Fähig­keit zu verbes­sern, ille­gale Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten zu verfolgen, insbe­son­dere solche, die auf schwe­di­sche Spieler abzielen. Die Regu­lie­rungs­be­hörde hat auch zu einer verstärkten inter­na­tio­nalen Zusam­men­ar­beit mit anderen Glücks­spiel­be­hörden aufge­rufen, um das Problem der nicht lizen­zierten Anbieter, insbe­son­dere der in Dritt­län­dern lizen­zierten, in den Griff zu bekommen.

Darüber hinaus hat Spelin­spek­tionen vorge­schlagen, dass der schwe­di­sche Gesetz­geber die Einfüh­rung stren­gerer Maßnahmen zur Bewäl­ti­gung dieser Probleme in Erwä­gung zieht, einschließ­lich der Einfüh­rung stren­gerer Vorschriften für die Nutzung von Zahlungs­ver­mitt­lern und der Verbes­se­rung der Möglich­keiten des Landes, ille­gale Glücks­spiel­web­sites zu sperren.

Der Weg in die Zukunft: Regu­lie­rungs­re­formen und Verbrau­cher­schutz

Da das Problem des nicht lizen­zierten Glücks­spiels weiter zunimmt, setzt sich Spelin­spek­tionen für umfas­sen­dere Reformen ein, um schwe­di­sche Spieler zu schützen und die Inte­grität des schwe­di­schen Glücks­spiel­marktes zu gewähr­leisten. Diese Reformen würden stren­gere Durch­set­zungs­maß­nahmen gegen ille­gale Anbieter und eine Über­ar­bei­tung der Vorschriften für Zahlungs­dienste beinhalten, um zu verhin­dern, dass Glücks­spiel­an­bieter die EU-Finanz­sys­teme ausnutzen.

Die Regu­lie­rungs­be­hörde betonte auch, wie wichtig die Aufklä­rung der Spieler für die Förde­rung eines verant­wor­tungs­vollen Umgangs mit Glücks­spielen ist. Durch die Sensi­bi­li­sie­rung der Öffent­lich­keit für die Risiken, die mit nicht lizen­zierten Websites verbunden sind, hofft Spelin­spek­tionen, die Attrak­ti­vität dieser Betreiber zu verrin­gern und schwe­di­sche Spieler zu ermu­tigen, sich nur auf lizen­zierten Platt­formen zu enga­gieren, die hohe Verbrau­cher­schutz­stan­dards erfüllen.

Für die Zukunft rechnet Spelin­spek­tionen mit einer verstärkten Zusam­men­ar­beit zwischen den EU-Mitglied­staaten und inter­na­tio­nalen Gremien, um die Heraus­for­de­rungen zu bewäl­tigen, die von nicht lizen­zierten Anbie­tern ausgehen, und um ein siche­reres, besser regu­liertes Glücks­spiel­um­feld für Spieler in Schweden und ganz Europa zu schaffen.

Schluss­fol­ge­rung

Der schwe­di­sche Glücks­spiel­markt hat mit einem zuneh­menden Zustrom von nicht lizen­zierten Anbie­tern zu kämpfen, von denen viele in anderen EU-Ländern oder Dritt­staaten zuge­lassen sind. Diese Anbieter bieten oft attrak­tive Boni und Werbe­ak­tionen an, erfüllen aber nicht die hohen Verbrau­cher­schutz­stan­dards, die ein Marken­zei­chen der schwe­di­schen Glücks­spiel­vor­schriften sind. Die schwe­di­sche Glücks­spiel­be­hörde beob­achtet die Situa­tion weiterhin und es ist klar, dass umfas­sen­dere Maßnahmen zum Schutz der Spieler und zur Gewähr­leis­tung der Inte­grität der Glücks­spiel­branche erfor­der­lich sind. Durch verbes­serte recht­liche Rahmen­be­din­gungen und inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit besteht Hoff­nung auf eine Zukunft, in der schwe­di­sche Spieler besser vor den Risiken geschützt sind, die mit nicht lizen­zierten Glücks­spielen verbunden sind.

FAQs

Was sind die größten Heraus­for­de­rungen für Spelin­spek­tionen bei der Regu­lie­rung nicht lizen­zierter Glücks­spiel­seiten?
Spelin­spek­tionen hat mit der Tatsache zu kämpfen, dass viele ille­gale Anbieter sich auf Englisch vermarkten und die schwe­di­sche Sprache oder Währung vermeiden, was die Durch­set­zung des Gesetzes erschwert.

Wie viel des Daten­ver­kehrs auf nicht lizen­zierten Glücks­spiel­seiten wird an in der EU zuge­las­sene Betreiber weiter­ge­leitet?
Etwa 13 % des Daten­ver­kehrs im Jahr 2024 ging an Websites, die in anderen EU-Mitglied­staaten zuge­lassen sind, vor allem in Malta, Zypern und Estland.

Welche Risiken sind mit Glücks­spielen auf in Malta lizen­zierten Websites verbunden?
Obwohl Websites mit einer Lizenz aus Malta oft als sicher gelten, fehlt ihnen im Allge­meinen der vom schwe­di­schen Rechts­rahmen vorge­schrie­bene Verbrau­cher­schutz, was sie für Spieler weniger sicher macht.

Warum ist es für die schwe­di­schen Regu­lie­rungs­be­hörden schwierig, gegen ille­gale Glücks­spiel­an­bieter vorzu­gehen, die in Dritt­län­dern zuge­lassen sind?
In Dritt­län­dern zuge­las­sene Glücks­spiel­an­bieter zielen oft explizit auf schwe­di­sche Spieler ab, indem sie schwe­disch­spra­chige Websites und Marke­ting betreiben, wodurch sie leichter zu iden­ti­fi­zieren und zu regu­lieren sind.

Welche Rolle spielen Zahlungs­ver­mittler in der EU bei der Ermög­li­chung ille­galer Glücks­spiele?
Zahlungs­agenten mit Sitz in Zypern werden von ille­galen Glücks­spiel­an­bie­tern genutzt, um ihre Trans­ak­tionen als elek­tro­ni­schen Handel zu tarnen und so den Eindruck zu erwe­cken, dass sie in einem regu­lierten Rahmen tätig sind.

Wie verfolgt Spelin­spek­tionen ille­gale Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten?
Spelin­spek­tionen über­wacht den Website-Verkehr und die Zahlungs­trans­ak­tionen, um ille­gale Anbieter zu iden­ti­fi­zieren, aber die Verwen­dung von englisch­spra­chigem Marke­ting erschwert diesen Prozess.

Welche Maßnahmen werden zur Bekämp­fung des ille­galen Glücks­spiels in Schweden ergriffen?
Spelin­spek­tionen konzen­triert sich auf eine stren­gere Durch­set­zung, inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit und mögliche regu­la­to­ri­sche Reformen, um schwe­di­sche Spieler besser zu schützen.

Welche Auswir­kungen haben Betreiber mit einer Lizenz aus Dritt­län­dern auf den schwe­di­schen Glücks­spiel­markt?
Betreiber, die in Ländern wie Curaçao und Anjouan zuge­lassen sind, tragen zum Anstieg des nicht zuge­las­senen Glücks­spiels bei, wobei der Verbrau­cher­schutz oft schwä­cher ist.

Welche Ände­rungen werden in Erwä­gung gezogen, um Schwe­dens Vorgehen gegen nicht lizen­zierte Glücks­spiele zu verbes­sern?
Spelin­spek­tionen hat stren­gere Maßnahmen gegen Zahlungs­agenten und eine stär­kere Über­wa­chung von Glücks­spiel­seiten vorge­schlagen, die sich an schwe­di­sche Spieler richten.

Wie können schwe­di­sche Spieler die Risiken von nicht zuge­las­senen Glücks­spielen vermeiden?
Den Spie­lern wird empfohlen, nur in Schweden zuge­las­sene Platt­formen zu nutzen, die hohe Stan­dards für den Verbrau­cher­schutz und verant­wor­tungs­volle Spiel­prak­tiken einhalten.

Paula Nancy
Paula Nancy
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