Netto­ver­schul­dung bei Ballys und Intralot vor der Evoke Über­nahme

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Bally’s Intralot ist mit einer deut­lich gestärkten Finanz­basis und einer höheren Schul­den­last in die zweite Hälfte des Jahres 2026 gestartet, während das Unter­nehmen die Vorbe­rei­tungen für die geplante Über­nahme von evoke plc fort­setzt. Das Unter­nehmen meldete Ende Juni eine berei­nigte Netto­ver­schul­dung von 1,61 Milli­arden Euro, was einem Anstieg um rund 125 Millionen Euro gegen­über den 1,49 Milli­arden Euro zum Jahres­ende 2025 entspricht. Gleich­zeitig stiegen der Umsatz und das berei­nigte EBITDA nach der voll­stän­digen Inte­gra­tion des Geschäfts­be­reichs „Bally’s Inter­na­tional Inter­ac­tive“ stark an.

Diese Zahlen rücken die Finanz­struktur fest in den Mittel­punkt der nächsten Entwick­lungs­phase von Bally’s Intralot. Der Konzern verwaltet nicht nur ein größeres inter­na­tio­nales Geschäft, sondern treibt auch eine geplante Trans­ak­tion voran, durch die evoke und sein Port­folio etablierter Wett- und Glücks­spiel­marken in den größeren Konzern inte­griert würden.

Anstieg der Verschul­dung im ersten Halb­jahr

Die berei­nigte Netto­ver­schul­dung von Bally’s Intralot belief sich zum 30. Juni 2026 auf 1,61 Milli­arden Euro. Der Anstieg gegen­über dem Stand zum Jahres­ende ist eher auf mehrere Bewe­gungen im Cash­flow als auf ein einzelnes Finan­zie­rungs­er­eignis zurück­zu­führen.

Einer der bedeu­tendsten Posten war eine Zahlung in Höhe von 85 Millionen Euro im Zusam­men­hang mit der neuen 15-jährigen Lizenz zur Über­wa­chung elek­tro­ni­scher Spiel­au­to­maten, die an Intralot Gaming Services Pty Ltd in Victoria, Austra­lien, vergeben wurde. Die Lizenz soll im August 2027 in Kraft treten und umfasst das landes­weite Über­wa­chungs­system für elek­tro­ni­sche Spiel­au­to­maten sowie Pre-Commit­ment-Dienste.

Zu den weiteren Mittel­ab­flüssen im Berichts­zeit­raum zählten 20,5 Millionen Euro im Zusam­men­hang mit Inves­ti­ti­ons­tä­tig­keiten, 67,5 Millionen Euro an Netto­zins­zah­lungen, 20,8 Millionen Euro im Zusam­men­hang mit Trans­ak­tionen mit eigenen Aktien sowie 14,5 Millionen Euro an Trans­ak­ti­ons­ge­bühren und Kosten für die Anlei­he­emis­sion.

Diese Verpflich­tungen wurden teil­weise durch einen freien Cash­flow in Höhe von 89 Millionen Euro ausge­gli­chen. Die daraus resul­tie­rende Verschul­dungs­si­tua­tion spie­gelt daher sowohl Inves­ti­tionen in die lang­fris­tige opera­tive Infra­struktur des Konzerns als auch den Finanz­be­darf im Zusam­men­hang mit seiner über­ge­ord­neten Unter­neh­mens­stra­tegie wider.

Aus bilan­zi­eller Sicht verdient der Anstieg der Netto­ver­schul­dung Beach­tung, da Bally’s Intralot eine weitere Expan­sion anstrebt und gleich­zeitig die Inte­gra­tion des von der Bally’s Corpo­ra­tion erwor­benen inter­na­tio­nalen inter­ak­tiven Geschäfts fort­setzt.

Umsatz steigt nach der Inte­gra­tion von BII

Die Ergeb­nisse des Konzerns im ersten Halb­jahr lagen deut­lich über denen des Vergleichs­zeit­raums im Jahr 2025. Der Umsatz erreichte 544,2 Millionen Euro gegen­über 182 Millionen Euro im Vorjahr, während das berei­nigte EBITDA von 60,2 Millionen Euro auf 184,8 Millionen Euro stieg.

Ein wesent­li­cher Faktor für diese Entwick­lung war die Konso­li­die­rung von Bally’s Inter­na­tional Inter­ac­tive (BII). Die Trans­ak­tion wurde im Oktober 2025 abge­schlossen und erwei­terte das Enga­ge­ment von Bally’s Intralot im Bereich Online­wetten und ‑Glücks­spiele erheb­lich.

BII trug mit 377,6 Millionen Euro zum Umsatz des ersten Halb­jahres 2026 bei. Zudem erwirt­schaf­tete das Unter­nehmen ein berei­nigtes EBITDA von 132,8 Millionen Euro, was einer berei­nigten EBITDA-Marge von 35,2 % entspricht.

Das Ausmaß dieses Beitrags verdeut­licht, warum die Über­nahme das Profil von Bally’s Intralot wesent­lich verän­dert hat. Das Unter­nehmen verbindet nun sein etabliertes Lotterie- und Glücks­spiel­tech­no­logie-Geschäft mit einem umfang­rei­chen inter­ak­tiven Geschäfts­be­reich, der in regu­lierten Märkten tätig ist.

Die größere Umsatz­basis liefert zudem einen wich­tigen Kontext für die Beur­tei­lung der Verschul­dung des Konzerns. Zwar ist der abso­lute Verschul­dungs­be­trag beträcht­lich, doch ist das Geschäft selbst wesent­lich größer als vor der BII-Trans­ak­tion. Diese Unter­schei­dung ist wichtig bei der Bewer­tung der Finanz­lage und der stra­te­gi­schen Ziele des Unter­neh­mens.

Höhere Erträge verhin­dern keinen Verlust vor Steuern

Trotz des erheb­li­chen Wachs­tums bei Umsatz und berei­nigtem EBITDA verzeich­nete Bally’s Intralot im ersten Halb­jahr einen Verlust vor Steuern in Höhe von 7,2 Millionen Euro.

Im Vergleich dazu wurde im entspre­chenden Zeit­raum des Jahres 2025 ein Gewinn vor Steuern von 9,8 Millionen Euro erzielt. Das Unter­nehmen führte die Verschlech­te­rung in erster Linie auf höhere Zins­auf­wen­dungen, Abschrei­bungen und trans­ak­ti­ons­be­zo­gene Kosten zurück.

Das Ergebnis verdeut­licht den Unter­schied zwischen opera­tiver Leis­tung und der Renta­bi­lität auf der Gewinn- und Verlust­rech­nung in einer Phase tief­grei­fender struk­tu­reller Verän­de­rungen. Das berei­nigte EBITDA misst den vom Geschäft erwirt­schaf­teten Gewinn vor mehreren wesent­li­chen Finanz- und Buch­hal­tungs­kosten, während das Vorsteu­er­ergebnis diese zusätz­li­chen Aufwen­dungen bereits berück­sich­tigt.

Für Bally’s Intralot ergab sich im ersten Halb­jahr somit ein gemischtes Finanz­bild. Das opera­tive Ergebnis stieg zwar deut­lich an, doch belas­teten Finan­zie­rungs- und trans­ak­ti­ons­be­zo­gene Aufwen­dungen weiterhin die ausge­wie­sene Renta­bi­lität.

Neue Finan­zie­rung sorgt für finan­zi­elle Flexi­bi­lität

Bally’s Intralot hat im Juli seine Finanz­lage gestärkt, indem es sich eine neue vorrangig besi­cherte Ster­ling-Lang­frist­fi­nan­zie­rung in Höhe von 261,78 Millionen Pfund gesi­chert hat. Die Fazi­lität wurde mit insti­tu­tio­nellen Kredit­ge­bern verein­bart und soll den allge­meinen Unter­neh­mens­be­darf sowie den Bedarf an Betriebs­ka­pital, aber auch Akqui­si­ti­ons­pläne und Refi­nan­zie­rungs­maß­nahmen decken.

Die neue Fazi­lität ist im Zusam­men­hang mit der geplanten Evoke-Trans­ak­tion von Bedeu­tung, da sie zusätz­liche Liqui­dität und finan­zi­elle Flexi­bi­lität bietet, während der Akqui­si­ti­ons­pro­zess weiter­läuft.

Die bestehende Finan­zie­rungs­struktur der Gruppe umfasst auch Fremd­ka­pital, das im Zusam­men­hang mit der Trans­ak­tion mit der Bally’s Corpo­ra­tion aus dem Jahr 2025 aufge­nommen wurde. Das Finan­zie­rungs­paket umfasste ein sechs­jäh­riges insti­tu­tio­nelles Darlehen und eine vier­jäh­rige tilgungs­fä­hige Kredit­fa­zi­lität, die von grie­chi­schen Banken bereit­ge­stellt wurden.

Insge­samt zeigen diese Verein­ba­rungen, dass Bally’s Intralot eine Kombi­na­tion aus bestehenden und zusätz­li­chen Finanz­mit­teln nutzt, um eine zuneh­mend breit gefä­cherte Unter­neh­mens­struktur zu stützen. Dieser Ansatz verschafft dem Manage­ment zudem größere Flexi­bi­lität bei der Umset­zung der nächsten Phasen seiner Über­nah­me­stra­tegie.

Evoke-Trans­ak­tion rückt näher an die Zustim­mung der Aktio­näre

Die geplante Über­nahme von Evoke bleibt eine der wich­tigsten Entwick­lungen auf der stra­te­gi­schen Agenda von Bally’s Intralot.

Die Trans­ak­tion wurde als empfoh­lene Über­nahme ausschließ­lich durch Akti­en­tausch ange­kün­digt und würde das inter­na­tio­nale inter­ak­tive Geschäft von Bally’s Intralot um ein Port­folio erwei­tern, zu dem William Hill, 888 und Mr Green gehören. Evoke bezeichnet sich selbst als Mutter­ge­sell­schaft dieser inter­na­tional aner­kannten Wett- und Glücks­spiel­marken.

Die Evoke-Aktio­näre haben der Trans­ak­tion auf einer Haupt­ver­samm­lung am 17. August 2026 zuge­stimmt. Der Sonder­be­schluss erhielt 99,63 % der abge­ge­benen Stimmen. Auch eine sepa­rate gericht­liche Anhö­rung ergab ein deut­li­ches Zustim­mungs­er­gebnis: 99,91 % der abge­ge­benen Stimmen spra­chen sich für den Plan aus.

Die Abstim­mung der Aktio­näre stellte einen wich­tigen Schritt in diesem Prozess dar, bedeu­tete jedoch noch nicht den Abschluss der Trans­ak­tion. Der geplante Zusam­men­schluss unter­liegt weiterhin den verblei­benden Bedin­gungen und dem formellen Plan­ver­fahren.

Bally’s Intralot hat seine eigene Haupt­ver­samm­lung für den 18. September 2026 anbe­raumt. Die nach­fol­genden Schritte umfassen die Erfül­lung der verblei­benden behörd­li­chen und recht­li­chen Anfor­de­rungen, bevor die Trans­ak­tion wirksam werden kann.

Das behörd­liche Verfahren steht weiterhin im Mittel­punkt

Die Über­nahme erfolgt im Rahmen eines „Scheme of Arran­ge­ment“. Das bedeutet, dass die Zustim­mung der Aktio­näre nur einen Teil eines umfas­sen­deren recht­li­chen Verfah­rens darstellt.

Bally’s Intralot hat mitge­teilt, dass mehrere kartell­recht­liche und aufsichts­recht­liche Bedin­gungen erfüllt wurden, während an den verblei­benden Anfor­de­rungen weiter­ge­ar­beitet wird. Bis zum Abschluss bleiben die beiden Unter­nehmen getrennte und unab­hän­gige Einheiten.

Diese Unter­schei­dung ist beson­ders rele­vant, wenn es um finan­zi­elle Verpflich­tungen geht. Evoke wies in seinem Halb­jah­res­ab­schluss 2026 Schulden in Höhe von etwa 1,89 Milli­arden Pfund aus. Robeson Reeves hat diese Schulden in Diskus­sionen über die geplante Trans­ak­tion zuvor als „ohne Rück­griffs­mög­lich­keit“ auf Bally’s Intralot beschrieben.

Diese Aussage sollte im Kontext der geplanten Trans­ak­ti­ons­struktur verstanden werden und nicht als Hinweis darauf, dass die Berück­sich­ti­gung der Schulden irrele­vant sei. Jeder abge­schlos­sene Zusam­men­schluss würde weiterhin ein sorg­fäl­tiges Finanz­ma­nage­ment inner­halb der daraus entste­henden Unter­neh­mens­gruppe erfor­dern.

Die Markt­ent­wick­lung in Groß­bri­tan­nien bringt einen weiteren Aspekt mit sich

Bally’s Intralot agiert zudem vor dem Hinter­grund eines sich wandelnden regu­la­to­ri­schen und steu­er­li­chen Umfelds im Verei­nigten König­reich. Das Unter­nehmen berich­tete, dass sich das Wachstum der Online-Umsätze im zweiten Quartal beschleu­nigt habe, trotz der Erhö­hung der briti­schen Fern­spiel­steuer von 21 % auf 40 % ab dem 1. April 2026.

Das Manage­ment erklärte, dass die neue Steu­er­re­ge­lung im zweiten Quartal Auswir­kungen in Höhe von schät­zungs­weise 34 Millionen Euro hatte, von denen etwa 65 % durch Umsatz­wachstum und Maßnahmen zur Senkung der Betriebs­kosten abge­fe­dert wurden.

Diese Entwick­lung ist für die geplante Evoke-Trans­ak­tion von Bedeu­tung, da ein wesent­li­cher Teil der stra­te­gi­schen Begrün­dung auf der gebün­delten Stärke der Onlin­ege­schäfte der Unter­nehmen beruht.

Das bestehende inter­ak­tive Port­folio von Bally’s Intralot umfasst bereits Marken wie Bally Bet, Jack­potjoy, Virgin Games, Mono­poly Casino UK und Rainbow Riches Casino. Evoke würde eine weitere Gruppe bekannter Marken hinzu­fügen und die Reich­weite der inter­ak­tiven Präsenz des Unter­neh­mens im Verei­nigten König­reich sowie inter­na­tional erwei­tern.

Was die Verschul­dungs­si­tua­tion für die nächste Phase bedeutet

Der Anstieg der berei­nigten Netto­ver­schul­dung sollte nicht losge­löst vom Umsatz­wachstum des Unter­neh­mens, der Erwei­te­rung seiner Ertrags­basis und der im Jahr 2026 gesi­cherten Finan­zie­rungs­fle­xi­bi­lität betrachtet werden.

Bally’s Intralot führt heute ein größeres Geschäft als vor der BII-Trans­ak­tion und bereitet sich gleich­zeitig auf einen weiteren trans­for­ma­tiven Unter­neh­mens­schritt vor. Dies stellt natur­gemäß höhere Anfor­de­rungen an Kapital, Liqui­dität und Finanz­pla­nung.

Gleich­zeitig zeigt die Geschäfts­ent­wick­lung des Unter­neh­mens, dass das erwei­terte Geschäft erheb­liche Umsätze und ein beträcht­li­ches berei­nigtes EBITDA erwirt­schaftet. Die zentrale Frage für Inves­toren und Markt­be­ob­achter lautet daher, wie effektiv diese Erträge in eine nach­hal­tige Cash-Gene­rie­rung und Schul­den­abbau umge­wan­delt werden können, während die Gruppe weiterhin inves­tiert und ihre stra­te­gi­sche Expan­sion voran­treibt.

Die Haupt­ver­samm­lung im September wird einen weiteren wich­tigen Meilen­stein darstellen. Die geplante „Evoke“-Transaktion wird jedoch erst dann abge­schlossen sein, wenn alle erfor­der­li­chen Bedin­gungen erfüllt sind und das Scheme in Kraft tritt.

Ausblick für Bally’s Intralot

Robeson Reeves zeigt sich weiterhin zuver­sicht­lich hinsicht­lich des Zeit­plans für die geplante Trans­ak­tion. Er sagte:

„Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Plan im vierten Quartal 2026 oder im ersten Quartal 2027 in Kraft treten wird.“

Diese Erwar­tung bedeutet für Bally’s Intralot, dass noch mehrere Monate der konti­nu­ier­li­chen finan­zi­ellen, regu­la­to­ri­schen und unter­neh­me­ri­schen Umset­zung vor dem Unter­nehmen liegen.

Die Zahlen des Unter­neh­mens für das erste Halb­jahr zeigen beide Seiten dieser Heraus­for­de­rung. Der Umsatz stieg kräftig an, und die Inte­gra­tion von BII hat das Ertrags­profil der Gruppe erheb­lich gestärkt. Aller­dings stieg auch die berei­nigte Netto­ver­schul­dung, und die Finan­zie­rungs­kosten belas­teten weiterhin das Ergebnis vor Steuern.

Die geplante Über­nahme von Evoke könnte die Präsenz von Bally’s Intralot im inter­na­tio­nalen Wett- und Glücks­spiel­sektor erheb­lich ausbauen. Ihr Erfolg wird nicht nur vom Abschluss des recht­li­chen Verfah­rens abhängen, sondern auch von der Aufrecht­erhal­tung der finan­zi­ellen Diszi­plin, der Siche­rung der opera­tiven Leis­tung und der verant­wor­tungs­vollen Führung des vergrö­ßerten Konzerns.

Derzeit schreitet Bally’s Intralot von einer stär­keren opera­tiven Basis aus voran, ist dabei jedoch mit höheren finan­zi­ellen Verpflich­tungen belastet. Die Kombi­na­tion aus stei­genden Gewinnen, neuer Finan­zie­rung und der anste­henden „evoke“-Transaktion macht den Rest des Jahres 2026 zu einer stra­te­gisch bedeut­samen Phase für das Unter­nehmen.

Fazit

Die Ergeb­nisse von Bally’s Intralot für das erste Halb­jahr 2026 zeigen ein Unter­nehmen, das sich in einem tief­grei­fenden Wandel befindet. Die berei­nigte Netto­ver­schul­dung in Höhe von 1,61 Milli­arden Euro unter­streicht das Ausmaß der finan­zi­ellen Verpflich­tungen, die durch Expan­sion, Inves­ti­tionen und Trans­ak­ti­ons­ak­ti­vi­täten entstanden sind. Gleich­zeitig wurden im glei­chen Zeit­raum jedoch auch 544,2 Millionen Euro Umsatz und 184,8 Millionen Euro berei­nigtes EBITDA erzielt, was die durch die Inte­gra­tion von BII geschaf­fene, deut­lich größere Ertrags­basis verdeut­licht.

Das nächste Kapitel wird von der Umset­zung bestimmt werden. Bally’s Intralot muss ein Gleich­ge­wicht zwischen Schul­den­ma­nage­ment und Wachstum finden und gleich­zeitig die verblei­benden Phasen der geplanten Über­nahme von evoke voran­treiben. Das deut­liche Votum der evoke-Aktio­näre sorgt zwar für Schwung, besei­tigt jedoch nicht die noch ausste­henden regu­la­to­ri­schen und recht­li­chen Schritte.

Für den Markt ist die zentrale Frage daher nicht einfach, ob Bally’s Intralot weiter expan­dieren kann. Es geht viel­mehr darum, ob das Unter­nehmen seine wach­sende Größe in eine stär­kere, nach­hal­tige Cash-Gene­rie­rung umsetzen kann und dabei eine ange­mes­sene Finanz­struktur beibe­hält.

Dieses Gleich­ge­wicht zwischen Expan­sion und Diszi­plin wird für die Posi­tion des Unter­neh­mens von zentraler Bedeu­tung sein, während es sich den letzten Phasen einer Trans­ak­tion nähert, die zu einer der bedeu­tendsten in seiner Unter­neh­mens­ent­wick­lung werden könnte.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch war die berei­nigte Netto­ver­schul­dung von Bally’s Intralot im ersten Halb­jahr 2026?
Bally’s Intralot wies zum Ende des ersten Halb­jahres 2026 eine berei­nigte Netto­ver­schul­dung von 1,61 Milli­arden Euro aus.

Warum stieg die Verschul­dung von Bally’s Intralot im ersten Halb­jahr 2026 an?
Der Anstieg spie­gelte mehrere Mittel­ab­flüsse wider, darunter eine Zahlung in Höhe von 85 Millionen Euro im Zusam­men­hang mit der Über­wa­chungs­li­zenz für Victoria, Inves­ti­ti­ons­aus­gaben, Zins­zah­lungen, Trans­ak­tionen mit eigenen Aktien sowie trans­ak­ti­ons­be­zo­gene Kosten.

Wie hoch war der Umsatz von Bally’s Intralot im ersten Halb­jahr 2026?
Der Konzern meldete für das erste Halb­jahr 2026 einen Umsatz von 544,2 Millionen Euro, vergli­chen mit 182 Millionen Euro im glei­chen Zeit­raum des Jahres 2025.

Wie hoch war das berei­nigte EBITDA von Bally’s Intralot im ersten Halb­jahr 2026?
Das berei­nigte EBITDA belief sich auf 184,8 Millionen Euro, vergli­chen mit 60,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Was ist Bally’s Inter­na­tional Inter­ac­tive?
Bally’s Inter­na­tional Inter­ac­tive, kurz BII, ist das inter­na­tio­nale inter­ak­tive Glücks­spiel­ge­schäft, das von der Bally’s Corpo­ra­tion über­nommen und in Bally’s Intralot inte­griert wurde.

Wie stark hat BII zu den Ergeb­nissen von Bally’s Intralot im ersten Halb­jahr 2026 beigetragen?
BII trug im ersten Halb­jahr 2026 mit 377,6 Millionen Euro zum Umsatz und mit 132,8 Millionen Euro zum berei­nigten EBITDA bei.

Welche Finan­zie­rung hat Bally’s Intralot im Juli 2026 gesi­chert?
Das Unter­nehmen sicherte sich von insti­tu­tio­nellen Kredit­ge­bern eine neue vorrangig besi­cherte Ster­ling-Lang­frist­fi­nan­zie­rung in Höhe von 261,78 Millionen Pfund.

Was ist die geplante Über­nahme von evoke?
Es handelt sich um eine empfoh­lene Über­nahme ausschließ­lich durch Akti­en­tausch, im Rahmen derer Bally’s Intralot vorschlägt, evoke plc und dessen Port­folio an Wett- und Glücks­spiel­marken zu erwerben.

Haben die evoke-Aktio­näre der geplanten Über­nahme zuge­stimmt?
Ja. Auf der Haupt­ver­samm­lung am 17. August 2026 spra­chen sich 99,63 % der abge­ge­benen Stimmen für die Trans­ak­tion aus.

Wann könnte die „Evoke“-Transaktion wirksam werden?
Robeson Reeves erklärte, dass Bally’s Intralot weiterhin davon ausgeht, dass die Trans­ak­tion im vierten Quartal 2026 oder im ersten Quartal 2027 wirksam wird, sofern die erfor­der­li­chen Bedin­gungen erfüllt sind.

Mehr zur Entwick­lung des iGaming-Marktes lesen Sie in unserer Über­sicht. Unter­neh­mens- und Finanz­in­for­ma­tionen zu Bally finden Sie auf der offi­zi­ellen Unter­neh­mens­seite.

Die Finanz­be­richte im iGaming zeigen, wie sich Umsatz, Verschul­dung und Über­nahmen auf die Branche auswirken. Weitere Unter­neh­mens­in­for­ma­tionen finden Sie auf der offi­zi­ellen Website von Bally’s.

Claire
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