KSA stellt mini­malen Zugang Minder­jäh­riger zu Online Glücks­spiel fest

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Die Kans­spel­au­to­ri­teit ist nach einer einge­henden behörd­li­chen Über­prü­fung der Systeme zur Konto­er­öff­nung und zur Iden­ti­täts­prü­fung zu dem Schluss gekommen, dass Minder­jäh­rige in den Nieder­landen weit­ge­hend keinen Zugang zu lizen­zierten Onlin­e­glücks­spiel­platt­formen haben. Die Ergeb­nisse deuten darauf hin, dass es zwar verein­zelte Vorfälle gibt, der regu­lierte nieder­län­di­sche Markt jedoch über robuste Sicher­heits­vor­keh­rungen verfügt, um die Teil­nahme von Minder­jäh­rigen zu verhin­dern.

Die Über­prü­fung wurde einge­leitet, nachdem im Jahr 2025 Bedenken aufge­kommen waren, dass Minder­jäh­rige die Mecha­nismen zur Alters­über­prü­fung umgehen könnten. Die Analyse der Regu­lie­rungs­be­hörde zeigt jedoch, dass solche Vorfälle selten sind und in der Regel mit indi­rektem Zugang über Konten von Erwach­senen zusam­men­hängen und nicht mit syste­mi­schen Mängeln bei den lizen­zierten Anbie­tern.

Strenge Kontrollen begrenzen die Risiken des Glücks­spiels durch Minder­jäh­rige

Die von der Kans­spel­au­to­ri­teit durch­ge­führte Unter­su­chung konzen­trierte sich auf die tech­ni­schen und verfah­rens­tech­ni­schen Sicher­heits­vor­keh­rungen der lizen­zierten Betreiber. Dazu gehörten die Iden­ti­täts­prü­fung bei der Regis­trie­rung, der Abgleich mit Bank­konten sowie Systeme zur Trans­ak­ti­ons­über­wa­chung.

Die Regu­lie­rungs­be­hörde berich­tete, dass die über­wie­gende Mehr­heit der Betreiber die strengen Anfor­de­rungen an die Alters­über­prü­fung einhielt, wodurch die Wahr­schein­lich­keit, dass Minder­jäh­rige eigen­ständig Konten eröffnen, erheb­lich verrin­gert wurde. Diese Kontrollen bilden in Kombi­na­tion mit den Proto­kollen zur finan­zi­ellen Über­prü­fung mehrere Schutz­ebenen, die umgangen werden müssen, damit ein unbe­fugter Zugang statt­finden kann.

Den Ergeb­nissen zufolge gab es keine Hinweise auf weit verbrei­tete struk­tu­relle Schwä­chen inner­halb des regu­lierten Systems. Statt­dessen funk­tio­nierten die bestehenden Kontrollen effektiv bei der Iden­ti­fi­zie­rung und Blockie­rung von Versu­chen, Konten für Minder­jäh­rige zu regis­trieren.

Indi­rekter Zugang über Konten von Erwach­senen bleibt ein Problem

Trotz der allge­meinen Wirk­sam­keit der regu­la­to­ri­schen Sicher­heits­vor­keh­rungen stellte die Kans­spel­au­to­ri­teit eine begrenzte Anzahl von Fällen fest, in denen Minder­jäh­rige indi­rekt auf Glücks­spiel­platt­formen zugreifen konnten. Diese Fälle betrafen in der Regel die Nutzung von Konten, die unter den Namen erwach­sener Verwandter oder Bekannter regis­triert waren.

Diese Art des Zugangs stellt streng genommen kein Versagen der Betrei­ber­sys­teme dar, da die Konten selbst ordnungs­gemäß veri­fi­ziert wurden. Sie verdeut­licht jedoch ein Verhal­tens­ri­siko, das außer­halb rein tech­ni­scher Sicher­heits­vor­keh­rungen liegt.

Die Regu­lie­rungs­be­hörde stellte fest, dass solche Situa­tionen schwer zu erkennen und voll­ständig zu verhin­dern sind, da sie eher von den Hand­lungen der Konto­in­haber als von System­schwach­stellen abhängen. Dennoch betonte die Behörde die Bedeu­tung einer anhal­tenden Sensi­bi­li­sie­rung der Öffent­lich­keit und einer verant­wor­tungs­vollen Konto­füh­rung.

Lücken bei der Bank­über­prü­fung iden­ti­fi­ziert und behoben

Im Rahmen der Unter­su­chung wurden zudem einige wenige tech­ni­sche Unstim­mig­keiten fest­ge­stellt. In bestimmten Fällen konnten Nutzer Bank­konten verknüpfen, die nicht voll­ständig mit dem regis­trierten Konto­in­haber über­ein­stimmten.

Diese Fälle waren selten und traten größ­ten­teils auf, wenn Personen iden­ti­sche Initialen hatten. In solchen Situa­tionen konnten auto­ma­ti­sierte Veri­fi­zie­rungs­sys­teme gele­gent­lich nicht zwischen zwei verschie­denen Personen unter­scheiden, was zu nicht über­ein­stim­menden Finanz­ver­bin­dungen führte.

Die Kans­spel­au­to­ri­teit bestä­tigte, dass diese Fälle von begrenztem Umfang waren und nicht auf einen weit verbrei­teten Miss­brauch hindeu­teten. Wichtig ist, dass die Aufsichts­be­hörde erklärte, dass inzwi­schen eine Lösung für dieses Problem entwi­ckelt wurde, die die Inte­grität der Bank­über­prü­fungs­pro­zesse künftig stärken soll.

Die Behörde plant, im Rahmen tech­ni­scher Gespräche mit lizen­zierten Betrei­bern zusam­men­zu­ar­beiten, um eine einheit­liche Umset­zung der verbes­serten Über­prü­fungs­stan­dards sicher­zu­stellen.

Regu­lie­rungs­rahmen und künf­tige Leit­li­nien

Die Ergeb­nisse der Unter­su­chung werden in Aktua­li­sie­rungen des nieder­län­di­schen Rahmens zur Bekämp­fung von Geld­wä­sche und Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung einfließen, der als „Wet ter voor­ko­ming van witwassen en finan­cieren van terro­risme“ bekannt ist. Dieser Regu­lie­rungs­rahmen legt die Compli­ance­ver­pflich­tungen für Glücks­spiel­an­bieter fest, einschließ­lich der Anfor­de­rungen an die Sorg­falts­pflicht gegen­über Kunden und die Trans­ak­ti­ons­über­wa­chung.

Die Kans­spel­au­to­ri­teit hat ange­kün­digt, neue Leit­li­nien in ihr Wwft-Hand­buch aufzu­nehmen, um den Betrei­bern klarere Vorgaben hinsicht­lich der Iden­ti­täts­prü­fung und des Abgleichs von Finanz­konten zu geben.

Die Regu­lie­rungs­be­hörde plant außerdem, Fach­sit­zungen mit Bran­chen­ak­teuren zu veran­stalten, um eine einheit­liche Ausrich­tung auf bewährte Verfahren sicher­zu­stellen und verblei­bende opera­tive Heraus­for­de­rungen anzu­gehen.

Die Bedenken richten sich zuneh­mend auf ille­gale Glücks­spiel­an­bieter

Während der regu­lierte Markt offenbar weiterhin über starke Schutz­me­cha­nismen verfügt, hat die Kans­spel­au­to­ri­teit wach­sende Besorgnis über die Risiken geäu­ßert, die von nicht lizen­zierten Glücks­spiel­platt­formen ausgehen. Nach Angaben der Aufsichts­be­hörde deuten die Erkennt­nisse darauf hin, dass Minder­jäh­rige eher über ille­gale Anbieter, die sich nicht an strenge Iden­ti­täts­prü­fungs­stan­dards halten, Zugang zu Glücks­spiel­diensten erhalten.

Michel Groot­huizen, Vorstands­vor­sit­zender der Kans­spel­au­to­ri­teit, ging in einer offi­zi­ellen Erklä­rung direkt auf dieses Thema ein:

„Die KSA ist zutiefst besorgt über das Glücks­spiel von Minder­jäh­rigen. Glück­li­cher­weise scheint dies bei Lizenz­in­ha­bern so gut wie nie vorzu­kommen, doch wir haben eindeu­tige Hinweise darauf, dass es dennoch geschieht. Dies geschieht wahr­schein­lich auf dem ille­galen Markt. Ille­gale Anbieter haben oft kaum oder gar keine Stan­dards für die Alters­über­prü­fung und werben gezielt bei diesem jungen Publikum, beispiels­weise über TikTok. Das ist äußerst schäd­lich, und die KSA arbeitet daher intensiv daran, das ille­gale Angebot zu bekämpfen. Wir legen zudem größeren Wert auf die Aufklä­rung von Minder­jäh­rigen, um sie für die Risiken des Glücks­spiels zu sensi­bi­li­sieren.“

Die Erklä­rung unter­streicht eine zentrale regu­la­to­ri­sche Heraus­for­de­rung, da ille­gale Platt­formen außer­halb der Zustän­dig­keit natio­naler Behörden operieren, was die Durch­set­zung erschwert.

Aufklä­rungs- und Durch­set­zungs­stra­te­gien

Als Reak­tion auf diese Bedenken weitet die Kans­spel­au­to­ri­teit ihre Bemü­hungen über Durch­set­zungs­maß­nahmen gegen ille­gale Anbieter hinaus aus. Die Regu­lie­rungs­be­hörde konzen­triert sich zudem auf Präven­ti­ons­maß­nahmen, darunter Aufklä­rungs­in­itia­tiven, die sich an Minder­jäh­rige und junge Erwach­sene richten.

Diese Initia­tiven sollen das Bewusst­sein für die mit Glücks­spielen verbun­denen Risiken schärfen, insbe­son­dere wenn der Zugang über unre­gu­lierte Kanäle erfolgt. Durch die Ausrich­tung auf ein jüngeres Publikum will die Behörde die Nach­frage nach ille­galen Diensten verrin­gern und siche­reres Online-Verhalten fördern.

Gleich­zeitig bleiben Durch­set­zungs­maß­nahmen eine Prio­rität. Die Regu­lie­rungs­be­hörde über­wacht weiterhin ille­gale Anbieter und ergreift, wo möglich, Maßnahmen, darunter die Verhän­gung von Geld­strafen und die Sper­rung des Zugangs zu nicht auto­ri­sierten Platt­formen.

Die Zusam­men­ar­beit mit der Branche bleibt uner­läss­lich

Der Erfolg des nieder­län­di­schen Regu­lie­rungs­mo­dells hängt nicht nur von der Aufsicht ab, sondern auch von der Zusam­men­ar­beit zwischen der Regu­lie­rungs­be­hörde und den lizen­zierten Anbie­tern. Die Kans­spel­au­to­ri­teit hat betont, wie wichtig ein konti­nu­ier­li­cher Dialog mit der Branche ist, um aufkom­mende Risiken anzu­gehen und Compli­ance-Maßnahmen zu verfei­nern.

Von den Anbie­tern wird erwartet, dass sie die neuesten Veri­fi­zie­rungs­tech­no­lo­gien imple­men­tieren und sich strikt an die regu­la­to­ri­schen Richt­li­nien halten. Dazu gehören die konti­nu­ier­liche Über­wa­chung des Nutzer­ver­hal­tens, die umge­hende Meldung verdäch­tiger Akti­vi­täten und die aktive Teil­nahme an Konsul­ta­tionen der Regu­lie­rungs­be­hörde.

Die geplanten Fach­sit­zungen sollen eine Schlüs­sel­rolle dabei spielen, sicher­zu­stellen, dass alle Betei­ligten in ihrem Ansatz zum Spie­ler­schutz an einem Strang ziehen.

Fazit

Die Ergeb­nisse der Kans­spel­au­to­ri­teit liefern eine ausge­wo­gene und evidenz­ba­sierte Bewer­tung der Risiken des Glücks­spiels durch Minder­jäh­rige inner­halb des regu­lierten Online­marktes der Nieder­lande. Die Unter­su­chung bestä­tigt, dass es den lizen­zierten Betrei­bern weit­ge­hend gelungen ist, wirk­same Schutz­maß­nahmen umzu­setzen, wobei nur verein­zelte und außer­ge­wöhn­liche Fälle von Zugang durch Minder­jäh­rige fest­ge­stellt wurden.

Gleich­zeitig hebt der Bericht den sich wandelnden Charakter der regu­la­to­ri­schen Heraus­for­de­rungen hervor, insbe­son­dere im Zusam­men­hang mit ille­galen Glücks­spiel­platt­formen. Während der lizen­zierte Sektor eine hohe Compli­ance aufweist, stellt das Vorhan­den­sein unre­gu­lierter Anbieter weiterhin ein erheb­li­ches Risiko dar, insbe­son­dere für gefähr­dete Gruppen wie Minder­jäh­rige.

Der zwei­glei­sige Ansatz der Regu­lie­rungs­be­hörde, der stren­gere tech­ni­sche Stan­dards mit Aufklä­rungs­ar­beit und Durch­set­zung kombi­niert, spie­gelt eine umfas­sende Stra­tegie wider, die darauf abzielt, Schäden zu mini­mieren. Eine fort­ge­setzte Zusam­men­ar­beit zwischen Behörden und Bran­chen­ak­teuren wird entschei­dend sein, um die Inte­grität des Marktes zu wahren und sicher­zu­stellen, dass der Spie­ler­schutz weiterhin eine zentrale Prio­rität bleibt.

Häufig gestellte Fragen

Was hat die Kans­spel­au­to­ri­teit zum Glücks­spiel von Minder­jäh­rigen fest­ge­stellt?
Die Aufsichts­be­hörde stellte fest, dass Minder­jäh­rige nur selten auf lizen­zierte Glücks­spiel­platt­formen zugreifen und dass die bestehenden Sicher­heits­vor­keh­rungen im Allge­meinen wirksam sind.

Wie gelangen Minder­jäh­rige auf Glücks­spiel­platt­formen, wenn Verstöße auftreten?
In den meisten Fällen nutzen Minder­jäh­rige Konten, die auf erwach­sene Verwandte oder Bekannte regis­triert sind, anstatt eigene Konten anzu­legen.

Wurden tech­ni­sche Sicher­heits­lü­cken fest­ge­stellt?
Ja, in einer kleinen Anzahl von Fällen kam es zu Unstim­mig­keiten bei Bank­konten, meist wenn Personen iden­ti­sche Initialen hatten.

Wurde das Problem der Bank­über­prü­fung gelöst?
Die Aufsichts­be­hörde bestä­tigte, dass eine Lösung entwi­ckelt wurde und bei allen lizen­zierten Anbie­tern umge­setzt wird.

Was ist Wwft im Zusam­men­hang mit der Glücks­spiel­re­gu­lie­rung?
Es handelt sich um den nieder­län­di­schen Rechts­rahmen zur Bekämp­fung von Geld­wä­sche und Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung, den die Anbieter befolgen müssen.

Sind lizen­zierte Betreiber für den Zugang von Minder­jäh­rigen verant­wort­lich?
Die Ergeb­nisse deuten darauf hin, dass die Betreiber die Vorschriften weit­ge­hend einhalten und dass syste­mi­sche Mängel minimal sind.

Warum ist der ille­gale Markt ein Problem?
Ille­galen Betrei­bern fehlen oft Alters­über­prü­fungs­kon­trollen, und sie spre­chen durch Werbung mögli­cher­weise ein jüngeres Publikum an.

Welche Maßnahmen ergreift die Aufsichts­be­hörde gegen ille­gale Betreiber?
Die Kans­spel­au­to­ri­teit verstärkt ihre Durch­set­zungs­maß­nahmen und arbeitet daran, den Zugang zu nicht lizen­zierten Platt­formen zu sperren.

Wie geht die Regu­lie­rungs­be­hörde gegen die Risiken des Glücks­spiels durch Minder­jäh­rige vor?
Durch stren­gere Über­prü­fungs­stan­dards, Zusam­men­ar­beit mit der Branche und Aufklä­rungs­kam­pa­gnen, die sich an Minder­jäh­rige richten.

Welche Rolle spielt Aufklä­rung bei der Präven­tion?
Aufklä­rung trägt dazu bei, junge Menschen für die Risiken des Glücks­spiels zu sensi­bi­li­sieren und die Nach­frage nach ille­galen Dienst­leis­tungen zu verrin­gern.

Claire
Claire
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