Evolu­tion wirft Play­tech eine verleum­de­ri­sche Kampagne vor

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Evolu­tion AB, ein führender Anbieter im Onlin­e­glücks­spiel­sektor, hat Play­tech plc öffent­lich beschul­digt, über die private Ermitt­lungs­firma Black Cube eine gezielte Verleum­dungs­kam­pagne in Auftrag gegeben zu haben. Laut Evolu­tion sollte die Kampagne den Ruf und die wirt­schaft­liche Stel­lung des Unter­neh­mens schä­digen, während Play­tech alle Vorwürfe zurück­weist und behauptet, dass seine Unter­su­chung der Geschäfts­tä­tig­keiten von Evolu­tion legitim, recht­mäßig und von regu­la­to­ri­scher Rele­vanz gewesen sei.

Der Streit unter­streicht den starken Wett­be­werb auf dem B2B-iGaming-Markt, auf dem Repu­ta­ti­ons­ri­siken, die Einhal­tung gesetz­li­cher Vorschriften und kommer­zi­elle Riva­li­täten aufein­an­der­treffen. Beide Unter­nehmen bereiten sich nun auf einen lang­wie­rigen Rechts­streit vor, der voraus­sicht­lich bis 2026 andauern wird.

Vorwürfe gegen Play­tech

Am 21. Oktober 2025 gab Evolu­tion AB öffent­lich bekannt, dass es einen diffa­mie­renden Bericht auf Play­tech Soft­ware Limited (PTS), eine Toch­ter­ge­sell­schaft von Play­tech plc, zurück­ge­führt habe. Der frag­liche Bericht, der 2021 in Auftrag gegeben wurde, enthielt angeb­lich „äußerst provo­ka­tive und wissent­lich falsche Behaup­tungen”, die darauf abzielten, den Ruf von Evolu­tion aus wett­be­werbs­wid­rigen Gründen zu schä­digen.

Evolu­tion behauptet, dass Play­tech Black Cube mehr als 1,8 Millionen Pfund für die Erstel­lung des Berichts gezahlt habe. Darüber hinaus soll die Anwalts­kanzlei Calcagni & Kanefsky LLP etwa 33.700 Dollar dafür erhalten haben, den Bericht bei den US-Aufsichts­be­hörden, darunter die New Jersey Divi­sion of Gaming Enforce­ment (NJDGE) und die Penn­syl­vania Gaming Control Board (PGCB), einzu­rei­chen. Die Anwalts­kanzlei soll ein Anschreiben verfasst haben, in dem die angeb­li­chen Unwahr­heiten des Berichts wieder­holt wurden, um ihm damit offi­zi­elle Glaub­wür­dig­keit zu verleihen.

Die angeb­liche Rolle von Black Cube

Laut Evolu­tion führte das Infor­ma­ti­ons­un­ter­nehmen Black Cube eine soge­nannte „Unter­su­chung” unter Verwen­dung falscher Iden­ti­täten und irre­füh­render Taktiken durch. Das Unter­nehmen soll unter Vorspie­ge­lung falscher Tatsa­chen mindes­tens fünf aktu­elle oder ehema­lige Mitar­beiter und Vorstands­mit­glieder von Evolu­tion ange­spro­chen und die Gespräche heim­lich aufge­zeichnet haben, um sie selektiv in seinem Abschluss­be­richt zu verwenden.

Evolu­tion behauptet, dass Black Cube diese Aufzeich­nungen bear­beitet habe, um eine irre­füh­rende Darstel­lung zu präsen­tieren, in der Evolu­tion Akti­vi­täten in sank­tio­nierten Märkten und die Erbrin­gung von Dienst­leis­tungen für nicht lizen­zierte Betreiber vorge­worfen werden – Vorwürfe, die das Unter­nehmen als völlig aus der Luft gegriffen bezeichnet.

Das Unter­nehmen behauptet weiter, dass Black Cube 10.000 US-Dollar an HeraldPR, eine in New York ansäs­sige PR-Agentur, gezahlt habe, um die Behaup­tungen zu verstärken. Der Gründer von HeraldPR, Juda S. Engel­mayer, wurde in den US-Medien zuvor als „der PR-Mann der Wahl” für hoch­ka­rä­tige oder umstrit­tene Kunden beschrieben.

Veröf­fent­li­chung und Medi­en­be­richt­erstat­tung

Der Bericht wurde Berichten zufolge im November 2021 den Aufsichts­be­hörden vorge­legt. Kurz darauf veröf­fent­lichte Bloom­berg einen Artikel, in dem die Vorwürfe zusam­men­ge­fasst wurden. Evolu­tion behauptet, dass diese Bericht­erstat­tung zusammen mit dem zugrunde liegenden Bericht seinem Ruf im Onlin­e­glücks­spiel­sektor „Schäden in Höhe von mehreren Milli­arden Dollar” zuge­fügt habe.

Als Reak­tion auf die Vorwürfe reichte Evolu­tion im Dezember 2021 eine Klage wegen Verleum­dung und geschäfts­schä­di­gender Äuße­rungen gegen Calcagni & Kanefsky LLP und die damals unbe­kannten Autoren des Berichts ein. In den folgenden Jahren wurden durch Gerichts­be­schlüsse nach und nach die Hinter­männer der Unter­su­chung bekannt, was zu einer weiteren Über­prü­fung des Berichts und seiner Herkunft führte.

Gericht­liche Fest­stel­lungen und regu­la­to­ri­sche Reak­tionen

Bis Februar 2024 schlossen sowohl die NJDGE als auch die PGCB ihre jewei­ligen Unter­su­chungen zu Evolu­tion ab. Die NJDGE fand „keine Beweise dafür, dass Evolu­tion ille­gale Wetten aus New Jersey, einem anderen Bundes­staat oder einer anderen verbo­tenen Gerichts­bar­keit ange­nommen hat” und „keine Beweise für unan­ge­mes­sene Zahlungen”. Diese Fest­stel­lungen entlas­teten Evolu­tion effektiv von den mutmaß­li­chen Verstößen gegen die Vorschriften.

Im Februar 2025 entschied das Oberste Gericht von New Jersey, dass der Black-Cube-Bericht „nicht wahr­heits­gemäß“ sei, und kam zu dem Schluss, dass Evolu­tion „als direkte Folge“ der Veröf­fent­li­chung des Berichts „Schäden erlitten hat und weiterhin Schäden in der Casi­no­glücks­spiel­branche erleidet“.

Im April 2025 wurde Black Cube öffent­lich als Verfasser des Berichts iden­ti­fi­ziert. Zunächst weigerte sich die betei­ligte Anwalts­kanzlei, ihren Mandanten offen­zu­legen, was die Gerichts­ver­fahren weiter erschwerte. Im September 2025 bezeich­nete das Gericht den Bericht von 2021 als „objektiv unbe­gründet” und erklärte, dass „kein vernünf­tiger Prozess­führer mit Erfolg in der Sache rechnen könnte”, und kriti­sierte die eides­statt­liche Erklä­rung von Black Cube vom August 2025 als „eigen­nützig”.

Trotz mehrerer gericht­li­cher Anord­nungen soll Black Cube weiterhin wich­tige Infor­ma­tionen zurück­ge­halten und versucht haben, sowohl bei der Beru­fungs­kammer von New Jersey als auch beim Obersten Gerichtshof von New Jersey Beru­fung einzu­legen. Beide Beru­fungen wurden letzt­end­lich abge­lehnt.

Iden­ti­fi­zie­rung von Play­tech als Auftrag­geber

Im Anschluss an diese Gerichts­ver­fahren bestä­tigte Evolu­tion, dass Play­tech das Unter­nehmen hinter dem Bericht war. Das Unter­nehmen erklärte, dass es seine Klage ändern werde, um Play­tech offi­ziell als Beklagten aufzu­nehmen, was darauf hindeutet, dass der Rechts­streit voraus­sicht­lich bis weit ins Jahr 2026 hinein andauern wird.

Play­tech plc reagierte mit einer Zurück­wei­sung aller Vorwürfe. Das Unter­nehmen bezeich­nete die Behaup­tungen von Evolu­tion als „völlig unwahr“ und argu­men­tierte, dass sie „dazu dienen sollten, von ernst­haften Fragen zu den Geschäfts­prak­tiken von Evolu­tion abzu­lenken“.

Play­tech räumte ein, dass seine Toch­ter­ge­sell­schaft Play­tech Soft­ware Limited eine unab­hän­gige Unter­su­chung in Auftrag gegeben hatte. Das Unter­nehmen betonte jedoch, dass der Zweck der Unter­su­chung darin bestand, „glaub­wür­dige und wieder­holte Bedenken” von Betrei­bern, Liefe­ranten und Regu­lie­rungs­be­hörden zu über­prüfen. Play­tech behaup­tete, dass die Unter­su­chung recht­mäßig durch­ge­führt wurde und sich ausschließ­lich darauf konzen­trierte, ob Evolu­tion in verbo­tenen oder sank­tio­nierten Märkten aktiv war.

Erklä­rung von Play­tech zur Unter­su­chung

In einer offi­zi­ellen Erklä­rung erklärte Play­tech:

„Die Unter­su­chung wurde recht­mäßig durch­ge­führt, um Bedenken von erheb­li­cher regu­la­to­ri­scher und kommer­zi­eller Bedeu­tung besser zu verstehen und zu über­prüfen.”

Das Unter­nehmen fügte hinzu, dass der daraus resul­tie­rende Bericht „belegt, dass die Geschäfts­prak­tiken von Evolu­tion den recht­mä­ßigen und konformen Glücks­spiel­be­trieb unter­graben”. Play­tech bekräf­tigte, dass es „an der Entschei­dung, den Bericht in Auftrag zu geben, fest­hält” und zeigte sich zuver­sicht­lich, dass eine gericht­liche Prüfung der Ergeb­nisse die „Glaub­wür­dig­keit und Legi­ti­mität” seiner Unter­su­chung bestä­tigen werde.

Auswir­kungen auf den B2B-iGaming-Markt

Dieser Rechts­streit verdeut­licht die allge­meinen Span­nungen inner­halb der B2B-iGaming-Branche, in der Wett­be­werb, Compli­ance und Marktruf von entschei­dender Bedeu­tung sind. Evolu­tion mit seinem globalen Netz­werk von Studios in Europa, Amerika und Asien argu­men­tierte, dass die angeb­liche Verleum­dungs­kam­pagne nicht nur zu einer Störung des Geschäfts­be­triebs geführt habe, sondern auch zu einem allge­meinen Repu­ta­ti­ons­schaden für den regu­lierten Onlin­e­glücks­spiel­sektor.

Für Play­tech steht bei der Vertei­di­gung seiner Hand­lungen im Vorder­grund, dass die Unter­su­chung in gutem Glauben und im Inter­esse der Trans­pa­renz durch­ge­führt wurde. Beide Unter­nehmen sehen sich nun einer lang­wie­rigen recht­li­chen Prüfung gegen­über, und es wird erwartet, dass der Fall Auswir­kungen darauf haben wird, wie Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung, inves­ti­ga­tive Bericht­erstat­tung und Inter­ak­tionen mit Aufsichts­be­hörden in der Branche gehand­habt werden.

Zukünf­tige Rechts­strei­tig­keiten und Beob­ach­tung der Branche

Während der Rechts­streit weiter­geht, vertei­digen sowohl Evolu­tion als auch Play­tech weiterhin öffent­lich ihre Posi­tionen. Evolu­tion plant, seine Ansprüche gegen Play­tech auszu­weiten, und die Gerichte werden wahr­schein­lich prüfen, inwie­weit inves­ti­ga­tive Bericht­erstat­tung oder Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung in einem kommer­zi­ellen Kontext als recht­mäßig oder diffa­mie­rend ange­sehen werden kann.

Der Fall unter­streicht auch die Bedeu­tung von Trans­pa­renz, Corpo­rate Gover­nance und ethi­schem Verhalten in B2B-Bezie­hungen, insbe­son­dere in stark regu­lierten Bran­chen wie iGaming. Rechts­experten gehen davon aus, dass das Ergebnis dieses Rechts­streits als Präze­denz­fall für künf­tige Klagen dienen könnte, die Rufschä­di­gung, grenz­über­schrei­tende Infor­ma­ti­ons­be­schaf­fung und die Rechen­schafts­pflicht privater Ermitt­lungs­firmen in Handels­strei­tig­keiten betreffen.

Fazit

Der Rechts­streit zwischen Evolu­tion und Play­tech ist einer der bekann­testen Konflikte der letzten Jahre im Onlin­e­glücks­spiel­sektor. Er spie­gelt die zuneh­mende Komple­xität der Geschäfts­tä­tig­keit in einem globalen, regu­lierten Markt wider, in dem Vorwürfe wegen Fehl­ver­hal­tens, Wett­be­werbs­span­nungen und Repu­ta­ti­ons­ri­siken zu lang­jäh­rigen Rechts­strei­tig­keiten eska­lieren können.

Während Evolu­tion weiterhin behauptet, Opfer einer gezielten Verleum­dungs­kam­pagne zu sein, hält Play­tech daran fest, dass seine Ermitt­lungen recht­mäßig waren und darauf abzielten, berech­tigte regu­la­to­ri­sche Bedenken zu über­prüfen. Im weiteren Verlauf des Verfah­rens dürfte der Fall sowohl bei Regu­lie­rungs­be­hörden als auch bei Bran­chen­ak­teuren welt­weit große Aufmerk­sam­keit erregen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Haupt­streit­punkt zwischen Evolu­tion und Play­tech?
Evolu­tion behauptet, dass Play­tech über Black Cube einen diffa­mie­renden Bericht in Auftrag gegeben habe, während Play­tech diese Behaup­tungen zurück­weist und regu­la­to­ri­sche Bedenken anführt.

Wer ist Black Cube in diesem Fall?
Black Cube ist ein privates Infor­ma­ti­ons­un­ter­nehmen, das angeb­lich von Play­tech beauf­tragt wurde, eine Unter­su­chung der Geschäfts­prak­tiken von Evolu­tion durch­zu­führen.

Was waren die Vorwürfe im Bericht von Black Cube?
Der Bericht warf Evolu­tion vor, in sank­tio­nierten Märkten tätig zu sein und Dienst­leis­tungen für nicht lizen­zierte Betreiber zu erbringen, was Evolu­tion als erfunden bezeichnet.

Wie hat Evolu­tion auf den Bericht reagiert?
Evolu­tion reichte im Dezember 2021 eine Klage wegen Verleum­dung und geschäfts­schä­di­gender Äuße­rungen beim Obersten Gerichtshof von New Jersey ein.

Zu welchen Ergeb­nissen kamen die US-Aufsichts­be­hörden?
Die NJDGE und die PGCB fanden keine Hinweise auf ille­gale Wetten oder unan­ge­mes­sene Zahlungen durch Evolu­tion.

Wie hat sich das Gericht zum Bericht von Black Cube geäu­ßert?
Das Oberste Gericht von New Jersey entschied, dass der Bericht „nicht wahr­heits­gemäß” sei und Evolu­tion dadurch Schaden entstanden sei.

Hat Play­tech auf die Vorwürfe reagiert?
Ja, Play­tech weist alle Vorwürfe zurück und erklärt, die Unter­su­chung sei recht­mäßig gewesen und habe berech­tigte regu­la­to­ri­sche Bedenken aufge­griffen.

Welche Rolle spielte HeraldPR?
HeraldPR soll angeb­lich 10.000 US-Dollar erhalten haben, um die Ergeb­nisse des Berichts in den Medien zu verbreiten.

Was sind die weiter­rei­chenden Auswir­kungen für die iGaming-Branche?
Der Fall verdeut­licht die Reputations‑, Regu­lie­rungs- und Wett­be­werbs­ri­siken im B2B-iGaming-Markt und könnte einen Präze­denz­fall für künf­tige Strei­tig­keiten schaffen.

Wie ist der aktu­elle Stand des Rechts­streits?
Evolu­tion plant, seine Klage auf Play­tech auszu­weiten, wobei das Gerichts­ver­fahren voraus­sicht­lich bis 2026 andauern wird.

Ash
Ash
I like to keep it short. I am a writer who also knows how to rhyme his lines. I can write articles, edit them and also carve out some poetic lines from my mind. Education B.A. - English, Delhi University, India, Graduated 2017.

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