Evolu­tion erhält 4,75 Millionen Pfund Geld­strafe

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EVOLUTION ZAHLT 4,75 MILLIONEN PFUND. DIE ILLEGALEN BETREIBER BLEIBEN ANONYM.

Die briti­sche Glücks­spiel­kom­mis­sion hat nun endlich ihre Eini­gung mit Evolu­tion veröf­fent­licht, nachdem echte Evolu­tion-Spiele auf sechs nicht lizen­zierten Websites gefunden wurden, die von zwei Unter­nehmen betrieben wurden.

Die Kommis­sion gibt an, dass diese Websites große Mengen an briti­schem Traffic verzeich­neten. Sie stellte fest, dass die Kontroll­me­cha­nismen von Evolu­tion versagt hatten, dass Akti­vi­täten auf dem ille­galen Markt statt­fanden und dass Evolu­tion finan­ziell davon profi­tierte. Die Versäum­nisse waren offenbar so schwer­wie­gend, dass die Kommis­sion erwog, die Lizenz von Evolu­tion auszu­setzen.

Evolu­tion wurde nament­lich genannt. Evolu­tion räumte die Versäum­nisse ein. Evolu­tion zahlte 4,75 Millionen Pfund. Die beiden Betreiber und die sechs Websites, die die Spiele direkt an briti­sche Verbrau­cher anboten, bleiben jedoch unge­nannt.

Warum?

Die Kommis­sion iden­ti­fi­zierte die Spiele im August 2024. Evolu­tion wurde im Dezember 2024 benach­rich­tigt und handelte offenbar umge­hend. Die endgül­tige Eini­gung wurde im Juli 2026 erzielt, fast zwei Jahre nachdem die Kommis­sion das Problem entdeckt hatte.

Das wirft einige ziem­lich unan­ge­nehme Fragen für die briti­sche Glücks­spiel­kom­mis­sion auf:

  1. Welche beiden Betreiber und welche sechs Websites wurden iden­ti­fi­ziert?
  2. Wurden Unter­las­sungs­auf­for­de­rungen erlassen? Wenn ja, an welchen Daten?
  3. Sind einige dieser Websites von Groß­bri­tan­nien aus noch zugäng­lich?
  4. Wurden Straf­ver­fahren inner­halb der geltenden gesetz­li­chen Frist einge­leitet?
  5. Wurden die Betreiber an eine auslän­di­sche Aufsichts­be­hörde oder Straf­ver­fol­gungs­be­hörde verwiesen?
  6. Wenn keine Verfahren mehr laufen, welche konkrete Rechts­grund­lage recht­fer­tigt dann die Geheim­hal­tung ihrer Iden­ti­täten?
  7. Inwie­fern hilft die Geheim­hal­tung der Domain­namen briti­schen Verbrau­chern dabei, Websites zu meiden, bei denen bereits fest­ge­stellt wurde, dass sie ohne briti­sche Lizenz betrieben werden?
  8. Warum hat die Kommis­sion nach der Iden­ti­fi­zie­rung der Spiele etwa vier Monate gewartet, bevor sie Evolu­tion infor­mierte?
  9. Was genau hat die Kommis­sion in den fast zwei Jahren zwischen der Aufde­ckung und dem Vergleich unter­nommen?
  10. Wenn die Kommis­sion die Verstöße für so schwer­wie­gend hielt, dass sie eine Lizenz­su­s­pen­die­rung in Betracht zog, warum belief sich das endgül­tige Ergebnis dann auf weniger als zwei Tage des jähr­li­chen Konzern­ge­winns von Evolu­tion?

Die Kommis­sion erklärt der Branche regel­mäßig, dass sie entschlossen gegen ille­gales Glücks­spiel vorgeht. Gut. Dann lassen Sie uns diese entschlos­senen Maßnahmen sehen.

Derzeit wurde der lizen­zierte Anbieter öffent­lich nament­lich genannt, während die Betreiber, die direkt nicht lizen­zierte Glücks­spiele ange­boten haben, bequem anonym bleiben. Wen genau schützt dieses Schweigen?

Briti­sche Spieler verdienen eine Antwort.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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