Neuer Bericht warnt vor wach­sendem Schwarz­markt

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Ich möchte mit etwas Wich­tigem beginnen. Wenn ein Betreiber keine Lizenz hat, auf einem grauen Markt tätig ist oder illegal briti­sche Spieler anspricht, verdient er es, unter die Lupe genommen zu werden. Darüber gibt es keine Debatte. Was ich hier in Frage stelle, ist nicht, ob eine Über­prü­fung notwendig ist. Es geht darum, wer sie durch­führt, wer sie finan­ziert und wer davon profi­tiert.

Dieser Unter­schied ist wich­tiger, als die Leute zugeben wollen.

Wer hat den MyStake-Bericht veröf­fent­licht?

Der briti­sche Schwarz­markt­be­richt, der sich gegen MyStake richtet, wurde unter dem Banner von GAMSR und Deal Me Out unter der Leitung von Jordan Lea veröf­fent­licht. Auf dem Papier sieht dies wie eine Initia­tive von öffent­li­chem Inter­esse aus. Eine Orga­ni­sa­tion zur Scha­dens­min­de­rung, die ille­gale oder schäd­liche Glücks­spiel­ak­ti­vi­täten aufdeckt. Diese Darstel­lung ist sehr wirkungs­voll. Wenn man jedoch einen Schritt zurück­tritt und sich die Finan­zie­rung, die Geschichte und die Anreize ansieht, wird das Bild weit weniger eindeutig.

Die Genting-Frage, die niemand anspre­chen will!

Deal Me Out ist nicht aus dem Nichts entstanden. Vor einigen Jahren wurde die Orga­ni­sa­tion durch finan­zi­elle Unter­stüt­zung von Genting am Leben erhalten. Der gemel­dete Betrag belief sich auf etwa 40.000 £. Das ist wichtig, weil Genting seine Onlin­e­glücks­spiel­dienste über Skil­lOnNet betreibt.

Stellen Sie sich nun eine ganz einfache Frage: Wenn ein nicht lizen­zierter oder auf dem grauen Markt tätiger Betreiber wie MyStake aus dem briti­schen Markt verdrängt wird, wohin gehen dann diese Spieler?

Sie verschwinden nicht. Sie wandern ab. Und sie wandern in den weißen Markt ab. Zu lizen­zierten Platt­formen. Zu Anbie­tern, die struk­tu­rell mit genau den Unter­nehmen verbunden sind, die die Orga­ni­sa­tionen finan­zieren, die den Bericht veröf­fent­li­chen. Das bedeutet nicht, dass der Bericht falsch ist. Aber es bedeutet, dass er nicht als neutral behan­delt werden kann.

Folgen Sie dem Nutzen, nicht der Schlag­zeile…

Wenn ein Schwarz­markt­be­treiber den Zugang zu Spie­lern verliert, passieren mehrere Dinge gleich­zeitig. Die Anmel­dungen steigen anderswo. Der Brut­to­spie­ler­trag steigt anderswo. Die Kunden­bin­dung verbes­sert sich anderswo. Die Nutz­nießer sind keine abstrakten Konzepte. Es handelt sich meist um lizen­zierte Betreiber.

Und wenn eine Orga­ni­sa­tion, die sich mit den Schäden des Glücks­spiels befasst, von der Branche finan­ziert wird, ist es nahe­lie­gend zu fragen, wie unab­hängig ihre Schluss­fol­ge­rungen wirk­lich sein können. Auch dies ist keine Anschul­di­gung, sondern eine Frage der Gover­nance.

Bran­chen­fi­nan­zie­rung und selek­tiver Fokus!

Der Bericht selbst gibt in seinem Offen­le­gungs­teil an, dass die Orga­ni­sa­tion Mittel aus der Glücks­spiel­branche erhält. Das allein sollte zur Vorsicht mahnen. Wenn Ihre Finan­zie­rung vom legalen Markt abhängt, dann stimmen Ihre Anreize natür­lich mit den Inter­essen des legalen Marktes überein. Das macht die Arbeit nicht ungültig.

Es bedeutet jedoch, dass die Fokus­sie­rung auf einen Betreiber unter Vermei­dung einer umfas­sen­deren Analyse auf Platt­form­ebene zu einer verengten Sicht­weise führt. Wenn Sie nur auf ein Problem hinweisen, müssen Sie Ihre Geld­geber nie verär­gern.

Ein Betreiber, eine Erzäh­lung!

Dieser Bericht konzen­triert sich aggressiv auf MyStake. Was er nicht tut, ist eine sinn­volle Unter­su­chung der Platt­form­kon­zen­tra­tion, der White-Label-Ökosys­teme oder der Tatsache, dass viele lizen­zierte Betreiber direkt von der Verdrän­gung des Schwarz­marktes profi­tieren. Das ist eine Entschei­dung. Und Entschei­dungen offen­baren Perspek­tiven.

Das Problem der entfernten Seiten!!!

Es gibt noch ein weiteres Problem, das ich zutiefst beun­ru­hi­gend finde. Etwa 20 Prozent des Berichts wurden vor der Veröf­fent­li­chung entfernt, mit der Begrün­dung, dass recht­liche Risiken die Veröf­fent­li­chung proble­ma­tisch machten. Gleich­zeitig geben die Autoren an, dass diese entfernten Abschnitte dennoch den Aufsichts­be­hörden vorge­legt wurden.

Das führt zu einer selt­samen Situa­tion: Wenn Mate­rial zu riskant ist, um es öffent­lich zu veröf­fent­li­chen, aber akzep­tabel ist, um es vertrau­lich einer Aufsichts­be­hörde vorzu­legen, was genau passiert dann?

Die Öffent­lich­keit wird davor geschützt, es zu sehen. Die betrof­fenen Unter­nehmen jedoch nicht.

Meiner Meinung nach ist das ein ernstes ethi­sches Problem.

Zu ängst­lich, um zu veröf­fent­li­chen, aber mutig genug, um Anschul­di­gungen zu erheben!

Wenn man wirk­lich davon über­zeugt ist, dass das Mate­rial fundiert, vertretbar und korrekt ist, veröf­fent­licht man es. Wenn man sich Sorgen um Verleum­dung, die Offen­le­gung von Geheim­hal­tungs­ver­ein­ba­rungen oder recht­liche Konse­quenzen macht, gibt man es nicht still­schwei­gend an die Behörden weiter, während man sich öffent­lich schützt. Man kann nicht beides haben. Entweder steht das Mate­rial für sich selbst oder es tut es nicht.

Wie werden die Aufsichts­be­hörden dies lesen?

Wenn dieser Bericht auf dem Schreib­tisch der briti­schen Glücks­spiel­kom­mis­sion landet, wird sich eine offen­sicht­liche Frage stellen.

  • Warum wurden große Teile aus der Öffent­lich­keit entfernt?
  • Warum sollten sich die Regu­lie­rungs­be­hörden auf Mate­rial verlassen, das die Autoren nicht offen veröf­fent­li­chen wollten?

Die Regu­lie­rungs­be­hörden sind nicht naiv. Sie verstehen Anreize. Sie verstehen Finan­zie­rung. Sie verstehen die Politik der Branche. Diese Art von Wider­spruch stärkt die Glaub­wür­dig­keit nicht. Er schwächt sie.

Zwei Seiten der Medaille

Dieser Bericht präsen­tiert nur eine Seite der Geschichte. Die nega­tivste Version. Den schäd­lichsten Blick­winkel. Die schlag­zei­len­träch­tigste Erzäh­lung. Was er nicht zeigt, ist die andere Seite. Wer Markt­an­teile gewinnt. Wer finan­ziell davon profi­tiert. Wer die Arbeit finan­ziert. Wer ein kommer­zi­elles Inter­esse am Ergebnis hat. Ohne diesen Kontext kann der Bericht nicht für bare Münze genommen werden. Nicht weil er falsch ist, sondern weil er unvoll­ständig ist.

Schwarz­markt-Glücks­spiele verdienen es, aufge­deckt zu werden. Der Schaden verdient Aufmerk­sam­keit. Aber wenn von der Indus­trie finan­zierte Orga­ni­sa­tionen Berichte veröf­fent­li­chen, die ihren Geld­ge­bern direkt zugu­te­kommen, ist eine selek­tive Fokus­sie­rung unver­meid­lich. Man kann das Akti­vismus nennen. Man kann es Scha­dens­min­de­rung nennen. Ich nenne es eine Situa­tion, die genau die gleiche Prüfung verdient wie die kriti­sierten Unter­nehmen. Denn wenn Geld, Moral und Markt­an­teile zu gut zusam­men­passen, sollte man immer eine Frage stellen: Wer profi­tiert wirk­lich davon?

FAQs

Was ist der Schwer­punkt des MyStake-Berichts?
Der Bericht zielt auf MyStake als nicht lizen­zierten Betreiber in Groß­bri­tan­nien ab und behauptet, die Risiken des Schwarz­markt-Glücks­spiels aufzu­zeigen.

Wer hat den Bericht über MyStake veröf­fent­licht?
Der Bericht wurde unter GAMSR und Deal Me Out unter der Leitung von Jordan Lea veröf­fent­licht und als Initia­tive von öffent­li­chem Inter­esse präsen­tiert.

Warum wird Genting im Zusam­men­hang mit dem Bericht erwähnt?
Genting hat Deal Me Out finan­ziell unter­stützt, was ange­sichts ihrer Markt­po­si­tion Fragen zu mögli­chen Inter­es­sen­kon­flikten aufwirft.

Beein­flusst die Finan­zie­rung durch die Glücks­spiel­branche die Neutra­lität des Berichts?
Ja, die Finan­zie­rung durch die Branche kann Anreize schaffen, den Bericht eher an den Inter­essen der lizen­zierten Betreiber auszu­richten, anstatt voll­ständig unab­hängig zu sein.

Was passiert, wenn ein Schwarz­markt­be­treiber briti­sche Spieler verliert?
Die Spieler wech­seln zu lizen­zierten Betrei­bern, was den Unter­nehmen des legalen Marktes, die den Bericht finan­zieren, finan­zi­elle Vorteile bringen kann.

Warum wurden Teile des Berichts vor der Veröf­fent­li­chung entfernt?
Etwa 20 % des Berichts wurden aufgrund recht­li­cher Risiken entfernt, obwohl der Inhalt den Aufsichts­be­hörden vertrau­lich vorge­legt wurde, was ethi­sche Bedenken aufwirft.

Kann der Bericht als unvor­ein­ge­nommen ange­sehen werden?
Nicht ganz. Der Bericht präsen­tiert eine einzige Darstel­lung, die sich auf MyStake konzen­triert, und lässt die Analyse auf Platt­form­ebene sowie die finan­zi­ellen Inter­essen der Betreiber auf dem legalen Markt außer Acht.

Wie wirken sich die entfernten Abschnitte auf das Vertrauen in die Aufsichts­be­hörden aus?
Die Aufsichts­be­hörden könnten die Glaub­wür­dig­keit des Berichts in Frage stellen, da Inhalte, die als zu riskant für eine Veröf­fent­li­chung ange­sehen werden, dennoch vertrau­lich über­mit­telt werden, was zu Bedenken hinsicht­lich der Trans­pa­renz führt.

Welche ethi­schen Fragen ergeben sich aus dem Veröf­fent­li­chungs­pro­zess des Berichts?
Die selek­tive Entfer­nung von Inhalten in Verbin­dung mit der Finan­zie­rung durch die Indus­trie lässt vermuten, dass der Bericht mögli­cher­weise den Schutz der Geld­geber über die voll­stän­dige Infor­ma­tion der Öffent­lich­keit stellt.

Wer profi­tiert letzt­end­lich von den Ergeb­nissen des Berichts?
Lizen­zierte Betreiber und die Glücks­spiel­in­dus­trie profi­tieren von der Verdrän­gung des Schwarz­marktes, während öffent­lich­keits­wirk­same Behaup­tungen zur Scha­dens­min­de­rung diese Anreize verschleiern könnten.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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