UPEPA wird konkret und könnte den Glücks­spiel­markt verän­dern

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Die jüngsten Anord­nungen (09.02.2026) des Obersten Gerichts­hofs von New Jersey markieren eine subtile, aber wich­tige Verän­de­rung in der Art und Weise, wie dieser Streit nun behan­delt wird. Was als Streit um die Immu­nität von Peti­tionen begann, hat sich nun eindeutig in den Bereich der Tatsa­chen­prü­fung verla­gert. Das Gericht zeigte wenig Inter­esse an abstrakten Argu­menten über den Verfah­rens­ab­lauf, da konkrete Maßnahmen bereits vor Monaten ange­ordnet und nicht abge­schlossen wurden. Diese Verän­de­rung im Tonfall ist oft aufschluss­rei­cher als die Anord­nungen selbst.

Im Mittel­punkt des Verfah­rens stehen Evolu­tion AB und Black Cube, die sich in einem Verfah­rens­streit befinden, der durch die Umset­zung des Uniform Public Expres­sion Protec­tion Act (UPEPA) in New Jersey geprägt ist. Der UPEPA soll unbe­grün­dete Klagen früh­zeitig abweisen, jedoch nur, wenn die zugrunde liegenden Fakten es einem Gericht ermög­li­chen, dies mit Sicher­heit zu tun. Sind die Fakten umstritten oder unklar, greift das Gesetz nicht. Diese Unter­schei­dung bestimmt nun den Zeit­plan.

Aussagen sind kein Verhand­lungs­in­stru­ment

Eine der Botschaften des Gerichts war unge­wöhn­lich direkt. Eine zuvor ange­ord­nete Aussage war trotz wieder­holter Anträge und trotz der Argu­men­ta­tion, dass andere Strei­tig­keiten zuerst geklärt werden müssten, nicht termi­niert worden. Der Richter wies diese Argu­men­ta­tion rundweg zurück. Die Methoden der Beweis­auf­nahme funk­tio­nieren nicht in einer fest­ge­legten Reihen­folge, und unge­löste Fragen zu Doku­menten recht­fer­tigen keine Verzö­ge­rung einer bereits ange­ord­neten eides­statt­li­chen Aussage.

Durch die Fest­le­gung einer strengen Frist hat das Gericht Verzö­ge­rungen effektiv aus der Liste der verfüg­baren Stra­te­gien gestri­chen. Die eides­statt­liche Aussage muss bis Ende April erfolgen. Infol­ge­dessen wird die UPEPA-Anhö­rung frühes­tens im späteren Früh­jahr abge­schlossen sein. Aus verfah­rens­recht­li­cher Sicht ist dies von Bedeu­tung, da nun die Beweis­auf­nahme Vorrang vor einer vorzei­tigen Abwei­sung hat.

Spec­trum rückt vom Hinter­grund in den Vorder­grund

Die folgen­rei­chere Entschei­dung betraf die Beweis­auf­nahme im Zusam­men­hang mit der Unter­su­chung der Spec­trum Gaming­gruppe, auf die in den regu­la­to­ri­schen Fest­stel­lungen Bezug genommen wurde. Das Gericht gab dem Antrag von Black Cube auf Beweis­auf­nahme in vollem Umfang statt und ordnete die Vorlage von Berichten, Korre­spon­denz, Inter­view­ma­te­ria­lien und der Kommu­ni­ka­tion mit den Aufsichts­be­hörden im Zusam­men­hang mit dieser Arbeit an. Dies wurde nicht als neben­säch­li­ches Mate­rial behan­delt. Das Gericht stellte ausdrück­lich fest, dass die Infor­ma­tionen ander­weitig nicht in ange­mes­sener Weise verfügbar sind und dass sie für die zu entschei­denden Fragen von zentraler Bedeu­tung zu sein scheinen.

Diese Einord­nung ist von Bedeu­tung. Wenn ein Gericht aner­kennt, dass eine private Unter­su­chung wesent­lich zu den Schluss­fol­ge­rungen der Aufsichts­be­hörden beigetragen hat, wird es schwierig, diese Unter­su­chung auf Distanz zu halten. Bei der Offen­le­gung geht es nicht mehr um Neugier oder die Konstruk­tion einer Erzäh­lung. Es geht darum, zu über­prüfen, wie Infor­ma­tionen gesam­melt, wie sie präsen­tiert und wie Schluss­fol­ge­rungen gezogen wurden.

Privi­le­gi­en­an­sprüche sind kein Schutz­schild

Es ist zu erwarten, dass Evolu­tion für Teile des ange­for­derten Mate­rials Privi­le­gien geltend machen wird, was sowohl vorher­sehbar als auch verfah­rens­recht­lich zulässig ist. Das Gericht hat jedoch eine klare Grenze gezogen. Poten­zi­elle Privi­le­gien heben die Offen­le­gung als Kate­gorie nicht auf. Sie erfor­dern eine Iden­ti­fi­zie­rung, Proto­kol­lie­rung und spätere Bewer­tung. Wenn nicht privi­le­giertes Mate­rial vorhanden ist, das rele­vant und von zentraler Bedeu­tung ist, muss es vorge­legt werden.

Dieser Ansatz signa­li­siert, dass das Gericht nicht bereit ist, pauschale Argu­mente oder allge­meine Schutz­an­sprüche zu akzep­tieren. Jeder Anspruch muss für sich allein stehen. Allein dies führt zu Reibungen bei jedem Versuch, die Fakten­lage künst­lich einzu­grenzen.

UPEPA und die Beweis­last

UPEPA-Fälle drehen sich darum, ob die ange­foch­tene Hand­lung objektiv unbe­gründet war. Diese Beur­tei­lung kann nicht allein anhand von Schluss­fol­ge­rungen vorge­nommen werden. Sie erfor­dert Einblicke in die Infor­ma­ti­ons­grund­lage, auf der diese Schluss­fol­ge­rungen beruhen. Die Anord­nungen des Gerichts spie­geln diese Logik wider. Eine starke Vermu­tung der Recht­mä­ßig­keit kann mit staat­li­chen Maßnahmen verbunden sein, aber sie besei­tigt nicht die Notwen­dig­keit, zu prüfen, worauf diese Maßnahmen beruhen, wenn sich die Beweise in privater Hand befinden.

Durch die Zulas­sung einer gezielten Beweis­auf­nahme hat das Gericht bekräf­tigt, dass die Bean­tra­gung von Immu­nität kein Weg ist, um eine sach­liche Prüfung zu umgehen. Wenn sich eine Partei auf Unter­su­chungen, Berichte oder Zwischen­ana­lysen stützt, können diese Elemente zu einem fairen Grund für eine Prüfung werden.

Ein Verfah­rens­neu­start, kein Urteil

Keine dieser Anord­nungen klärt die Streit­frage in der Sache. Es wurden keine Fest­stel­lungen zur Wahr­heit, zur Absicht oder zum Motiv getroffen. Was sie fest­legen, ist der Rahmen, inner­halb dessen diese Fragen letzt­end­lich beur­teilt werden. Der Fall bewegt sich nun durch die Beweis­füh­rung hindurch und nicht mehr um sie herum.

Für Beob­achter ist die Lehre daraus zurück­hal­tend. Instru­mente zur vorzei­tigen Abwei­sung sind mächtig, aber an Bedin­gungen geknüpft. Wenn Gerichte entscheiden, dass sie sehen müssen, wie eine Geschichte zusam­men­ge­stellt wurde, bevor sie entscheiden können, ob sie verworfen werden kann, verlang­samt sich der Prozess und die Aufmerk­sam­keit steigt. Das ist kein Urteil. Es ist einfach die Art und Weise, wie Zivil­ver­fahren funk­tio­nieren, wenn Glaub­wür­dig­keit und Konstruk­tion wich­tiger sind als Rhetorik.

Häufig gestellte Fragen

Worum ging es in den Gerichts­be­schlüssen von New Jersey vom 9. Februar 2026?
Die Beschlüsse konzen­trierten sich auf die Durch­set­zung zuvor ange­ord­neter Offen­le­gungen, einschließ­lich Zeugen­aus­sagen und Vorlage von Doku­menten, und nicht auf die Klärung von Fragen der Verfah­rens­im­mu­nität.

Warum ist die Frist für die Zeugen­aus­sagen in diesem Fall so wichtig?
Das Gericht setzte eine feste Frist, um weitere Verzö­ge­rungen zu verhin­dern, und signa­li­sierte damit, dass die eides­statt­li­chen Aussagen unab­hängig von unge­lösten Strei­tig­keiten über Doku­mente fort­ge­setzt werden müssen.

Wie wirkt sich das Gesetz zum Schutz der öffent­li­chen Meinungs­äu­ße­rung (Uniform Public Expres­sion Protec­tion Act, UPEPA) auf den Streit­fall aus?
Das UPEPA erlaubt die vorzei­tige Abwei­sung unbe­grün­deter Klagen, jedoch nur, wenn die zugrunde liegenden Fakten klar und unbe­stritten sind, was nach Ansicht des Gerichts hier noch nicht der Fall war.

Welche Rolle spielt die Unter­su­chung von Spec­trum Gaming in dem Rechts­streit?
Das Gericht entschied, dass Mate­ria­lien aus der Unter­su­chung von Spec­trum Gaming als zentrale Beweis­mittel dienen können, da sie Berichten zufolge zu den Schluss­fol­ge­rungen der Aufsichts­be­hörden geführt haben.

Welche Beweis­mittel müssen nun vorge­legt werden?
Das Gericht ordnete die Vorlage von Berichten, Korre­spon­denz, Inter­view­ma­te­ria­lien und der Kommu­ni­ka­tion mit den Aufsichts­be­hörden im Zusam­men­hang mit der Unter­su­chung von Spec­trum Gaming an.

Kann Evolu­tion AB ein Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht für die ange­for­derten Doku­mente geltend machen?
Evolu­tion kann ein Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht geltend machen, muss jedoch alle privi­le­gierten Mate­ria­lien iden­ti­fi­zieren und proto­kol­lieren, anstatt das Zeug­nis­ver­wei­ge­rungs­recht zu nutzen, um die Offen­le­gung voll­ständig zu blockieren.

Warum hat das Gericht die Argu­mente für eine Verzö­ge­rung der Offen­le­gung zurück­ge­wiesen?
Der Richter betonte, dass die Offen­le­gungs­in­stru­mente keiner festen Reihen­folge folgen und dass unge­löste Strei­tig­keiten keine Recht­fer­ti­gung dafür sind, frühere Gerichts­be­schlüsse zu igno­rieren.

Wie wirkt sich dies auf den Zeit­plan der UPEPA-Anhö­rung aus?
Da die Offen­le­gung zuerst erfolgen muss, wird die UPEPA-Anhö­rung nun voraus­sicht­lich später im Früh­jahr statt­finden und nicht sofort entschieden werden.

Deutet die Entschei­dung des Gerichts auf eine Entschei­dung in der Sache hin?
Nein, die Anord­nungen befassen sich nicht mit der Wahr­heit oder der Haftung, sondern legen fest, wie Beweise geprüft werden, bevor substan­zi­elle Entschei­dungen getroffen werden.

Welche allge­mei­nere verfah­rens­recht­liche Lehre lässt sich aus diesem Fall ziehen?
Er zeigt, dass Mecha­nismen zur früh­zei­tigen Abwei­sung von Klagen von der Klar­heit der Sach­ver­halte abhängen und dass Gerichte eine detail­lierte Prüfung der Beweise verlangen können, wenn es um die Glaub­wür­dig­keit geht.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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