UK Gambling Commis­sion berät zu Reform von Vergleichs­zah­lungen

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Die briti­sche Glücks­spiel­kom­mis­sion (UKGC) hat eine formelle Konsul­ta­tion einge­leitet, in der Ände­rungen hinsicht­lich der Zuwei­sung von Geld­bußen und regu­la­to­ri­schen Vergleichs­zah­lungen vorge­schlagen werden. Die Konsul­ta­tion zielt darauf ab, die ausge­han­delten Vergleichs­zah­lungen an die fest­ge­legten Verfahren für gesetz­liche Geld­strafen gemäß dem Glücks­spiel­ge­setz von 2005 anzu­passen. Diese Über­prü­fung stellt eine bedeu­tende poten­zi­elle Verän­de­rung hinsicht­lich der Behand­lung und letzt­end­li­chen Vertei­lung der von Glücks­spiel­an­bie­tern für Verstöße gegen Vorschriften gezahlten Gelder inner­halb des briti­schen öffent­li­chen Finanz­sys­tems dar.

Die Konsul­ta­tion wurde kürz­lich eröffnet und läuft bis zum 2. April 2026. Dabei werden Bran­chen­ak­teure, Lizenz­nehmer und die breite Öffent­lich­keit um Rück­mel­dungen zu den vorge­schla­genen Ände­rungen in Abschnitt 2.39 der Grund­satz­er­klä­rung der Kommis­sion zur Fest­le­gung von Geld­strafen gebeten.

Der derzei­tige Rahmen für Vergleichs­zah­lungen und die vorge­schla­gene Ände­rung

Nach den geltenden Vorschriften werden die von der UKGC gemäß Abschnitt 121 des Glücks­spiel­ge­setzes von 2005 verhängten Geld­strafen nach ihrer Einzie­hung und nach Abzug der Verwal­tungs­kosten an den Konso­li­dierten Fonds der briti­schen Regie­rung über­wiesen.

Es gibt jedoch auch Vergleichs­zah­lungen mit Betrei­bern, die außer­halb dieses Rahmens liegen. Diese Vergleichs­zah­lungen kommen zustande, wenn sich die Regu­lie­rungs­be­hörde und ein Betreiber nach Bedenken hinsicht­lich Verstößen gegen Vorschriften auf Bedin­gungen anstelle einer formellen Strafe einigen. Derzeit fließen diese Zahlungen nicht auto­ma­tisch in den Konso­li­die­rungs­fonds, sodass die Kommis­sion nach eigenem Ermessen entscheiden kann, wie und wohin die Mittel geleitet werden.

Der Konsul­ta­ti­ons­ent­wurf schlägt vor, diese Unter­schei­dung aufzu­heben, sodass alle Vergleichs­zah­lungen direkt in den Konso­li­die­rungs­fonds fließen. Dadurch würde die Behand­lung von Zwangs­strafen und ausge­han­delten Verglei­chen unter einer einzigen Bestim­mung verein­heit­licht, die mit den gesetz­li­chen Strafen im Einklang steht.

Nach Ansicht der Kommis­sion würde dieser Ansatz die Konsis­tenz und Klar­heit der Durch­set­zungs­er­geb­nisse verbes­sern und die admi­nis­tra­tive Komple­xität verrin­gern. Außerdem würde dadurch sicher­ge­stellt, dass Entschei­dungen über die Verwen­dung der Mittel von der Regie­rung getroffen werden und nicht über diskre­tio­näre Kanäle inner­halb des Regu­lie­rungs­rah­mens.

Begrün­dung für die Konsul­ta­tion

Ein zentraler Beweg­grund für den Vorschlag ist die Anpas­sung an Verän­de­rungen in der Art und Weise, wie Mittel zur Präven­tion von Schäden im Zusam­men­hang mit Glücks­spielen erhoben und einge­setzt werden. Durch die jüngsten Reformen wurde eine gesetz­liche Glücks­spiel­ab­gabe einge­führt, die das bishe­rige System frei­wil­liger Beiträge zur Finan­zie­rung von Forschung, Präven­tion und Behand­lung im Zusam­men­hang mit Glücks­spiel­schäden ersetzt. Der National Health Service (NHS) beauf­tragt nun Behand­lungs­dienste, während das Office for Health Impro­ve­ment and Dispa­ri­ties (OHID) Präven­ti­ons­in­itia­tiven über­wacht und UK Rese­arch and Inno­va­tion (UKRI) die Forschungs­ko­or­di­na­tion leitet.

Vor diesen Ände­rungen wurden regu­lierte Vergleichs­gelder häufig an Orga­ni­sa­tionen wie GambleA­ware weiter­ge­leitet, die eine Rolle bei der Koor­di­nie­rung von Forschungs‑, Bildungs- und Behand­lungs­diensten spielten. Die Schlie­ßung des Beirats, der die frei­wil­lige Finan­zie­rung unter­stützte, und der Über­gang zu einer gesetz­li­chen Abgabe bedeuten, dass die Zahlungen aus der Regu­lie­rung inner­halb des bestehenden Rahmens keinen fest­ge­legten Verwen­dungs­zweck mehr haben.

Durch die Weiter­lei­tung der Ausgleichs­zah­lungen an den Konso­li­die­rungs­fonds würden laut Kommis­sion Über­schnei­dungen oder Doppel­ar­beit mit abga­ben­fi­nan­zierten Programmen vermieden und Klar­heit darüber geschaffen, wie die Mittel aus Durch­set­zungs­maß­nahmen verwendet werden.

Auswir­kungen auf die Finan­zie­rung und Durch­set­zung von Regu­lie­rungs­maß­nahmen

Sollte die Konsul­ta­tion zu einer Ände­rung der Politik führen, würde der Konso­li­dierte Fonds nicht nur gesetz­liche Geld­strafen, sondern auch ausge­han­delte Vergleichs­zah­lungen erhalten. Dieses Konto der Zentral­re­gie­rung vereint bereits eine Viel­zahl öffent­li­cher Einnahmen, darunter Steuern und obli­ga­to­ri­sche Geld­strafen aufgrund von Verstößen gegen Vorschriften.

Die Einzah­lung von Vergleichs­zah­lungen in den Konso­li­dierten Fonds würde bedeuten, dass die Regie­rung und nicht die UKGC die Entschei­dungen über die Verwen­dung der Mittel über­wacht. Die Kommis­sion argu­men­tiert, dass dies zu besser vorher­seh­baren Ergeb­nissen bei der Planung der öffent­li­chen Finanzen führen und den Verwal­tungs­auf­wand für die Regu­lie­rungs­be­hörde bei der Mittel­zu­wei­sung verrin­gern würde.

Ein weiterer wich­tiger Faktor ist die Ausein­an­der­set­zung mit der Kritik, dass die Durch­set­zung von Vorschriften eher als Maßnahme zur Erzie­lung von Einnahmen denn als Maßnahme zur Verbes­se­rung der Compli­ance wahr­ge­nommen werden könnte. Vergleichs­zah­lungen waren manchmal mit erheb­li­chen Summen verbunden, und ihre Anglei­chung an gesetz­liche Geld­strafen könnte die Bedenken mindern, dass Durch­set­zungs­maß­nahmen zur Gene­rie­rung von Einnahmen genutzt werden.

Vergleichs­zah­lungen und aktu­elle Compli­ance-Fälle

Regu­lie­rungs­ver­ein­ba­rungen waren in den letzten Jahren ein wich­tiges Durch­set­zungs­in­stru­ment für die UKGC. In viel beach­teten Fällen kam es zu Verein­ba­rungen in Höhe von mehreren Millionen Pfund mit großen Betrei­bern.

So einigten sich beispiels­weise mehrere Unter­nehmen der William Hill Group nach einer Unter­su­chung wegen Verstößen gegen die Vorschriften zur Bekämp­fung von Geld­wä­sche und zur sozialen Verant­wor­tung auf einen Vergleich in Höhe von 19,2 Millionen Pfund. Gemäß den Bedin­gungen dieser Verein­ba­rung leis­teten verschie­dene Unter­nehmen der Gruppe Beiträge, um diese regu­la­to­ri­schen Bedenken auszu­räumen.

Bran­chen­be­richte zeigen, dass Vergleichs­zah­lungen dieser Größen­ord­nung verdeut­li­chen, warum Klar­heit über die Verwen­dung dieser Mittel sowohl für die Regu­lie­rungs­be­hörde als auch für die brei­tere Öffent­lich­keit wichtig ist.

Konsul­ta­ti­ons­pro­zess und Stand­punkte der Inter­es­sen­gruppen

Das Konsul­ta­ti­ons­pa­pier der UKGC enthält einen Über­blick über die vorge­schla­gene Ände­rung der Grund­sätze für die Fest­set­zung von Geld­strafen und fordert alle rele­vanten Parteien auf, ihre Stand­punkte dazu zu äußern. Die Befragten sollen sich Gedanken darüber machen, wie sich die Ände­rungen auf die Trans­pa­renz der Regu­lie­rung, die Ergeb­nisse der Durch­set­zung und die Verwen­dung öffent­li­cher Mittel auswirken könnten.

Die Kommis­sion betont, dass Vergleichs­zah­lungen ein wich­tiges Durch­set­zungs­in­stru­ment in ihrem Regu­lie­rungs­in­stru­men­ta­rium sind und dass der Vorschlag nicht darauf abzielt, ihre Rolle zu schmä­lern. Viel­mehr geht es darum, sie in den einheit­li­chen Rahmen für Geld­strafen zu inte­grieren, um sie an die gesetz­li­chen Strafen anzu­passen.

Weiterer regu­la­to­ri­scher Kontext

Diese Konsul­ta­tion ist Teil einer umfas­sen­deren Reform­agenda im Anschluss an das Weiß­buch der briti­schen Regie­rung zum Glücks­spiel­ge­setz 2023, in dem eine umfas­sende Über­prü­fung der Glücks­spiel­re­gu­lie­rung in Groß­bri­tan­nien darge­legt wurde. Die Reform umfasst unter anderem die gesetz­liche Abgabe und Ände­rungen der Lizenz­be­din­gungen und Verhal­tens­ko­dizes, um die Trans­pa­renz der Finanz­be­richt­erstat­tung und den Verbrau­cher­schutz zu verbes­sern.

Ange­sichts der poten­zi­ellen lang­fris­tigen Auswir­kungen auf die Behand­lung von Voll­stre­ckungs­er­lösen in den öffent­li­chen Finanzen werden sich wahr­schein­lich Bran­chen­ver­treter und öffent­liche Inter­es­sen­gruppen an der Konsul­ta­tion betei­ligen. Zu den Inter­es­sen­gruppen können lizen­zierte Betreiber, Wirt­schafts­ver­bände, Verbrau­cher­schutz­gruppen und akade­mi­sche Forscher gehören.

Ausblick

Die Konsul­ta­tion endet am 2. April 2026, sodass die Inter­es­sen­gruppen mehrere Wochen Zeit haben, um ihre Stel­lung­nahmen einzu­rei­chen. Nach Ablauf dieser Frist wird die Kommis­sion die Stel­lung­nahmen prüfen und über die Umset­zung der Ände­rung entscheiden. Jede endgül­tige Aktua­li­sie­rung der Politik würde dann in der Grund­satz­er­klä­rung der Kommis­sion zur Fest­set­zung von Geld­bußen berück­sich­tigt werden.

Ände­rungen dieser Art können erheb­liche Auswir­kungen auf die Finan­zie­rung der Glücks­spiel­re­gu­lie­rung im Verei­nigten König­reich haben, sowohl für die Branche als auch für den öffent­li­chen Sektor.

Fazit

Die Konsul­ta­tion der briti­schen Glücks­spiel­kom­mis­sion zu Vergleichs­zah­lungen ist ein wohl­über­legter Versuch, den Rechts­rahmen zu moder­ni­sieren und für mehr Trans­pa­renz bei der Verwal­tung der Einnahmen aus der Durch­set­zung zu sorgen. Mit dem Vorschlag, ausge­han­delte Vergleichs­zah­lungen in den Konso­li­die­rungs­fonds der briti­schen Regie­rung einzu­zahlen, will die Kommis­sion die Behand­lung aller finan­zi­ellen Sank­tionen verein­heit­li­chen und ein einheit­li­ches und vorher­seh­bares System für Regu­lie­rungs­be­hörden und Bran­chen­ak­teure schaffen. Diese Ände­rung sorgt nicht nur für mehr Klar­heit hinsicht­lich der Verwen­dung der Mittel, sondern geht auch auf die Bedenken der Öffent­lich­keit ein, dass Durch­set­zungs­maß­nahmen fälsch­li­cher­weise als Maßnahmen zur Gene­rie­rung von Einnahmen und nicht als echte Bemü­hungen um die Einhal­tung der Vorschriften inter­pre­tiert werden könnten.

Die Anglei­chung der Vergleichs­zah­lungen an die gesetz­li­chen Strafen redu­ziert auch den Verwal­tungs­auf­wand und mindert das Risiko von Doppe­lungen mit Mitteln, die durch die neu einge­führte gesetz­liche Glücks­spiel­ab­gabe bereit­ge­stellt werden, mit der Forschung, Präven­tion und Behand­lung von Glücks­spiel­schäden unter­stützt werden. Aufse­hen­er­re­gende Vergleiche, darunter die Verein­ba­rung mit der William Hill Group über 19,2 Millionen Pfund, unter­strei­chen die Bedeu­tung eines klaren, recht­lich fundierten Ansatzes für die Verwal­tung umfang­rei­cher Regu­lie­rungs­mittel.

Mit Blick auf die Zukunft könnte diese Reform, sofern sie ange­nommen wird, das Vertrauen der Öffent­lich­keit in die Glücks­spiel­re­gu­lie­rung stärken und gleich­zeitig einen robusten, recht­lich vertret­baren Rahmen für die Zuwei­sung von Vergleichs­zah­lungen schaffen. Sie signa­li­siert das Enga­ge­ment der Kommis­sion für eine prin­zi­pi­en­treue Durch­set­zung, Trans­pa­renz und einen verant­wor­tungs­vollen Umgang mit öffent­li­chen Mitteln. In einem Sektor, der zuneh­mend unter Beob­ach­tung steht, spie­gelt dieser Schritt ein sorg­fäl­tiges Gleich­ge­wicht zwischen wirk­samer Regu­lie­rungs­auf­sicht, Rechts­si­cher­heit und dem allge­meinen öffent­li­chen Inter­esse wider.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es bei der Konsul­ta­tion der briti­schen Glücks­spiel­kom­mis­sion?
Die Konsul­ta­tion schlägt vor, regu­la­to­ri­sche Vergleichs­zah­lungen an den Konso­li­dierten Fonds der briti­schen Regie­rung weiter­zu­leiten.

Warum erwägt die UKGC diese Ände­rung?
Um ausge­han­delte Vergleichs­zah­lungen an gesetz­liche Geld­strafen anzu­passen und die Klar­heit der Durch­set­zungs­er­geb­nisse zu verbes­sern.

Was ist der Conso­li­dated Fund?
Es handelt sich um das zentrale Konto der briti­schen Regie­rung für Steuern und gesetz­liche Geld­strafen.

Fließen Vergleichs­zah­lungen derzeit in den Conso­li­dated Fund?
Nein, derzeit werden nur Zwangs­strafen gemäß dem Gambling Act 2005 dorthin geleitet.

Wann endet die Konsul­ta­tion?
Die Konsul­ta­tion läuft bis zum 2. April 2026.

Wie könnte sich diese Ände­rung auf Glücks­spiel­an­bieter auswirken?
Die Vergleichs­zah­lungen der Anbieter würden wie gesetz­liche Geld­strafen behan­delt, wodurch eine einheit­liche Zuwei­sung gewähr­leistet wäre.

Welche Rolle spielt die neue gesetz­liche Glücks­spiel­ab­gabe?
Sie finan­ziert die Behand­lung, Präven­tion und Forschung im Bereich der Glücks­spiel­sucht und ersetzt die bishe­rigen frei­wil­ligen Beiträge.

Könnte diese Reform Doppe­lungen bei der Finan­zie­rung redu­zieren?
Ja, durch die Weiter­lei­tung der Vergleichs­zah­lungen an den Konso­li­dierten Fonds werden Über­schnei­dungen mit aus der Abgabe finan­zierten Akti­vi­täten vermieden.

Hat die UKGC bereits zuvor Vergleichs­zah­lungen für hohe Geld­strafen verwendet?
Ja, darunter eine Verein­ba­rung über 19,2 Millionen Pfund mit der William Hill Group im März 2023.

Wird die Konsul­ta­tion Auswir­kungen auf die Verwen­dung der Mittel haben?
Ja, die Regie­rung wird über die Verwen­dung des Konso­li­dierten Fonds entscheiden, nicht die Regu­lie­rungs­be­hörde.

Ash
Ash
I like to keep it short. I am a writer who also knows how to rhyme his lines. I can write articles, edit them and also carve out some poetic lines from my mind. Education B.A. - English, Delhi University, India, Graduated 2017.

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