Soft­Con­s­truct Gruppe: Offene Fragen & Finan­zi­elle Trans­pa­renz

Date:

Ein Blick hinter die Kulissen von Soft­Con­s­truct und den Schatten der Bada­lyan-Brüder-Dynastie!

Eine inves­ti­ga­tive Unter­su­chung der unbe­ant­wor­teten Fragen, undurch­sich­tigen Struk­turen und anhal­tenden Bedenken rund um einen der aggres­sivsten expan­die­renden Konzerne der Glücks­spiel­branche.

Erfolg, Schweigen und genaue Prüfung

Von außen präsen­tiert sich die Soft­Con­s­truct-Gruppe mit einer glän­zenden Fassade. Als tech­no­lo­gie­ori­en­tierter Gaming-Konzern mit Wurzeln in Arme­nien und einer schnell wach­senden inter­na­tio­nalen Präsenz hat sich das Unter­nehmen durch Marken wie Fast Bank, BetCon­s­truct, Feed­Con­s­truct, Fast­Token, Fastex, Ortak, Yo Health und viele andere einen Namen gemacht. Es vermarktet sich selbst als Pionier für KI-basierte iGaming-Lösungen, Block­chain-inte­grierte Platt­formen und Unter­neh­mer­geist.

Unter der Ober­fläche scheint sich jedoch eine ganz andere Geschichte abzu­zeichnen. Wieder­holte behörd­liche Meldungen, unklare Eigen­tums­ver­hält­nisse und ein aggres­sives Expan­si­ons­tempo haben zuneh­mend Fragen darüber aufge­worfen, wie dieses Impe­rium aufge­baut, geführt und finan­ziert wird.

Im Zentrum stehen die Brüder Vigen und Vahe Bada­lyan, die das Unter­nehmen gemeinsam gegründet haben und weiterhin einen erheb­li­chen Einfluss auf seine welt­weiten Akti­vi­täten ausüben.

Dieser Artikel unter­sucht eine Reihe von besorg­nis­er­re­genden Mustern, die sich aus den briti­schen Unter­lagen, den inter­na­tio­nalen Toch­ter­ge­sell­schaften und den Kredit­ge­schäften von Soft­Con­s­truct ergeben. Er stützt sich ausschließ­lich auf öffent­lich zugäng­liche Daten und direkte Unter­neh­mens­un­ter­lagen und hat nicht die Absicht, Personen oder Unter­nehmen zu diffa­mieren, sondern viel­mehr berech­tigte Fragen zu Regu­lie­rung, Trans­pa­renz und Unter­neh­mens­ver­ant­wor­tung aufzu­werfen.

Ein Netz­werk von Unter­nehmen mit begrenzter Offen­le­gung

Die welt­weiten Akti­vi­täten von Soft­Con­s­truct stützen sich in hohem Maße auf eine wach­sende Konstel­la­tion privater Unter­nehmen, die in mehreren Ländern regis­triert sind. In Groß­bri­tan­nien ist das Flagg­schiff­un­ter­nehmen FC Capital Ltd bei der Finan­cial Conduct Autho­rity für Verbrau­cher­kre­dit­ge­schäfte gelistet und bei der HMRC als Geld­dienst­leister für den Devi­sen­handel regis­triert.

Die Regis­trie­rung bei der FCA ist an sich zwar nicht proble­ma­tisch, wird jedoch ange­sichts der Größe und Undurch­sich­tig­keit der Finanz­be­richte von FC Capital schwerer zu recht­fer­tigen.

Die jüngsten Unter­lagen des Unter­neh­mens, die den Zeit­raum bis zum 31. Dezember 2023 abde­cken, zeigen erschre­ckende Zahlen: über 57 Millionen Pfund Gesamt­ver­mögen, fast 50 Millionen Pfund ausste­hende Forde­rungen, 8,3 Millionen Pfund Barre­serven und ein neu aufge­nom­menes Akti­en­ka­pital von 5 Millionen Pfund. Dies folgte auf eine sepa­rate Kapi­tal­zu­füh­rung von 20 Millionen Pfund, die im Januar 2025 bean­tragt wurde.

Trotz dieser Zahlen bean­sprucht FC Capital Ltd weiterhin eine Befreiung von der gesetz­li­chen Prüfung auf der Grund­lage, dass es sich um ein „kleines Unter­nehmen” im Sinne von Abschnitt 477 des Compa­nies Act 2006 handelt.

Diese Befreiung ist in der Regel Unter­nehmen mit weniger als 50 Mitar­bei­tern, einem Umsatz von weniger als 10,2 Millionen Pfund und einem Gesamt­ver­mögen von weniger als 5,1 Millionen Pfund vorbe­halten. FC Capital über­schreitet beide Schwel­len­werte bei weitem, dennoch legen die Direk­toren weiterhin unge­prüfte und gekürzte Jahres­ab­schlüsse vor.

In den Unter­lagen findet sich weder ein Hinweis auf eine Befreiung von der Konzern­prü­fung gemäß Abschnitt 479C, noch wurde eine Garantie der Mutter­ge­sell­schaft offen­ge­legt.

Forde­rungen auf dem Papier, aber was bedeuten sie?

Zu den auffäl­ligsten Zahlen in den Abschlüssen von FC Capital gehört der Wert des Forde­rungs­be­stands. Im Jahr 2022 meldete das Unter­nehmen ausste­hende Forde­rungen in Höhe von 27,3 Millionen Pfund. Ein Jahr später war dieser Wert auf 49,5 Millionen Pfund gestiegen und hatte sich damit inner­halb von 12 Monaten fast verdop­pelt.

In den Abschlüssen gibt es keinen Hinweis auf die Art dieser Schuldner, ob es sich um Kunden­kre­dite, Salden verbun­dener Unter­nehmen, konzern­in­terne Finan­zie­rungen oder imma­te­ri­elle Finanz­in­stru­mente handelt. Für ein Unter­nehmen, das sich öffent­lich als Pfand­leiher und Wech­sel­stube präsen­tiert, macht es diese fehlende Erklä­rung für Dritte nahezu unmög­lich, die Zahlungs­fä­hig­keit oder das Kredit­ri­siko zu beur­teilen.

Der Jahres­ab­schluss des Unter­neh­mens enthält auch keine Gewinn- und Verlust­rech­nung, sodass keine Trans­pa­renz hinsicht­lich des Jahres­um­satzes oder der Gewinn­margen besteht. Ange­sichts der Tatsache, dass das Unter­nehmen 47 Mitar­beiter beschäf­tigt, mindes­tens 12 physi­sche Filialen betreibt und angibt, an 7 Tagen in der Woche in ganz Groß­bri­tan­nien tätig zu sein, ist es schwierig, den Mangel an finan­zi­ellen Details mit dem tatsäch­li­chen Umfang seiner Akti­vi­täten in Einklang zu bringen.

Das Kapital fließt weiter

Die Kapi­tal­be­we­gungen inner­halb von FC Capital Ltd werfen weitere Fragen auf. Das Unter­nehmen meldete sowohl für 2020 als auch für 2021 Akti­en­zu­tei­lungen in Höhe von 500.000 £, die von beschei­denem Umfang waren. Zwischen November 2023 und Dezember 2024 wurden jedoch durch zwei sepa­rate Akti­en­emis­sionen weitere 25 Millionen £ Kapital zuge­führt.

Es ist unklar, wer diese Aktien gezeichnet hat und wofür die Mittel verwendet werden sollten. Der Zeit­punkt dieser Kapi­tal­ereig­nisse fällt mit unge­klärten Verän­de­rungen in der Unter­neh­mens­kon­trolle, wieder­holten Verschie­bungen der Rech­nungs­pe­ri­oden und einer wach­senden Diskre­panz zwischen der Liqui­di­täts­lage des Unter­neh­mens und seinen Schuld­nern zusammen.

Keines dieser Ereig­nisse wurde geprüft. Die Abschlüsse wurden von Herrn Artur Asatryan unter­zeichnet, der offenbar als allei­niger Geschäfts­führer des Unter­neh­mens fungiert, ohne dass eine externe Prüfung oder unab­hän­gige Finanz­prü­fung statt­fand.

Unser Versuch, Klar­heit zu schaffen

Am 7. Juli 2025 haben wir Herrn Georgii Petru­sian, den aufge­führten internen Prüfer von FC Capital Ltd, mit sechs konkreten Fragen zur Berech­ti­gung zur Befreiung von der Prüfungs­pflicht, zur Klas­si­fi­zie­rung von Schuld­nern, zur Sorg­falts­pflicht beim Akti­en­ka­pital und zur Umsatz­rea­li­sie­rung kontak­tiert. Zum Zeit­punkt der Veröf­fent­li­chung liegt noch keine Antwort vor.

Unsere Fragen konzen­trierten sich auf regu­la­to­ri­sche Schwel­len­werte, die Verant­wort­lich­keiten des Direk­tors gemäß dem Compa­nies Act und darauf, ob HMRC oder FCA Bedenken hinsicht­lich der Einhal­tung der Vorschriften in Bezug auf die Einrei­chungen des Unter­neh­mens geäu­ßert hatten.

Wir fragten auch, ob sich das Unter­nehmen ange­sichts des Umfangs seiner Geschäfts­tä­tig­keit jemals einer internen Steuer- oder Bilanz­prü­fung unter­zogen habe.

Herr Petru­sian hat nicht geant­wortet, und es wurde keine Empfangs­be­stä­ti­gung über­mit­telt.

Das Fehlen einer Prüfung in einem regu­lierten Unter­nehmen

In vielen Bran­chen, insbe­son­dere wenn es um öffent­liche Gelder oder Verbrau­cher­schutz geht, wird von Unter­nehmen, die mit Millionen von Pfund an Forde­rungen und Liqui­dität umgehen, erwartet, dass sie sich zumin­dest einer Form der unab­hän­gigen Prüfung unter­ziehen.

Dennoch reicht FC Capital, ein von der FCA regu­liertes und bei der HMRC für Finanz­ak­ti­vi­täten regis­triertes Unter­nehmen, weiterhin nur unge­prüfte, gekürzte Abschlüsse ein. Es gibt keine Aufzeich­nungen über die Ernen­nung oder den Rück­tritt von Wirt­schafts­prü­fern. Der in den jüngsten Unter­lagen des Unter­neh­mens aufge­führte Wirt­schafts­prüfer ist Leon Haig & Co, eine kleine Wirt­schafts­prü­fungs­kanzlei mit Sitz in London, die offenbar nicht als regis­trierter Wirt­schafts­prüfer tätig ist.

Dies wirft eine drin­gende regu­la­to­ri­sche Frage auf: Wie kann ein Unter­nehmen, das fast 50 Mitar­beiter beschäf­tigt, Vermö­gens­werte in Höhe von 57 Millionen Pfund geltend macht und im Finanz­dienst­leis­tungs­be­reich tätig ist, sich voll­ständig der Prüfungs­pflicht entziehen?

Es mag tech­ni­sche Erklä­rungen dafür geben, aber diese wurden nicht offen­ge­legt. Und die betei­ligten Aufsichts­be­hörden scheinen keine sicht­baren Durch­set­zungs­maß­nahmen ergriffen zu haben, um die Ange­le­gen­heit zu klären.

Ein Muster bewusster Undurch­sich­tig­keit?

Die über­ge­ord­nete Struktur von Soft­Con­s­truct ist nicht weniger besorg­nis­er­re­gend. Viele seiner Toch­ter­ge­sell­schaften sind als Gesell­schaften mit beschränkter Haftung in Groß­bri­tan­nien und Malta tätig, darunter BetCon­s­truct Malta Ltd, Fast­Token Ltd, B.F.T.H. Tech­no­logy Ltd und andere.

Einige sind als Holding­ge­sell­schaften gelistet. Andere sind als Soft­ware­an­bieter, Marke­ting­agen­turen oder Zahlungs­ab­wickler tätig. Viele haben über­grei­fende Verwal­tungs­rats­man­date und konzern­in­terne Darlehen.

Doch nur sehr wenige von ihnen legen geprüfte Finanz­be­richte, detail­lierte Eigen­tü­mer­ver­zeich­nisse oder Angaben zu ihren wirt­schaft­li­chen Eigen­tü­mern vor. Dies mag zwar dem Wort­laut des Gesell­schafts­rechts entspre­chen, wirft jedoch berech­tigte Fragen hinsicht­lich der Finanz­kon­trolle und der behörd­li­chen Aufsicht auf.

Es gibt Hinweise auf Finanz­ak­ti­vi­täten, die über den Glücks­spiel­sektor hinaus­gehen. Bestimmte Unter­nehmen, die mit dem Bada­lyan-Netz­werk in Verbin­dung stehen, haben sich mit Devi­sen­handel, der Ausgabe digi­taler Token und Block­chain-Infra­struktur befasst.

In einigen Rechts­ord­nungen, darunter Malta, unter­liegen diese Akti­vi­täten beson­deren Lizen­zie­rungs­re­ge­lungen mit eigenen Prüfungs- und Kapi­tal­re­ser­ve­an­for­de­rungen. Bislang sind nur wenige öffent­liche Doku­mente aufge­taucht, die die Einhal­tung dieser Rahmen­be­din­gungen belegen.

Die mensch­li­chen Kosten der raschen Expan­sion

Die Geschäfts­tä­tig­keit von Soft­Con­s­truct ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, insbe­son­dere in Schwel­len­län­dern und Gebieten mit begrenzten Regu­lie­rungs­ka­pa­zi­täten. Die Glücks­spiel­soft­ware des Unter­neh­mens wird von Hunderten von Onli­ne­ca­sinos lizen­ziert, von denen einige ohne lokale Lizenzen oder außer­halb der gängigen Finanz­netz­werke operieren.

Dies hat zu Bedenken hinsicht­lich des AML-Risikos (Anti-Geld­wä­sche), der KYC-Prak­tiken (Know-Your-Customer) und der Rück­ver­folg­bar­keit von Zahlungen geführt.

Im Jahr 2024 stellten mehrere euro­päi­sche Compli­ance-Analysten fest, dass Spiele, die von der Soft­ware der Gruppe bereit­ge­stellt werden, auf Websites auf der schwarzen Liste oder auf Grau­markt-Websites in Ländern vertreten waren, in denen keine lokale Lizenz gültig war.

Das Unter­nehmen hat diese Erkennt­nisse weder öffent­lich demen­tiert noch klar­ge­stellt.

Darüber hinaus wurden von ehema­ligen Mitar­bei­tern und Auftrag­neh­mern still­schwei­gend Bedenken hinsicht­lich der Arbeits­be­din­gungen, unbe­zahlter Rech­nungen und unein­heit­li­cher Unter­neh­mens­richt­li­nien in den verschie­denen Unter­nehmen geäu­ßert. Diese Bedenken sind zwar nach wie vor anek­do­tisch, aber das Muster deutet auf ein grund­le­gendes Gover­nance-Problem hin, das inner­halb der Soft­Con­s­truct-Gruppe nicht gelöst wird.

Keine Stel­lung­nahme der Gründer

Die Brüder Bada­lyan, Vigen und Vahe, spielen nach wie vor eine zentrale Rolle für die Iden­tität und das Wachstum der Gruppe. Beide haben Auszeich­nungen erhalten, auf Bran­chen­kon­fe­renzen gespro­chen und das Enga­ge­ment der Gruppe für Inno­va­tion geför­dert. Dennoch scheint keiner von beiden öffent­lich auf die wach­sende Zahl von Gover­nance-Bedenken reagiert zu haben, die mit Unter­nehmen in ihrem Besitz oder unter ihrem Einfluss verbunden sind.

Die Beset­zung der Vorstände hat sich wieder­holt geän­dert. Holding­ge­sell­schaften haben ihren Sitz gewech­selt. Die einge­tra­genen Adressen wurden ohne nähere Erklä­rung geän­dert. Finanz­be­richte sind oft über­fällig oder unvoll­ständig. Und im Fall von FC Capital Ltd fehlen wich­tige Finanz­in­for­ma­tionen gänz­lich.

Dies verstößt zwar an sich nicht gegen bestimmte Gesetze, spie­gelt jedoch ein Muster absicht­li­cher Undurch­sich­tig­keit wider, das den Bran­chen­stan­dards in regu­lierten Sektoren wider­spricht.

Warum Regu­lie­rungs­be­hörden sich darum kümmern sollten

Die FCA, die HMRC, die briti­sche Glücks­spiel­kom­mis­sion und das Infor­ma­tion Commissioner’s Office (ICO) haben alle Mandate, die sich mit dem Geschäfts­mo­dell von Soft­Con­s­truct über­schneiden. Zwischen Verbrau­cher­fi­nan­zie­rung, Währungs­um­tausch, Spie­le­soft­ware und digi­taler Iden­ti­täts­ver­ar­bei­tung agiert dieser Misch­kon­zern am Rande mehrerer regu­lierter Bereiche.

Und doch gibt es trotz wieder­holter Meldungen und zuneh­mender Komple­xität keine sicht­baren Durch­set­zungs­maß­nahmen, keine proak­tiven Unter­su­chungen und keine Prüf­pfade, die für die Öffent­lich­keit oder die Aufsichts­be­hörden einsehbar wären.

Wenn das Verei­nigte König­reich, Malta oder eine andere Gerichts­bar­keit ihre Glaub­wür­dig­keit in der Finanz­auf­sicht aufrecht­erhalten will, darf es nicht zulassen, dass Unter­nehmen dieser Größe und mit diesem Risiko selbst­ständig Bericht erstatten und nicht geprüft werden. Zumin­dest sollten für Unter­nehmen mit öffent­li­cher Finanz­tä­tig­keit und Lizenz­ver­pflich­tungen regu­la­to­ri­sche Klar­heit und die Einhal­tung von Prüfungs­vor­schriften vorge­schrieben sein.

Die Fragen von Malta Media, die nicht verschwinden werden

Soft­Con­s­truct und seine verbun­denen Unter­nehmen sind in mehreren Sektoren schnell gewachsen. Die Struk­turen, die diesem Wachstum zugrunde liegen, bleiben jedoch weit­ge­hend undurch­sichtig. Ohne geprüfte Abschlüsse, unge­klärte Schuld­ner­po­si­tionen und unbe­ant­wor­tete Fragen zur internen Aufsicht scheint die Gruppe außer­halb der Reich­weite der übli­chen Unter­neh­mens­ver­ant­wor­tung zu operieren.

Das Unter­nehmen wirbt mit Inno­va­tion und Expan­sion, doch die öffent­li­chen Aufzeich­nungen deuten auf ein Rahmen­werk hin, das eher auf Undurch­sich­tig­keit als auf Trans­pa­renz ausge­legt ist. In verschie­denen Rechts­ord­nungen agieren mit dem Bada­lyan-Netz­werk verbun­dene Unter­nehmen ohne nennens­werte Offen­le­gung ihrer Finanzen, während sie Dienst­leis­tungen in regu­lierten Berei­chen wie Finanzen, Glücks­spiel und digi­tale Vermö­gens­werte anbieten.

Bei FC Capital Ltd weisen die Unter­lagen Vermö­gens­werte in Höhe von über 57 Millionen Pfund und Forde­rungen in Höhe von fast 50 Millionen Pfund aus, doch das Unter­nehmen bean­sprucht weiterhin eine Befreiung von der Prüfungs­pflicht und legt keine Gewinn- und Verlust­rech­nung vor. Das Akti­en­ka­pital ist in weniger als 18 Monaten um 25 Millionen Pfund gestiegen, ohne dass eine unab­hän­gige Über­prü­fung der Herkunft der Mittel statt­ge­funden hat. Diese Muster werfen berech­tigte Fragen auf, insbe­son­dere im Hinblick auf regu­la­to­ri­sche Verpflich­tungen.

In regu­lierten Bran­chen sind die Erwar­tungen klar. Unter­nehmen dieser Größe sollten sich einer Prüfung unter­ziehen, ihre Kapi­tal­struk­turen offen­legen und glaub­wür­dige Erklä­rungen für ihre Finanz­lage abgeben. Ob unter der Aufsicht der FCA, der HMRC oder anderer natio­naler Behörden – die regu­la­to­ri­sche Aufsicht muss der Komple­xität und dem Risi­ko­profil des jewei­ligen Unter­neh­mens entspre­chen.

Dieser Artikel unter­stellt keine rechts­wid­rigen Akti­vi­täten. Es ist jedoch berech­tigt zu fragen, ob das Ausmaß der Kontrolle, der Soft­Con­s­truct unter­liegt, in einem ange­mes­senen Verhältnis zu seiner Bedeu­tung steht. Repu­ta­ti­ons­ri­siken entstehen nicht durch eine einzelne unbe­ant­wor­tete Frage, sondern durch ein Muster aus Schweigen und Auslas­sungen.

Die Brüder Bada­lyan haben noch immer die Möglich­keit, diese Probleme anzu­gehen. Trans­pa­rente Prüfungen, ange­mes­sene Offen­le­gungen und öffent­li­ches Enga­ge­ment könnten dazu beitragen, die Glaub­wür­dig­keit wieder­her­zu­stellen. Ohne diese Maßnahmen wird die Kontrolle durch Jour­na­listen, Aufsichts­be­hörden und Märkte glei­cher­maßen zunehmen.

Bis dahin bleibt eine Schluss­fol­ge­rung unaus­weich­lich: Die Finanz­be­richt­erstat­tung der Gruppe stützt sich weiterhin mehr auf Verschleie­rung als auf Rechen­schafts­pflicht. Und in Bran­chen, in denen das Vertrauen der Öffent­lich­keit eine Rolle spielt, hat Schweigen seine eigenen Konse­quenzen.

FAQs

Was ist Soft­Con­s­truct und in welchen Berei­chen ist das Unter­nehmen tätig?
Soft­Con­s­truct ist ein tech­no­lo­gie­ori­en­tierter Konzern mit Wurzeln in Arme­nien, der inter­na­tional in den Berei­chen Gaming, Finanzen, Block­chain und digi­tale Dienst­leis­tungen aktiv ist.

Wer sind die Gründer von Soft­Con­s­truct?
Vigen und Vahe Bada­lyan grün­deten Soft­Con­s­truct und haben weiterhin erheb­li­chen Einfluss auf die globalen Akti­vi­täten des Unter­neh­mens.

Warum gelten die Finanz­be­richte von Soft­Con­s­truct als undurch­sichtig?
Viele Toch­ter­ge­sell­schaften, einschließ­lich FC Capital Ltd, reichen unge­prüfte, verkürzte Abschlüsse ein, ohne Einkom­mens­über­sichten, detail­lierte Forde­rungen oder Kapi­tal­quellen offen­zu­legen.

Was ist unge­wöhn­lich an der Prüfungs­be­freiung von FC Capital Ltd?
Das Unter­nehmen bean­sprucht die Befreiung von der gesetz­li­chen Prüfung, obwohl die Schwel­len­werte für Umsatz, Vermögen und Mitar­bei­ter­zahl über­schritten werden, was Trans­pa­renz­fragen aufwirft.

Wie hoch ist das Forde­rungs­vo­lumen von FC Capital Ltd?
Bis 2023 belief sich das Forde­rungs­vo­lumen auf fast 50 Millionen Pfund, wobei keine Angaben zur Art dieser Forde­rungen gemacht wurden.

Haben die Aufsichts­be­hörden auf die Meldungen von Soft­Con­s­truct reagiert?
Es gibt keine sicht­baren Maßnahmen oder öffent­liche Stel­lung­nahmen der FCA, HMRC oder anderer Regu­lie­rungs­be­hörden zu den unge­prüften Abschlüssen des Unter­neh­mens.

Welche Risiken ergeben sich aus der Expan­sion von Soft­Con­s­truct?
Schnelles Wachstum in Schwel­len­märkten, einge­schränkte Offen­le­gung und Akti­vi­täten in regu­lierten Berei­chen bergen mögliche Risiken im Bereich Geld­wä­sche­prä­ven­tion (AML), Kunden­iden­ti­fi­ka­tion (KYC) und Repu­ta­ti­ons­ri­siken.

Hat Soft­Con­s­truct diese finan­zi­ellen und Gover­nance-Bedenken öffent­lich adres­siert?
Bis zur Veröf­fent­li­chung haben weder die Bada­lyan Brüder noch das Unter­nehmen Klar­stel­lungen oder öffent­liche Antworten gegeben.

Warum ist die Einhal­tung der Prüfungs­pflicht für Unter­nehmen wie FC Capital Ltd wichtig?
Unab­hän­gige Prüfungen sorgen für Trans­pa­renz, bestä­tigen die Solvenz und gewähr­leisten Verant­wort­lich­keit, insbe­son­dere bei Unter­nehmen, die Kunden­gelder und Finanz­dienst­leis­tungen verwalten.

Welche Maßnahmen könnten das Vertrauen in Soft­Con­s­truct wieder­her­stellen?
Trans­pa­rente Prüfungen, voll­stän­dige Finanz­of­fen­le­gungen, regu­la­to­ri­sche Zusam­men­ar­beit und klare Erklä­rungen zu Kapi­tal­be­we­gungen könnten die Glaub­wür­dig­keit und das öffent­liche Vertrauen verbes­sern.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

Share post:

Subscribe

Popular

More like this
Related

LinkedIn-Konto­ein­schrän­kungen brau­chen trans­pa­rente Einsprüche

Meinung: LinkedIn-Kontoeinschränkungen können berufliche Identität und Geschäftszugang unterbrechen; nötig sind verlässliche Prüfung, klare Begründungen und menschliche Einsprüche.

Wie synthe­ti­scher Hebel den Bitcoin Preis beein­flusst

Wie synthetischer Hebel den Bitcoin-Preis prägt, warum Papiermärkte die Knappheit übersteuern und wie Derivate die Marktstabilität beeinflussen.

Bet3000 Lizenz­fall: GGL prüft Hinweise von Wett­be­wer­bern

Am 26. Juli 2024 um 12:15 Uhr ging bei namentlich genannten Beamten der deutschen Glücksspielaufsichtsbehörde eine E-Mail ein. Der Absender, Dr. Damir Böhm, gab an, Informationen aus dem Kreis der Wettvermittler erhalten zu haben. Den Spielern werde angeblich mitgeteilt, sie könnten Geld in Wettbüros einzahlen, die nicht mehr unter Bet3000 aktiv seien, und diese Gelder auf tipgo.eu einsetzen. Die E-Mail schloss mit einem vorsichtigen Vorschlag: Vielleicht könne die GGL die Informationen mit eigenen Mitteln überprüfen.

Glücks­spiel­schäden in Schweden und Spie­ler­schutz für junge Männer

Schweden hat eine staatliche Untersuchung zum Glücksspielverhalten von Kindern und jungen Erwachsenen eingeleitet, da die Besorgnis über die schädlichen Auswirkungen des Glücksspiels, insbesondere bei Jungen und jungen Männern, zunimmt. Die am 3. September 2026 angekündigte Untersuchung soll untersuchen, wie sich das Glücksspielverhalten entwickelt, und Maßnahmen ermitteln, die den Schutz jüngerer Menschen stärken könnten.