Phis­hing Bedro­hungen 2025 und Atlas­live Cyber­si­cher­heits­be­richt

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Phis­hing domi­niert weiterhin die globale Cyber­si­cher­heits­be­dro­hungs­land­schaft. Daten der Anti-Phis­hing Working Group (APWG) zeigen, dass allein im ersten Quartal 2025 1.003.924 Phis­hing-Angriffe regis­triert wurden, was den höchsten Wert seit Ende 2023 darstellt. Dies ist eine erheb­liche Stei­ge­rung gegen­über den Vorjahren. Das wöchent­liche Phis­hing-Aufkommen ist im Vergleich zu 2023 um etwa 180 % gestiegen, während die Verwen­dung von Info­s­tealern – bösar­tigen Tools, die über Phis­hing-E-Mails verbreitet werden – im Jahr 2024 um 84 % zuge­nommen hat.

Die Auswir­kungen sind klar: Phis­hing ist nicht mehr nur ein lästiges Rand­phä­nomen, sondern hat sich zu einer der effek­tivsten und direk­testen Methoden für den Dieb­stahl von Zugangs­daten, den unbe­fugten Zugriff auf Konten und erheb­liche Störungen des Geschäfts­be­triebs entwi­ckelt.

Maksym Shap­oval, Leiter der Infor­ma­ti­ons­si­cher­heit bei Atlas­live, betonte, warum diese Angriffe weiterhin erfolg­reich sind und welche proak­tiven Stra­te­gien Unter­nehmen zu ihrer Abwehr anwenden können. Seiner Meinung nach liegt die größte Gefahr in der Fähig­keit von Phis­hing, das Vertrauen der Menschen sowie syste­mi­sche Schwä­chen auszu­nutzen.

Warum Phis­hing nach wie vor so effektiv ist

Phis­hing ist aufgrund seiner trüge­ri­schen Einfach­heit so erfolg­reich. Angreifer geben sich als vertrau­ens­wür­dige Insti­tu­tionen oder Unter­neh­mens­kon­takte aus und versenden E‑Mails, Text­nach­richten oder tätigen sogar Tele­fon­an­rufe, um die Empfänger dazu zu bewegen, Pass­wörter, Finanz­daten oder andere vertrau­liche Infor­ma­tionen preis­zu­geben.

Diese Social-Engi­nee­ring-Taktik hat sich über die tradi­tio­nelle E‑Mail hinaus auf Smis­hing (SMS-basiertes Phis­hing) und Vishing (Voice-Phis­hing) ausge­weitet. Viele dieser Kampa­gnen sind von echten Unter­neh­mens- oder Regie­rungs­nach­richten nicht zu unter­scheiden, was es für normale Nutzer extrem schwierig macht, betrü­ge­ri­sche Versuche zu erkennen.

Bekannt gewor­dene Phis­hing-Fälle der letzten Jahre

Eine Reihe von Vorfällen aus jüngster Zeit veran­schau­licht, wie Phis­hing weiterhin verschie­dene Bran­chen betrifft:

  • Google – Eine Angriffs­kette, die mit einer Sales­force-CRM-Iden­ti­täts­fäl­schung begann, führte zur Offen­le­gung sensi­bler Daten.
  • Cisco – Wurde Opfer einer Vishing-Kampagne, durch die Cyber­kri­mi­nelle unbe­fugten Zugriff auf Kunden­in­for­ma­tionen erhielten.
  • Booking – Ist seit Ende 2024 Ziel einer anhal­tenden Phis­hing-Welle.
  • Briti­sche Steu­er­be­hörde – Meldete finan­zi­elle Verluste in Höhe von über 47 Millionen Pfund, wobei mehr als 100.000 Personen von betrü­ge­ri­schen Machen­schaften betroffen waren.

Diese Vorfälle zeigen, dass kein Sektor – ob Tech­no­logie, Finanzen, Reisen oder Regie­rung – vor Schäden durch Phis­hing gefeit ist.

Die iGaming-Branche als Ziel

Der iGaming-Sektor ist aufgrund seiner Online-Natur, seiner Abhän­gig­keit von Finanz­trans­ak­tionen und der Verar­bei­tung großer Mengen perso­nen­be­zo­gener Daten beson­ders anfällig. Im Juli 2025 bestä­tigte einer der größten globalen Wett­kon­zerne, dass er einen erheb­li­chen Daten­ver­stoß erlitten hatte, bei dem die Daten von etwa 800.000 Nutzern offen­ge­legt wurden. Zu den kompro­mit­tierten Daten gehörten IP-Adressen, E‑Mail-Daten und Proto­kolle der Platt­form­ak­ti­vi­täten.

Maksym Shap­oval kommen­tierte den Vorfall wie folgt:

„Der Vorfall unter­streicht, warum iGaming-Platt­formen bevor­zugte Ziele sind. Sie operieren voll­ständig online, wickeln ständig Finanz­trans­ak­tionen ab und verar­beiten große Mengen perso­nen­be­zo­gener Daten. Die Risiken von Social-Engi­nee­ring-Angriffen sind in dieser Branche erheb­lich.“

Der Fall macht deut­lich, dass Cyber­kri­mi­nelle wahr­schein­lich Bran­chen ausnutzen werden, in denen Finanz­daten und perso­nen­be­zo­gene Infor­ma­tionen am stärksten konzen­triert sind. Für iGaming-Betreiber muss der Schutz vor Phis­hing nicht nur in tech­ni­sche Abwehr­maß­nahmen einge­bettet sein, sondern auch in Mitar­bei­ter­schu­lungen und Gover­nance-Richt­li­nien inte­griert werden.

Wie Phis­hing sowohl Menschen als auch Systeme ausnutzt

Im Gegen­satz zu vielen Cyber­an­griffen, die sich ausschließ­lich auf Soft­ware-Schwach­stellen stützen, zielt Phis­hing ebenso sehr auf mensch­li­ches Verhalten wie auf tech­no­lo­gi­sche Schwä­chen ab. Eine gut gestal­tete Phis­hing-E-Mail kann selbst ausge­feilte Fire­walls umgehen, wenn ein Mitar­beiter unwis­sent­lich auf einen bösar­tigen Link klickt.

Diese doppelte Ausnut­zung macht Phis­hing beson­ders gefähr­lich, da Unter­nehmen sich an mehreren Fronten vorbe­reiten müssen: tech­no­lo­gi­sche Infra­struktur, Sensi­bi­li­sie­rung der Mitar­beiter und Verfahren zur Reak­tion auf Vorfälle.

Mehr­schich­tige Abwehr­maß­nahmen gegen Phis­hing

Atlas­live betont, dass zur Verrin­ge­rung der Anfäl­lig­keit für Phis­hing eine mehr­schich­tige Abwehr­stra­tegie erfor­der­lich ist. Zu den wich­tigsten Empfeh­lungen gehören:

Authen­ti­fi­zie­rung und Zugriffs­kon­trolle

  • Setzen Sie Multi-Faktor-Authen­ti­fi­zie­rung (MFA) für alle kriti­schen Konten durch.
  • Beschränken Sie die Berech­ti­gungen, sodass Mitar­beiter nur über die für ihre Aufgaben unbe­dingt erfor­der­li­chen Zugriffs­rechte verfügen.
  • Segmen­tieren Sie Netz­werke, um poten­zi­elle Eindring­linge einzu­dämmen.
  • Verlangen Sie eine doppelte Geneh­mi­gung für sensible Vorgänge.
  • Führen Sie regel­mä­ßige Audits durch, um die Einhal­tung der Vorschriften sicher­zu­stellen.

E‑Mail- und Domä­nen­si­cher­heit

  • Imple­men­tieren Sie DMARC, DKIM und SPF, um E‑Mail-Quellen zu authen­ti­fi­zieren.
  • Über­wa­chen Sie das Internet auf ähnliche Domänen, die dazu dienen, Benutzer zu täuschen.
  • Kenn­zeichnen Sie externe Kommu­ni­ka­tionen, damit Mitar­beiter Vorsicht walten lassen können.

Endpunkt­schutz

  • Sichern Sie die Geräte Ihrer Mitar­beiter mit Lösungen für die Verwal­tung mobiler Geräte (MDM) und Endpunkt-Erken­nung und ‑Reak­tion (EDR).
  • Über­wa­chen Sie die Brow­sing-Akti­vi­täten und beschränken Sie den Zugriff auf verdäch­tige Domänen.

Vorbe­rei­tung auf Vorfälle

  • Richten Sie ein zentrales Melde­system für mutmaß­liche Phis­hing-Versuche ein.
  • Erstellen Sie detail­lierte Runbooks als Leit­faden für Reak­ti­ons­maß­nahmen.
  • Benach­rich­tigen Sie die Mitar­beiter umge­hend, wenn neue Kampa­gnen entdeckt werden.
  • Blockieren Sie böswil­lige Absender in allen Unter­neh­mens­sys­temen.

Sensi­bi­li­sie­rung und Schu­lung

  • Führen Sie regel­mäßig Mitar­bei­ter­schu­lungen zum Erkennen von Phis­hing-Versu­chen durch.
  • Führen Sie Phis­hing-Simu­la­tionen durch, um die Bereit­schaft der Mitar­beiter zu testen.
  • Fördern Sie eine Kultur, die die Mitar­beiter dazu ermu­tigt, verdäch­tige Akti­vi­täten sofort zu melden.

Gover­nance und Aufsicht

  • Inte­grieren Sie Phis­hing-Abwehr­maß­nahmen in die perma­nente Sicher­heits­richt­linie des Unter­neh­mens.
  • Führen Sie konti­nu­ier­liche Audits und Über­prü­fungen der Anti-Phis­hing-Maßnahmen durch.

Laut Atlas­live redu­zieren diese kleinen, aber konse­quenten Maßnahmen sowohl die Wahr­schein­lich­keit eines erfolg­rei­chen Angriffs als auch die poten­zi­ellen Auswir­kungen, falls es doch zu einem Vorfall kommt, erheb­lich.

Lehren aus dem Sommer 2025

Die erste Hälfte des Jahres 2025 hat erneut gezeigt, dass Phis­hing nach wie vor eine zentrale Ursache für globale Cyber­vor­fälle ist. Von multi­na­tio­nalen Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen über öffent­liche Einrich­tungen bis hin zu iGaming-Anbie­tern – Orga­ni­sa­tionen aus allen Bran­chen waren von Sicher­heits­ver­let­zungen betroffen, die erheb­liche repu­ta­ti­ons­be­zo­gene und finan­zi­elle Folgen hatten.

Diese Angriffe werden nicht nur immer häufiger, sondern auch immer raffi­nierter. Angreifer setzen mitt­ler­weile auf fort­schritt­liche Auto­ma­ti­sie­rung, gene­ra­tive Inhalte und Tools der künst­li­chen Intel­li­genz, um über­zeu­gende Phis­hing-Nach­richten in großem Umfang zu erstellen. Dieser Trend erhöht die Bedeu­tung proak­tiver und wider­stands­fä­higer Cyber­si­cher­heits­stra­te­gien.

Die Bedeu­tung von Resi­lienz in der Unter­neh­mens­stra­tegie

Für Unter­nehmen, die mit sensi­blen Trans­ak­tionen und perso­nen­be­zo­genen Daten umgehen, darf Cyber­si­cher­heit nicht als optional betrachtet werden. Wenn Unter­nehmen der Abwehr von Phis­hing keine Prio­rität einräumen, setzen sie sich recht­li­chen Risiken, finan­zi­ellen Strafen, Repu­ta­ti­ons­schäden und poten­zi­ellen behörd­li­chen Kontrollen aus.

Unter­nehmen, die in mehr­stu­fige Authen­ti­fi­zie­rung, E‑Mail-Sicher­heit, Endpunkt­schutz, Mitar­bei­ter­schu­lungen und struk­tu­rierte Pläne zur Reak­tion auf Vorfälle inves­tieren, sind besser in der Lage, sowohl ihre Kunden als auch ihren Ruf zu schützen. In einem wett­be­werbs­in­ten­siven digi­talen Markt wird Resi­lienz zuneh­mend zu einem Unter­schei­dungs­merkmal, das darüber entscheidet, welche Unter­nehmen Vertrauen und lang­fris­tiges Wachstum aufrecht­erhalten können.

Über Atlas­live

Atlas­live, früher bekannt als Atlas-IAC, hat im Mai 2024 eine Umfir­mie­rung vorge­nommen. Das Unter­nehmen ist ein B2B-Soft­ware­ent­wick­lungs­an­bieter, der sich auf multi­funk­tio­nale und auto­ma­ti­sierte Platt­formen spezia­li­siert hat, die zur Opti­mie­rung der Arbeits­ab­läufe von Sport­wetten- und Casi­no­be­trei­bern entwi­ckelt wurden.

Zu den wich­tigsten Elementen der Atlas­live-Platt­form gehören:

  • Sport­wet­ten­lö­sungen
  • Casi­no­in­te­gra­tion
  • Risi­ko­ma­nage­ment- und Betrugs­be­kämp­fungs-Tools
  • Kunden­be­zie­hungs­ma­nage­ment (CRM)
  • Bonus-Engine
  • Busi­ness-Analy­tics-Module
  • Zahlungs­sys­teme
  • Einzel­han­dels­modul

Atlas­live bietet weiterhin tech­no­lo­gi­sche Lösungen zur Verbes­se­rung der Effi­zienz, Sicher­heit und Skalier­bar­keit für iGaming-Betreiber. Das Unter­nehmen betont die Bedeu­tung der Sicher­heit nicht nur als Compli­ance-Maßnahme, sondern als grund­le­genden Bestand­teil eines nach­hal­tigen Wachs­tums in der Onlin­egam­ing­branche.

Haftungs­aus­schluss

Dieser Artikel dient ausschließ­lich zu Infor­ma­tions- und Diskus­si­ons­zwe­cken. Er wurde vom Atlas­live-Team für Marke­ting­zwecke zusam­men­ge­stellt und basiert auf öffent­lich zugäng­li­chen Quellen, die Atlas­live für zuver­lässig hält. Das Unter­nehmen über­nimmt jedoch keine Gewähr für die Rich­tig­keit oder Voll­stän­dig­keit der hierin enthal­tenen Infor­ma­tionen und über­nimmt keine Haftung für Verluste, die durch deren Verwen­dung entstehen. Dieses Doku­ment stellt weder eine recht­liche, finan­zi­elle oder geschäft­liche Bera­tung dar, noch ist es eine Auffor­de­rung zum Kauf oder Verkauf von Glücks­spiel­pro­dukten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist Phis­hing und warum ist es so gefähr­lich?
Phis­hing ist eine Form des Cyber­an­griffs, bei der Krimi­nelle sich als vertrau­ens­wür­dige Quellen ausgeben, um Personen dazu zu verleiten, vertrau­liche Daten preis­zu­geben. Es ist gefähr­lich, weil es Tech­no­lo­gien umgeht, indem es mensch­li­ches Verhalten ausnutzt.

Wie viele Phis­hing-Angriffe wurden Anfang 2025 gemeldet?
Die Anti-Phis­hing Working Group verzeich­nete im ersten Quartal 2025 1.003.924 Phis­hing-Angriffe, die höchste Zahl seit 2023.

Welche Bran­chen sind am stärksten von Phis­hing betroffen?
Tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen, Behörden, Finanz­dienst­leister und die iGaming-Branche gehören aufgrund ihrer Abhän­gig­keit von Online­trans­ak­tionen und sensi­blen Daten zu den am stärksten betrof­fenen Bran­chen.

Welche Rolle spielte Phis­hing bei der iGaming-Sicher­heits­ver­let­zung im Juli 2025?
Ein globaler Wett­kon­zern bestä­tigte, dass Phis­hing zu einer Sicher­heits­ver­let­zung beigetragen hat, bei der 800.000 Benut­zer­da­ten­sätze, darunter E‑Mail-Daten und Platt­form-Akti­vi­täts­pro­to­kolle, offen­ge­legt wurden.

Was ist Smis­hing?
Smis­hing ist Phis­hing über Text­nach­richten, bei dem Angreifer betrü­ge­ri­sche SMS versenden, um Benutzer dazu zu verleiten, auf bösar­tige Links zu klicken oder persön­liche Daten preis­zu­geben.

Was ist Vishing?
Vishing bezeichnet Phis­hing über Sprach­an­rufe, bei denen sich Angreifer als vertrau­ens­wür­dige Personen ausgeben, um Opfer dazu zu bringen, sensible Daten preis­zu­geben.

Wie können sich Unter­nehmen vor Phis­hing schützen?
Unter­nehmen sollten Multi-Faktor-Authen­ti­fi­zie­rung durch­setzen, E‑Mail-Sicher­heits­pro­to­kolle imple­men­tieren, Mitar­beiter schulen und klare Prozesse für die Reak­tion auf Vorfälle fest­legen.

Warum wird Phis­hing sowohl als mensch­li­ches als auch als tech­no­lo­gi­sches Problem ange­sehen?
Phis­hing-Angriffe nutzen das Vertrauen der Menschen aus und machen sich gleich­zeitig tech­ni­sche Schwä­chen zunutze, sodass für die Abwehr sowohl starke Systeme als auch gut infor­mierte Mitar­beiter erfor­der­lich sind.

Welche Rolle spielt Gover­nance in der Cyber­si­cher­heit?
Gover­nance stellt sicher, dass die Abwehr von Phis­hing zu einem festen und über­prüf­baren Bestand­teil der Unter­neh­mens­po­litik wird und nicht nur eine vorüber­ge­hende Initia­tive bleibt.

Warum wird erwartet, dass Phis­hing in Zukunft noch gefähr­li­cher wird?
Fort­schritte in der Auto­ma­ti­sie­rung und künst­li­chen Intel­li­genz ermög­li­chen es Angrei­fern, über­zeu­gen­dere Nach­richten in großem Umfang zu erstellen, was die Erken­nung erschwert und die Risiken erhöht.

Claire
Claire
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