GAMSTOP verzeichnet 31 Prozent Anstieg beim Jugend­schutz durch Selbst­aus­schluss

Date:

Die Land­schaft des Onlin­e­glücks­spiels entwi­ckelt sich ständig weiter. Immer mehr Spieler werden sich der Risiken bewusst, die mit exzes­sivem Glücks­spiel verbunden sind, und ergreifen proak­tive Maßnahmen, um ihr Wohl­ergehen zu schützen. Eine solche Initia­tive, die sich immer mehr durch­setzt, ist GAMSTOP, das natio­nale Selbst­aus­schluss­pro­gramm des Verei­nigten König­reichs, das Einzel­per­sonen dabei helfen soll, sich vom Onlin­e­glücks­spiel fern­zu­halten. Jüngste Berichte haben einen bemer­kens­werten Trend aufge­zeigt — eine Zunahme des Selbst­aus­schlusses bei jüngeren Verbrau­chern, insbe­son­dere bei den unter 25-Jährigen.

Im Jahr 2024 verzeich­nete GAMSTOP einen Anstieg von 31 % bei den 16- bis 24-Jährigen, die sich für den Dienst ange­meldet haben. Dies ist ein bedeu­tender Wandel im Verhalten der jüngeren Verbrau­cher, von denen viele im Rahmen ihrer Bemü­hungen, ihre Spiel­ge­wohn­heiten zu kontrol­lieren, auf Selbst­aus­schluss-Tools zurück­greifen. Da in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 große Sport­er­eig­nisse wie die Fußball-Euro­pa­meis­ter­schaft und die Olym­pi­schen Spiele statt­finden, spie­gelt der Anstieg des Selbst­aus­schlusses die brei­tere Bewe­gung hin zu einem verant­wor­tungs­vol­leren Spiel­ver­halten wider.

Dieser Artikel unter­sucht den stei­genden Trend des Selbst­aus­schlusses unter jungen Erwach­senen, analy­siert die von GAMSTOP bereit­ge­stellten regio­nalen Erkennt­nisse und betrachtet die weiter­ge­henden Auswir­kungen dieser Entwick­lungen auf den Verbrau­cher­schutz und die Glücks­spiel­in­dus­trie.

Der Anstieg des Selbst­aus­schlusses bei den unter 25-Jährigen

Der jähr­liche Anstieg der Anmel­dungen von Personen unter 25 Jahren ist auffal­lend. Allein in der zweiten Hälfte des Jahres 2024 stieg die Zahl der Personen zwischen 16 und 24 Jahren, die sich bei GAMSTOP regis­trierten, um 31 %. Auf diese Alters­gruppe entfallen nun 24 % aller Neuan­mel­dungen — fast jede vierte Person, die den Schritt zum Selbst­aus­schluss wagt. Dieser Wandel im Verbrau­cher­ver­halten zeigt, dass sich jüngere Erwach­sene zuneh­mend der poten­zi­ellen Risiken des Onlin­e­glücks­spiels bewusst werden und gleich­zeitig bereit sind, die Kontrolle über ihre Spiel­ge­wohn­heiten zu über­nehmen.

Dieser Trend spie­gelt nicht nur eine vorsich­ti­gere Heran­ge­hens­weise an das Glücks­spiel wider, sondern signa­li­siert auch einen Wandel in der gesell­schaft­li­chen Einstel­lung zu den Schäden des Glücks­spiels. Die detail­lierte Analyse regio­naler Daten durch GAMSTOP deutet darauf hin, dass der Selbst­aus­schluss in Gebieten, in denen glücks­spiel­be­dingte Schäden weiter verbreitet sind, immer häufiger vorkommt, was dazu beiträgt, die Inter­ven­ti­ons­be­mü­hungen dort zu konzen­trieren, wo sie am drin­gendsten benö­tigt werden.

Ein Rekord­jahr für GAMSTOP

Die zweite Hälfte des Jahres 2024 war eine der erfolg­reichsten Peri­oden in der Geschichte von GAMSTOP. Mit einem Anstieg der Regis­trie­rungen um 14 % im Vergleich zum Vorjahr verzeich­nete die Platt­form in diesem Zeit­raum ein Rekord­vo­lumen und wider­setzte sich damit dem typi­schen Trend, dass in der ersten Jahres­hälfte häufig höhere Regis­trie­rungen zu verzeichnen sind.

Zwischen dem Start im April 2018 und Ende 2024 haben sich insge­samt 532.484 Personen für GAMSTOP regis­triert, was mehr als 1 % der erwach­senen briti­schen Bevöl­ke­rung entspricht. Dies unter­streicht die wach­sende Aner­ken­nung der Bedeu­tung von Selbst­aus­schluss­in­stru­menten und der Rolle, die sie beim Schutz von Personen vor glücks­spiel­be­zo­genen Schäden spielen.

GAMSTOPs regio­nale Aufschlüs­se­lung: Zum Verständnis der Daten

Zum ersten Mal hat GAMSTOP eine einge­hende Analyse der Regis­trie­rungs­daten durch­ge­führt und diese regional aufge­schlüs­selt, um fest­zu­stellen, in welchen Gebieten der Anteil der Selbst­aus­schlüsse am höchsten ist. Diese Daten bieten wert­volle Einblicke in die Gebiete, in denen sich der Schaden durch Glücks­spiel am stärksten konzen­triert und wo die lokalen Behörden ihre Ressourcen einsetzen sollten, um eine maxi­male Wirkung zu erzielen.

Das Post­leit­zah­len­ge­biet mit dem höchsten Prozent­satz an Selbst­aus­schluss­re­gis­trie­rungen ist Hull (HU), wo sich 1,5 % der lokalen Bevöl­ke­rung für den Selbst­aus­schluss entschieden haben. Dicht darauf folgen Tees­side (TS) und Sunder­land (SR), wo jeweils 1,4 % der Bevöl­ke­rung die Dienste von GAMSTOP in Anspruch nehmen. Andere Gebiete, darunter Doncaster und Black­pool, gehören eben­falls zu den fünf Regionen mit den höchsten Selbst­aus­schluss­quoten.

Diese regio­nale Aufschlüs­se­lung ist beson­ders wert­voll, da sie es GAMSTOP ermög­licht, seine Dienste gezielter einzu­setzen und sicher­zu­stellen, dass Personen in Gebieten mit dem größten Bedarf die verfüg­baren Instru­mente zur Bekämp­fung von Glücks­spiel­schäden kennen.

Dauer des Selbst­aus­schlusses: Lang­fris­tige Verpflich­tung

In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 wählte fast die Hälfte (48 %) aller GAMSTOP-Regis­trierten die Option des fünf­jäh­rigen Selbst­aus­schlusses, die längste verfüg­bare Dauer. Dies zeugt von einem erheb­li­chen Enga­ge­ment für eine lang­fris­tige Selbst­re­gu­lie­rung und unter­streicht die zuneh­mende Aner­ken­nung der Notwen­dig­keit einer längeren Pause vom Glücks­spiel.

Zwar können sich Einzel­per­sonen auch für einen kürzeren Zeit­raum — etwa sechs Monate oder ein Jahr — vom Glücks­spiel ausschließen, doch entscheiden sich viele Verbrau­cher für eine längere Ausschluss­dauer, was mögli­cher­weise darauf zurück­zu­führen ist, dass die Schwere der Spiel­sucht und das lang­fris­tige Enga­ge­ment, das für einen wirk­samen Umgang damit erfor­der­lich ist, zuneh­mend aner­kannt werden.

Neue Option der auto­ma­ti­schen Verlän­ge­rung um fünf Jahre: Ein Schritt nach vorn

Als Reak­tion auf die Rück­mel­dungen der Nutzer hat GAMSTOP eine neue Option „5 Jahre mit auto­ma­ti­scher Verlän­ge­rung“ einge­führt, die es gefähr­deten Verbrau­chern ermög­licht, ihren Ausschluss nach dem ersten Zeit­raum auto­ma­tisch zu verlän­gern. Diese Funk­tion wurde entwi­ckelt, um den Prozess des Selbst­aus­schlusses naht­loser und dauer­hafter zu gestalten und sicher­zu­stellen, dass dieje­nigen, die es am nötigsten haben, weiterhin von dem Dienst profi­tieren können, ohne ihren Ausschluss manuell verlän­gern zu müssen.

Fiona Palmer, CEO von GAMSTOP, betonte die Bedeu­tung dieser neuen Option: „Die Einfüh­rung der auto­ma­ti­schen Fünf­jah­res­ver­län­ge­rung ist eine direkte Reak­tion auf das Feed­back der Nutzer. Wir sind immer auf der Suche nach Möglich­keiten, unsere Dienste zu verbes­sern und sicher­zu­stellen, dass gefähr­dete Personen die Instru­mente haben, die sie brau­chen, um sicher zu bleiben.“

Gezielte Aufklä­rung und Unter­stüt­zung für die jüngere Bevöl­ke­rungs­gruppe

Der sprung­hafte Anstieg der Regis­trie­rungen bei den 16- bis 24-Jährigen unter­streicht den Bedarf an geziel­teren Aufklä­rungs- und Unter­stüt­zungs­maß­nahmen für diese jüngere Bevöl­ke­rungs­gruppe. GAMSTOP hat sich in Zusam­men­ar­beit mit Orga­ni­sa­tionen wie Ygam und Gamcare aktiv an Studenten und junge Erwach­sene gewandt, um das Bewusst­sein für den Selbst­aus­schluss und andere verant­wor­tungs­volle Glücks­spiel­in­stru­mente zu schärfen. Diese Part­ner­schaften sind Teil eines umfas­sen­deren Bestre­bens, junge Menschen über die mit dem Glücks­spiel verbun­denen Risiken aufzu­klären und sie zu befä­higen, ihr Verhalten selbst in die Hand zu nehmen.

„Wir gehen dorthin, wo junge Menschen sind, um sicher­zu­stellen, dass sie sich der ihnen zur Verfü­gung stehenden Instru­mente bewusst sind“, so Palmer weiter. „Unser Ziel ist es, ihnen die nötige Unter­stüt­zung zu geben, damit sie fundierte Entschei­dungen treffen können und Glücks­spiel­schäden nicht zu einem lang­fris­tigen Problem werden.

Die Zukunft des Selbst­aus­schlusses: Stär­keres Bewusst­sein und besserer Zugang

Die Zukunft von GAMSTOP sieht viel­ver­spre­chend aus, denn immer mehr junge Menschen entscheiden sich für den Selbst­aus­schluss, um ihr Glücks­spiel zu kontrol­lieren. Das System wird ständig weiter­ent­wi­ckelt und bietet neue Funk­tionen und Dienste, die auf die Bedürf­nisse gefähr­deter Verbrau­cher zuge­schnitten sind. Es ist jedoch nach wie vor schwierig sicher­zu­stellen, dass dieje­nigen, die den Selbst­aus­schluss am drin­gendsten benö­tigen, von den verfüg­baren Diensten wissen.

Mit fort­lau­fenden Part­ner­schaften und gezielter Öffent­lich­keits­ar­beit wird GAMSTOP zu einem noch wich­ti­geren Bestand­teil der Bekämp­fung von Glücks­spiel­schäden im Verei­nigten König­reich. Da immer mehr Menschen proak­tive Schritte unter­nehmen, um sich selbst zu schützen, wird die Platt­form weiter wachsen und dazu beitragen, dass Menschen aller Alters­gruppen die Ressourcen haben, die sie brau­chen, um sicher zu bleiben.

Fazit

Der sprung­hafte Anstieg der Selbst­aus­schluss­re­gis­trie­rungen bei den 16- bis 24-Jährigen ist ein Zeichen für einen posi­tiven Wandel in der Einstel­lung zum verant­wor­tungs­vollen Glücks­spiel im Verei­nigten König­reich. Da immer mehr junge Menschen die Bedeu­tung von Selbst­aus­schluss­in­stru­menten wie GAMSTOP erkennen, wird das System zu einem wesent­li­chen Bestand­teil des Verbrau­cher­schutzes in der Onlin­e­glücks­spiel­branche. Durch die Auswei­tung seiner Dienste und die Konzen­tra­tion auf regio­nale Erkennt­nisse ist GAMSTOP gut posi­tio­niert, um gefähr­dete Verbrau­cher weiterhin zu unter­stützen und ihnen zu helfen, infor­mierte Entschei­dungen über ihr Spiel­ver­halten zu treffen.

FAQs

Was ist GAMSTOP, und wie hilft es den Verbrau­chern?
GAMSTOP ist das natio­nale Selbst­aus­schluss­pro­gramm des Verei­nigten König­reichs für Onlin­e­glücks­spiele, mit dem Verbrau­cher ihren Zugang zu Glücks­spiel­web­sites und ‑Apps für einen bestimmten Zeit­raum einschränken können.

Wie hat sich der Selbst­aus­schluss bei den unter 25-Jährigen in den letzten Jahren verän­dert?
Im Jahr 2024 gab es einen Anstieg der Selbst­aus­schluss­re­gis­trie­rungen bei Personen im Alter von 16–24 Jahren um 31 %, was auf ein wach­sendes Bewusst­sein für die mit Glücks­spielen verbun­denen Risiken hindeutet.

Wie lang ist die längste auf GAMSTOP verfüg­bare Dauer des Selbst­aus­schlusses?
Die längste auf GAMSTOP verfüg­bare Dauer des Selbst­aus­schlusses beträgt fünf Jahre, wobei im Jahr 2024 eine Option zur auto­ma­ti­schen Verlän­ge­rung einge­führt wird.

Welchen Nutzen hat die regio­nale Aufschlüs­se­lung der Daten in GAMSTOP für die lokalen Behörden?
Anhand der regio­nalen Daten können die Kommu­nal­be­hörden die Gebiete mit den höchsten Selbst­aus­schluss­quoten ermit­teln und so ihre Dienst­leis­tungen und Unter­stüt­zung gezielter einsetzen.

Wie viel Prozent der bei GAMSTOP regis­trierten Personen entscheiden sich für einen fünf­jäh­rigen Ausschluss?
In der zweiten Hälfte des Jahres 2024 entschieden sich 48 % der GAMSTOP-Regis­trierten für die Option des fünf­jäh­rigen Selbst­aus­schlusses.

Warum hat GAMSTOP die Option der auto­ma­ti­schen Verlän­ge­rung um fünf Jahre einge­führt?
Die Option der auto­ma­ti­schen Verlän­ge­rung um fünf Jahre wurde als Reak­tion auf das Feed­back der Nutzer einge­führt, um einen naht­lo­seren und konti­nu­ier­li­cheren Selbst­aus­schluss­pro­zess zu ermög­li­chen.

Welche Gebiete im Verei­nigten König­reich weisen die höchsten Regis­trie­rungs­raten für den Selbst­aus­schluss auf?
Hull (HU), Tees­side (TS) und Sunder­land (SR) gehören zu den Gebieten mit den höchsten Selbst­aus­schluss­quoten, wobei in Hull 1,5 % der lokalen Bevöl­ke­rung regis­triert sind.

Wie unter­stützt GAMSTOP schutz­be­dürf­tige Verbrau­cher?
GAMSTOP stellt Instru­mente wie den Selbst­aus­schluss zur Verfü­gung, um gefähr­deten Verbrau­chern zu helfen, eine Pause vom Glücks­spiel einzu­legen, Schaden zu verhin­dern und die lang­fris­tige Gene­sung zu unter­stützen.

Welche Rolle spielen Orga­ni­sa­tionen wie Ygam und Gamcare bei der Förde­rung von GAMSTOP?
Diese Orga­ni­sa­tionen arbeiten mit GAMSTOP zusammen, um junge Menschen, insbe­son­dere Studenten, für die Risiken des Glücks­spiels zu sensi­bi­li­sieren und sie über die zur Verfü­gung stehenden Instru­mente aufzu­klären.

Wie kann ich mich für den Selbst­aus­schluss­dienst von GAMSTOP anmelden?
Einzel­per­sonen können sich auf der Website von GAMSTOP anmelden. Dort können sie die Dauer ihres Selbst­aus­schlusses auswählen und den Prozess der Glücks­spiel­pause einleiten.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

Share post:

Subscribe

Popular

More like this
Related

LinkedIn-Konto­ein­schrän­kungen brau­chen trans­pa­rente Einsprüche

Meinung: LinkedIn-Kontoeinschränkungen können berufliche Identität und Geschäftszugang unterbrechen; nötig sind verlässliche Prüfung, klare Begründungen und menschliche Einsprüche.

Wie synthe­ti­scher Hebel den Bitcoin Preis beein­flusst

Wie synthetischer Hebel den Bitcoin-Preis prägt, warum Papiermärkte die Knappheit übersteuern und wie Derivate die Marktstabilität beeinflussen.

Bet3000 Lizenz­fall: GGL prüft Hinweise von Wett­be­wer­bern

Am 26. Juli 2024 um 12:15 Uhr ging bei namentlich genannten Beamten der deutschen Glücksspielaufsichtsbehörde eine E-Mail ein. Der Absender, Dr. Damir Böhm, gab an, Informationen aus dem Kreis der Wettvermittler erhalten zu haben. Den Spielern werde angeblich mitgeteilt, sie könnten Geld in Wettbüros einzahlen, die nicht mehr unter Bet3000 aktiv seien, und diese Gelder auf tipgo.eu einsetzen. Die E-Mail schloss mit einem vorsichtigen Vorschlag: Vielleicht könne die GGL die Informationen mit eigenen Mitteln überprüfen.

Glücks­spiel­schäden in Schweden und Spie­ler­schutz für junge Männer

Schweden hat eine staatliche Untersuchung zum Glücksspielverhalten von Kindern und jungen Erwachsenen eingeleitet, da die Besorgnis über die schädlichen Auswirkungen des Glücksspiels, insbesondere bei Jungen und jungen Männern, zunimmt. Die am 3. September 2026 angekündigte Untersuchung soll untersuchen, wie sich das Glücksspielverhalten entwickelt, und Maßnahmen ermitteln, die den Schutz jüngerer Menschen stärken könnten.