FATF aktua­li­siert Liste hoch­ris­kanter Juris­dik­tionen

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Die däni­sche Glücks­spiel­be­hörde (#DGA) hat vor kurzem die Aufmerk­sam­keit auf die aktua­li­sierten Listen der Finan­cial Action Task Force (FATF) von Ländern mit hohem Risiko gelenkt, insbe­son­dere auf die Graue Liste und die Schwarze Liste. Diese Listen kate­go­ri­sieren Länder nach dem Grad ihres Risikos in Bezug auf #Geld­wä­sche und Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung. Die DGA unter­streicht die Bedeu­tung dieser Listen für #Glücks­spiel­be­treiber bei der Bewer­tung der Risi­ko­pro­file ihrer Spieler.

Zum Verständnis der FATF-Listen der Hoch­ri­siko-Länder

Die 1989 gegrün­dete FATF ist ein inter­na­tio­nales Regie­rungs­gre­mium, das sich der Formu­lie­rung von Stra­te­gien zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche und der Finan­zie­rung des Terro­rismus widmet. Sie aktua­li­siert in regel­mä­ßigen Abständen Listen von Ländern, die aufgrund unzu­rei­chender Maßnahmen gegen diese ille­galen Akti­vi­täten als hoch­ris­kant einge­stuft werden. Die beiden Haupt­listen sind:

  • Graue Liste: Länder, die verstärkt über­wacht werden.
  • Schwarze Liste: Gerichts­bar­keiten, bei denen Hand­lungs­be­darf besteht.

Die Graue Liste

Die Graue Liste umfasst Länder, die aktiv mit der FATF zusam­men­ar­beiten, um stra­te­gi­sche Mängel in ihren Rege­lungen zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche (AML) und der Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung (CTF) zu beheben. Diese Länder stellen jedoch nach wie vor ein Risiko dar und unter­liegen daher einer verstärkten Kontrolle. Die derzei­tigen Länder auf der Grauen Liste sind:

  • Bulga­rien
  • Burkina Faso
  • Kamerun
  • Kroa­tien
  • Demo­kra­ti­sche Repu­blik Kongo (DRC)
  • Haiti
  • Kenia
  • Mali
  • Monaco
  • Mosambik
  • Namibia
  • Nigeria
  • Phil­ip­pinen
  • Senegal
  • Süd-Afrika
  • Südsudan
  • Syrien
  • Tansania
  • Vene­zuela
  • Vietnam
  • Jemen

Die Schwarze Liste

Die Schwarze Liste hingegen umfasst Länder, die nicht koope­rativ sind und aufgrund ihrer schwer­wie­genden Mängel bei den Maßnahmen zur Bekämp­fung von Geld­wä­sche und Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung ein erheb­li­ches Risiko darstellen. Die Länder auf der Schwarzen Liste sind:

  • Demo­kra­ti­sche Volks­re­pu­blik Korea (Nord­korea)
  • Iran
  • Myanmar

Auswir­kungen für Glücks­spiel­an­bieter

Glücks­spiel­an­bieter in Däne­mark sind verpflichtet, die FATF-Listen der risi­ko­rei­chen Länder in ihre Risi­ko­be­wer­tungen für Spieler einzu­be­ziehen. Gemäß Abschnitt 17(1) des däni­schen Gesetzes über die Bekämp­fung der Geld­wä­sche müssen Glücks­spiel­an­bieter, wenn ein Spieler als risi­ko­reich einge­stuft wird, eine verstärkte Sorg­falts­pflicht gegen­über dem Kunden (EDD) durch­führen. Diese verschärfte Prüfung zielt darauf ab, das Risiko zu verrin­gern, dass der Glücks­spiel­sektor für Geld­wä­sche oder Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung genutzt wird.

Erhöhte Sorg­falts­pflicht gegen­über Kunden (EDD)

Die verstärkte Sorg­falts­pflicht gegen­über Kunden umfasst einen stren­geren Bewer­tungs­pro­zess als die normale Sorg­falts­pflicht. Sie umfasst in der Regel:

  • Eine detail­lierte Über­prü­fung der Iden­tität des Spie­lers.
  • Analyse des finan­zi­ellen Hinter­grunds des Spie­lers und seiner Geld­quelle.
  • Laufende Über­wa­chung der Trans­ak­tionen und Akti­vi­täten des Spie­lers.
  • In Anhang 3 des AML-Gesetzes sind Hoch­ri­si­ko­fak­toren aufge­führt, zu denen auch die FATF-Listen der Hoch­ri­si­ko­länder gehören. Glücks­spiel­be­treiber müssen diese
  • Faktoren bei der Bewer­tung des Spie­l­er­ri­sikos berück­sich­tigen.

EU-Verord­nung über Hoch­ri­siko-Dritt­länder

Es ist wichtig zu beachten, dass EDD nicht auto­ma­tisch für Spieler aus Ländern erfor­der­lich ist, die auf der Grauen oder Schwarzen Liste der FATF stehen. Statt­dessen ist EDD für Spieler aus Ländern vorge­schrieben, die in der EU-Verord­nung über Dritt­länder mit hohem Risiko aufge­führt sind, gemäß Abschnitt 17(2) des däni­schen AML-Gesetzes. In dieser EU-Verord­nung werden speziell Nicht-EU-Länder genannt, die erheb­liche Risiken für das Finanz­system darstellen.

Schluss­fol­ge­rung

Die Fokus­sie­rung der däni­schen Glücks­spiel­be­hörde auf die über­ar­bei­teten Listen der Hoch­ri­si­ko­länder durch die FATF unter­streicht die zentrale Rolle, die diese Listen bei der Aufrecht­erhal­tung der Inte­grität der Glücks­spiel­in­dus­trie spielen. Durch die Einhal­tung dieser Leit­li­nien können Glücks­spiel­be­treiber sich selbst und ihre Spieler besser vor der Bedro­hung durch Geld­wä­sche und Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung schützen. Die laufende Über­wa­chung und die strengen Risi­ko­be­wer­tungs­pro­zesse sind für die Aufrecht­erhal­tung der Sicher­heit und Vertrau­ens­wür­dig­keit der Glücks­spiel­branche in Däne­mark von entschei­dender Bedeu­tung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die Finan­cial Action Task Force (FATF)?
Die FATF ist eine zwischen­staat­liche Orga­ni­sa­tion, die Stra­te­gien zur Bekämp­fung von Geld­wä­sche und Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung entwi­ckelt.

Was sind die FATF-Listen der Hoch­ri­si­ko­länder?
Zu den FATF-Listen mit hohem Risiko gehören die Graue Liste (Länder, die verstärkt über­wacht werden) und die Schwarze Liste (Länder, bei denen Hand­lungs­be­darf besteht).

Warum sind die FATF-Listen für Glücks­spiel­an­bieter wichtig?
Glücks­spiel­an­bieter nutzen diese Listen, um die Risi­ko­pro­file ihrer Spieler zu bewerten und gege­be­nen­falls eine verstärkte Sorg­falts­pflicht gegen­über ihren Kunden durch­zu­führen.

Was ist die Graue Liste?
Die Graue Liste enthält Länder, die mit der FATF zusam­men­ar­beiten, um Mängel in ihren AML- und CTF-Maßnahmen zu beheben.

Was ist die Schwarze Liste?
Die Schwarze Liste umfasst Länder, die nicht koope­rativ sind und aufgrund schwer­wie­gender Mängel in ihren AML- und CTF-Maßnahmen ein erheb­li­ches Risiko darstellen.

Welche Länder stehen auf der Grauen Liste?
Zu den Ländern auf der Grauen Liste gehören Bulga­rien, Burkina Faso, Kamerun, Kroa­tien, DR Kongo, Haiti, Kenia, Mali, Monaco, Mosambik, Namibia, Nigeria, Phil­ip­pinen, Senegal, Südafrika, Südsudan, Syrien, Tansania, Vene­zuela, Vietnam und Jemen.

Welche Länder stehen auf der Schwarzen Liste?
Die Schwarze Liste umfasst Nord­korea, Iran und Myanmar.

Was ist eine verstärkte Sorg­falts­pflicht gegen­über Kunden (EDD)?
Die erwei­terte Sorg­falts­pflicht ist ein stren­gerer Bewer­tungs­pro­zess als die normale Sorg­falts­pflicht, der eine detail­lierte Über­prü­fung der Iden­tität, des finan­zi­ellen Hinter­grunds und eine laufende Über­wa­chung umfasst.

Wann ist eine EDD für Glücks­spiel­an­bieter erfor­der­lich?
EDD ist erfor­der­lich, wenn ein Spieler auf der Grund­lage der Hoch­ri­si­ko­fak­toren in Anhang 3 des AML-Gesetzes als hoch­ris­kant einge­stuft wird oder wenn er aus einem Land stammt, das in der EU-Verord­nung über hoch­ris­kante Dritt­länder aufge­führt ist.

Was ist der Zweck des däni­schen AML-Gesetzes?
Das däni­sche AML-Gesetz zielt darauf ab, Geld­wä­sche und Terro­ris­mus­fi­nan­zie­rung zu verhin­dern, indem es Anfor­de­rungen an die Sorg­falts­pflicht und Risi­ko­be­wer­tungen für Glücks­spiel­an­bieter fest­legt.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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