Gerichts­ab­läufe im Fall Evolu­tion gegen Black Cube im Tran­skript

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Verän­derte Dynamik im Gerichts­saal in der Rechts­sache Evolu­tion gegen Black Cube: Ein genauerer Blick auf das Proto­koll vom Dezember

Das kürz­lich veröf­fent­lichte Proto­koll der Verhand­lung vom 10. Dezember 2025 in der Rechts­sache Evolu­tion AB gegen Marra, Black Cube und andere hat mehrere Aspekte des Rechts­streits geklärt und gezeigt, inwie­weit prozes­suale Span­nungen den Rechts­streit prägen. Das über hundert Seiten umfas­sende Doku­ment bietet einen seltenen Einblick darin, wie das Gericht die Fragen der Beweis­auf­nahme angeht, wie jede Partei ihren Stand­punkt darlegt und wie sich der Fall im Vorfeld der bevor­ste­henden UPEPA-Verhand­lung entwi­ckeln könnte.

Diese Analyse konzen­triert sich ausschließ­lich auf das, was in der öffent­li­chen Verhand­lung disku­tiert wurde. Malta Media behauptet nicht, dass die Behaup­tungen wahr sind. Statt­dessen fassen wir die von den Anwälten vorge­brachten Argu­mente, die Fragen des Gerichts und die im Proto­koll doku­men­tierten verfah­rens­recht­li­chen Entwick­lungen zusammen und stellen sie in einen Zusam­men­hang.

Eine detail­lierte Diskus­sion der Zahlungs­struk­turen

Eines der zentralen Themen der Verhand­lung war die Offen­le­gung von Zahlungs­in­for­ma­tionen. Evolu­tion argu­men­tierte, dass die bisher erhal­tenen Offen­le­gungen unvoll­ständig seien und nicht der Offen­le­gungs­an­ord­nung vom September 2025 entsprä­chen. Der Anwalt von Evolu­tion erklärte, dass es zusätz­liche Rech­nungen und Zahlungen gebe, darunter auch soge­nannte „Erfolgs­ge­bühren“, die an Ergeb­nisse wie Medi­en­be­richt­erstat­tung oder regu­la­to­ri­sches Inter­esse geknüpft seien. Der Anwalt von Black Cube bestritt die Exis­tenz dieser Zahlungen nicht, bot jedoch eine alter­na­tive Darstel­lung an und erklärte, dass Gebüh­ren­struk­turen, die an beruf­liche Meilen­steine geknüpft sind, in vielen Dienst­leis­tungs­ver­trägen, einschließ­lich Rechts­dienst­leis­tungs­ver­trägen, üblich seien.

Der Richter hörte sich beide Inter­pre­ta­tionen an, konzen­trierte sich jedoch weiterhin auf die verfah­rens­recht­liche Frage, ob die Infor­ma­tionen in den Geltungs­be­reich der vorhe­rigen Offen­le­gungs­an­ord­nung des Gerichts fielen. Seine Kommen­tare deuten darauf hin, dass der Umfang der Anord­nung, insbe­son­dere der Ausdruck „im Zusam­men­hang mit der Unter­su­chung oder dem Bericht”, bei der Entschei­dung darüber, was vorge­legt werden muss, sorg­fältig ausge­legt werden wird.

Finan­zie­rung der Vertei­di­gung während der münd­li­chen Verhand­lung ange­spro­chen

Ein weiteres bemer­kens­wertes Element war die Aussage von Evolu­tion, dass Play­tech, ein Dritter und kommer­zi­eller Wett­be­werber, die Rechts­kosten für die Beklagten finan­ziere. Der Anwalt von Black Cube hat dies in der Mitschrift nicht direkt bestritten. Das Gericht hat zu diesem Punkt keine Fest­stel­lung getroffen, aber der Austausch hebt ein wich­tiges Thema für die bevor­ste­hende Anti-SLAPP-Analyse hervor: ob der Rechts­streit Teil einer umfas­sen­deren Handels­strei­tig­keit ist oder eindeutig unter die geschützte Peti­ti­ons­ak­ti­vität fällt.

Wie bei vielen Aspekten der Verhand­lung verzich­tete der Richter darauf, Schluss­fol­ge­rungen zu ziehen. Statt­dessen betonte er, dass beide Seiten vor der nächsten Phase des Verfah­rens die Sach­ver­halts­auf­stel­lung vervoll­stän­digen müssen.

Bedenken der Justiz hinsicht­lich Verzö­ge­rungen und Umfang der Beweis­auf­nahme

Der Richter äußerte sich deut­lich besorgt über den Zeit­auf­wand, den Meinungs­ver­schie­den­heiten bei der Beweis­auf­nahme verur­sa­chen. Er wies auf die unge­wöhn­lich lange Dauer der Vorphase hin und bekräf­tigte, dass die Beweis­auf­nahme in New Jersey umfas­send und liberal sein sollte, sofern sie nicht durch eine bestimmte Regel oder Anord­nung einge­schränkt ist. Er signa­li­sierte auch, dass das Gericht eine zeit­nahe und voll­stän­dige Einhal­tung der Anwei­sungen zur Vorlage von Doku­menten erwartet.

Dieses Thema zieht sich durch das gesamte Proto­koll. Jedes Mal, wenn das Gericht auf dieses Thema zurückkam, lag der Schwer­punkt auf Effi­zienz und Klar­heit und nicht auf einer Bewer­tung der Sach­lage. Es ist offen­sicht­lich, dass der Richter beab­sich­tigt, die bevor­ste­hende UPEPA-Anhö­rung im Zeit­plan zu halten, und Verzö­ge­rungen bei der Offen­le­gung als Hindernis für dieses Ziel ansieht.

Erläu­te­rungen zu früheren vorläu­figen Bewer­tungen

Das Proto­koll enthält Passagen, in denen der Richter frühere Äuße­rungen aus früheren Anhö­rungen erläu­tert. Diese Erläu­te­rungen beziehen sich auf seine vorläu­figen Ansichten zur Verfah­rens­lage und nicht auf die zugrunde liegende Verleum­dungs­klage. Das Gericht betonte, dass es sich hierbei nicht um Fest­stel­lungen zur Sache handele und dass sie von keiner der Parteien als solche behan­delt werden sollten. Die Äuße­rungen des Rich­ters scheinen darauf abzu­zielen, zu verhin­dern, dass eine der beiden Seiten im Verlauf des Rechts­streits die Auswir­kungen früherer Bemer­kungen über­be­wertet.

Die Rolle künf­tiger Vertrau­lich­keits­be­grün­dungen

Eine weitere wich­tige Entwick­lung betrifft die Vertrau­lich­keit. Das Gericht wies Evolu­tion an, eine klare Begrün­dung für die Vertrau­lich­keits­ver­merke auf bestimmten Doku­menten vorzu­legen. Dieser Schritt ist Teil der umfas­sen­deren Bemü­hungen, sicher­zu­stellen, dass beide Seiten Zugang zu den Beweis­mit­teln haben, die sie für die UPEPA-Anhö­rung benö­tigen. Der Richter wies darauf hin, dass dies schnell erfolgen sollte, um Verzö­ge­rungen im Zeit­plan zu vermeiden. Dies zeigt, dass das Gericht bei der Verwal­tung der Beweis­auf­nahme sowohl auf Trans­pa­renz als auch auf Verhält­nis­mä­ßig­keit achtet.

Die Gesamt­bi­lanz der Anhö­rung

Obwohl der Richter während dieser Sitzung keine Entschei­dung in der Sache getroffen hat, gingen aus dem Proto­koll bestimmte Dyna­miken klar hervor.

Evolu­tion gelang es, die Aufmerk­sam­keit des Gerichts auf den Umfang fehlender oder unvoll­stän­diger Zahlungs­auf­zeich­nungen zu lenken und die Bedeu­tung dieser Unter­lagen für seine Vertei­di­gung hervor­zu­heben. Black Cube seiner­seits erläu­terte seine Ausle­gung der Offen­le­gungs­an­ord­nung und legte dar, warum es seine Offen­le­gungen für ausrei­chend hielt. Der Richter schloss sich keiner der beiden Inter­pre­ta­tionen unein­ge­schränkt an, äußerte jedoch seine Besorgnis darüber, dass die Offen­le­gung ohne unnö­tige Hinder­nisse erfolgen müsse.

Der Gesamt­ein­druck der Anhö­rung ist, dass das Gericht zuneh­mend entschlossen ist, die noch offenen Fragen zur Offen­le­gung zu klären. Dies bedeutet nicht, dass es sich in der Sache für die eine oder andere Seite ausspricht, sondern deutet darauf hin, dass das Verfah­rens­mo­mentum derzeit zugunsten der Partei ist, die Klar­heit, Unter­lagen und die recht­zei­tige Einhal­tung der Anwei­sungen des Gerichts vorweisen kann.

Was als Nächstes geschieht

Die Anhö­rung schafft die Voraus­set­zungen für einen struk­tu­rier­teren und zeit­lich begrenzten Ansatz für das UPEPA-Verfahren. Das Gericht erwartet von beiden Seiten, dass sie Vertrau­lich­keits­fragen umge­hend klären, ausste­hende Offen­le­gungen vornehmen und sich auf eine sach­liche Analyse vorbe­reiten, ob die ange­foch­tenen Aussagen unter die geschützte Peti­ti­ons­ak­ti­vität fallen oder ob Evolu­tion die erfor­der­li­chen Anscheins­be­weise vorlegen kann, um fort­zu­fahren.

Klar ist, dass der Rechts­streit weiterhin die Aufmerk­sam­keit der Branche auf sich ziehen wird. Die in diesem Proto­koll aufge­wor­fenen Fragen gehen über den konkreten Fall hinaus und berühren weiter­ge­hende Themen im Zusam­men­hang mit Wett­be­werbs­in­for­ma­tionen, der Ausla­ge­rung von Ermitt­lungen und der Wech­sel­wir­kung zwischen Handels­strei­tig­keiten und Vertei­di­gungen im öffent­li­chen Inter­esse.

Malta Media wird die Entwick­lungen weiter verfolgen, wenn das Gericht zur nächsten Phase über­geht.

FAQs

Worum geht es in dem Fall Evolu­tion gegen Black Cube?
In diesem Fall verklagt Evolu­tion AB Black Cube und andere, wobei der Schwer­punkt auf Strei­tig­keiten über die Offen­le­gung von Beweis­mit­teln, die Offen­le­gung von Zahlungen und allge­mei­neren Fragen des Handels­rechts liegt.

Welche Bedeu­tung hatte die Anhö­rung vom 10. Dezember 2025?
Die Anhö­rung klärte die Verfah­rens­dy­namik, die Offen­le­gung von Zahlungen und die Vertrau­lich­keits­an­for­de­rungen und berei­tete damit den Weg für die bevor­ste­hende UPEPA-Anhö­rung.

Was sind die wich­tigsten Themen, die in der Mitschrift behan­delt werden?
Zu den wich­tigsten Themen gehören unvoll­stän­dige Offen­le­gungen von Zahlungen, Vertrau­lich­keits­be­grün­dungen, Dritt­fi­nan­zie­rungen, der Umfang der Offen­le­gung und Verfah­rens­ver­zö­ge­rungen.

Warum hat Evolu­tion Bedenken hinsicht­lich der Zahlungs­auf­zeich­nungen geäu­ßert?
Evolu­tion behaup­tete, dass die Offen­le­gungen von Black Cube unvoll­ständig seien, insbe­son­dere in Bezug auf „Erfolgs­ge­bühren“, die an Ergeb­nisse wie Medi­en­be­richt­erstat­tung oder regu­la­to­ri­sches Inter­esse geknüpft sind.

Hat das Gericht während der Anhö­rung Entschei­dungen in der Sache getroffen?
Nein, das Gericht konzen­trierte sich auf Verfah­rens­fragen und die Einhal­tung von Offen­le­gungs­an­ord­nungen, ohne die mate­ri­ellen Ansprüche zu beur­teilen.

Welche Rolle spielt die Vertrau­lich­keit in dem Verfahren?
Das Gericht wies Evolu­tion an, die Vertrau­lich­keits­be­stim­mungen für Doku­mente zu begründen, um Trans­pa­renz zu gewähr­leisten und beiden Seiten Zugang zu den erfor­der­li­chen Beweis­mit­teln zu ermög­li­chen.

Wie wirkt sich die Finan­zie­rung durch Dritte auf den Fall aus?
Evolu­tion hob hervor, dass Play­tech die Rechts­kosten der Beklagten finan­ziert habe, was Fragen darüber aufwirft, ob es sich bei dem Rechts­streit um umfas­sen­dere Handels­strei­tig­keiten oder um geschützte Peti­ti­ons­ak­ti­vi­täten handelt.

Welche Bedenken äußerte der Richter hinsicht­lich der Offen­le­gung?
Der Richter betonte Effi­zienz, frist­ge­rechte Einhal­tung und eine weit­rei­chende, libe­rale Offen­le­gung und wies darauf hin, dass Verzö­ge­rungen den Fort­gang der UPEPA-Anhö­rung behin­dern könnten.

Was ist die UPEPA-Anhö­rung und warum ist sie wichtig?
In der UPEPA-Anhö­rung wird geprüft, ob die ange­foch­tenen Aussagen unter den Schutz der Peti­ti­ons­ak­ti­vität fallen und ob Evolu­tion einen Anscheins­be­weis für die Fort­set­zung des Verfah­rens erbringen kann.

Was können Bran­chen­be­ob­achter aus diesem Proto­koll lernen?
Das Proto­koll gibt Aufschluss über die Verfah­rens­stra­tegie, die Rolle der Ausla­ge­rung von Ermitt­lungen, Strei­tig­keiten im Bereich der Wirt­schafts­in­for­ma­tionen und die Bedeu­tung der Doku­men­ta­tion in Rechts­strei­tig­keiten.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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