Curaçao Bera­tungs­af­färe wirft Fragen zum 3,4 Millionen Euro CGA Vertrag auf

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Die 3,4‑Millionen-Euro-Beratungsaffäre auf Curaçao: Die Fragen, die Herr Mario Galea und Frau Aideen Shortt nicht beant­wortet haben!

Herr Charles Cooper machte Random Consul­ting Limited ein riesiges Geschenk, als er behaup­tete, dass das in Malta ansäs­sige Bera­tungs­un­ter­nehmen jedes Jahr 8,3 Millionen kari­bi­sche Gulden – etwa 4 Millionen Euro – von der Glücks­spiel­be­hörde von Curaçao erhalten würde. Die Zahl war falsch, Herr Mario Galea hatte das Recht, sie zu korri­gieren, und jede Publi­ka­tion, die sie als fest­ste­hende jähr­liche Zahlung wieder­ge­geben hat, sollte sie eben­falls korri­gieren. Herr Galea und Random Consul­ting haben inzwi­schen offen­ge­legt, dass das Unter­nehmen zwischen 2022 und 2025 3.426.406 € erhalten hat.

Die Korrektur der Rechen­fehler des Minis­ters erklärt jedoch nicht den Vertrag. Sie erklärt nicht, wie Random Consul­ting ausge­wählt wurde, ob es eine Ausschrei­bung gab, wie die Hono­rare berechnet wurden, welche öffent­liche Stelle den Auftrag im Jahr 2022 geneh­migt hat oder warum fast drei Viertel des gesamten offen­ge­legten Betrags im Jahr 2025 gezahlt wurden. Sie erklärt auch nicht, warum der neue Aufsichtsrat der CGA selbst so heftigen Einspruch gegen den Haus­halt 2026 der Regu­lie­rungs­be­hörde erhob, dass der Finanz­mi­nister einge­schaltet wurde und eine unab­hän­gige Verwal­tungs­un­ter­su­chung ausge­löst wurde.

Frau Aideen Shortt, die öffent­lich als Marke­ting- und PR-Bera­terin der CGA vorge­stellt wurde, reagierte auf die Kontro­verse, indem sie das Recht auf Gegen­dar­stel­lung von Random Consul­ting hervorhob und Teilen der Medien vorwarf, zuzu­lassen, dass „eine Lüge“ so lange „gewa­schen“ werde, bis sie den Anschein der Wahr­heit erhalte. Sie bezeich­nete die Bericht­erstat­tung als „unver­ant­wort­liche Farce“, verschwieg den Lesern jedoch, dass sie zuvor als Part­nerin und Bera­terin bei Random Consul­ting tätig war und öffent­lich als Lebens­part­nerin von Herrn Galea beschrieben wurde. Diese Verbin­dungen beweisen zwar nicht, dass etwas Unzu­läs­siges geschehen ist, doch machen sie ihr Versäumnis, sie offen­zu­legen, weitaus inter­es­santer als ihre Empö­rung.

Die aktu­elle behörd­liche Unter­su­chung bringt Curaçao zudem zurück zu Fragen, die vor fast zwei Jahren erst­mals vom Finanz­ermittler Drs. Luigi Faneyte aufge­worfen wurden. In seiner rund 400 Seiten starken Straf­an­zeige nannte er Herrn Galea, Frau Shortt und weitere Personen im Zusam­men­hang mit der Glücks­spiel­re­form und warf ihnen schwer­wie­gendes krimi­nelles Verhalten vor. Diese Vorwürfe sind nach wie vor unbe­wiesen, Teile seiner Beweise wurden heftig ange­fochten, und Malta Media selbst wies einen beson­ders umstrit­tenen Versuch zurück, Herrn Galeas Stimme auf einer Aufnahme zu iden­ti­fi­zieren. Was mit der umfas­senden Anzeige geschah, nachdem die Staats­an­walt­schaft von Curaçao deren Eingang bestä­tigt hatte, wurde nie öffent­lich erklärt.

Nun sind einige der in diesem umfang­rei­chen Dossier enthal­tenen Fragen zur Regie­rungs­füh­rung aus einer völlig anderen Quelle wieder aufge­taucht. Sie stammen nicht mehr nur von Drs. Faneyte, einem Oppo­si­ti­ons­po­li­tiker oder von Jour­na­listen, die seit Jahren die Umstruk­tu­rie­rung der Regu­lie­rungs­be­hörden auf Curaçao hinter­fragen. Sie kommen aus dem Inneren der Aufsichts­struktur der Regu­lie­rungs­be­hörde selbst.

Eine falsche Nummer wurde zu einem sehr nütz­li­chen Schutz­schild

Das „Antil­liaans Dagblad“ stellte fest, dass der Betrag von 8,3 Millionen Gulden im Haus­halt 2026 der CGA aufge­führt war und umfasste umfas­sen­dere Inves­ti­tionen und Ausgaben im Zusam­men­hang mit der fort­ge­setzten Umset­zung der Natio­nalen Verord­nung über Glücks­spiele, bekannt als LOK. Er konnte nicht zutref­fend als jähr­liche Zahlung des gesamten Betrags an Random Consul­ting beschrieben werden.

Herr Coopers Umgang mit den Infor­ma­tionen war nach­lässig. Ein Finanz­mi­nister sollte keine umstrit­tene Haus­halts­zahl nehmen, sie öffent­lich mit einem nament­lich genannten Unter­nehmen und einer Person in Verbin­dung bringen und brisante Fragen stellen, bevor er sich verge­wis­sert hat, was die Zahl tatsäch­lich bedeutet. Sein Fehler lieferte Herrn Galea einen legi­timen Korrek­tur­punkt und ermög­lichte es Random Consul­ting, die öffent­liche Debatte weg von seinem Vertrag und hin zur Zuver­läs­sig­keit der Bericht­erstat­tung zu lenken.

Die eigene detail­lierte Erklä­rung von Random Consul­ting enthält den tatsäch­li­chen Zahlungs­plan. Das Unter­nehmen gibt an, im Jahr 2022 15.406 Euro, im Jahr 2023 nichts, im Jahr 2024 884.250 Euro und im Jahr 2025 2.526.750 Euro erhalten zu haben, was eine Gesamt­summe von 3.426.406 Euro ergibt. Fast 74 Prozent aller Beträge, die Random Consul­ting nach eigenen Angaben über den Vier­jah­res­zeit­raum erhalten hat, wurden somit im Jahr 2025 gezahlt.

Random Consul­ting führt dieses ungleich­mä­ßige Zahlungs­muster teil­weise darauf zurück, dass die Regie­rung von Curaçao das Unter­nehmen gebeten habe, Zahlungen in der frühen Umset­zungs­phase aufzu­schieben. Nach Angaben des Unter­neh­mens nahm Herr Cooper persön­lich an einer Bespre­chung teil, bei der diese Verein­ba­rung erör­tert wurde. Das mag durchaus zutreffen, doch dadurch gewinnen die zugrunde liegenden Doku­mente an Bedeu­tung, da die Zahlungs­daten allein nicht mehr Aufschluss darüber geben, wann die Arbeiten erbracht wurden, wann Rech­nungen ausge­stellt wurden, wann Verbind­lich­keiten erfasst wurden oder welche Meilen­steine dazu führten, dass in einem einzigen Jahr mehr als 2,5 Millionen Euro fällig wurden.

Herr Galea hat einen Gesamt­zah­lungs­be­trag auf den Tisch gelegt. Er hat den Vertrag, die Rech­nungen, die Arbeits­be­richte, die Zahlungs­ge­neh­mi­gungen, die verein­barten Stun­den­sätze, die Projekt­mei­len­steine oder Vertrags­än­de­rungen nicht daneben gelegt. Ein Zahlungs­plan ist nütz­lich, aber er ist nicht dasselbe wie eine trans­pa­rente öffent­liche Auftrags­ver­gabe.

Random Consul­ting weist zudem darauf hin, dass 617 Lizenzen unter der neuen Rege­lung jähr­liche Einnahmen von mehr als 29 Millionen Euro gene­rieren. Dies mag eine weitere Schwach­stelle in Herrn Coopers ursprüng­li­chem Versuch aufde­cken, die Bera­tungs­ho­no­rare als 35 Prozent der Glücks­spiel­ein­nahmen darzu­stellen, trägt jedoch in keiner Weise dazu bei, fest­zu­stellen, ob die Hono­rare von Random Consul­ting ange­messen waren. Die Rech­nung eines privaten Auftrag­neh­mers recht­fer­tigt sich durch die beauf­tragte Arbeit, die einge­setzten Ressourcen, die erzielten Ergeb­nisse und den markt­üb­li­chen Preis – nicht dadurch, dass nach­ge­wiesen wird, dass die Lizenz­ge­bühren einneh­mende Behörde deut­lich mehr Einnahmen verzeichnet.

Herr Galea legte die Zahlungen offen, nicht den Vertrag

Aus der Erklä­rung von Random Consul­ting geht hervor, dass die Rolle des Unter­neh­mens weit über die Bereit­stel­lung einer Soft­ware hinaus­ging. Das Unter­nehmen gibt an, das Online-Lizenz­portal, das das Rück­grat des Lizen­zie­rungs- und Lizenz­ver­wal­tungs­sys­tems von Curaçao bildet, entworfen, entwi­ckelt und weiterhin zu warten. Es stellt zudem ein enga­giertes multi­dis­zi­pli­näres Team zur Verfü­gung, das an der Antrags­be­ar­bei­tung, dem Work­flow-Manage­ment, der Antrag­stel­ler­be­treuung und der Verwal­tung des Lizen­zie­rungs­sys­tems betei­ligt ist.

Zu den ange­ge­benen Aufgaben gehören das Hosting, die Wartung und der tech­ni­sche Support für die ursprüng­liche NOOGH-Platt­form und das neuere CGA-Portal. Random Consul­ting beschreibt zudem die Bereit­stel­lung opera­tiver und regu­la­to­ri­scher Unter­stüt­zung für den Lizen­zie­rungs­pro­zess sowie die Entwick­lung eines Echt­zeit-Über­wa­chungs­sys­tems, mit dem lizen­zierte Betreiber und Websites iden­ti­fi­ziert werden sollen, die fälsch­li­cher­weise behaupten, über Lizenzen aus Curaçao zu verfügen. Dies mögen zwar wert­volle Dienst­leis­tungen sein, doch bringen sie das Unter­nehmen unge­wöhn­lich nah an Funk­tionen heran, die norma­ler­weise der Regu­lie­rungs­be­hörde selbst zuge­ordnet sind.

Im Jahr 2024 reagierte Herr Galea auf die Vorwürfe von Dr. Faneyte mit der Erklä­rung, dass Random Consul­ting das Portal zwar bereit­ge­stellt, aber nicht verwaltet habe, nicht darüber entschieden habe, welche Lizenzen erteilt wurden, und keine Gelder von Betrei­bern einge­zogen habe. In der jüngsten Stel­lung­nahme von Random Consul­ting wird nun ein Team beschrieben, das an der Antrags­be­ar­bei­tung, dem Work­flow-Manage­ment, der Antrag­stel­ler­be­treuung, der System­ad­mi­nis­tra­tion und den aufsichts­recht­li­chen Aufgaben mitwirkt. Diese beiden Posi­tionen sind nicht zwangs­läufig unver­einbar, lassen jedoch eine sehr große Grau­zone zwischen der Bereit­stel­lung tech­ni­scher Unter­stüt­zung und der Mitwir­kung an der Verwal­tung eines souve­ränen Lizen­zie­rungs­sys­tems.

Die unab­hän­gige Unter­su­chung muss klären, wo diese Grenze in der Praxis gezogen wurde. Sie muss ermit­teln, welche Aufgaben von CGA-Mitar­bei­tern und welche von Mitar­bei­tern von Random Consul­ting ausge­führt wurden und wer in jeder Phase der Antrags­prü­fung die endgül­tige Entschei­dungs­ge­walt hatte. Außerdem sollte fest­ge­stellt werden, ob private Auftrag­nehmer Due-Dili­gence-Unter­lagen, Aufzeich­nungen über die wirt­schaft­li­chen Eigen­tümer, Infor­ma­tionen zur Herkunft der Gelder oder andere sensible Doku­mente geprüft haben und welche Zugriffs­kon­trollen, Vertrau­lich­keits­re­geln und Prüf­pfade galten.

Diese Fragen gewinnen an Gewicht, wenn man sie im Zusam­men­hang mit der Bewer­tung von Curaçao durch die Carib­bean Finan­cial Action Task Force betrachtet. Die Bewer­tung, die auf einem Vor-Ort-Besuch im Juni 2024 basierte, ergab, dass der Aufsichts­an­satz für Onli­ne­ca­sinos noch nicht umge­setzt worden war, und iden­ti­fi­zierte Onlin­e­glücks­spiele als einen der Sektoren mit dem höchsten Geld­wä­sche­ri­siko auf Curaçao. Der Bericht gibt die Situa­tion zum Zeit­punkt der Bewer­tung wieder und belegt nicht, dass sich die Lage im Jahr 2026 nicht geän­dert hat; er macht es jedoch unmög­lich, die Unter­schei­dung zwischen privater opera­tiver Unter­stüt­zung und formeller öffent­li­cher Aufsicht als tech­ni­sche Fußnote abzutun.

Random Consul­ting erhielt im Jahr 2024, dem Jahr, auf das sich diese Vor-Ort-Bewer­tung bezog, 884.250 Euro. Die rele­vante Frage ist nicht, ob die Ergeb­nisse der CFATF in irgend­einer Weise beweisen, dass Random Consul­ting versagt hat, da das Unter­nehmen mögli­cher­weise Systeme aufge­baut hat, von denen noch nicht erwartet wurde, dass sie betriebs­be­reit sein würden. Die Unter­su­chung sollte statt­dessen klären, wofür die Zahlung im Jahr 2024 geleistet wurde, welche Leis­tungen bis dahin abge­nommen worden waren und wie die Aufsichts­be­hörde die Wirk­sam­keit der von ihr erwor­benen opera­tiven und regu­la­to­ri­schen Unter­stüt­zung bewer­tete.

Wem gehört das regu­la­to­ri­sche Rück­grat von Curaçao?

Random Consul­ting gibt an, dass die von ihr entwi­ckelte Soft­ware bei Vertrags­ende an die CGA über­gehen wird, wodurch die Behörde das dauer­hafte Eigen­tums­recht erhält, ohne dass weitere Kosten für Soft­ware­li­zenzen anfallen. Das klingt beru­hi­gend, bis man bedenkt, was dies auch impli­ziert: Das Eigen­tums­recht ist offenbar noch nicht über­ge­gangen, oder zumin­dest wurden der Öffent­lich­keit keine Unter­lagen vorge­legt, die die derzei­tigen Rechte der CGA belegen.

Wenn das Portal das Rück­grat der Online-Glücks­spiel­auf­sichts­be­hörde von Curaçao ist, sollte die Insel wissen, wem derzeit der Quell­code, die Infra­struktur, die Daten­banken und das damit verbun­dene geis­tige Eigentum gehören. Sie sollte wissen, ob die CGA konti­nu­ier­li­chen Zugriff auf den aktu­ellen Quell­code hat, ob eine unab­hän­gige Treu­hand­ver­ein­ba­rung besteht und ob die Behörde ihren Betrieb aufrecht­erhalten könnte, falls Random Consul­ting uner­wartet seine Arbeit einstellen würde. Sie sollte außerdem wissen, welcher vertrag­liche Ausstiegs­plan vorliegt und ob ein anderer Anbieter die Aufgaben über­nehmen könnte, ohne die Lizenz­ver­wal­tung zu beein­träch­tigen.

Herr Cooper und lokale Poli­tiker haben Fragen dazu aufge­worfen, wo die Lizenz­daten gespei­chert werden, wobei in der öffent­li­chen Diskus­sion sowohl Curaçao als auch Malta und London genannt wurden. Para­dise FM berich­tete, dass die Unter­su­chung voraus­sicht­lich die erbrachten Dienst­leis­tungen, das Fehlen oder Vorhan­den­sein einer öffent­li­chen Ausschrei­bung sowie den Spei­cherort daten­schutz­re­le­vanter Infor­ma­tionen über Lizenz­nehmer prüfen wird. Der ursprüng­liche Bericht des Senders wieder­holte Herrn Coopers unge­naue Jahres­zahl, doch die zugrunde liegenden Fragen bleiben gültig und wurden durch die Korrektur von Random Consul­ting nicht beant­wortet.

Derzeit gibt es keine öffent­li­chen Beweise dafür, dass Daten unsach­gemäß außer­halb von Curaçao gespei­chert wurden. Ebenso wenig gibt es einen veröf­fent­lichten Vertrag, eine Daten­ver­ar­bei­tungs­ver­ein­ba­rung, eine Hosting-Archi­tektur oder eine unab­hän­gige Sicher­heits­über­prü­fung, aus der hervor­geht, wo sich die Daten befinden, welche juris­ti­schen Personen sie verar­beiten und welche Personen darauf zugreifen können. Für ein Portal, das Unter­neh­mens­do­ku­mente, Aktio­närs­un­ter­lagen, Infor­ma­tionen über die letzt­end­li­chen wirt­schaft­li­chen Eigen­tümer und perso­nen­be­zo­gene Daten enthält, die bei Inte­gri­täts­prü­fungen verwendet werden, ist „vertrau­lich“ keine ange­mes­sene öffent­liche Erklä­rung.

Die Betei­li­gung von Random Consul­ting begann zudem bereits im Jahr 2022, also mehr als zwei Jahre vor Inkraft­treten des LOK am 24. Dezember 2024. Das bedeutet nicht, dass es keine zustän­dige öffent­liche Stelle gab, die befugt war, den Vertrag abzu­schließen, da die alte Glücks­spiel­auf­sichts­be­hörde bereits Aufgaben im Bereich des Glücks­spiels wahr­nahm. Es bedeutet jedoch, dass im Rahmen der Unter­su­chung geklärt werden muss, welche Orga­ni­sa­tion die ursprüng­liche Verein­ba­rung unter­zeichnet hat, wer in ihrem Namen unter­zeichnet hat, welche gesetz­liche oder dele­gierte Befugnis dem Auftrag zugrunde lag und ob sich der Umfang im Zuge der Reform erwei­tert hat.

Der Alarm kam aus den Reihen der CGA

Der wich­tigste Sach­ver­halt in der aktu­ellen Kontro­verse ist nicht der Fehler von Herrn Cooper. Laut dem „Antil­liaans Dagblad“ war der relativ neue Aufsichtsrat der CGA, der die Aufsichts­funk­tion der Regu­lie­rungs­be­hörde wahr­nimmt, mit dem Haus­halt für 2026 nicht einver­standen und teilte dem Finanz­mi­nister den umstrit­tenen Betrag von 8,3 Millionen Gulden mit. Herr Cooper erklärte daraufhin, der Aufsichtsrat wolle den Betrag nicht geneh­migen.

Dieser neue Ausschuss trat sein Amt an, nachdem der gesamte bishe­rige Aufsichtsrat der CGA im September 2025 zurück­ge­treten war – eine Entwick­lung, über die Malta Media berich­tete, als die Behörde betonte, dass die Rück­tritte ihre Stabi­lität nicht beein­träch­tigt hätten. Die Gründe für diesen kollek­tiven Rück­tritt wurden in der Öffent­lich­keit nie ordnungs­gemäß erläu­tert. Curaçao erlebte somit zunächst das Verschwinden eines Aufsichts­rats in einer kriti­schen Phase der Reform und anschlie­ßend, dass ein neu ernannter Ausschuss bereits in seinem ersten Jahr die vorge­schla­genen Ausgaben in Millio­nen­höhe in Frage stellte.

Herr Cooper und Justiz­mi­nister Shalten Hato unter­zeich­neten daraufhin einen formellen Antrag auf eine Unter­su­chung der Verwal­tungs­füh­rung. Das „Antil­liaans Dagblad“ berich­tete, dass die Regie­rung vorab Einsicht in das Unter­su­chungs­mandat haben wolle und dass das Verga­be­ver­fahren Teil der Unter­su­chung sein werde. Nach den derzeit vorlie­genden Erkennt­nissen handelt es sich hierbei nicht um eine straf­recht­liche Ermitt­lung, in der Herr Galea oder Random Consul­ting als Verdäch­tige benannt wurden, und auch Malta Media beschreibt sie nicht als solche.

Diese recht­liche Unter­schei­dung bedeutet nicht, dass Random Consul­ting in diesem Prozess nur eine unter­ge­ord­nete Rolle spielt. Curaçao.nu berich­tete, dass der Aufsichtsrat aus zehn inter­na­tio­nalen Firmen auswählen könne, um den Vertrag, die gezahlten Beträge, die erbrachten Leis­tungen, die Iden­tität des öffent­li­chen Auftrag­ge­bers und die Rechts­grund­lage, auf der der Vertrag geschlossen wurde, zu unter­su­chen. Premier­mi­nister Gilmar Pisas erklärte, er selbst verfüge nicht über den Vertrag, und die Veröf­fent­li­chung sei Sache der auto­nomen CGA.

Auto­nomie soll eine Aufsichts­be­hörde vor unzu­läs­siger poli­ti­scher Einmi­schung schützen. Sie soll jedoch nicht verhin­dern, dass eine Regie­rung, ein Parla­ment oder die Öffent­lich­keit Einblick darin erhält, wie Millio­nen­be­träge an einen externen Auftrag­nehmer vergeben wurden, der Arbeiten im Zentrum eines natio­nalen Lizen­zie­rungs­sys­tems ausführt. Die Tatsache, dass der Minis­ter­prä­si­dent von Curaçao offenbar nicht im Besitz der Verein­ba­rung ist, spricht umso mehr für deren kontrol­lierte Veröf­fent­li­chung, vorbe­halt­lich eng begrenzter Schwär­zungen aus echten Sicher­heits­gründen oder bei wirt­schaft­lich sensi­blen Inhalten.

Es wurde kein Zeit­plan für die Auswahl des Unter­su­chungs­be­auf­tragten veröf­fent­licht. Es gibt auch keine bekannte Frist für den Abschluss der Arbeiten und keine feste Zusage, dass der Abschluss­be­richt voll­ständig veröf­fent­licht wird. Nach zwei Jahren unbe­ant­wor­teter Vorwürfe und einem weiteren Jahr der Turbu­lenzen inner­halb der Aufsichts­struktur würde eine unbe­fris­tete Unter­su­chung, gefolgt von einem vertrau­li­chen Bericht, dem Vertrag, den sie eigent­lich unter­su­chen soll, ledig­lich eine weitere Ebene der Geheim­hal­tung hinzu­fügen.

Frau Shortts Empö­rung erfolgte ohne Offen­le­gung

Frau Shortt ist keine unab­hän­gige Bran­chen­kom­men­ta­torin, die die Geschichte auf LinkedIn entdeckt hat und plötz­lich Bedenken hinsicht­lich der jour­na­lis­ti­schen Genau­ig­keit hegte. Sie wurde wieder­holt öffent­lich als Marke­ting- und PR-Bera­terin der CGA bezeichnet und in den vergan­genen Jahren als Bera­terin des Finanz­mi­nis­ters von Curaçao, die eng in die Kommu­ni­ka­tion der Glücks­spiel­re­form einge­bunden war. Im Juni 2026 wurde sie in der Fach­presse immer noch als Marke­ting- und PR-Bera­terin der CGA bezeichnet, als sie für die neuen Leit­li­nien der Behörde zu Kryp­to­wäh­rungen warb.

Ihre Verbin­dung zu Random Consul­ting ist ebenso gut doku­men­tiert. Im Jahr 2015 trat Frau Shortt als Partner-Bera­terin in das Unter­nehmen ein, wobei Herr Galea erklärte, sie werde die euro­päi­schen Glücks­spiel­märkte betreuen und die Marke­ting- und Betriebs­kom­pe­tenz des Unter­neh­mens stärken. Malta Media liegen keine öffent­li­chen Belege dafür vor, dass Frau Shortt nach ihrem Ausscheiden Anteile oder eine formelle Funk­tion behielt, doch wäre es schlichtweg unrichtig, sie als nicht mit Random Consul­ting verbunden zu beschreiben.

Auch in Berichten aus Curaçao aus dem Jahr 2024 wurde Frau Shortt als Lebens­part­nerin von Herrn Galea beschrieben, basie­rend auf den Angaben in der Beschwerde von Dr. Faneyte und der anschlie­ßenden Bericht­erstat­tung. Malta Media hat den aktu­ellen Stand dieser privaten Bezie­hung nicht unab­hängig über­prüft und stellt sie nicht als eigene Erkenntnis dar. Weder eine persön­liche Bezie­hung noch eine frühere Anstel­lung beweisen, dass Frau Shortt Einfluss auf einen Vertrag oder eine Zahlung genommen hat.

Die Rele­vanz liegt in der Offen­le­gung. Eine Person, die öffent­lich als Kommu­ni­ka­ti­ons­spre­cherin einer Regu­lie­rungs­be­hörde auftritt, sollte eine frühere leitende Posi­tion bei einem Auftrag­nehmer offen­legen, wenn sie einen persön­li­chen Angriff auf die Bericht­erstat­tung über diesen Auftrag­nehmer startet. Wenn sie zudem in einer privaten Bezie­hung zum Auftrag­geber des Auftrag­neh­mers steht, wird diese Bezie­hung für die Leser rele­vant, die beur­teilen müssen, ob es sich bei ihrem Eingriff um unab­hän­gige Regu­lie­rungs­ar­beit, private Loya­lität oder eine Mischung aus beidem handelt.

Frau Shortts LinkedIn-Beitrag enthüllte nichts davon. Er verwies die Leser auf die von Herrn Galea und Random Consul­ting vorge­brachte Vertei­di­gung, beschul­digte Medi­en­or­ga­ni­sa­tionen, eine Lüge zu verbreiten, und stellte dieje­nigen bloß, die angeb­lich an dieser Farce betei­ligt waren. Ihre Empö­rung war bemer­kens­wert selektiv: Sie forderte von Jour­na­listen Präzi­sion und Trans­pa­renz, während sie selbst keinerlei Trans­pa­renz über ihre eigene Nähe zu den Personen und dem Unter­nehmen zeigte, die bzw. das sie vertei­digte.

Die Öffent­lich­keit wird immer wieder dazu aufge­for­dert, Frau Shortt als maßgeb­liche Stimme der CGA zu betrachten, wenn sie Gesetze ankün­digt, die Zulas­sungs­po­litik erläu­tert oder Berichte über die Behörde angreift. Wenn sie Herrn Galea und Random Consul­ting öffent­lich vertei­digt, ist plötz­lich unklar, ob sie als CGA-Bera­terin, als ehema­lige Kollegin von Random Consul­ting, als angeb­liche private Part­nerin oder ledig­lich als Privat­person spricht, die eine persön­liche Meinung äußert. Diese Unklar­heit mag für Frau Shortt bequem sein, ist jedoch für eine öffent­liche Aufsichts­be­hörde, deren Glaub­wür­dig­keit von klaren Zustän­dig­keiten abhängt, inak­zep­tabel.

Die Fragen zum Inter­es­sen­kon­flikt sollten anhand von Doku­menten beant­wortet werden

Die unab­hän­gige Unter­su­chung sollte klären, wer Frau Shortt oder ihr Unter­nehmen beauf­tragt hat, welche öffent­liche Stelle für ihre Dienst­leis­tungen bezahlt hat und was ihr Aufga­ben­be­reich umfasste. Es sollte geprüft werden, ob ihre frühere Tätig­keit bei Random Consul­ting und etwaige rele­vante persön­liche Bezie­hungen zu Herrn Galea gegen­über der Glücks­spiel­auf­sichts­be­hörde, der CGA, dem Finanz­mi­nis­te­rium oder den zustän­digen Aufsichts­gre­mien offi­ziell offen­ge­legt wurden.

Die Ermittler sollten zudem klären, ob Frau Shortt an Bespre­chungen teil­ge­nommen hat, bei denen es um die Beauf­tra­gung von Random Consul­ting, den Vertrags­um­fang, Rech­nungen, Zahlungs­auf­schübe, Vertrags­ver­län­ge­rungen oder die Leis­tungs­er­brin­gung ging. Ihre Betei­li­gung an der Erstel­lung von Mittei­lungen bezüg­lich des Unter­neh­mens, an der Reak­tion auf Kritik oder an der Einrei­chung von Gegen­dar­stel­lungen sollte eben­falls geklärt werden, ebenso wie die Frage, ob sie durch ihre Tätig­keit als öffent­liche Bera­terin Zugang zu vertrau­li­chen Vertrags- oder Zahlungs­in­for­ma­tionen hatte.

Sollte Frau Shortt an keiner Entschei­dung oder Kommu­ni­ka­tion, die Random Consul­ting betraf, betei­ligt gewesen sein, würde diese Fest­stel­lung sie vor unbe­grün­deten Vorwürfen einer unzu­läs­sigen Einfluss­nahme schützen. Würden Erklä­rungen abge­geben und Ausstands­er­klä­rungen ordnungs­gemäß doku­men­tiert worden sein, würde die Veröf­fent­li­chung dieser Unter­lagen belegen, dass Curaçao den poten­zi­ellen Inter­es­sen­kon­flikt erkannt und gehand­habt hat. Sollten trotz der früheren geschäft­li­chen Verbin­dung und der gemel­deten privaten Bezie­hung keine Erklä­rungen für notwendig erachtet worden sein, sollte die Unter­su­chung erklären, warum.

Ein poten­zi­eller Inter­es­sen­kon­flikt erfor­dert keinen Nach­weis von Bestechung, Korrup­tion oder einem heim­lich mani­pu­lierten Vertrag. Er liegt vor, wenn persön­liche oder geschäft­liche Bezie­hungen vernünf­ti­ger­weise als Einfluss auf das beruf­liche Urteils­ver­mögen wahr­ge­nommen werden könnten. Kompe­tente öffent­liche Stellen gehen mit dieser Möglich­keit durch Offen­le­gung, Befan­gen­heits­er­klä­rungen und unab­hän­gige Aufsicht um, anstatt von der Öffent­lich­keit zu erwarten, dass sie akzep­tiert, dass alle Betei­ligten über jeden Verdacht erhaben sind.

Frau Shortts aggres­sive Inter­ven­tion reiht sich zudem in eine längere Vorge­schichte ein, die Malta Media bereits unter­sucht hat. Im Juli 2025 haben wir im Rahmen unserer Unter­su­chung zu Frau Shortt, der CGA und der Schein­re­form ihre aufge­zeich­neten Äuße­rungen in einer deut­schen ARD/SWR-Doku­men­ta­tion ausge­wertet, in der sie als hoch­ran­gige Bera­terin der CGA und des Finanz­mi­nis­te­riums vorge­stellt wurde. In der Aufzeich­nung bezeich­nete sie Aspekte des Rahmen­werks von Curaçao als bewusst schwach, erklärte, die Regu­lie­rungs­be­hörde wolle den Betrei­bern keinen geschäft­li­chen Schaden zufügen, und deutete an, dass Länder wie Deutsch­land, Frank­reich und Spanien nach dem Ansatz von Curaçao keine verbo­tenen Märkte seien.

In jenem Artikel wurde eine unab­hän­gige Über­prü­fung der Führungs- und Bera­tungs­struk­turen der CGA gefor­dert, einschließ­lich Bera­ter­ver­trägen, Offen­le­gungen von Inter­es­sen­kon­flikten und Lizenz­ent­schei­dungen. Curaçao gewährte damals keine solche Trans­pa­renz. Drei­zehn Monate später hat der neue Aufsichtsrat der Regu­lie­rungs­be­hörde selbst Bedenken hinsicht­lich ihres Budgets geäu­ßert, und die Regie­rung beauf­tragt nun endlich eine Unter­su­chung der Verträge und Beschaf­fungs­vor­gänge im Zusam­men­hang mit der Reform.

Die 400 Seiten, die Curaçao nie öffent­lich zugäng­lich gemacht hat

Am 25. November 2024 reichte Drs. Faneyte seine erste Beschwerde bezüg­lich der Glücks­spiel­re­form auf Curaçao ein. Nu.CW berich­tete, dass die Staats­an­walt­schaft den Eingang bestä­tigte und erklärte, jede Beschwerde werde nach ihrem eigenen Sach­ver­halt geprüft. Zeit­ge­nös­si­sche Berichte aus Curaçao beschrieben die Eingabe als hunderte Seiten umfas­send, während spätere lokale Bericht­erstat­tung ihren Umfang auf etwa 400 Seiten bezif­ferte.

Dr. Faneyte warf dem dama­ligen Finanz­mi­nister Javier Silvania, Herrn Galea, Frau Shortt und Herrn Mario Fiorini schwer­wie­gende Vergehen im Zusam­men­hang mit dem Lizen­zie­rungs­system vor. Zu seinen Vorwürfen gehörten Amts­miss­brauch, Korrup­tion, Betrug, Unter­schla­gung und Geld­wä­sche. Es handelte sich um Anschul­di­gungen, die zur Unter­su­chung vorge­legt wurden, nicht um Schluss­fol­ge­rungen eines Staats­an­walts und schon gar nicht um Fest­stel­lungen eines Gerichts.

Die Beschwerde konzen­trierte sich zum Teil auf vorläu­fige Lizenzen, die über ein mit Herrn Galea verbun­denes Portal bear­beitet wurden, sowie auf die Rolle der malte­si­schen Berater, die Herr Silvania während einer parla­men­ta­ri­schen Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung im Februar 2024 vorge­stellt hatte. Das „Antil­liaans Dagblad“ berich­tete damals, dass Herr Galea, Frau Shortt und Herr Fiorini als Inves­toren vorge­stellt worden waren, die an der Moder­ni­sie­rung des Glücks­spiel­sys­tems betei­ligt seien. Dr. Faneyte argu­men­tierte, dass ein verspro­chener Plan, der ihre Rolle erläu­tern sollte, nie vorge­legt worden sei.

Eine zweite, im Dezember einge­reichte Beschwerde erwei­terte die Vorwürfe und nannte Random Consul­ting, Herrn Cedric Pietersz, die Glücks­spiel­auf­sichts­be­hörde sowie mehrere weitere Personen und Orga­ni­sa­tionen. Curaçao.nu berich­tete über Behaup­tungen bezüg­lich Zahlungs­ver­ein­ba­rungen, Verbin­dungen zu Kryp­to­wäh­rungen, Rech­nungs­stel­lung und der Nutzung eines tsche­chi­schen E‑Geld-Insti­tuts. Diese Behaup­tungen bleiben Vorwürfe und sollten ohne die zugrunde liegenden Unter­lagen und eine Stel­lung­nahme der Genannten nicht als fest­ste­hende Tatsa­chen wieder­holt werden.

Die Glücks­spiel­auf­sichts­be­hörde wies die straf­recht­li­chen Vorwürfe zurück und veröf­fent­lichte eine ausführ­liche Stel­lung­nahme zur Vertei­di­gung ihrer Befug­nisse, ihres Lizen­zie­rungs­ver­fah­rens und der Abwick­lung von Zahlungen der Betreiber. Malta Media berich­tete, dass die Aufsichts­be­hörde die Darstel­lung von Drs. Faneyte bestritt und geltend machte, dass die Lizenz­ge­bühren von der Behörde in Rech­nung gestellt und auf ein offi­zi­elles Regie­rungs­konto einge­zahlt wurden, anstatt über das Portal von Herrn Galea einge­zogen zu werden.

Ein Element der zweiten Beschwerde betraf ein aufge­zeich­netes Tele­fon­ge­spräch, das Dr. Faneyte in seinem Mate­rial mit Herrn Galea in Verbin­dung brachte. Die Aufsichts­be­hörde erklärte, keine der beiden Stimmen gehöre einem ihrer Berater, während Frau Shortt die Iden­ti­fi­zie­rung als völlig falsch bezeich­nete. In unserer späteren Über­prü­fung von Frau Shortt und der Kontro­verse um Curaçao stellte Malta Media unmiss­ver­ständ­lich fest, dass wir nicht der Ansicht waren, dass die verfüg­bare Aufzeich­nung bewies, dass Herr Galea die spre­chende Person war.

Diese Korrektur bleibt wichtig. Inves­ti­ga­tiver Jour­na­lismus verliert jeden Wert, wenn eine Publi­ka­tion an einem drama­ti­schen Beweis fest­hält, obwohl sie diesen nicht mehr für zuver­lässig hält. Der gleiche Maßstab gilt für Herrn Coopers unge­naue Angabe zur jähr­li­chen Zahlungs­summe, die nicht einfach deshalb aufrecht­erhalten werden sollte, weil der zugrunde liegende Vertrag nach wie vor verdächtig genug ist, um unter­sucht zu werden.

Ein Fehler hebt nicht alle anderen Fragen auf

Frau Shortt hat nun bereits zum zweiten Mal im Wesent­li­chen dieselbe Argu­men­ta­ti­ons­weise ange­wandt. Im Dezember 2024 erklärte sie, dass die umstrit­tene Iden­ti­fi­zie­rung von Herrn Galea in der Aufzeich­nung bedeute, dass die gesamte zweite Beschwerde von Dr. Faneyte auf einer falschen Prämisse beruhe. Im August 2026 nutzte sie die falsche Jahres­zahl von Herrn Cooper, um den lokalen und Fach­me­dien vorzu­werfen, eine Lüge zu verbreiten.

Beide Fehler hätten korri­giert werden müssen. Keine der beiden Korrek­turen klärt jedoch, wie Random Consul­ting beauf­tragt wurde, welche vertrag­liche Befugnis im Jahr 2022 bestand, wie der Preis von 3,426 Millionen Euro zustande kam, warum der neue Vorstand der CGA Einwände gegen den Haus­halt 2026 erhob oder ob die Bezie­hungen zwischen den öffent­li­chen Bera­tern und dem privaten Auftrag­nehmer ordnungs­gemäß offen­ge­legt wurden. Die Entde­ckung eines einzigen schwa­chen Balkens in einer Unter­su­chung lässt nicht alle anderen Doku­mente und Fragen in dem Gebäude verschwinden.

Herr Galea und Frau Shortt griffen Dr. Faneyte im Jahr 2024 zudem als mögli­chen „Sprach­rohr“ für kommer­zi­elle Inter­essen an, die angeb­lich durch die neue Lizenz­re­ge­lung geschä­digt worden seien. Herr Galea erklärte, es würden Anstren­gungen unter­nommen, um heraus­zu­finden, wer hinter ihm stecke, während Frau Shortt die Ange­le­gen­heit als Medi­en­pro­zess bezeich­nete. Die poli­ti­sche Posi­tion und die mögli­chen Motive von Dr. Faneyte waren legi­time Aspekte, die es zu unter­su­chen galt, insbe­son­dere ange­sichts der bevor­ste­henden Wahl; doch der Angriff auf die Person, die Fragen stellte, hat keines­wegs geklärt, ob die Bera­ter­ver­träge, die Beschaf­fungs­vor­gänge und die Inter­es­sen­kon­flikte einwand­frei waren.

Die aktu­elle Unter­su­chung bestä­tigt die straf­recht­li­chen Vorwürfe von Dr. Faneyte nicht. Sie leistet etwas Begrenz­teres, aber dennoch Bedeu­tendes: Sie bestä­tigt, dass die Bedenken hinsicht­lich Ausgaben, Beschaf­fungen, Vertrags­be­fug­nissen und der Abhän­gig­keit der Aufsichts­be­hörde von externen Bera­tern ernst genug waren, um einen neu ernannten CGA-Aufsichtsrat zu beun­ru­higen. Diese Fragen haben nun das umstrit­tene Tele­fon­ge­spräch, die Wahl 2025 und die unge­naue Angabe von Herrn Cooper über­standen.

Was aus den Beschwerden von Drs. Faneyte geworden ist, bleibt unklar. Malta Media hat keine öffent­liche Bestä­ti­gung gefunden, dass Herr Galea, Frau Shortt oder Random Consul­ting infolge der Anzeigen zu formellen Verdäch­tigen in einem Straf­ver­fahren wurden. Wir haben auch keine eindeu­tige Mittei­lung gefunden, aus der hervor­geht, dass die Beschwerden voll­ständig abge­wiesen, formell einge­stellt oder als unbe­gründet befunden wurden.

Für einen Fall, der Hunderte von Seiten, mehrere inter­na­tio­nale Unter­nehmen, hoch­ran­gige Amts­träger und Vorwürfe gegen genau jene Struktur umfasst, die zur Schaf­fung des neuen Glücks­spiel­re­gimes auf Curaçao genutzt wurde, ist dieses Schweigen außer­ge­wöhn­lich. Die Staats­an­walt­schaft muss ihre Arbeit zwar nicht über Zeitungs­er­klä­rungen abwi­ckeln, doch die Öffent­lich­keit hat ein Recht darauf zu erfahren, ob eine schwer­wie­gende Beschwerde, die das Vertrauen in eine natio­nale Regu­lie­rungs­be­hörde beein­träch­tigt, noch anhängig ist, abge­lehnt wurde oder in einer Verwal­tungs­akte verschwunden ist.

Malta Media stellt seit Jahren Fragen zu eben dieser Struktur

Das Inter­esse von Malta Media an der CGA begann nicht erst mit den Face­book-Beiträgen von Herrn Cooper. Wir haben wieder­holt hinter­fragt, ob die von Curaçao verkün­dete Reform die alte Regu­lie­rungs­kultur abge­löst hat oder ihr ledig­lich eine bessere Website, ein teureres Portal und eine Reihe neuer Präsen­ta­tionen auf inter­na­tio­nalen Konfe­renzen beschert hat.

Unsere Analyse der neuen Glücks­spiel­vor­schriften von Curaçao stellte in Frage, ob höhere Gebühren und neue Verwal­tungs­ebenen fälsch­li­cher­weise als sinn­volle Aufsicht ange­sehen wurden. Später bezeich­neten wir den lang­wie­rigen Über­gang bei der Lizenz­ver­gabe als spek­ta­ku­läres regu­la­to­ri­sches Chaos und unter­suchten, wie verspro­chene Reformen wieder­holt Verlän­ge­rungen, unvoll­stän­digen Anträgen und Unsi­cher­heit über den Status der Betreiber Platz machten.

Im September 2025 befasste sich unsere Unter­su­chung der Untä­tig­keit der CGA mit einer Behörde, die oft schneller dabei war, Jour­na­listen zu korri­gieren, als Durch­set­zungs­ent­schei­dungen öffent­lich zu erklären. Im Februar 2026 griffen wir das Thema erneut auf, nachdem wir Wider­sprüche zwischen dem Durch­set­zungs­re­gister und dem Zerti­fi­kats­portal der CGA fest­ge­stellt hatten, was weitere Fragen zur Glaub­wür­dig­keit der Regu­lie­rungs­be­hörde bei der Durch­set­zung aufwarf.

Die Turbu­lenzen inner­halb der CGA setzten sich fort durch Rück­tritte im Vorstand, wech­selnde poli­ti­sche Verant­wort­lich­keiten, wider­sprüch­liche Aussagen zu Ermitt­lungen und Unsi­cher­heit hinsicht­lich der Lizen­zie­rungs­fristen. Keiner dieser früheren Artikel beweist, dass Random Consul­ting über­be­zahlt wurde oder dass Frau Shortt dessen Beauf­tra­gung beein­flusst hat. Zusammen zeigen sie jedoch, warum eine erneute Forde­rung, dass alle der Reform vertrauen und keine unbe­quemen Fragen mehr stellen sollen, nicht mehr im Geringsten über­zeu­gend ist.

Die erste Reak­tion der CGA auf Herrn Cooper konzen­trierte sich auf den Repu­ta­ti­ons­schaden, der der Aufsichts­be­hörde, Curaçao und dem Onlin­e­glücks­spiel­markt zuge­fügt wurde. Diese Sorge ist verständ­lich, doch die Repu­ta­tion der Aufsichts­be­hörde lässt sich nicht dadurch wieder­her­stellen, dass der Vertrag vor der Öffent­lich­keit verborgen wird. Sie wird nur dann wieder­her­ge­stellt, wenn der Vertrag, die Auftrags­ver­gabe und die geleis­tete Arbeit einer unab­hän­gigen Prüfung stand­halten.

Was die Ermittler öffent­lich bekannt­geben müssen

Die Unter­su­chung sollte mit der ursprüng­li­chen Verein­ba­rung und allen darauf folgenden Ände­rungen, Verlän­ge­rungen und Neben­ver­ein­ba­rungen beginnen. Dabei müssen der Auftrag­geber, die unter­zeich­nenden Beamten, die Rechts­grund­lage, auf die sie sich stützten, sowie das Verfahren, durch das Random Consul­ting ausge­wählt wurde, ermit­telt werden. Sofern keine offene Ausschrei­bung statt­fand, sollte der Bericht die genaue gesetz­liche Ausnah­me­re­ge­lung benennen und darlegen, warum eine direkte Beauf­tra­gung die beste verfüg­bare Option für Curaçao darstellte.

Die finan­zi­elle Über­prü­fung muss die von Random Consul­ting ausge­wie­senen 3.426.406 € mit den Unter­lagen der CGA, den Rech­nungen, den Rück­stel­lungen und den Bank­zah­lungen abglei­chen. Die Behaup­tung, dass Zahlungen auf Wunsch der Regie­rung aufge­schoben wurden, sollte anhand von Sitzungs­pro­to­kollen, Korre­spon­denz und dem ursprüng­li­chen Zahlungs­plan über­prüft werden. Die Ermittler sollten klären, warum im Jahr 2023 keine Zahlung erfolgte, warum im Jahr 2024 884.250 € gezahlt wurden und warum im Jahr 2025 weitere 2.526.750 € folgten.

Die Arbeit selbst erfor­dert mehr als eine allge­meine Beschrei­bung wie „Moder­ni­sie­rung“ oder „Unter­stüt­zung bei der Regu­lie­rung“. Der Bericht sollte die Anzahl und den Einsatzort der für das Projekt zuge­wie­senen Mitar­beiter von Random Consul­ting, ihre Rollen, Vergü­tungs­sätze, Arbeits­stunden oder vertrag­lich verein­barten Leis­tungen sowie etwaige einge­setzte Subun­ter­nehmer auflisten. Er sollte die verein­barten Meilen­steine und Leis­tungs­be­richte jeder wesent­li­chen Zahlung zuordnen und erläu­tern, wie die CGA Qualität und Wert bewertet hat.

Die Unter­su­chung muss die Grenze zwischen privater Unter­stüt­zung und öffent­li­cher Regu­lie­rungs­be­fugnis aufzeigen. Sie sollte darlegen, wer Lizenz­an­träge geprüft, Due-Dili­gence-Prüfungen durch­ge­führt, auf perso­nen­be­zo­gene Daten und Angaben zu wirt­schaft­li­chen Eigen­tü­mern zuge­griffen, Geneh­mi­gungen empfohlen, Compli­ance-Fragen unter­sucht und bei der Durch­set­zung beraten hat. Jeder Einsatz von Mitar­bei­tern von Random Consul­ting in diesen Prozessen muss mit einem klaren recht­li­chen Auftrag, einer Aufsicht durch die CGA und doku­men­tierten Kontroll­me­cha­nismen einher­gehen.

Auch die Eigen­tums­ver­hält­nisse und die Ausfall­si­cher­heit der Tech­no­logie erfor­dern eine umfas­sende Prüfung. Die Öffent­lich­keit sollte wissen, wo die Platt­formen und Daten­banken gehostet werden, wem die Soft­ware derzeit gehört, wer den Quell­code besitzt, welchen Zugriff das CGA-Personal hat und wie die Aufsichts­be­hörde ihren Betrieb fort­setzen würde, falls der Vertrag auslaufen sollte. Jede grenz­über­schrei­tende Verar­bei­tung sensi­bler Antrag­stel­ler­daten sollte zusammen mit den maßgeb­li­chen Verträgen, Sicher­heits­be­wer­tungen und recht­li­chen Schutz­vor­keh­rungen doku­men­tiert werden.

Die Über­prü­fung auf Inter­es­sen­kon­flikte muss jeden Beamten, Berater und Auftrag­nehmer umfassen, der an der Auswahl, der Verwal­tung oder der öffent­li­chen Vertei­di­gung von Random Consul­ting betei­ligt war. Dabei sollten die Erklä­rungen von Frau Shortt und Herrn Galea ermit­telt werden, ebenso etwaige abge­lehnte Aufträge sowie die Frage, ob Frau Shortt an der Kommu­ni­ka­tion oder an Entschei­dungen bezüg­lich Random Consul­ting betei­ligt war, während sie für das Minis­te­rium oder die Aufsichts­be­hörde tätig war. Die Unter­su­chung sollte außerdem klären, ob sie bei der Vorbe­rei­tung oder Koor­di­na­tion der öffent­li­chen Stel­lung­nahme des Unter­neh­mens mitge­wirkt hat und, falls ja, in welcher beruf­li­chen Funk­tion.

Schließ­lich sollten das Unter­su­chungs­mandat und der Abschluss­be­richt veröf­fent­licht werden. Legi­time tech­ni­sche Sicher­heits­de­tails und eng defi­nierte Geschäfts­ge­heim­nisse können geschwärzt werden, doch die zentralen Ergeb­nisse zu Auftrags­ver­gabe, Befug­nissen, Zahlungen, Leis­tungen, Daten, Eigen­tums­ver­hält­nissen und Inter­es­sen­kon­flikten müssen dem Parla­ment und der Öffent­lich­keit von Curaçao zugäng­lich sein. Eine Unter­su­chung, die ledig­lich die Zahlen über­prüft, während der Vertrag und die Bezie­hungen im Verbor­genen bleiben, wäre ein kost­spie­liger Weg, um zu bestä­tigen, was Random Consul­ting bereits von sich aus offen­ge­legt hat.

Die Korrektur führt nicht zur Schlie­ßung der Akte

Herr Cooper schuldet Curaçao eine Erklä­rung dafür, wie er aus einer pauschalen CGA-Budget­an­gabe die Behaup­tung abge­leitet hat, dass ein in Malta ansäs­siges Unter­nehmen jähr­lich 8,3 Millionen Gulden erhalten habe. Seine Nach­läs­sig­keit hat die Glaub­wür­dig­keit einer Unter­su­chung beein­träch­tigt, die sich als wirk­lich wichtig erweisen könnte, und es denje­nigen, denen berech­tigte Fragen gestellt werden, ermög­licht, sich als Opfer erfun­dener Bericht­erstat­tung darzu­stellen.

Herr Galea hat das Recht darauf zu bestehen, dass Random Consul­ting jähr­lich 3,426 Millionen Euro und nicht 4 Millionen Euro erhalten habe. Er sollte nun die Veröf­fent­li­chung der Verein­ba­rung, der Verga­be­grund­lagen, der Leis­tungs­be­schrei­bungen, der Rech­nungen und der Daten­ver­ein­ba­rungen unter­stützen, die erfor­der­lich sind, um nach­zu­weisen, dass sein Unter­nehmen ordnungs­gemäß ausge­wählt und fair bezahlt wurde. Die Forde­rung nach einer Unter­su­chung, wer Infor­ma­tionen über eine vertrau­liche Verein­ba­rung im öffent­li­chen Sektor weiter­ge­geben hat, während man sich gleich­zeitig der Veröf­fent­li­chung der Verein­ba­rung selbst wider­setzt, ist kein über­zeu­gender Ersatz für Trans­pa­renz.

Frau Shortt hat das Recht, jemanden zu vertei­digen, den sie persön­lich und beruf­lich kennt. Sie hat jedoch nicht das Recht, sich als neutrale Hüterin der Rich­tig­keit darzu­stellen, während sie ihre frühere Tätig­keit bei Random Consul­ting, ihre öffent­liche Posi­tion im Zusam­men­hang mit der CGA und die gemel­dete persön­liche Bezie­hung verschweigt, die ihrer Inter­ven­tion eine offen­sicht­liche private Dimen­sion verleiht. Das mag Loya­lität sein, ist aber keine trans­pa­rente Kommu­ni­ka­tion im Bereich der Regu­lie­rung.

Die Vorwürfe von Dr. Faneyte bleiben Vorwürfe, und die derzei­tige Verwal­tungs­un­ter­su­chung beweist nicht, dass seine straf­recht­li­chen Behaup­tungen zutref­fend waren. Sie zeigen jedoch, dass die Fragen zu Beschaf­fung, Bezah­lung, Befug­nissen und Inter­es­sen­kon­flikten, die im Mittel­punkt der Reform stehen, nicht durch eine umstrit­tene Aufzeich­nung irrele­vant wurden, genauso wenig wie sie dadurch besei­tigt wurden, dass ein Finanz­mi­nister sich bei seinen Zahlen geirrt hat.

Zwei Jahre lang haben die an der Glücks­spiel­re­form auf Curaçao Betei­ligten diese Fragen als böswil­liges Gerede poli­ti­scher Gegner und unver­ant­wort­li­cher Jour­na­listen abgetan. Der neue Aufsichtsrat der Regu­lie­rungs­be­hörde selbst hat nun gezeigt, dass diese Fragen die ganze Zeit über inner­halb der Insti­tu­tion selbst ange­sie­delt waren.

FAQs

Worum geht es bei der Bera­tungs­af­färe in Curaçao?
Die Kontro­verse betrifft mehr als 3,4 Millionen Euro, die Random Consul­ting zwischen 2022 und 2025 für Arbeiten im Zusam­men­hang mit der Glücks­spiel­re­form in Curaçao erhalten hat. Offen sind weiterhin Fragen zur Vergabe, Vertrags­grund­lage, Leis­tungs­er­brin­gung, Bezah­lung und Aufsicht.

Wie viel erhielt Random Consul­ting in Curaçao?
Nach Angaben von Random Consul­ting erhielt das Unter­nehmen zwischen 2022 und 2025 insge­samt 3.426.406 Euro. Davon entfielen 15.406 Euro auf 2022, keine Zahlung auf 2023, 884.250 Euro auf 2024 und 2.526.750 Euro auf 2025.

Warum war die ursprüng­liche Behaup­tung über eine jähr­liche Zahlung von rund 4 Millionen Euro falsch?
Die umstrit­tenen 8,3 Millionen kari­bi­schen Gulden tauchten im Budget der CGA für 2026 auf, bezogen sich jedoch auf umfas­sen­dere Ausgaben im Zusam­men­hang mit der Umset­zung der neuen Glücks­spiel­ge­setz­ge­bung. Der gesamte Betrag war keine jähr­liche Zahlung an Random Consul­ting.

Welche Dienst­leis­tungen erbringt Random Consul­ting für die Curaçao Gaming Autho­rity?
Random Consul­ting gibt an, das Online-Lizen­zie­rungs­portal entwi­ckelt zu haben und weiterhin zu betreiben. Das Unter­nehmen unter­stützt zudem unter anderem die Bear­bei­tung von Anträgen, das Work­flow-Manage­ment, Antrag­steller und die Admi­nis­tra­tion des Lizen­zie­rungs­sys­tems.

Warum wird der Vertrag mit Random Consul­ting unter­sucht?
Der neue Aufsichtsrat der CGA äußerte Bedenken hinsicht­lich des Budgets der Regu­lie­rungs­be­hörde für 2026. Die daraufhin einge­lei­tete admi­nis­tra­tive Unter­su­chung soll unter anderem den Vertrag, die Zahlungen, die Vergabe, erbrachte Leis­tungen, die zustän­dige Vertrags­partei und die recht­liche Grund­lage prüfen.

Gab es eine öffent­liche Ausschrei­bung für Random Consul­ting?
Aus dem Artikel geht hervor, dass bislang nicht öffent­lich geklärt wurde, ob eine offene Ausschrei­bung statt­fand. Die Unter­su­chung soll fest­stellen, wie Random Consul­ting ausge­wählt wurde und welche recht­liche Grund­lage gege­be­nen­falls eine Direkt­ver­gabe ermög­lichte.

Welche Rolle spielt Aideen Shortt in der Curaçao-Kontro­verse?
Aideen Shortt wurde öffent­lich als Marke­ting- und PR-Bera­terin der CGA bezeichnet und war zuvor Partner Consul­tant bei Random Consul­ting. Der Artikel fordert eine Prüfung, ob rele­vante Verbin­dungen offen­ge­legt wurden und ob sie an Ange­le­gen­heiten betei­ligt war, die Random Consul­ting betrafen.

Sind Mario Galea oder Random Consul­ting Beschul­digte in einem Straf­ver­fahren?
Es gibt laut Artikel keine öffent­liche Bestä­ti­gung, dass Mario Galea, Aideen Shortt oder Random Consul­ting aufgrund früherer Beschwerden formell zu Beschul­digten in einem Straf­ver­fahren wurden. Die aktu­elle Unter­su­chung wird als admi­nis­tra­tive Gover­nance-Unter­su­chung beschrieben.

Welche Bedenken bestehen hinsicht­lich der Glücks­spiel-Lizen­zie­rungs­tech­no­logie von Curaçao?
Zu den offenen Fragen gehören die Eigen­tums­rechte an Soft­ware und Quell­code, Hosting-Struk­turen, der Zugang zu Lizen­zie­rungs­daten, die Betriebs­kon­ti­nuität und eine mögliche grenz­über­schrei­tende Verar­bei­tung sensi­bler Daten von Antrag­stel­lern.

Was sollte die Unter­su­chung in Curaçao klären?
Die Unter­su­chung sollte laut Artikel unter anderem Vergabe, Vertrags­grund­lage, Zahlungen, Leis­tungen, Daten­ver­ar­bei­tung, Tech­no­lo­gie­ei­gentum, Inter­es­sen­kon­flikte und die Abgren­zung zwischen privaten Bera­tungs­leis­tungen und staat­li­chen Regu­lie­rungs­auf­gaben prüfen. Zudem wird die Veröf­fent­li­chung des Unter­su­chungs­auf­trags und des Abschluss­be­richts gefor­dert.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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