Bada­lyans in Malta Lizenzen und Spon­so­ring prüfen

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Die Bada­lyans in Malta: Lizenzen, Spon­so­ring und unbe­ant­wor­tete Fragen

Malta präsen­tiert sich seit langem als Dreh­scheibe für Glücks­spiel, Finanz­dienst­leis­tungen und tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tionen. Im Laufe der Jahre hat es Gruppen ange­zogen, die einen euro­päi­schen Standort für ihre inter­na­tio­nalen Akti­vi­täten suchen. Zu den in den letzten Jahren beson­ders auffäl­ligen gehört das Netz­werk von Unter­nehmen, die mit der Familie Bada­lyan in Verbin­dung stehen.

Durch Marken wie Soft­Con­s­truct, BetCon­s­truct, Fastex, Ortak, YoHe­alth, Viva­rous, Fast­shift, Fast­Bank, Feed­Con­s­truct, Ortak Plus, Hoory, FastTV, Pascal Gaming, SOS Hub, Creed­Roomz Live Casino, Stretch Network, Caucasus, Wine­Door, DevPro, PopOK, Fast NFT, Fast Ticket, Affi­gates, Yo Estate, Yo Invest, Yo Door, Yo Site, Yo Phone, AllGam, VBet und Fast Sports (weitere Marken sind nicht in dieser Liste aufge­führt) hat sich das Unter­neh­mens­netz­werk der Bada­lyans mit malte­si­schen Regu­lie­rungs­struk­turen, Fußball­spon­so­ring und finan­zi­ellen Lizen­zie­rungs­rahmen befasst.

Die Unter­nehmen der Familie sind bekannt für ihre rasche Expan­sion, promi­nente Ankün­di­gungen und Inno­va­ti­ons­an­sprüche. Eine genauere Prüfung der malte­si­schen Unter­lagen und Struk­turen zeigt jedoch Bereiche auf, die einer weiteren Über­prü­fung bedürfen könnten. Die behörd­li­chen Geneh­mi­gungen scheinen in bemer­kens­wert kurzer Zeit erteilt worden zu sein, die Unter­neh­mens­konten weisen auf eine begrenzte opera­tive Präsenz hin, die Token-Vertei­lungen zeigen eine hohe Konzen­tra­tion unter verbun­denen Parteien, und die Spon­so­ren­gelder sind in den Sport geflossen, bevor die zugrunde liegenden recht­li­chen Struk­turen geschaffen wurden.

Dieser Artikel unter­sucht, wie Malta von diesen Unter­nehmen als Platt­form genutzt wurde, und befasst sich dabei mit Lizen­zie­rungs­pro­zessen, Token-Struk­turen, Block­chain-Ökosys­temen, inter­na­tio­naler Reich­weite und Sport­spon­so­ring. Er unter­stellt kein Fehl­ver­halten. Er wirft Fragen der Trans­pa­renz, Rechen­schafts­pflicht und Gover­nance auf, zu deren Einhal­tung sich Malta selbst verpflichtet hat.

Soft­Con­s­truct und der Aufstieg der Bada­lyans

Ausgangs­punkt ist Soft­Con­s­truct, gegründet von den arme­ni­schen Brüdern Vigen und Vahe Bada­lyan. Ausge­hend von einem Soft­ware­ent­wick­lungs­un­ter­nehmen in Eriwan expan­dierte das Unter­nehmen in die Bereiche Gaming, Zahlungs­ver­kehr, Block­chain und Spon­so­ring.

Durch Marken wie BetCon­s­truct, Fastex, Fast­Bank, Feed­Con­s­truct, Ortak und YoHe­alth hat die Gruppe inter­na­tio­nale Bekannt­heit erlangt.

In seiner eigenen Präsen­ta­tion posi­tio­niert sich Soft­Con­s­truct als inno­vativ und unter­neh­me­risch und bietet KI-gesteu­erte Gaming­platt­formen, Block­chain-Dienste und globale Zahlungs­lö­sungen an. Sein Marke­ting betont Moder­nität und Gemein­schaft. Aller­dings erscheint seine malte­si­sche Unter­neh­mens­prä­senz im Vergleich zu dem Umfang, den sein globales Profil vermuten lässt, eher bescheiden.

Umstruk­tu­rie­rung der Unter­neh­mens­füh­rung in Malta

Bei der malte­si­schen Toch­ter­ge­sell­schaft Soft Cons­truct (Malta) Ltd (C 65512) gab es Verän­de­rungen in der Unter­neh­mens­füh­rung. Im September 2024 trat Dr. Olga Finkel (wir gratu­lieren ihr zur Auszeich­nung bei SIGMA Euro Med), Mitbe­grün­derin von WH Part­ners und eine der renom­mier­testen Gaming-Anwäl­tinnen Maltas, als Unter­neh­mens­se­kre­tärin zurück. Sie wurde durch Radix Corpo­rate Ltd ersetzt, das später in A2CO Corpo­rate Ltd umbe­nannt wurde.

Radix/A2CO steht in Verbin­dung mit Anton Dalli, einem ehema­ligen Manager von Nexia BT und späteren Mitbe­gründer von A2CO. Nexia BT brach zusammen, nachdem seine Partner mit Straf­ver­fahren im Zusam­men­hang mit den Panama Papers und mutmaß­li­cher Geld­wä­sche durch poli­tisch expo­nierte Personen konfron­tiert waren.

Obwohl Herr Dalli in diesen Fällen nicht ange­klagt wurde, bringt ihn seine frühere Verbin­dung in die Nähe der bekann­testen Unter­neh­mens­kon­tro­verse Maltas. Seine Präsenz in der Soft­Con­s­truct-Struktur wirft daher berech­tigte Fragen zur Unter­neh­mens­füh­rung hinsicht­lich der Auswahl der Berater auf.

Es folgten weitere Verän­de­rungen. Im Januar 2025 trat der lang­jäh­rige Direktor und CEO Fabrice Armand Pinar­basi als Direktor, gesetz­li­cher Vertreter und gericht­li­cher Vertreter zurück. Sein Nach­folger wurde Gor Mnatsakanyan, der in Potsdam ansässig ist und für seine leitenden Posi­tionen bei BetCon­s­truct und VBet bekannt ist. Er scheint nicht in Malta zu wohnen. Das malte­si­sche Unter­nehmen wird daher von einem im Ausland ansäs­sigen Geschäfts­führer geleitet und vertreten, was den Eindruck einer Offshore-Kontrolle verstärkt.

Mangel an echter Substanz

Aus den Jahres­ab­schlüssen für 2024 geht hervor, dass Soft Cons­truct (Malta) Ltd durch­schnitt­lich nur zwei Mitar­beiter beschäf­tigte. Die Löhne und Gehälter beliefen sich auf 189.220 Euro, wobei 36.000 Euro pro Jahr für Büro­miete anfielen. Diese Zahlen deuten auf eine mini­male opera­tive Präsenz hin.

Die Diskre­panz zwischen globalem Bran­ding und Präsenz in Malta ist erheb­lich. Mit zwei Mitar­bei­tern und einem kleinen gemie­teten Büro scheint das Unter­nehmen im Vergleich zur brei­teren inter­na­tio­nalen Ausrich­tung der Gruppe nur über eine begrenzte opera­tive Substanz zu verfügen.

Umsatz und finan­zi­elle Größe

Obwohl Soft Cons­truct (Malta) Ltd im Jahr 2024 durch­schnitt­lich nur zwei Mitar­beiter beschäf­tigte, erzielte das Unter­nehmen einen Umsatz von 76,5 Millionen Euro. Dies entspricht einer Stei­ge­rung gegen­über den 62,9 Millionen Euro, die im Jahr 2023 ausge­wiesen wurden. Die direkten Kosten verschlangen den Groß­teil dieses Umsatzes, sodass ein Brut­to­ge­winn von 13,3 Millionen Euro erzielt wurde.

Nach Abzug der Verwal­tungs­kosten in Höhe von 4,1 Millionen Euro wies das Unter­nehmen einen Betriebs­ge­winn von 9,1 Millionen Euro aus. Diese Zahl ist ange­sichts der Größe der Nieder­las­sung in Malta und der gemel­deten Mitar­bei­ter­zahl bemer­kens­wert.

Ein weiterer Beitrag zum Gewinn ergab sich aus einer Posi­tion mit dem Titel „Verzicht auf Forde­rungen gegen­über der Mutter­ge­sell­schaft” in Höhe von 10,6 Millionen Euro im Jahr 2024. Dies spie­gelt eine Bilan­zie­rungs­me­thode wider, bei der eine Mutter­ge­sell­schaft Forde­rungen gegen­über einer Toch­ter­ge­sell­schaft erlässt.

Dies erhöht zwar den Gewinn vor Steuern der Toch­ter­ge­sell­schaft für Rech­nungs­le­gungs­zwecke, ist jedoch kein Beweis für zusätz­liche wirt­schaft­liche Akti­vi­täten in Malta. Unter Berück­sich­ti­gung dieses Verzichts belief sich der Gewinn vor Steuern auf 19,7 Millionen Euro, vergli­chen mit 8,7 Millionen Euro im Jahr 2023.

Nach Berück­sich­ti­gung der Steuern meldete das Unter­nehmen für 2024 einen Netto­ge­winn von 12,4 Millionen Euro, vergli­chen mit 4,7 Millionen Euro im Jahr 2023. Die kumu­lierten Gewinne in der Bilanz stiegen auf

18,2 Millionen Euro, gegen­über 5,7 Millionen Euro im Vorjahr.

Vermö­gens­werte und Verbind­lich­keiten

Die Bilanz weist zum Jahres­ende 2024 eine Bilanz­summe von 66 Millionen Euro aus. Der größte Teil davon entfiel auf imma­te­ri­elle Vermö­gens­werte im Wert von 60,7 Millionen Euro. Die Sach­an­lagen beliefen sich auf 88.000 Euro, was auf eine begrenzte physi­sche Präsenz in Malta hindeutet. Die Barbe­stände beliefen sich auf 850.530 Euro, gegen­über

2,9 Millionen Euro im Jahr 2023, was darauf hindeutet, dass die Gewinne nicht vor Ort in liquider Form einbe­halten wurden.

Auf der Passiv­seite wies das Unter­nehmen eine latente Steu­er­ver­bind­lich­keit in Höhe von 10,6 Millionen Euro aus, gegen­über

3,8 Millionen Euro im Jahr 2023, und Verbind­lich­keiten gegen­über der Mutter­ge­sell­schaft in Höhe von 23,2 Millionen Euro. Die kurz­fris­tigen Verbind­lich­keiten beliefen sich auf insge­samt 13,6 Millionen Euro, von denen der größte Teil gegen­über Unter­nehmen mit gemein­samer Betei­li­gung bestand. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass Soft Cons­truct (Malta) Ltd zwar erheb­liche Gewinne ausweist, seine Bilanz jedoch weiterhin eng mit der konzern­in­ternen Finan­zie­rung verbunden ist und nicht die eigen­stän­dige Geschäfts­tä­tig­keit in Malta wider­spie­gelt.

Cash­flow

Die Kapi­tal­fluss­rech­nung verdeut­licht eben­falls den Unter­schied zwischen dem Bilanz­ge­winn und den in Malta verblei­benden Barmit­teln. Das Unter­nehmen erzielte im Jahr 2024 einen Cash­flow aus laufender Geschäfts­tä­tig­keit in Höhe von 34,6 Millionen Euro. Dieser wurde fast voll­ständig für Inves­ti­tionen in imma­te­ri­elle Vermö­gens­werte in Höhe von 36,1 Millionen Euro verwendet, was zu einem Netto-Rück­gang der Barmittel um 2 Millionen Euro im Laufe des Jahres führte.

Dieses Muster deutet darauf hin, dass die in Malta erzielten Einnahmen weit­ge­hend in vom Konzern kontrol­lierte imma­te­ri­elle Vermö­gens­werte reinves­tiert wurden, was wiederum die dauer­hafte Cash-Reten­tion in der Gerichts­bar­keit begrenzt.

Auswir­kungen

Das Ausmaß des Umsatzes und der Renta­bi­lität ist für ein Unter­nehmen mit zwei Mitar­bei­tern und einem

Büro­miet­ver­trag über 36.000 € erheb­lich. Ein wesent­li­cher Teil des ausge­wie­senen Gewinns spie­gelt konzern­in­terne Bilan­zie­rungs­maß­nahmen wider, darunter den oben erwähnten Schul­den­er­lass. Die Domi­nanz imma­te­ri­eller Vermö­gens­werte, die Höhe der latenten Steu­er­ver­bind­lich­keiten und die Abhän­gig­keit von Salden mit der Mutter­ge­sell­schaft und verbun­denen Unter­nehmen stehen im Einklang damit, dass Malta in erster Linie als Standort inner­halb einer größeren Konzern­struktur und nicht als substan­zi­eller opera­tiver Knoten­punkt genutzt wird.

Betei­li­gung und wirt­schaft­liche Eigen­tümer

Soft Cons­truct (Malta) Ltd ist im Besitz von Soft Cons­truct Limited und S.C. Holding Limited, die beide auf der Isle of Man regis­triert sind. Die wirt­schaft­li­chen Eigen­tümer sind Vahe und Vigen Bada­lyan, die jeweils fünfzig Prozent halten. Durch die Nutzung von Holding­ge­sell­schaften auf der Isle of Man liegt die letzt­end­liche Kontrolle außer­halb Maltas, was die direkte lokale Sicht­bar­keit der Entschei­dungs­fin­dung inner­halb der Gruppe verrin­gern kann. Diese Beob­ach­tung dient ledig­lich der Kontex­tua­li­sie­rung und impli­ziert keinen Verstoß gegen geltendes Recht.

Besteue­rung und die Frage der latenten Steuern

Auf dem Papier weist das Unter­nehmen einen erheb­li­chen Steu­er­auf­wand aus. Der Jahres­ab­schluss 2024 weist einen Gesamt­steu­er­auf­wand von 7,36 Millionen Euro aus. Diese Zahl ist jedoch im Hinblick auf die tatsäch­li­chen Einnahmen Maltas irre­füh­rend.

  • Nur 535.695 € wurden als laufende Steuern verbucht, während
  • 6,82 Millionen € als latente Steuern erfasst wurden, haupt­säch­lich aufgrund von Kapi­tal­frei­be­trägen, die die buch­hal­te­ri­schen Abschrei­bungen und andere zeit­liche Diffe­renzen über­stiegen.
  • Der tatsäch­liche Barbe­trag, der 2024 an die malte­si­schen Steu­er­be­hörden gezahlt wurde, belief sich auf 839.044 € (eine Kombi­na­tion aus Ausgleichs­steuer und endgül­tigen Quel­len­steuern).

Dementspre­chend entspricht der ausge­wie­sene Steu­er­auf­wand nicht den Barmit­teln, die im glei­chen Zeit­raum beim malte­si­schen Finanzamt einge­gangen sind. Latente Steuern sind eine Rück­stel­lung für poten­zi­elle zukünf­tige Verpflich­tungen. Ob und wann latente Beträge zu Barzah­lungen führen, hängt von zukünf­tigen Ereig­nissen ab, darunter die Fort­füh­rung von Inves­ti­ti­ons­frei­be­trägen und Entschei­dungen der Konzern­pla­nung. Es wird nicht behauptet, dass die Steu­er­bi­lan­zie­rung falsch ist. Die Unter­schei­dung ist jedoch rele­vant, um die Cash-Basis-Steu­er­ein­nahmen Maltas zu verstehen.

Malta als stra­te­gi­scher Standort

Für die mit Bada­lyan verbun­dene Gruppe bietet Malta Vorteile wie den Zugang zum euro­päi­schen Regu­lie­rungs­raum, etablierte Lizen­zie­rungs­sys­teme für Glücks­spiele und Finanz­dienst­leis­tungen sowie eine öffent­liche Platt­form, auf der Spon­so­ring die Sicht­bar­keit erhöhen kann.

Diese Kombi­na­tion kann Malta zu mehr als einem einfa­chen Unter­neh­mens­sitz machen. Es kann als Standort dienen, an dem formelle Geneh­mi­gungen einge­holt, Compli­ance­rah­men­be­din­gungen nach­ge­wiesen und ein euro­päi­sches Profil präsen­tiert werden. Das Spon­so­ring natio­naler Fußball­wett­be­werbe kann diese Posi­tio­nie­rung verstärken.

Diese Merk­male haben auch Auswir­kungen auf die Repu­ta­tion. Wenn Lizenzen als unge­wöhn­lich schnell bear­beitet wahr­ge­nommen werden, wenn Spon­so­ring-Verein­ba­rungen vor der voll­stän­digen Ausge­stal­tung der Rechts­struk­turen getroffen werden oder wenn die einge­reichten Unter­lagen auf eine begrenzte Substanz hindeuten, könnten Beob­achter zu der Ansicht gelangen, dass Malta Gefahr läuft, eher für die Profi­lie­rung als für substan­zi­elle Geschäfte genutzt zu werden.

Dies ist eine Wahr­neh­mung und keine Anschul­di­gung wegen Fehl­ver­hal­tens.

Fastex Europe und die beschleu­nigte Lizen­zie­rung

Ein promi­nentes Beispiel ist Fastex Europe Limited. Das Unter­nehmen wurde im August 2024 gegründet und erhielt inner­halb von etwa vier Monaten eine Lizenz der Klasse 4 für virtu­elle Finanz­an­lagen von der malte­si­schen Finanz­auf­sichts­be­hörde. Unter Bezug­nahme auf etablierte Verfahren rechnen Antrag­steller in der Regel mit längeren Gesamt­lauf­zeiten, die eine Vorab­prü­fung und eine erwei­terte Due Dili­gence umfassen können.

Dieser beschleu­nigte Zeit­plan wirft eher Fragen zum Verfahren als zur Ange­mes­sen­heit auf. Es ist legitim zu fragen, wie die Vorbe­rei­tungen so schnell abge­schlossen werden konnten, wie die Hinter­grund­über­prü­fungen inner­halb dieses Zeit­raums abliefen und ob die Prüfung auf dem glei­chen Niveau wie bei anderen Antrag­stel­lern durch­ge­führt wurde.

Auch die Art und Weise der Einzah­lung des Akti­en­ka­pi­tals in Höhe von 150.000 € ist rele­vant. Die Gelder wurden über die Fast­Bank geleitet, die sich im Besitz der größeren Gruppe der Direk­toren befindet. Die Nutzung einer verbun­denen Insti­tu­tion kann zwar recht­mäßig sein, könnte jedoch als Mangel an externer Kapi­tal­über­prü­fung im Vergleich zu einer unab­hän­gigen dritten Insti­tu­tion wahr­ge­nommen werden.

Zur Aktio­närs­struktur gehörte auch ein in Dubai regis­triertes Unter­nehmen. Dubai hat andere Trans­pa­renz­vor­schriften als die Euro­päi­sche Union. Ohne detail­lierte öffent­liche Offen­le­gungen ist es nicht möglich, allein anhand der einge­reichten Unter­lagen die letzt­end­li­chen wirt­schaft­li­chen Eigen­tümer mit derselben Genau­ig­keit zu iden­ti­fi­zieren, wie es einige EU-Vorschriften verlangen.

Es wurde auch berichtet, dass einer der Direk­toren des Unter­neh­mens als VFA-Beauf­tragter fungierte. Von einem VFA-Beauf­tragten wird erwartet, dass er eine unab­hän­gige Compli­ance­funk­tion ausübt. Wenn ein leitender Ange­stellter des Unter­neh­mens diese Funk­tion eben­falls ausübt, kann dies zu Fragen hinsicht­lich eines mögli­chen Inter­es­sen­kon­flikts führen.

Zusam­men­ge­nommen stellen der kompri­mierte Zeit­plan, die Bank­ver­bin­dung mit einer verbun­denen Partei, die Präsenz eines Aktio­närs aus Dubai und die Doppel­rolle als Direktor und VFA-Beauf­tragter Prozess­merk­male dar, die zu Kommen­taren hinsicht­lich der regu­la­to­ri­schen Optik führen können.

Es wird keine Rechts­wid­rig­keit behauptet. Der Punkt beschränkt sich auf die Erschei­nung der Unter­neh­mens­füh­rung und die Robust­heit der Verfahren.

Tokeno­mics und die Konzen­tra­tion der Kontrolle

Fast­token wurde als dezen­traler, gemein­schafts­ori­en­tierter Token beworben. Öffent­lich zugäng­liche Mate­ria­lien deuten darauf hin, dass nur etwa zehn Prozent der eine Milli­arde Token in öffent­liche Hände gelangten. Die meisten Zutei­lungen gingen an Insider, Früh­in­ves­toren und verbun­dene Unter­nehmen. Zwei private Runden erhielten Berichten zufolge Zutei­lungen, die zusammen den öffent­li­chen Verkauf annä­hernd erreichten oder über­stiegen.

Beob­ach­tungen der Block­chain haben ergeben, dass eine einzelne Wallet mehr als 100 Millionen Token erhalten hat. Der Umfang dieses Bestands ist beträcht­lich und über­steigt die Gesamt­summe des öffent­li­chen Verkaufs.

Die Wallet wies in den geprüften Unter­lagen keine Anzei­chen für eine unab­hän­gige Verwah­rung durch eine Börse oder eine Multi-Signa­ture-Gover­nance auf, was auf eine interne Haltung hindeuten könnte. Bei anderen Wallets, die dem Ökosystem zuge­ordnet werden, wurde beob­achtet, dass sie iden­ti­sche Beträge in sich wieder­ho­lenden Mustern bewegen. Solche gespie­gelten Trans­fers sind nicht unbe­dingt ein Hinweis auf Markt­ak­ti­vi­täten und können mit der internen Finanz­ver­wal­tung vereinbar sein.

Ange­sichts dieser Faktoren verdienen Behaup­tungen über Dezen­tra­li­sie­rung eine sorg­fäl­tige Prüfung. Ohne trans­pa­rente Offen­le­gungen der Wallet-Kontrolle, unab­hän­gige Audits durch Dritte und externe Aufsicht erscheint die Vertei­lung konzen­triert.

Es wird keine Behaup­tung der Markt­ma­ni­pu­la­tion aufge­stellt. Der Punkt betrifft die Gover­nance-Struktur und die Trans­pa­renz.

Das Bahamut-Ökosystem und das Verspre­chen der Dezen­tra­li­sie­rung

Um die Nutzung von Fast­token zu unter­stützen, wurde die Bahamut-Block­chain einge­führt und ein Förder­pro­gramm ins Leben gerufen. Die Projekte unter diesem Dach wurden als unab­hängig und von der Commu­nity geleitet präsen­tiert. Bei näherer Betrach­tung zeigt sich jedoch eine gewisse Abhän­gig­keit von der Finan­zie­rung, Infra­struktur und Marke des Netz­werks.

So erschien beispiels­weise das als Mutuari bekannte Projekt später als PercentMe. Öffent­liche Erklä­rungen zur Umfir­mie­rung und zu Ände­rungen in der Unter­neh­mens­füh­rung waren in den unter­suchten Mate­ria­lien nur begrenzt vorhanden, sodass für externe Beob­achter Lücken blieben.

SilkSwap bezeich­nete sich selbst als dezen­trale Börse. In öffent­li­chen Mate­ria­lien wurde die Anony­mität betont. Gleich­zeitig fehlten in den unter­suchten Quellen Angaben zur Unter­neh­mens­re­gis­trie­rung, zu den iden­ti­fi­zierten Direk­toren und zu veröf­fent­lichten Smart-Contract-Audits. Der Betrieb einer Börse ohne trans­pa­rente Gover­nance kann in einigen Rechts­ord­nungen zu regu­la­to­ri­schen Fragen führen.

Lolik fungierte als Liquid-Staking-Platt­form für Fast­token. Die öffent­lich zugäng­li­chen Infor­ma­tionen enthielten keine Details zu Gover­nance-Rege­lungen, der Tren­nung von Vermö­gens­werten oder unab­hän­gigen Prüfungen. Die Bünde­lung von Nutzer­ver­mögen ohne klare Sicher­heits­vor­keh­rungen kann Nutzer im Falle eines Ausfalls einem Verlust­ri­siko aussetzen, was die Bedeu­tung von Offen­le­gungen unter­streicht.

Zusam­men­ge­nommen zeigen diese Beispiele, dass Projekte, die als autonom darge­stellt wurden, in der Praxis eng mit dem Bahamut-Netz­werk verbunden waren. Diese Beob­ach­tung spricht eher für eine struk­tu­relle Abhän­gig­keit als für eine recht­liche Nicht­kon­for­mität.

Geschäfts­tä­tig­keit in sank­tio­nierten Märkten

Öffent­lich zugäng­liche Mate­ria­lien aus dem Jahr 2025 deuteten darauf hin, dass arabisch­spra­chige Onboar­ding- und Krypto-Zugänge für Nutzer in Syrien beworben wurden. Syrien unterlag umfas­senden Sank­tionen der EU und der USA.

Für Unter­nehmen mit Lizenz in Malta und Litauen, die an EU-Sank­tionen gebunden sind, ist eine solche Posi­tio­nie­rung schwer mit einer konser­va­tiven Ausle­gung der Lizenz­ver­pflich­tungen zu verein­baren, wenn diese Mate­ria­lien die aktive Ziel­aus­rich­tung korrekt wider­spie­geln.

Es wird nicht behauptet, dass ein Verbot verletzt wurde. Die Beob­ach­tung beschränkt sich auf das Compli­ance-Risi­ko­profil, das entstehen würde, wenn Dienst­leis­tungen in einer umfas­send sank­tio­nierten Gerichts­bar­keit vermarktet oder erbracht würden.

Spon­so­ring und die malte­si­sche Premier League

Über die Lizen­zie­rung und Tokeno­mics hinaus wurde die Sicht­bar­keit in Malta durch den Sport erhöht. YoHe­alth, das inner­halb der größeren Gruppe als Health-Tech-Marke präsen­tiert wird, wurde als Haupt­sponsor der malte­si­schen Premier League bekannt gegeben.

Das Joint Venture zwischen dem malte­si­schen Fußball­ver­band und der malte­si­schen Premier League wurde im Dezember 2023 unter­zeichnet. Die juris­ti­sche Person Kamp­jonat Malta Ltd wurde im Juli 2025 regis­triert. Der Zeit­raum zwischen der Ankün­di­gung und der Regis­trie­rung wirft berech­tigte Fragen darüber auf, auf welchem Weg die Gelder in der Zwischen­zeit einge­gangen sind, verwaltet und verbucht wurden.

Die im Zusam­men­hang mit dem Spon­so­ring bewor­bene YoHe­alth-App schien in den geprüften Mate­ria­lien nur über einge­schränkte Funk­tionen zu verfügen. Tech­ni­sche Indi­ka­toren deuteten eher auf Verbin­dungen zur Soft­Con­s­truct-Infra­struktur als auf ein eigen­stän­diges Health-Tech-Unter­nehmen hin.

Dies sind Beob­ach­tungen aus öffent­lich zugäng­li­chen Mate­ria­lien und bedeuten nicht, dass das Spon­so­ring ungültig war oder dass eine Verpflich­tung verletzt wurde.

Ein Muster der Undurch­sich­tig­keit

Bei Lizen­zie­rungs­fristen, Token-Vertei­lungen, Ökosys­tem­pro­jekten, Markt­ziel­gruppen und Spon­so­ring tauchen immer wieder­keh­rende Themen auf. Es gibt beschleu­nigte Prozesse, konzen­trierte Betei­li­gungen und unvoll­stän­dige Offen­le­gungen. Für sich genommen lässt sich jeder einzelne Punkt erklären.

Betrachtet man das Gesamt­bild, wirft dieses Muster Fragen zur Trans­pa­renz und Konsis­tenz der Unter­neh­mens­füh­rung auf. Dies ist eine Bemer­kung zu öffent­li­chen Signalen und keine Behaup­tung rechts­wid­rigen Verhal­tens.

Maltas Glaub­wür­dig­keit erneut auf dem Prüf­stand!

Die Aufnahme Maltas in die Graue Liste der Finan­cial Action Task Force im Jahr 2021 führte zu Reformen, die die Gover­nance stärken sollten. Die oben beschrie­benen Fälle laden zu einer Diskus­sion darüber ein, ob diese Lehren konse­quent ange­wendet werden.

Im Mittel­punkt steht dabei weniger der Nach­weis von Verstößen durch private Akteure als viel­mehr die Frage, ob die regu­la­to­ri­schen Stan­dards einheit­lich und konse­quent durch­ge­setzt werden.

Abschlie­ßende Gedanken und Fazit

Die Präsenz der mit Bada­lyan verbun­denen Gruppe in Malta ist ein Beispiel dafür, wie inter­na­tio­nale Unter­nehmen malte­si­sche Rahmen­be­din­gungen nutzen können, um Legi­ti­mität zu vermit­teln. Lizenzen, Unter­neh­mens­an­mel­dungen und Spon­so­ring sorgen für Sicht­bar­keit. Die geprüften Unter­lagen deuten darauf hin, dass einige Unter­nehmen im Verhältnis zu ihrer Größe nur über begrenzte lokale Substanz verfügen.

Es werden keine Vorwürfe wegen rechts­wid­rigen Verhal­tens erhoben. Die Fragen betreffen Konsis­tenz, Trans­pa­renz und Substanz. Warum werden einige Lizenzen inner­halb weniger Monate bear­beitet, während andere Antrag­steller von längeren Fristen berichten? Warum weist ein Unter­nehmen mit einem gemel­deten Umsatz von mehr als 76 Millionen Euro nur zwei Mitar­beiter und ein kleines gemie­tetes Büro auf? Warum wird ein erheb­li­cher Teil der gemel­deten Steu­er­be­las­tung zurück­ge­stellt, anstatt als Barein­nahmen für die malte­si­sche Staats­kasse ausge­wiesen zu werden?

Für Malta geht es sowohl um den Ruf als auch um steu­er­liche Belange. Eine Gerichts­bar­keit, die hart daran gear­beitet hat, aus der grauen Liste der FATF heraus­zu­kommen, läuft Gefahr zu signa­li­sieren, dass die wich­tigsten Lehren nicht voll­ständig verin­ner­licht wurden, wenn Geschwin­dig­keit und Öffent­lich­keits­wirk­sam­keit die Prüfung und Substanz zu über­trumpfen scheinen.

Die Gruppe profi­tiert von der Sicht­bar­keit, der euro­päi­schen regu­la­to­ri­schen Posi­tio­nie­rung und dem Pres­tige, das mit malte­si­schen Fußball­spon­so­rings verbunden ist. Malta wiederum verzeichnet in den geprüften Unter­lagen beschei­dene Steu­er­ein­nahmen und begrenzte Beschäf­ti­gung, neben erneuten Fragen zur Aufsicht.

Abhilfe schafft die konse­quente Anwen­dung bestehender Vorschriften. Indem Malta alle Betreiber an denselben Stan­dard bindet, kann es das Risiko verrin­gern, in erster Linie als Platt­form für Signa­li­sie­rungen statt für substan­zi­elle Opera­tionen genutzt zu werden, und kann Bedenken ausräumen, dass Insider profi­tieren, während die Gast­ge­richts­bar­keit Repu­ta­ti­ons­ri­siken eingeht.

FAQs

Was ist der Fokus der Bada­lyan-Gruppe in Malta?
Die Gruppe ist in den Berei­chen Gaming, Block­chain, Zahlungen und Sport­spon­so­ring über mehrere in Malta lizen­zierte oder regis­trierte Unter­nehmen tätig.

Wer sind Vahe und Vigen Bada­lyan?
Sie sind arme­ni­sche Unter­nehmer und Mitgründer von Soft­Con­s­truct, der Mutter­ge­sell­schaft von Marken wie BetCon­s­truct, Fastex und VBet.

Welche malte­si­sche Firma reprä­sen­tiert Soft­Con­s­truct?
Soft Cons­truct (Malta) Ltd ist die malte­si­sche Toch­ter­ge­sell­schaft. Die Unter­lagen zeigen eine geringe lokale Beleg­schaft im Vergleich zu den gemel­deten Umsätzen.

Warum ist das Spon­so­ring der Malta Premier League bedeu­tend?
Das YoHe­alth-Spon­so­ring wurde ange­kün­digt, bevor die rele­vante Rechts­ein­heit formal regis­triert war, was Fragen zur zeit­li­chen Abfolge und Gover­nance aufwirft.

Was zeigten die Jahres­ab­schlüsse 2024 von Soft Cons­truct (Malta) Ltd?
Das Unter­nehmen meldete 76,5 Mio. € Umsatz und 19,7 Mio. € Gewinn vor Steuern, hatte jedoch nur zwei Mitar­beiter und geringe Büro­kosten.

Warum bestehen Bedenken bezüg­lich der Trans­pa­renz?
Bedenken ergeben sich aus beschleu­nigten Lizenz­ge­neh­mi­gungen, konzen­trierten Token­be­ständen, geringer lokaler Substanz und grenz­über­schrei­tenden Eigen­tü­mer­struk­turen.

Was ist Fast­token und warum ist es rele­vant?
Fast­token ist ein Block­chain-Token, der als dezen­tra­li­siert beworben wird, aber öffent­lich zugäng­liche Infor­ma­tionen zeigen eine hohe Konzen­tra­tion bei Insi­dern.

Wie viel Steuern zahlte Soft Cons­truct (Malta) Ltd in Malta?
Im Jahr 2024 meldete das Unter­nehmen eine Steu­er­last von 7,36 Mio. €, tatsäch­lich zahlte es jedoch nur etwa 839.000 € in bar an die malte­si­schen Behörden.

Warum ist Malta für die Stra­tegie der Gruppe wichtig?
Malta bietet Zugang zu EU-Regu­lie­rungen, Finanz­dienst­leis­tungs­li­zenzen und Sicht­bar­keit durch Sport­spon­so­ring, was das inter­na­tio­nale Profil der Gruppe stärkt.

Behauptet der Artikel ille­gales Verhalten?
Nein. Der Artikel hebt Fragen zu Gover­nance, Trans­pa­renz und Repu­ta­tion hervor und macht keine Anschul­di­gungen von Rechts­ver­stößen.

Haftungs­aus­schluss

Diese Veröf­fent­li­chung basiert auf öffent­li­chen Unter­lagen, behörd­li­chen Mate­ria­lien und anderen Quellen, die zum Zeit­punkt der Erstel­lung als korrekt ange­sehen wurden. Sie dient ausschließ­lich zu Infor­ma­ti­ons­zwe­cken und als faire Stel­lung­nahme und stellt keine Rechts‑, Steuer‑, Finanz- oder sons­tige profes­sio­nelle Bera­tung dar.

Es wird keine Behaup­tung über rechts­wid­riges Verhalten aufge­stellt. Verweise auf Personen oder Unter­nehmen beziehen sich auf öffent­lich zugäng­liche Infor­ma­tionen und impli­zieren kein Fehl­ver­halten. Leser sollten die Fakten unab­hängig über­prüfen. Wir werden begrün­dete Korrek­turen berück­sich­tigen.

Nichts in diesem Doku­ment begründet eine Verbin­dung oder Befür­wor­tung. Alle Parteien gelten als unschuldig, sofern kein zustän­diges Gericht etwas anderes entscheidet.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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