Damex Gibraltar Status der Regu­lie­rung und Firmen­struktur

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Damex in Gibraltar: Unter­su­chung des regu­la­to­ri­schen Status und der Unter­neh­mens­struktur der Gruppe.

Damex ist ein Finanz­tech­no­lo­gie­un­ter­nehmen mit Haupt­sitz in Gibraltar, das sich auf digi­tale Vermö­gens­werte und damit verbun­dene Zahlungs­lö­sungen konzen­triert. Aufgrund seiner Geschäfts­tä­tig­keit unter­liegt es einer ganz beson­deren Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht, die sich mit Unter­nehmen befasst, die Werte über Block­chain oder vergleich­bare Distri­buted-Ledger-Tech­no­lo­gien (DLT) halten, über­tragen oder ander­weitig verwalten.

Gibraltar präsen­tiert sich seit Jahren als inter­na­tio­naler Knoten­punkt für Unter­nehmen in diesem Bereich und hat einen Regu­lie­rungs­rahmen einge­führt, der seine etablierte Finanz­dienst­leis­tungs­ge­setz­ge­bung ergänzt. Diese Posi­tio­nie­rung soll ein Gleich­ge­wicht zwischen Inno­va­tion und behörd­li­cher Aufsicht herstellen und Unter­nehmen wie Damex ein recht­li­ches Umfeld bieten, in dem sie tätig sein können, während den Gegen­par­teien die Gewiss­heit gegeben wird, dass die Stan­dards von einer gesetz­li­chen Behörde über­wacht werden.

Inner­halb dieses Rahmens hat Damex versucht, eine Brücke zwischen Elementen der konven­tio­nellen Finanz­welt und neueren Dienst­leis­tungen im Bereich digi­taler Vermö­gens­werte zu schlagen. Auf der einen Seite seines Ange­bots stehen Produkte, die mit der tradi­tio­nellen Zahlungs­in­fra­struktur verbunden sind, wie Fiat-Konten, inter­na­tio­nale Über­wei­sungen und opera­tive Bank­funk­tionen. Auf der anderen Seite stehen Lösungen, die es Kunden ermög­li­chen, digi­tale Vermö­gens­werte sicher zu halten, zu verwalten und zu über­tragen, vorbe­halt­lich der geltenden regu­la­to­ri­schen Anfor­de­rungen. In den Anfangs­jahren bot das Unter­nehmen diese Dienst­leis­tungen sowohl Privat- als auch Firmen­kunden an, hat sich seitdem jedoch auf den Busi­ness-to-Busi­ness-Bereich konzen­triert. Das bedeutet, dass Damex einer Reihe von regu­la­to­ri­schen Verpflich­tungen unter­liegt, darunter Anfor­de­rungen zur Bekämp­fung von Geld­wä­sche, opera­tive Wider­stands­fä­hig­keit, Gover­nance, Finanz­sta­bi­lität und der Schutz von Kunden­ver­mögen.

Eine Reihe dieser Details kann durch öffent­lich zugäng­liche Quellen unab­hängig bestä­tigt werden. Die Haftungs­aus­schlüsse des Unter­neh­mens, Vertrags­do­ku­mente und Einträge im Unter­neh­mens­re­gister von Gibraltar geben Einblicke in die Lizen­zie­rung und Grün­dung. Wie bei vielen Unter­nehmen in diesem Sektor gibt es jedoch auch Bereiche, in denen weniger Infor­ma­tionen öffent­lich zugäng­lich sind.

Die Zusam­men­set­zung der Führungs­struk­turen, die Anzahl der in Gibraltar ansäs­sigen Mitar­beiter oder die genaue Vertei­lung der Compli­ance-Verant­wort­lich­keiten über verschie­dene Gerichts­bar­keiten hinweg sind in den Regis­ter­ein­trägen nicht aufge­führt. Beob­ach­tern bleibt daher nichts anderes übrig, als die Stel­lung des Unter­neh­mens anhand der über­prüf­baren Infor­ma­tionen zu inter­pre­tieren.

Dieser Artikel basiert ausschließ­lich auf offi­zi­ellen und öffent­lich zugäng­li­chen Mate­ria­lien. Er bezieht sich auf Unter­neh­mens­un­ter­lagen, Pres­se­mit­tei­lungen der Regie­rung von Gibraltar, Register der Gibraltar Finan­cial Services Commis­sion (GFSC) und von Damex selbst heraus­ge­ge­bene recht­liche Verein­ba­rungen. Er berück­sich­tigt auch die Verpflich­tungen, die Gibral­tars Lizen­zie­rungs­rahmen für DLT-Anbieter aufer­legt, und legt dar, wo die Erwar­tungen gesetz­lich defi­niert sind und wo opera­tive Infor­ma­tionen nur dem Unter­nehmen und seiner Aufsichts­be­hörde bekannt sind.

Gibral­tars Lizen­zie­rungs­rahmen

Gibraltar hat Anfang 2018 sein Regu­lie­rungs­system für Distri­buted-Ledger-Tech­no­logie einge­führt und ist damit eine der ersten Juris­dik­tionen, die Vorschriften für diesen Sektor kodi­fi­ziert hat. Das Gesetz gilt für alle Unter­nehmen, die in oder von Gibraltar aus Geschäfte tätigen und im Auftrag Dritter Werte mithilfe von Distri­buted-Ledger-Tech­no­logie spei­chern oder über­tragen.

Dies ist eine weit gefasste Defi­ni­tion, die nicht nur Kryp­to­wäh­rungen, sondern auch andere Systeme erfasst, bei denen Trans­ak­tionen in einem dezen­tralen Netz­werk aufge­zeichnet, vali­diert und geteilt werden. Der Rechts­be­griff „DLT” ist daher weiter gefasst als nur Block­chain und umfasst sowohl geneh­migte als auch öffent­liche Netz­werke.

Im Gegen­satz zu stark präskrip­tiven Systemen in einigen anderen Juris­dik­tionen hat Gibraltar einen prin­zi­pi­en­ba­sierten Ansatz gewählt. Die Gesetz­ge­bung legt zehn über­ge­ord­nete Grund­sätze fest, die jedes lizen­zierte Unter­nehmen erfüllen muss und die die Bereiche Unter­neh­mens­füh­rung, opera­tio­nelles Risiko, Offen­le­gungs­pflichten gegen­über Kunden, Finanz­sta­bi­lität, Daten­si­cher­heit und Geld­wä­sche­be­kämp­fung abde­cken.

Jeder Grund­satz ist bewusst weit gefasst, sodass es dem Unter­nehmen über­lassen bleibt, zu zeigen, wie es ihn in der Praxis umsetzt. Die Aufsichts­be­hörde GFSC über­wacht dann die Einhal­tung dieser Grund­sätze und prüft, ob die vom Unter­nehmen getrof­fenen Maßnahmen ange­sichts seines jewei­ligen Modells und seiner Akti­vi­täten ausrei­chend sind.

Ein wesent­li­ches Merkmal dieses Rahmens ist die Anfor­de­rung, dass „Verstand und Manage­ment” in Gibraltar ange­sie­delt sein müssen. In der Praxis bedeutet dies, dass stra­te­gi­sche Entschei­dungen und opera­tive Anwei­sungen von Personen getroffen werden müssen, die physisch in der Gerichts­bar­keit ansässig sind. Dieser Grund­satz zielt darauf ab, eine Situa­tion zu vermeiden, in der ein Unter­nehmen zwar recht­lich in Gibraltar einge­tragen ist, aber tatsäch­lich vom Ausland aus geleitet wird, und gewähr­leistet so die Rechen­schafts­pflicht gegen­über dem lokalen Recht.

Um dies zu über­wa­chen, ist die GFSC befugt, lizen­zierte Unter­nehmen zu inspi­zieren, Berichte anzu­for­dern, Belege zu verlangen und gege­be­nen­falls Durch­set­zungs­maß­nahmen zu ergreifen. Das System soll sowohl Flexi­bi­lität als auch Sicher­heit bieten, sodass verschie­dene Geschäfts­mo­delle funk­tio­nieren können und gleich­zeitig sicher­ge­stellt ist, dass sich die Öffent­lich­keit auf einen grund­le­genden Aufsichts­stan­dard verlassen kann.

Das lizen­zierte Unter­nehmen von Damex

Unab­hän­gige Aufzeich­nungen bestä­tigen, dass Damex über Digital Asset Manage­ment Limited tätig ist, das in Gibraltar unter der Firmen­nummer 116618 regis­triert ist. Dieses Unter­nehmen besitzt die DLT-Anbieter-Lizenz­nummer 24738, die von der GFSC ausge­stellt wurde. Das Unter­nehmen firmiert unter den Namen „Damex” und „Damex.io”, die beide in Kunden­ver­trägen, Marke­ting­ma­te­ria­lien und dem öffent­li­chen Register der GFSC für zuge­las­sene Unter­nehmen aufge­führt sind.

Die Regie­rung von Gibraltar selbst würdigte den Meilen­stein der Lizen­zie­rung des Unter­neh­mens in einer Pres­se­mit­tei­lung vom März 2019 und bezeich­nete Damex als einen der ersten Lizenz­nehmer unter dem DLT-Regime. Laut dieser Mittei­lung dauerte der Prozess bis zur Geneh­mi­gung etwa ein Jahr, was die Praxis der GFSC wider­spie­gelt, die Gover­nance-Rege­lungen, Risi­ko­ma­nage­ment­sys­teme, finan­zi­elle Wider­stands­fä­hig­keit und tech­no­lo­gi­schen Fähig­keiten jedes Antrag­stel­lers sorg­fältig zu prüfen.

Die Kunden­ver­träge von Damex stimmen mit diesen öffent­li­chen Aufzeich­nungen überein. Doku­mente wie die OTC-Kunden­ver­ein­ba­rung und die Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen geben die Regis­trie­rungs­nummer des Unter­neh­mens, seinen offi­zi­ellen Sitz in Suite 1, Burns House, 19 Town Range, Gibraltar, und die Wahl des Rechts von Gibraltar als geltendes Rechts­system an. Durch den Abgleich dieser Quellen können sich Beob­achter vom Lizenz­status des Unter­neh­mens über­zeugen.

Was in diesen Doku­menten nicht enthalten ist, sind opera­tive Einzel­heiten wie die Auftei­lung der Gover­nance-Verant­wort­lich­keiten unter den Direk­toren, die Anzahl der Mitar­beiter, die im Bereich Compli­ance tätig sind, oder die Frage, ob es inner­halb der Gruppe Aufsichts­gre­mien gibt. Diese Ange­le­gen­heiten bleiben privat, sofern sie nicht frei­willig offen­ge­legt werden.

Mutter­ge­sell­schaft und Konzern­struktur

Laut den Haftungs­aus­schlüssen auf der Website von Damex ist die oberste Mutter­ge­sell­schaft The Expe­ri­ence Holding Limited, einge­tragen in Gibraltar unter der Firmen­nummer 123183. Die Holding­ge­sell­schaft hat denselben Sitz wie die opera­tive Toch­ter­ge­sell­schaft. Die Iden­ti­fi­zie­rung der Mutter­ge­sell­schaft ist wichtig, da sie Klar­heit darüber schafft, wo letzt­lich die Eigen­tums- und Führungs­zu­stän­dig­keiten liegen. In Unter­neh­mens­struk­turen dieser Art kann die Holding­ge­sell­schaft die stra­te­gi­sche Ausrich­tung vorgeben, das geis­tige Eigentum kontrol­lieren, die Finanzen konso­li­dieren oder als Anteils­eigner für opera­tive Toch­ter­ge­sell­schaften fungieren.

Die beim Gibraltar Compa­nies House einge­reichten Unter­lagen sollen die Ernen­nung von Direk­toren, Infor­ma­tionen zu Anteils­eig­nern, Kapi­tal­ver­än­de­rungen und andere gesetz­lich vorge­schrie­bene Angaben bestä­tigen. Anhand dieser Doku­mente lässt sich erkennen, ob die Eigen­tums­ver­hält­nisse konzen­triert oder verstreut sind, ob es in letzter Zeit struk­tu­relle Verän­de­rungen gegeben hat und ob Direk­toren über­lap­pende Zustän­dig­keiten in anderen Unter­nehmen inne­haben.

Was sie nicht liefern können, ist ein detail­liertes Bild der tägli­chen Geschäfts­füh­rung oder der Vertei­lung der Perso­nal­res­sourcen. Diese Unter­schei­dung ist wichtig, denn während die Eigen­tums­ver­hält­nisse recht­lich bestä­tigt werden können, bleiben opera­tive Ange­le­gen­heiten außer­halb der behörd­li­chen Unter­lagen oft unsichtbar.

Zahlungs­ver­ein­ba­rungen mit Dritten

Aus den Vertrags­un­ter­lagen von Damex geht eindeutig hervor, dass Digital Asset Manage­ment Limited als Vertreter oder Vertriebs­händler von Modulr FS Limited regis­triert ist, einem in Groß­bri­tan­nien ansäs­sigen E‑Geld-Institut (EMI), das von der Finan­cial Conduct Autho­rity (FCA) zuge­lassen ist und beauf­sich­tigt wird.

Diese Verein­ba­rung ermög­licht es Damex-Kunden, über die Systeme von Modulr auf bestimmte Fiat-Dienst­leis­tungen, einschließ­lich der Vergabe von IBANs, zuzu­greifen.

Für Kunden bedeutet dies, dass sie zwar bei der Kunden­auf­nahme und Kommu­ni­ka­tion direkt mit Damex inter­agieren, die regu­la­to­ri­sche Verant­wor­tung für die Siche­rung von Fiat-Geldern jedoch letzt­end­lich bei Modulr liegt. Nach briti­schem Recht müssen EMI Kunden­gelder von ihren eigenen Mitteln trennen, Maßnahmen zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche anwenden und strenge opera­tive und finan­zi­elle Stabi­li­täts­an­for­de­rungen einhalten. Damex fungiert daher teil­weise als Vermittler und Manager von Kunden­be­zie­hungen, während Modulr als lizen­zierter Verwahrer für Fiat-Trans­ak­tionen auftritt.

Solche Verein­ba­rungen sind im Fintech-Sektor üblich, wo Unter­nehmen ohne eigene EMI-Lizenz auf Part­ner­schaften ange­wiesen sind, um bestimmte Dienst­leis­tungen erbringen zu können. Sie schaffen jedoch eine mehr­schich­tige Vertrags­be­zie­hung, und Kunden müssen sich darüber im Klaren sein, welche Aufsichts­be­hörde in welcher Phase zuständig ist.

Im Fall von Damex über­wacht die GFSC den DLT-Teil seiner Geschäfts­tä­tig­keit, während die FCA die EMI-Akti­vi­täten von Modulr beauf­sich­tigt. Die Part­ner­schaft verdeut­licht den grenz­über­schrei­tenden Charakter moderner Finanz­dienst­leis­tungen und die Notwen­dig­keit einer klaren Verant­wor­tungs­zu­wei­sung.

Geschäfts­um­stel­lung nach 2024

Im Oktober 2024 gab Damex den Verkauf seines Privat­kun­den­ge­schäfts an Ziglu bekannt, eine in Groß­bri­tan­nien ansäs­sige Kryp­to­wäh­rungs-Banking-Anwen­dung. Die Trans­ak­tion, über die in etablierten Medien wie Sky News, dem Gibraltar Chro­nicle und Tech.eu ausführ­lich berichtet wurde, wurde als reine Akti­en­trans­ak­tion struk­tu­riert. Das bedeu­tete, dass Damex statt Bargeld eine Betei­li­gung an Ziglu erhielt.

Der Verkauf markierte eine bedeu­tende stra­te­gi­sche Neuaus­rich­tung. Damex stellte das Angebot direkter Dienst­leis­tungen für Privat­kunden ein und konzen­trierte sich statt­dessen auf B2B-Lösungen. Ziglu über­nahm den Privat­kun­den­stamm und inte­grierte diese Konten in seine eigenen Systeme. Diese Neuaus­rich­tung hat regu­la­to­ri­sche Auswir­kungen.

Der Privat­kun­den­be­reich umfasst in der Regel eine große Anzahl von Einzel­kunden, sodass Unter­nehmen Systeme zum Verbrau­cher­schutz, zur finan­zi­ellen Aufklä­rung und zur Über­wa­chung vieler Trans­ak­tionen mit geringem Wert imple­men­tieren müssen. Im Gegen­satz dazu umfassen B2B-Dienst­leis­tungen in der Regel weniger Kunden mit höheren Trans­ak­ti­ons­werten und komple­xeren Unter­neh­mens­struk­turen.

Für Damex hat diese Ände­rung wahr­schein­lich den opera­tiven Aufwand für die Verwal­tung Tausender kleiner Konten verrin­gert, aber den Bedarf an einer einge­henden Due Dili­gence für eine gerin­gere Anzahl anspruchs­voller Kunden erhöht. Die Aufsichts­be­hörden erwarten in der Regel, dass Unter­nehmen ihre Compli­ance-Struk­turen entspre­chend anpassen und sicher­stellen, dass die Über­prü­fung der wirt­schaft­li­chen Eigen­tums­ver­hält­nisse, die Trans­ak­ti­ons­über­wa­chung und das Risi­ko­ma­nage­ment in einem ange­mes­senen Verhältnis zum Geschäfts­mo­dell stehen.

Diese Umstel­lung zeigt, wie stra­te­gi­sche Entschei­dungen nicht nur den geschäft­li­chen Schwer­punkt, sondern auch die regu­la­to­ri­schen Erwar­tungen an ein lizen­ziertes Unter­nehmen beein­flussen können.

Bereiche, die nicht durch öffent­liche Aufzeich­nungen abge­deckt sind

Im Juni 2025 reichte Malta Media schrift­liche Fragen bei Damex ein, um Klar­heit über opera­tive Ange­le­gen­heiten zu erhalten, die aus öffent­li­chen Aufzeich­nungen nicht ersicht­lich sind. Dazu gehörten die Größe der Compli­ance- und AML-Teams, deren Standort und die Vertei­lung der Entschei­dungs­be­fug­nisse inner­halb von Gibraltar. Zum Zeit­punkt der Erstel­lung dieses Arti­kels lag noch keine Antwort vor. Das Ausbleiben einer Antwort deutet nicht auf ein Fehl­ver­halten hin, sondern spie­gelt viel­mehr die Tatsache wider, dass die Regu­lie­rungs­vor­schriften von Gibraltar von Unter­nehmen nicht verlangen, diese Infor­ma­tionen zu veröf­fent­li­chen.

Ohne frei­wil­lige Offen­le­gung bleibt den Beob­ach­tern nur ein unvoll­stän­diges Bild. Während die GFSC Zugang zu den Infor­ma­tionen hat, die sie zur Beauf­sich­ti­gung lizen­zierter Unter­nehmen benö­tigt, müssen sich die Öffent­lich­keit, poten­zi­elle Geschäfts­partner und Kunden auf gesetz­liche Unter­lagen und Vertrags­do­ku­mente verlassen. Diese Unter­lagen bestä­tigen die Lizen­zie­rung und Eigen­tums­ver­hält­nisse, geben jedoch keine Auskunft über opera­tive Details.

Für dieje­nigen, die die Wider­stands­fä­hig­keit, die Gover­nance-Kultur oder die Compli­ance-Bereit­schaft des Unter­neh­mens bewerten, entsteht dadurch eine Unter­schei­dung zwischen dem, was recht­lich über­prüfbar ist, und dem, was intern bleibt.

Beob­ach­tungen zur Trans­pa­renz

Die über­prüf­baren Unter­lagen bestä­tigen, dass Damex ein von der GFSC beauf­sich­tigter lizen­zierter DLT-Anbieter ist, der über Digital Asset Manage­ment Limited operiert und sich im Besitz von The Expe­ri­ence Holding Limited befindet. Die Part­ner­schaft des Unter­neh­mens mit Modulr FS Limited für Fiat-Dienst­leis­tungen geht aus den vertrag­li­chen Angaben klar hervor und stellt ein etabliertes Bran­chen­mo­dell dar.

Die Veräu­ße­rung des Privat­kun­den­ge­schäfts an Ziglu im Oktober 2024 wird von mehreren unab­hän­gigen Quellen bestä­tigt und spie­gelt eine bewusste Hinwen­dung zu insti­tu­tio­nellen Dienst­leis­tungen wider.

Unklar bleiben hingegen die interne Gover­nance und die Perso­nal­struk­turen des Unter­neh­mens. Infor­ma­tionen über die Anzahl der Compli­ance-Mitar­beiter in Gibraltar, die Vertei­lung der Zustän­dig­keiten im Rahmen der Verein­ba­rung mit Modulr oder die genauen Aufsichts­pro­zesse für die Siche­rung von Kunden­ver­mögen werden nicht öffent­lich bekannt gegeben.

Dies ist zwar nicht unge­wöhn­lich, bedeutet jedoch, dass die Bewer­tung der lang­fris­tigen Stabi­lität von Damex sich auf die Angaben in öffent­li­chen Regis­tern und die vertrag­li­chen Bestim­mungen stützen muss.

Das Fehlen öffent­lich zugäng­li­cher opera­tiver Details entspricht der Regu­lie­rungs­praxis in Gibraltar und sollte nicht als Hinweis auf Mängel inter­pre­tiert werden.

Dieser Artikel enthält keine Vorwürfe wegen Fehl­ver­hal­tens und vermeidet speku­la­tive Schluss­fol­ge­rungen. Er stützt sich ausschließ­lich auf über­prüf­bare amtliche Unter­lagen, Unter­neh­mens­ver­öf­fent­li­chungen und Berichte etablierter Medien. Sein Zweck ist es, die Fakten so darzu­stellen, wie sie bestä­tigt werden können, und gleich­zeitig auf Bereiche hinzu­weisen, in denen frei­wil­lige Trans­pa­renz den Inter­es­sen­gruppen helfen könnte, zu verstehen, wie Damex die regu­la­to­ri­schen Grund­sätze Gibral­tars für DLT-Anbieter erfüllt.

FAQs

Was ist Damex und wo hat das Unter­nehmen seinen Sitz?
Damex ist ein Fintech-Unter­nehmen, das sich auf digi­tale Vermö­gens­werte und Zahlungs­dienste spezia­li­siert hat, mit Sitz in Gibraltar.

Welcher Regu­lie­rungs­rahmen gilt für Damex in Gibraltar?
Damex unter­liegt dem Distri­buted Ledger Tech­no­logy (DLT)-Regime Gibral­tars und wird von der GFSC über­wacht.

Welche juris­ti­sche Einheit betreibt Damex in Gibraltar?
Damex wird durch Digital Asset Manage­ment Limited betrieben, Inhaber der DLT-Anbieter-Lizenz Nummer 24738.

Wer ist Eigen­tümer von Damex?
Die Mutter­ge­sell­schaft ist The Expe­ri­ence Holding Limited, einge­tragen in Gibraltar.

Welche Dienst­leis­tungen bot Damex vor 2024 an?
Damex bot digi­tale Vermö­gens­dienst­leis­tungen für Privat- und Geschäfts­kunden an, darunter Fiat-Konten, inter­na­tio­nale Trans­fers und DLT-Lösungen.

Welche Verän­de­rung gab es im Geschäfts­mo­dell von Damex 2024?
Damex verkaufte den Einzel­kun­den­be­reich an Ziglu und konzen­triert sich seitdem auf B2B-Digital-Asset-Dienste.

Wie werden Fiat-Trans­ak­tionen für Kunden abge­wi­ckelt?
Damex arbeitet mit Modulr FS Limited, einem UK-EMI, zusammen, der Kunden­gelder sichert und FCA-Vorschriften einhält.

Welche Bereiche der Damex-Opera­tionen sind nicht öffent­lich einsehbar?
Interne Gover­nance, Mitar­bei­ter­zahlen und die Vertei­lung von Compli­ance-Aufgaben werden nur bei frei­wil­liger Offen­le­gung bekannt.

Was bedeutet „Mind and Manage­ment“ in der Gibraltar-Regu­lie­rung?
Stra­te­gi­sche und opera­tive Entschei­dungen müssen physisch von Personen in Gibraltar getroffen werden.

Wo lässt sich der Regu­lie­rungs­status von Damex über­prüfen?
Über das GFSC-Register lizen­zierter DLT-Anbieter und die offi­zi­ellen Einträge bei Gibraltar Compa­nies House.

Voll­stän­dige Quel­len­liste

Gibraltar Finan­cial Services Commis­sion — Digital Asset Manage­ment Limited — Regu­lated Entity Entry: https://www.fsc.gi/regulated-entity/digital-asset-management-ltd-24738

Gibraltar Finan­cial Services Commis­sion — DLT Provi­ders List: https://www.fsc.gi/regulated-entities/dlt-providers-38

Govern­ment of Gibraltar — Press Release 160/2019: DLT Licence Granted: https://www.gibraltar.gov.gi/new/sites/default/files/press/2019/Press%20Releases/160‑2019.pdf

Damex — OTC Client Agree­ment: https://assets.damex.io/otc-direct-terms
Damex — Master Terms: https://assets.damex.io/direct‑t%26cs

Damex — Terms and Condi­tions: https://damex.io/damex-terms-and-conditions/
Damex — Disclaimer: https://damex.io/disclaimer

Gibraltar Finance — Distri­buted Ledger Tech­no­logy Frame­work Over­view: https://www.gibraltarfinance.gi/technology/distributed-ledger-technology

GFSC — Distri­buted Ledger Tech­no­logy Provi­ders (over­view page): https://www.fsc.gi/FSC/distributed-ledger-technology-providers

GFSC — Guidance and down­loads for DLT firms: https://www.fsc.gi/downloads?section=19&type=0

Ramparts Law — Gibraltar DLT and Crypto Asset Law Over­view: https://ramparts.gi/gibraltar-dlt-crypto-asset-law-and-regulation/

Global Legal Insights — Block­chain & Cryp­to­cur­rency Laws and Regu­la­tions: Gibraltar: https://www.globallegalinsights.com/practice-areas/blockchain-cryptocurrency-laws-and-regulations/gibraltar/

Sky News — Ziglu acqui­si­tion of Damex retail arm: https://news.sky.com/story/trading-platform-ziglu-adds-customers-with-acquisition-of-damex-arm-13232792

Gibraltar Chro­nicle — Damex sells retail arm to Ziglu: https://www.chronicle.gi/damex-sells-retail-arm-to-uk-crypto-banking-app-ziglu/

Tech.eu — Ziglu buys retail arm of Gibraltar-based crypto payments firm: https://tech.eu/2024/10/14/uk-crypto-outfit-ziglu-buys-retail-arm-of-gibraltar-based-crypto-payments-firm/

GFSC — Example enforce­ment notice (Tap Global Limited): https://www.fsc.gi/news/regulatory-settlement-agreement-between-the-gfsc-and-tap-global-limited-500

Behörden und Kontakte für formelle Beschwerden oder Infor­ma­ti­ons­wei­ter­gabe

Gibraltar (Teil 2: DLT-Compli­ance und Grün­dungs­zu­stän­dig­keit)
Gibraltar Finan­cial Services Commis­sion (GFSC) — Zur Meldung von Problemen mit DLT-Lizenzen oder regu­la­to­ri­schem Verhalten: https://www.gfsc.gi/consumer/submit-a-complaint

Litauen (Teil 3: io UAB und Substanz­an­for­de­rungen)
Bank of Lithuania (Lietuvos Bankas) — Für Aufsicht über EMI-Lizenzen und AML-Über­wa­chung: https://www.lb.lt/en/contacts#contact_form

Malta (Teil 4: Treu­hand­struktur und Aufsicht)
Malta Finan­cial Services Autho­rity (MFSA) — Für Aufsicht von Dienst­leis­tern und Fit-and-Proper-Anfor­de­rungen: https://www.mfsa.mt/about-us/contact/

Finan­cial Intel­li­gence Analysis Unit (FIAU) — Für AML, CFT und Outsour­cing-Aufsicht: https://fiau.gov.mt/contact/

Isle of Man (Teil 5: Black­fridge EX und Stab­le­coin-Aufsicht)
Isle of Man Finan­cial Services Autho­rity — Für Meldung von Problemen mit Stab­le­coins, Token-Ausgabe und Finanz­auf­sicht: https://www.iomfsa.im/complaints/

Verei­nigtes König­reich (Teil 6: Modulr-Abhän­gig­keit und Siche­rung)
Finan­cial Conduct Autho­rity (FCA) — Für EMI-Aufsicht, Siche­rungs­pro­bleme oder Risiken durch Dritt­par­teien: https://www.fca.org.uk/contact

Euro­pa­weit (grenz­über­schrei­tende Fragen, Teil 7)
Euro­pean Banking Autho­rity (EBA) — Für Pass­porting, aufsichts­recht­liche und Siche­rungs­ver­stöße: https://www.eba.europa.eu/about-us/contact-us
Euro­pean Secu­ri­ties and Markets Autho­rity (ESMA) — Für Krypto-Asset-Regu­lie­rung und MiCAR-Feed­back: https://www.esma.europa.eu/contact-us

Optional für Whist­le­b­lower-Schutz und Meldungen
Finan­cial Action Task Force (FATF) — Für globale AML/CFT-Rahmen­auf­sicht: https://www.fatf-gafi.org/en/contact.html
Inter­na­tional Asso­cia­tion of Gaming Regu­la­tors (IAGR) — Bei über­grei­fenden Problemen mit Zahlungs­in­fra­struktur für risi­ko­reiche Bran­chen: https://iagr.org/contact/

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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