Aideen Shortt, die CGA und die Fassade der Reform

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Warum Cura­çaos Glücks­spiel­re­form eher kritisch betrachtet werden sollte als mit Beifall bedacht!

Cura­çaos lang erwar­tete Glücks­spiel­re­form wurde als Wende­punkt für die regu­la­to­ri­sche Glaub­wür­dig­keit der Insel präsen­tiert. Bei genauerer Betrach­tung zeigt sich jedoch kein struk­tu­reller Fort­schritt, sondern viel­mehr syste­mi­sche Verleug­nung, Inter­es­sen­kon­flikte und perfor­ma­tive Aufsicht.

Hinter den glanz­vollen Präsen­ta­tionen auf inter­na­tio­nalen Glücks­spiel­messen und den stetigen Pres­se­mit­tei­lungen verbirgt sich eine Reform, die voller Wider­sprüche steckt.

Im Mittel­punkt dieses Regu­lie­rungs­thea­ters steht Frau Aideen Shortt, eine lang­jäh­rige Bran­chen­be­ra­terin, deren jüngster Auftritt in einer deut­schen Inves­ti­ga­tiv­do­ku­men­ta­tion drin­gende Fragen zur Legi­ti­mität der Reformer­zäh­lung aufwirft. Diese Doku­men­ta­tion: „Sucht­ge­schäft. Doku über ille­gale Onli­ne­ca­sinos” (über­setzt: „Das Sucht­ge­schäft: Doku über ille­gale Onli­ne­ca­sinos”), die am 6. Juli 2025 ausge­strahlt wurde, bietet den viel­leicht direk­testen und unge­fil­ter­testen Einblick in die wahren Absichten hinter dem Rebran­ding von Curaçao.

Die aufge­zeich­neten Aussagen von Aideen Shortt: Verkauf von Flexi­bi­lität, nicht von Inte­grität!

In einem aufge­zeich­neten Gespräch ARD Doku – Sucht­ge­schäft. Doku über ille­gale Onli­ne­ca­sinos (52 Min) von Minute 28:00 bis 31:30 der ARD/SWR-Doku­men­ta­tion disku­tiert Frau Shortt, die als Seni­or­be­ra­terin der CGA und Bera­terin des Finanz­mi­nis­te­riums vorge­stellt wird, den Regu­lie­rungs­an­satz von Curaçao mit einem Under­cover-Reporter, der sich als Affi­liate ausgibt, der Glücks­spiel­an­ge­bote in einge­schränkten Gerichts­bar­keiten wie Deutsch­land bewerben möchte.

Sie erklärt, dass das Glücks­spiel-Regel­werk von Curaçao „absicht­lich schwach” sei, um Geschäfts­in­ter­essen entge­gen­zu­kommen, und fügt hinzu: „Wir verkaufen hier keine Seife”, um das Fehlen durch­setz­barer Stan­dards zu recht­fer­tigen. Anstatt Betrei­bern zu verbieten, auf einge­schränkte Märkte abzu­zielen, erklärt sie, dass die Politik der CGA darin bestehe, den Betreiber zu fragen, was er vorhabe, und ihm dann „zu sagen, was nicht möglich ist” – eine Logik, die das Grund­prinzip einer regel­ba­sierten Regu­lie­rung auf den Kopf stellt.

Auf die Frage nach Ländern wie Frank­reich, Spanien und Deutsch­land antwortet Shortt selbst­be­wusst, dass Curaçao ihnen keine Beschrän­kungen aufer­legt. Das einzige Land, das ihrer Aussage nach tabu ist, ist Nord­korea.

Allein dieses Gespräch, das im öffent­li­chen Raum der SiGMA World-Konfe­renz in Malta statt­fand, wider­legt jede Vorstel­lung, dass die CGA versucht, ihr Lizenz­system mit den Erwar­tungen der EU oder der FATF in Einklang zu bringen. Es deutet viel­mehr auf eine Regu­lie­rungs­be­hörde hin, die ihre eigenen Compli­ance-Grenzen nach den Bedürf­nissen der Betreiber defi­niert.

Die Sprache von Frau Shortt ist nicht die Sprache einer Refor­merin. Es ist die Stimme von jemandem, der poten­zi­ellen Kunden versi­chert, dass trotz der Schlag­zeilen über Reformen die zugrunde liegende Frei­zü­gig­keit intakt bleibt.

„Wenn Sie ein anderes Land betrügen, betrügen Sie uns“: ein aufschluss­rei­cher Wider­spruch…

Shortts Äuße­rungen in Minute 29:40 sind beson­ders aufschluss­reich. Sie betont, dass die Bezie­hung zwischen der CGA und den Betrei­bern auf Vertrauen beruht, und erklärt: „Wenn Sie ein anderes Land betrügen, betrügen Sie uns.“ Aber weit davon entfernt, eine Warnung zu sein, ist ihre Bemer­kung als eine Frage des Repu­ta­ti­ons­ma­nage­ments und nicht als recht­liche Konse­quenz formu­liert. Ihre Logik impli­ziert, dass Curaçao wegschaut, solange die Betreiber keine Aufmerk­sam­keit auf sich ziehen.

Sie geht sogar noch weiter und argu­men­tiert, dass die CGA ein ausdrück­li­ches Verbot von Märkten ablehnt, weil „wir Ihrem Geschäft nicht schaden wollen“. Sie bezeichnet Deutsch­land und Öster­reich sogar als „proble­ma­tisch“, nur weil es dort „oppor­tu­nis­ti­sche“ Anwälte gibt, und verweist dabei auf laufende Rechts­strei­tig­keiten gegen Platt­formen mit Curaçao-Lizenz.

Anschlie­ßend verweist sie auf Maltas Gesetz­ent­wurf 55 und schlägt vor, dass Curaçao etwas Ähnli­ches einführen sollte, um Lizenz­nehmer vor grenz­über­schrei­tender Straf­ver­fol­gung zu schützen.

Dass Frau Shortt als direkte Bera­terin des Finanz­mi­nis­te­riums tätig ist und gleich­zeitig aktiv Schlupf­lö­cher und Repu­ta­ti­onsar­bi­trage fördert, wirft ernst­hafte Fragen zur Unter­neh­mens­füh­rung auf. In den meisten regu­la­to­ri­schen Umfel­dern würde ein solches Verhalten eine Suspen­die­rung oder eine formelle Unter­su­chung recht­fer­tigen. In Curaçao scheint es einen Bera­tungs­ver­trag zu recht­fer­tigen.

Shortts E‑Mail-Entgeg­nung: Leug­nung ohne Bezug zur Realität!

Als ARD/SWR mit einer schrift­li­chen Bitte um Klar­stel­lung nach­hakte, antwor­tete Frau Shortt im Namen der CGA und „wies entschieden zurück”, dass der Spie­ler­schutz in Curaçao unzu­rei­chend sei. Sie verwies auf Reformen im Rahmen der Natio­nalen Verord­nung für Glücks­spiele (LOK) und behaup­tete, dass neue Regu­lie­rungs­in­stru­mente einge­führt worden seien, um die Aufsicht zu verbes­sern.

Ihre früheren Aussagen, die ohne Zwang oder Falsch­dar­stel­lung aufge­zeichnet wurden, erzählen jedoch eine andere Geschichte. Der Doku­men­tar­film stellt ihre öffent­liche Leug­nung sorg­fältig ihren offenen Äuße­rungen auf der Konfe­renz gegen­über und macht deut­lich, dass die Reformen der CGA zwar tech­nisch umge­setzt wurden, aber nicht ernst­haft und unab­hängig durch­ge­setzt werden.

In der Praxis gibt es nach wie vor keine Anzei­chen für ein funk­tio­nie­rendes Compli­ance­system in Curaçao, sondern ledig­lich die Simu­la­tion eines solchen.

Lizen­zie­rung als recht­liche Umge­hungs­lö­sung: So beschreiben Bran­chen­ak­teure Curaçao.

Der Doku­men­tar­film enthält auch Aussagen anderer SiGMA-Teil­nehmer, die dieselben Bedenken bekräf­tigen. In Minute 24:30 erklärt ein euro­päi­scher Spiel­au­to­ma­ten­an­bieter offen, dass seine Spiele deut­schen Spie­lern über in Curaçao lizen­zierte Websites zur Verfü­gung stehen. Er räumt ein, dass dies nach deut­schem Recht illegal ist, erklärt aber, dass „es die einzige Möglich­keit ist, in Deutsch­land Geld zu verdienen“.

In Minute 25:00 beschreibt ein Zahlungs­an­bieter, wie Trans­ak­tionen über Unter­nehmen abge­wi­ckelt werden, die Lizenzen aus Curaçao, einer afri­ka­ni­schen Insel (Anjouan) oder von nord­ame­ri­ka­ni­schen Urein­woh­nern (Kahn­awake) nutzen.

Und in Minute 48:00 sagt ein Vertriebs­agent den Repor­tern, dass sie sich an Anjouan wenden sollten, wenn sie eine Lizenz „ohne jegliche Regu­lie­rung“ wünschen.

Auffällig ist, dass diese Gespräche in unmit­tel­barer Nähe zum Messe­stand der CGA statt­finden, ohne dass es zu Einwänden oder Wider­sprü­chen kommt. Es gibt keine Anzei­chen dafür, dass die CGA gegen solche Aussagen Einspruch erhoben oder versucht hätte, klar­zu­stellen, dass ihre Lizenz keine Akti­vi­täten in regu­lierten EU-Märkten erlaubt. Wenn die Regu­lie­rungs­be­hörde mit dieser Ausle­gung ihrer Befug­nisse nicht einver­standen ist, muss sie dies noch nach­weisen.

Nardy Cramm: Die Jour­na­listin, die das System aufge­deckt hat und dafür bezahlen musste

Ab Minute 34 enthält der Doku­men­tar­film einen ausführ­li­chen und sehr persön­li­chen Bericht von Nardy Cramm, einer der enga­gier­testen inves­ti­ga­tiven Stimmen gegen das Glücks­spiel­re­gime auf Curaçao. Frau Cramm, die früher auf der Insel lebte, leitet SBGOK und setzte sich mit der Knip­sel­krant Curaçao gegen die Rolle von Treu­hand­büros, Poli­ti­kern und undurch­sich­tigen Finanz­struk­turen ein, die unter dem Deck­mantel der Regu­lie­rung das Onlin­e­glücks­spiel erleich­terten.

Nach der Ermor­dung des Whist­le­b­lo­wers und Poli­ti­kers Helmin Wiels (einem ausge­spro­chenen Kritiker der Korrup­tion inner­halb der Regie­rung von Curaçao und ihrer Verbin­dungen zur Glücks­spiel­in­dus­trie) floh Frau Cramm 2013 aus dem Land. Seitdem lebt sie unter­ge­taucht und gibt an, aus Angst um ihr Leben in stän­diger Furcht zu leben. Trotz dieser Umstände verfolgt sie weiterhin mehr als ein Dutzend Gerichts­ver­fahren vor den Gerichten von Curaçao, die noch immer anhängig sind.

Ihre Aussage in der Doku­men­ta­tion deckt die struk­tu­relle Täuschung auf, die dem Lizenz­mo­dell von Curaçao zugrunde liegt. Sie beschreibt, wie lokale Treu­hand­büros als Rechts­ver­treter für Glücks­spiel­un­ter­nehmen fungieren, wodurch die tatsäch­li­chen wirt­schaft­li­chen Eigen­tümer im Verbor­genen bleiben können.

Nach ihren Schät­zungen haben im Laufe der Jahre über 20.000 Onli­ne­ca­sinos diese Struktur genutzt und damit jähr­lich „Hunderte von Milli­arden” Umsatz gene­riert. Sie stellt fest, dass die rund 150.000 Einwohner Cura­çaos sich der Größen­ord­nung dieser Geschäfte weit­ge­hend nicht bewusst sind, geschweige denn der damit verbun­denen Risiken für die Öffent­lich­keit.

Ihre Schluss­fol­ge­rung ist eindeutig: Curaçao ist keine Regu­lie­rungs­be­hörde. Es handelt sich um einen „Schutz­me­cha­nismus”, der die Illu­sion der Lega­lität für Geschäfts­mo­delle schaffen soll, die einer Über­prü­fung anderswo nicht stand­halten würden.

Was Malta Media zuvor berichtet hat:

Dies ist nicht das erste Mal, dass Malta Media Bedenken hinsicht­lich der Reform­agenda von Curaçao äußert. In „Cura­çaos vorge­täuschte Neuge­stal­tung?“ haben wir die Verlän­ge­rung des UBO-Regis­ters bis zum 26. Juni 2025 unter­sucht und fest­ge­stellt, dass es keinerlei Details zur Durch­set­zung gibt.

Histo­ri­sche UBOs werden mögli­cher­weise nie offen­ge­legt. Know-Your-Customer-Prüfungen (KYC) bleiben unde­fi­niert. Die CGA selbst räumte ein, dass viele Lizenz­an­trag­steller keine voll­stän­digen Unter­lagen einge­reicht hatten, dennoch erteilte sie weiterhin Verlän­ge­rungen an nicht konforme Betreiber.

In „Cura­çaos neue Glücks­spiel­re­geln: Geld­schnei­derei oder echte Reform?” haben wir die Gebüh­ren­struktur und die Beschwer­de­be­ar­bei­tungs­me­cha­nismen des LOK-Gesetzes analy­siert. Während die CGA behauptet, Verbrau­cher­schutz­maß­nahmen einzu­führen, können die Betreiber weiterhin ihre eigenen ADR-Stellen frei wählen, und den Spie­lern bleiben keine sinn­vollen Rechts­mittel. Das ADR-Verfahren ist unver­bind­lich, nicht unab­hängig und dient in erster Linie als Verzö­ge­rungs­me­cha­nismus.

In „CGA verlän­gert vorläu­fige Lizenzen nach dem LOK-Gesetz” haben wir die Entschei­dung über­prüft, vorläu­fige Lizenzen trotz weit verbrei­teter Nicht­ein­hal­tung zu verlän­gern. Die CGA begrün­dete dies damit, dass sie „Zusam­men­ar­beit und Aufklä­rung” gegen­über Sank­tionen den Vorzug gebe. Diese Tole­ranz geht jedoch zu Lasten der Inte­grität.

In unserem früheren Artikel „Curaçao Gaming Licenses: What a Spec­ta­cular Sh*t Show” haben wir den Zusam­men­bruch des Master-Lizenz­sys­tems und das darauf folgende Chaos doku­men­tiert. Verspro­chene Direkt­li­zenzen wurden verzö­gert. Tausende von Betrei­bern blieben in der Schwebe. Und weit entfernt von Trans­pa­renz schloss die CGA ihr Bewer­bungs­portal unter Beru­fung auf „notwen­dige Aktua­li­sie­rungen”.

Schließ­lich haben wir in „Korrup­tion schürt die Glücks­spiel­krise auf Curaçao” unter­sucht, wie die Führung der CGA (insbe­son­dere Persön­lich­keiten wie Cedric Pietersz und Frau Shortt) aktiv zur Aufrecht­erhal­tung der Kultur der Geheim­hal­tung beigetragen hat. Wir haben die tief­grei­fende Verflech­tung von Treu­hand­büros, Regie­rungs­be­ra­tern und Platt­form­be­trei­bern unter­sucht, von denen viele offenbar frei zwischen ihren Rollen wech­seln.

Die passive Rolle der CGA: Lizen­zie­rung ohne Durch­set­zung!

Ein beson­ders bemer­kens­wertes Beispiel ist BC.Game, eine hoch­ka­rä­tige Kryp­to­glücks­spiel­platt­form, die unter einer Curaçao-Lizenz betrieben wird und erheb­liche regu­la­to­ri­sche Bedenken in mehreren Gerichts­bar­keiten hervor­ge­rufen hat. Zu den Vorwürfen gegen BC.Game gehörten die Ausrich­tung auf Spieler in einge­schränkten Märkten, mangelnde Trans­pa­renz bei den KYC-Verfahren und die Verwen­dung von Kryp­to­wäh­rungen zur Verschleie­rung von Zahlungs­strömen.

Obwohl diese Probleme öffent­lich bekannt waren und von Compli­ance-Beauf­tragten gemeldet wurden, ergriff die Curaçao Gaming Autho­rity keine sicht­baren Durch­set­zungs­maß­nahmen. Die CGA suspen­dierte weder die Lizenz noch verhängte sie Sank­tionen, sondern schwieg, während der Betreiber seine Akti­vi­täten in frag­wür­digen Märkten fort­setzte.

Forde­rung nach Rechen­schafts­pflicht: Das Finanz­mi­nis­te­rium muss jetzt Ermitt­lungen einleiten!

Es reicht nicht mehr aus, dass Minister Javier Silvania Zusi­che­rungen macht und dabei substan­zi­elle Fragen ausweicht. Der Reform­pro­zess der CGA ist nicht glaub­würdig. Die Aussagen von Frau Shortt, die mangelnde Durch­set­zung gegen­über nicht konformen Akteuren und die wieder­holten Verzö­ge­rungen bei der Umset­zung haben die gesamte Struktur unter­graben.

Das Finanz­mi­nis­te­rium muss eine unab­hän­gige Unter­su­chung sowohl der Führungs- als auch der Bera­tungs­struk­turen der CGA einleiten. Diese sollte eine Über­prü­fung aller Bera­ter­ver­träge, die Offen­le­gung von Inter­es­sen­kon­flikten und eine voll­stän­dige Prüfung aller Lizenz­ver­ga­be­ent­schei­dungen seit Beginn des LOK-Über­gangs umfassen.

Abschlie­ßende Gedanken: Das Risiko der inter­na­tio­nalen Isola­tion

Solange Curaçao diese Probleme nicht direkt angeht, wächst das Risiko einer inter­na­tio­nalen Verur­tei­lung. Die Finan­cial Action Task Force (FATF) und die euro­päi­schen Regu­lie­rungs­be­hörden werden die Reformen auf dem Papier nicht länger akzep­tieren, wenn sie nicht mit einer nach­weis­baren Durch­set­zung einher­gehen. Ein Regu­lie­rungs­mo­dell, das versteckte Eigen­tums­ver­hält­nisse, Forum Shop­ping und den unli­zen­zierten Zugang zu einge­schränkten Märkten zulässt, wird letzt­end­lich an seinen eigenen Wider­sprü­chen schei­tern. Wenn diese Passi­vität den Ansatz Cura­çaos in Bezug auf die Aufsicht bestimmt, unter­gräbt dies den Grund­ge­danken der Regu­lie­rung.

Die Äuße­rungen von Frau Aideen Shortt, die auf einer Glücks­spiel­kon­fe­renz aufge­zeichnet wurden, haben den Vorhang gelüftet. Was dahinter steckt, ist keine Reform. Es ist eine sorg­fältig konstru­ierte Illu­sion, die nun entlarvt wurde. Wir ermu­tigen inter­na­tio­nale Regu­lie­rungs­be­hörden, Finanz­kri­mi­na­li­täts­be­kämp­fungs­stellen und Befür­worter des verant­wor­tungs­vollen Glücks­spiels, sich die ARD-Recherche selbst anzu­hören:

🔗 ARD Doku – Sucht­ge­schäft. Doku über ille­gale Onli­ne­ca­sinos (52 Min)

Verfügen Sie über Doku­mente, Aufzeich­nungen oder Kennt­nisse über Fehl­ver­halten der CGA oder ihrer Vertreter?

Wenn Sie über Infor­ma­tionen zu Fehl­ver­halten, Inter­es­sen­kon­flikten, Versäum­nissen der Aufsichts­be­hörden oder poli­tisch beein­flussten Lizenz­ent­schei­dungen im Zusam­men­hang mit der Curaçao Gaming Autho­rity, ihren Bera­tern oder verbun­denen Treu­hand­dienst­leis­tern verfügen, bitten wir Sie, sich zu melden.

Dies umfasst unter anderem:

  • Interne E‑Mails, Memo­randen oder Korre­spon­denz, die vorsätz­liche Versäum­nisse der Aufsichts­be­hörden oder Markt­stra­te­gien offen­legen.
  • Beweise für die Einmi­schung poli­ti­scher Akteure oder Berater in die Lizenz­ver­gabe oder Streit­bei­le­gung
  • Mate­rial, das zeigt, dass die CGA wissent­lich Betreiber lizen­ziert hat, die gegen natio­nale Gesetze verstoßen haben
  • Kommu­ni­ka­tion im Zusam­men­hang mit der Verschleie­rung von wirt­schaft­lich Berech­tigten (UBOs) oder gefälschter Compli­ance
  • Doku­mente, die eine Absprache zwischen Treu­hand­ge­sell­schaften und der CGA belegen
  • Beweise im Zusam­men­hang mit Vergel­tungs­maß­nahmen oder Einschüch­te­rungen gegen Whist­le­b­lower, Jour­na­listen oder

 

Ihre Vertrau­lich­keit wird geschützt. Wenn Sie sich über beruf­liche Konse­quenzen oder recht­liche Risiken Sorgen machen, können wir in Zusam­men­ar­beit mit Rechts­experten und Pres­se­schutz­gruppen sichere Kommu­ni­ka­ti­ons­ka­näle, Redak­ti­ons­pro­to­kolle oder eine Vermitt­lung einrichten.

Unser Redak­ti­ons­team unter­nimmt umfang­reiche Schritte, um alle sensi­blen Mate­ria­lien zu über­prüfen, zu anony­mi­sieren und verant­wor­tungs­be­wusst zu behan­deln.

Wenn Sie Infor­ma­tionen weiter­geben möchten, wenden Sie sich bitte sicher an uns unter: https://malta-media.com/whistleblower/. Ihre Aussagen, Doku­mente oder Beweise könnten dazu beitragen, die Verant­wort­li­chen zur Rechen­schaft zu ziehen und zukünf­tige Opfer vor regu­la­to­ri­scher Nach­läs­sig­keit zu schützen.

FAQs

Was wird an der Glücks­spiel­re­form Cura­çaos kriti­siert?
Die Reform gilt als ober­fläch­lich und zielt laut Kriti­kern mehr auf Image­pflege als auf tatsäch­liche Regu­lie­rung und Durch­set­zung ab.

Wer ist Aideen Shortt und warum ist sie umstritten?
Aideen Shortt ist Bera­terin der CGA und des Finanz­mi­nis­te­riums. In einem Under­cover-Inter­view vertei­digte sie ein bewusst schwa­ches Regu­lie­rungs­system.

Was enthüllte die ARD-Doku­men­ta­tion über Cura­çaos Glücks­spiel­auf­sicht?
Die Doku zeigte, dass Betreiber aus Curaçao gezielt verbo­tene Märkte anspre­chen können – ohne echte regu­la­to­ri­sche Konse­quenzen.

Gibt es Beschrän­kungen für Curaçao-Lizenzen in der EU?
Laut Shortt gibt es keine Einschrän­kungen für Märkte wie Deutsch­land, Frank­reich oder Spanien – nur Nord­korea sei ausge­schlossen.

Warum sind Treu­hand­firmen auf Curaçao proble­ma­tisch?
Treu­händer agieren als Stroh­männer für Glücks­spiel­be­treiber, wodurch die wahren Eigen­tümer anonym bleiben und regu­la­to­ri­sche Kontrolle umgangen wird.

Worauf reagiert die CGA angeb­lich nicht?
Die CGA soll Hinweise auf ille­gale Markt­ak­ti­vi­täten, unvoll­stän­dige Doku­men­ta­tion und Verstöße gegen natio­nale Gesetze igno­riert haben.

Welche Rolle spielt Nardy Cramm in der Aufde­ckung?
Die Jour­na­listin Nardy Cramm doku­men­tierte jahre­lang Miss­stände im System. Nach Mord­dro­hungen und Repres­sionen lebt sie im Exil.

Wie operieren Curaçao-Casinos in verbo­tenen Märkten?
Viele Betreiber nutzen Curaçao als legale Fassade, um in Märkten mit Verboten aktiv zu sein – häufig ohne Konse­quenzen oder Kontrolle.

Welche Maßnahmen werden vom Finanz­mi­nis­te­rium gefor­dert?
Ein unab­hän­giger Unter­su­chungs­be­richt zu Führung, Bera­ter­ver­trägen und Lizenz­ver­gaben seit Beginn der Reform­phase wird verlangt.

Wie reagieren inter­na­tio­nale Regu­lierer auf die Reform?
Insti­tu­tionen wie die FATF oder EU könnten Sank­tionen verhängen, wenn Curaçao weiterhin nur symbo­li­sche Reformen ohne echte Umset­zung betreibt.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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