DGOJ richtet 1 Million Euro Fonds für Spiel­sucht­for­schung ein

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Die spani­sche Regie­rung hat eine bedeu­tende öffent­liche Finan­zie­rungs­in­itia­tive ins Leben gerufen, die darauf abzielt, die gesell­schaft­li­chen und psycho­lo­gi­schen Auswir­kungen des Glücks­spiels zu bekämpfen. Die spani­sche Gene­ral­di­rek­tion für die Regu­lie­rung des Glücks­spiels (Dirección General de Orden­ación del Juego, oder DGOJ) hat ihre Forschungs­för­de­rungs­in­itia­tive 2025 ins Leben gerufen und bietet mehr als 1 Million Euro an finan­zi­eller Unter­stüt­zung für Studien, die sich auf die Präven­tion und die Analyse von glücks­spiel­be­zo­genen Schäden konzen­trieren. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hinter­grund verschärfter Durch­set­zungs­maß­nahmen und einer verstärkten regu­la­to­ri­schen Zusam­men­ar­beit in ganz Europa.

Die Finan­zie­rungs­in­itia­tive steht im Einklang mit Spaniens umfas­sender sozialer Agenda

In der Ankün­di­gung, die am 17. Mai 2025 im spani­schen Staats­an­zeiger veröf­fent­licht wurde, heißt es, dass insge­samt 1,05 Millionen Euro (ca. 1,18 Millionen US-Dollar) zur Unter­stüt­zung wissen­schaft­li­cher und akade­mi­scher Studien bereit­ge­stellt werden, die sich mit dem Verständnis und der Abschwä­chung der schäd­li­chen Auswir­kungen von Glücks­spielen befassen. Diese Finan­zie­rungs­in­itia­tive steht im Einklang mit Spaniens Enga­ge­ment für verant­wor­tungs­volles Glücks­spiel und unter­stützt die umfas­sen­deren sozi­al­po­li­ti­schen Ziele des Minis­te­riums für soziale Rechte, Verbrau­cher­fragen und die Agenda 2030.

Die Zuschuss­re­ge­lung basiert auf der Verord­nung CSM/472/2022, die den opera­tiven und recht­li­chen Rahmen für die Finan­zie­rungs­in­itia­tive fest­legt. Die Verord­nung gewähr­leistet Trans­pa­renz, Rechen­schafts­pflicht und die stra­te­gi­sche Ausrich­tung der finan­zierten Forschung auf die spani­sche Gesund­heits- und Verbrau­cher­schutz­po­litik.

Wer ist antrags­be­rech­tigt?

Antrags­be­rech­tigt sind öffent­liche und private Forschungs­ein­rich­tungen, die in Spanien tätig sind, sowie zerti­fi­zierte gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tionen, mit denen Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rungen bestehen. Damit steht ein breites Spek­trum von akade­mi­schen Einrich­tungen, Orga­ni­sa­tionen des Gesund­heits- und Sozi­al­we­sens und unab­hän­gigen Forschungs­ein­rich­tungen offen, die in einschlä­gigen Berei­chen tätig sind.

Alle Vorschläge müssen bis spätes­tens 18. Juni 2025 einge­reicht werden, wobei die geneh­migten Projekte bis zum 30. Juni 2026 abge­schlossen sein müssen.

Von der DGOJ fest­ge­legte vorran­gige Forschungs­be­reiche

Um sicher­zu­stellen, dass die Forschung direkt auf die drin­gendsten Heraus­for­de­rungen im Glücks­spiel­be­reich ausge­richtet ist, hat die DGOJ sechs vorran­gige Forschungs­be­reiche fest­ge­legt. Dazu gehören:

Früh­erken­nung und Inter­ven­tion

Studien in diesem Schwer­punkt­be­reich sollen Früh­warn­zei­chen und Risi­ko­fak­toren unter­su­chen, die mit dem Beginn eines proble­ma­ti­schen Glücks­spiel­ver­hal­tens in Verbin­dung stehen. Die Forschung kann psycho­lo­gi­sche, verhal­tens­be­zo­gene und tech­no­lo­gi­sche Indi­ka­toren unter­su­chen, die für ein früh­zei­tiges Eingreifen genutzt werden könnten.

Soziale und psycho­lo­gi­sche Folgen des Glücks­spiels

Diese Kate­gorie fördert die inter­dis­zi­pli­näre Erfor­schung der gesell­schaft­li­chen Auswir­kungen des Glücks­spiels, wie z. B. die Auswir­kungen auf die Fami­li­en­dy­namik, die psychi­sche Gesund­heit, das Wohl­be­finden der Gemein­schaft und die finan­zi­elle Stabi­lität. Die psycho­lo­gi­schen Folgen, einschließ­lich Angst, Depres­sion und Sucht, werden eben­falls ein zentrales Thema sein.

Geschlechts­spe­zi­fi­sche Auswir­kungen

Die DGOJ erkennt an, dass Glücks­spiel nicht alle Bevöl­ke­rungs­gruppen glei­cher­maßen betrifft. Geschlechts­spe­zi­fi­sche Forschung wird ange­strebt, um besser zu verstehen, wie sich Glücks­spiel­schäden bei Männern, Frauen und nicht-binären Personen unter­schied­lich äußern. Solche Erkennt­nisse könnten zu wirk­sa­meren, maßge­schnei­derten Präven­tions- und Behand­lungs­pro­grammen führen.

Konver­genz von Glücks­spiel und Spielen

Da die Grenzen zwischen Video­spielen und Glücks­spielen immer mehr verschwimmen, insbe­son­dere durch Mecha­nismen wie Loot­boxen und Mikro­trans­ak­tionen, möchte die DGOJ Forschungs­ar­beiten fördern, die diese Über­schnei­dungen unter­su­chen. In den Vorschlägen kann unter­sucht werden, wie Spiel­ele­mente zu glücks­spiel­ähn­li­chem Verhalten und poten­zi­ellen Such­t­ent­wick­lungen beitragen.

Spiel­de­sign und struk­tu­relle Merk­male

Eine weitere wich­tige Forschungs­rich­tung betrifft die struk­tu­relle und psycho­lo­gi­sche Gestal­tung von Glücks­spiel­pro­dukten wie Poker, Lotte­rien, Spiel­au­to­maten und Sport­wetten. Zu verstehen, wie diese Spiele gestaltet sind, um zum Weiter­spielen anzu­regen — und mögli­cher­weise zu proble­ma­ti­schem Glücks­spiel beizu­tragen — ist entschei­dend für künf­tige Regu­lie­rungs­maß­nahmen.

Allge­meiner Rahmen für die öffent­liche Gesund­heit

Diese Kate­gorie lädt zu Forschungs­ar­beiten auf Makro­ebene ein, die sich mit der Frage befassen, wie sich Glücks­spiel­schäden in einen größeren Rahmen der öffent­li­chen Gesund­heit und der Politik einfügen. Diese Studien können syste­mi­sche Ansätze zur Präven­tion, zum Zugang zu Behand­lungen und zur Wider­stands­fä­hig­keit von Gemein­schaften unter­su­chen.

Verstär­kung des Verbrau­cher­schutzes durch Forschung

Die Finan­zie­rungs­in­itia­tive der DGOJ spie­gelt einen stra­te­gi­schen Wechsel hin zu einer evidenz­ba­sierten Poli­tik­ge­stal­tung wider. Da Glücks­spiel­sucht zuneh­mend als Problem der öffent­li­chen Gesund­heit erkannt wird, möchte die spani­sche Regu­lie­rungs­be­hörde solide, von Fach­leuten begut­ach­tete Forschungs­ar­beiten durch­führen, die als Grund­lage für künf­tige Regu­lie­rungs­re­formen dienen und den Verbrau­cher­schutz verbes­sern können.

„Die Absicht hinter diesem Programm ist es, die Dynamik von Glücks­spiel­schäden besser zu verstehen, was es uns ermög­licht, durch Präven­tion und Politik effek­tiver zu reagieren“, erklärte ein Spre­cher der DGOJ. „Die Finan­zie­rung unab­hän­giger Forschung ist ein wich­tiger Schritt, um das Wohl­ergehen von Verbrau­chern, insbe­son­dere von gefähr­deten Bevöl­ke­rungs­gruppen, zu schützen.

Verschärfte Durch­set­zung unter­streicht die Dring­lich­keit des Handelns

Die Einfüh­rung des Forschungs­fi­nan­zie­rungs­pro­gramms folgt auf eine bedeu­tende Welle der Durch­set­zung von Rechts­vor­schriften. Im Mai 2025 verhängte die DGOJ Geld­strafen in Höhe von insge­samt 77,4 Millionen Euro gegen 14 nicht zuge­las­sene Glücks­spiel­an­bieter, die illegal spani­sche Verbrau­cher bedienen. Zu diesen Geld­bußen gehörten mehrere 5‑Mil­lionen-Euro-Strafen und eine beson­ders hohe Geld­strafe von 10 Millionen Euro. Darüber hinaus wurden gegen die sank­tio­nierten Unter­nehmen zwei­jäh­rige Verbote für den spani­schen Markt verhängt.

Diese Durch­set­zungs­maß­nahmen unter­strei­chen die Entschlos­sen­heit der Aufsichts­be­hörde, gegen nicht zuge­las­sene Unter­nehmen vorzu­gehen und sicher­zu­stellen, dass nur konforme Unter­nehmen inner­halb des spani­schen Rechts­rah­mens tätig sind. Der Verbrau­cher­schutz, die Einhal­tung von Gesetzen und die Markt­in­te­grität sind nach wie vor die zentralen Säulen des Auftrags der DGOJ.

Spaniens inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit bei der Regu­lie­rung von Glücks­spielen

Zusätz­lich zu den natio­nalen Bemü­hungen arbeitet Spanien auch weiterhin mit inter­na­tio­nalen Part­nern zusammen, um die Heraus­for­de­rungen der Regu­lie­rung einer sich schnell entwi­ckelnden Glücks­spiel­land­schaft zu bewäl­tigen. Zu Beginn dieses Jahres nahm die DGOJ an Foren teil, die von der briti­schen Gambling Commis­sion orga­ni­siert wurden, um die grenz­über­schrei­tende Zusam­men­ar­beit bei bewährten Regu­lie­rungs­ver­fahren, Durch­set­zungs­stra­te­gien und Forschung zu fördern.

Die DGOJ veran­stal­tete auch ihr erstes natio­nales Treffen zur Bekämp­fung der Geld­wä­sche (AML) in Zusam­men­ar­beit mit Inter­es­sen­ver­tre­tern des Glücks­spiel­sek­tors, um Spaniens Rolle beim Schutz der Inte­grität seiner Glücks­spiel­in­dus­trie weiter zu stärken.

Einzel­heiten zur Einrei­chung und wie man sich bewirbt

Antrag­steller finden detail­lierte Leit­li­nien, Förder­vor­aus­set­zungen und Antrags­for­mu­lare auf dem offi­zi­ellen Online-Portal der DGOJ und in der Natio­nalen Subven­ti­ons­da­ten­bank. Der Einrei­chungs­pro­zess ist voll­ständig digital und gewähr­leistet Trans­pa­renz und Zugäng­lich­keit für alle poten­zi­ellen Teil­nehmer.

Die DGOJ hat betont, dass alle Vorschläge eine solide Methodik, klare Ziele, mess­bare Ergeb­nisse und einen Zeit­plan enthalten müssen, der den Projekt­ab­schluss inner­halb des 12-mona­tigen Förder­zeit­raums gewähr­leistet.

Neben der akade­mi­schen Strenge werden die Anträge auch nach ihrer Rele­vanz für die poli­ti­sche Entwick­lung, dem öffent­li­chen Inter­esse und dem Poten­zial für die prak­ti­sche Umset­zung bewertet.

Schluss­fol­ge­rung

Das spani­sche Forschungs­för­de­rungs­pro­gramm 2025 ist ein bedeu­tender und proak­tiver Schritt, um den wach­senden Bedenken im Zusam­men­hang mit glücks­spiel­be­zo­genen Schäden zu begegnen. Mit der Bereit­stel­lung von 1,05 Millionen Euro zur Finan­zie­rung unab­hän­giger, evidenz­ba­sierter Forschung unter­streicht die Gene­ral­di­rek­tion für die Regu­lie­rung des Glücks­spiels ihr Enga­ge­ment für den Schutz der Verbrau­cher und die Förde­rung eines verant­wor­tungs­vollen Umgangs mit Glücks­spielen.

Diese Initia­tive unter­streicht nicht nur das Enga­ge­ment Spaniens, seine Glücks­spiel­po­litik mit umfas­sen­deren sozialen und gesund­heits­po­li­ti­schen Zielen in Einklang zu bringen, sondern verdeut­licht auch die Bedeu­tung der akade­mi­schen und insti­tu­tio­nellen Zusam­men­ar­beit bei der Gestal­tung einer wirk­samen, daten­ge­stützten Regu­lie­rung. Da sich das Glücks­spiel weiter entwi­ckelt — mit zuneh­mender digi­taler Inte­gra­tion und Konver­genz mit dem Glücks­spiel — war der Bedarf an zeit­naher, umfas­sender Forschung noch nie so wichtig wie heute.

Mit diesem Zuschuss­pro­gramm fördert Spanien ein tieferes Verständnis der psycho­lo­gi­schen, sozialen und struk­tu­rellen Dimen­sionen von Glücks­spiel­schäden. Die aus diesen Studien gewon­nenen Erkennt­nisse werden dazu beitragen, die künf­tige Politik zu infor­mieren, die Regu­lie­rungs­maß­nahmen zu verbes­sern und letzt­end­lich ein siche­reres Glücks­spiel­um­feld für alle zu gewähr­leisten.

FAQs

Welches Ziel verfolgt die DGOJ mit dem Forschungs­för­de­rungs­pro­gramm 2025?
Ziel ist es, Forschungs­ar­beiten zu finan­zieren, die sich mit dem Verständnis und der Minde­rung glücks­spiel­be­dingter Schäden in Spanien durch evidenz­ba­sierte Studien befassen.

Wer kann die Förde­rung bean­tragen?
Bewerben können sich öffent­liche und private Forschungs­ein­rich­tungen mit Sitz in Spanien sowie förder­fä­hige gemein­nüt­zige Orga­ni­sa­tionen mit Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­rungen.

Wie hoch ist der Gesamt­be­trag der verfüg­baren Mittel?
Die DGOJ hat 1,05 Millionen Euro für das Förder­pro­gramm 2025 bereit­ge­stellt.

Was sind die vorran­gigen Forschungs­be­reiche?
Zu den wich­tigsten Berei­chen gehören die Früh­erken­nung von Glücks­spiel­schäden, soziale Auswir­kungen, geschlechts­spe­zi­fi­sche Unter­schiede, Verbin­dungen zum Glücks­spiel, struk­tu­relle Spiel­merk­male und Rahmen­be­din­gungen für die öffent­liche Gesund­heit.

Wann läuft die Frist für die Antrag­stel­lung ab?
Die Frist für die Einrei­chung von Vorschlägen ist der 18. Juni 2025.

Wann müssen die geför­derten Forschungs­pro­jekte abge­schlossen sein?
Alle Projekte müssen bis zum 30. Juni 2026 abge­schlossen sein.

Welcher recht­liche Rahmen unter­stützt dieses Stipen­di­en­pro­gramm?
Die Rechts­ver­ord­nung CSM/472/2022 bildet die recht­liche Grund­lage für die Forschungs­för­de­rungs­in­itia­tive 2025.

Wie können Antrag­steller ihre Vorschläge einrei­chen?
Die Vorschläge müssen über das Online-Portal der DGOJ und die natio­nale Subven­ti­ons­da­ten­bank einge­reicht werden.

Warum konzen­triert sich Spanien jetzt auf die Forschung zum Thema Glücks­spiel?
Spanien geht das wach­sende Problem der Schä­di­gung durch Glücks­spiele durch Durch­set­zung, Forschung und inter­na­tio­nale Zusam­men­ar­beit zur Stär­kung des Verbrau­cher­schutzes an.

Wie fügt sich dieses Programm in die brei­tere Regie­rungs­po­litik ein?
Es fügt sich in die natio­nalen Sozial- und Verbrau­cher­schutz­stra­te­gien Spaniens ein, die vom Minis­te­rium für soziale Rechte, Verbrau­cher­an­ge­le­gen­heiten und der Agenda 2030 getragen werden.

Claire
Claire
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