Löwen Play, Lionline Enter­tain­ment und verbun­dene Unter­nehmen

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Diese detail­lierte Unter­su­chung befasst sich mit der Geschäfts­tä­tig­keit, der Unter­neh­mens­struktur und der Regu­lie­rungs­praxis der Löwen Play GmbH, der Löwen Play Digital GmbH und der Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG sowie anderer verbun­dener Unter­nehmen aus dem Glücks­spiel- und Finanz­dienst­leis­tungs­sektor. Auf der Grund­lage neu gewon­nener Infor­ma­tionen und eines aktu­ellen Austauschs mit Vertre­tern von Löwen Play unter­sucht dieser Bericht mögliche regu­la­to­ri­sche Unre­gel­mä­ßig­keiten, Fragen der Trans­pa­renz und Auswir­kungen auf das öffent­liche Inter­esse. Unser Ziel ist es, eine klare, fakten­ba­sierte Analyse zu liefern, die das Bewusst­sein für die opera­tiven und recht­li­chen Prak­tiken dieser Unter­nehmen schärft.

Hinter­grund: Unter­neh­mens­struktur und asso­zi­ierte Unter­nehmen

Die Löwen Play GmbH , ein domi­nanter Akteur auf dem deut­schen Glücks­spiel­markt, betreibt sowohl physi­sche als auch digi­tale Glücks­spiel­platt­formen. Unter der Leitung von CEO Tilman Brauch und Dr. Stefan Schwen­kedel, der sowohl als Chief Finan­cial Officer (CFO) als auch als Mana­ging Director fungiert, hat Löwen Play eine breite Präsenz in der Branche aufge­baut. Aller­dings ist die Verbin­dung mit der Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG, einem Unter­nehmen, das am 16. März 2023 offi­ziell aufge­löst wurde, wirft jedoch drin­gende Fragen über die Unter­neh­mens­füh­rung und Compli­ance-Prak­tiken von Löwen Play auf.

Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG: Auflö­sung und „Anwach­sung“

Laut der Antwort von Löwen Play an Malta Media vom 24. Oktober 2024 wurde die Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG nicht im herkömm­li­chen Sinne aufge­löst, sondern einer Anwach­sung inner­halb der Löwen Play Gruppe unter­zogen. Dieses recht­liche Verfahren ermög­lichte es, das Geschäfts­ver­mögen und die Akti­vi­täten von Lionline auf ein anderes Unter­nehmen inner­halb von Löwen Play zu über­tragen, wodurch angeb­lich die eigen­stän­dige Geschäfts­tä­tig­keit beendet wurde. Trotz dieser Behaup­tungen blieb die Online-Präsenz von Lionline jedoch weit über das Auflö­sungs­datum hinaus bestehen. Insbe­son­dere die Website des Unter­neh­mens, www.lionline.de, blieb bis zum 25. Oktober 2024 zugäng­lich — einen Tag nach unserer ersten Anfrage bei Löwen Play. Die sofor­tige Deak­ti­vie­rung der Website nach unserer Kontakt­auf­nahme deutet darauf hin, dass die Besorgnis über die fort­lau­fenden Akti­vi­täten von Lionline in der Tat berech­tigt sein könnte.

Nach der Auflö­sung gelis­tete Direk­toren

Ein weiterer bemer­kens­werter Aspekt ist die Auflis­tung der drei Geschäfts­führer von Lionline — @Tilman Brauch, @Dr. Stefan Schwen­kedel und Paul Kase — im Impressum der Website des Unter­neh­mens ab Oktober 2024. Dies ist beson­ders bemer­kens­wert, da Lionline zu diesem Zeit­punkt bereits seit 17 Monaten aufge­löst war. Die Charak­te­ri­sie­rung von @Lionline als ruhendes Unter­nehmen durch Löwen Play steht im Wider­spruch zu der fort­ge­setzten Online-Auflis­tung der Geschäfts­führer und der verzö­gerten Deak­ti­vie­rung des Unter­neh­mens. Diese Diskre­panz wirft Bedenken hinsicht­lich der Verant­wor­tung des Unter­neh­mens auf, die öffent­li­chen Infor­ma­tionen korrekt und aktuell zu halten und könnte die Inter­es­sen­gruppen über den tatsäch­li­chen Betriebs­status von Lionline in die Irre führen.

Antwort von Löwen Play: Trans­pa­renz und Compli­ance-Fragen

Nach der ersten Antwort von Löwen Play reichten wir am 25. Oktober 2024 eine Folge­an­frage ein, um Klar­heit über verschie­dene Punkte im Zusam­men­hang mit den internen Kontroll- und Compli­ance-Struk­turen von Löwen Play zu erhalten. Insbe­son­dere stellten wir Fragen zu Löwen Play’s häufigem Gebrauch von Unter­neh­mens­um­struk­tu­rie­rungen, wie Anwach­sungen“, und ob diese Prak­tiken mit den regu­la­to­ri­schen Anfor­de­rungen über­ein­stimmen. Insbe­son­dere fragten wir uns, ob es sich bei solchen Umstruk­tu­rie­rungen um stra­te­gi­sche Manöver oder um Reak­tionen auf den Druck der Einhal­tung von Vorschriften handelte, da in jüngster Zeit bei mehreren Aufsichts­be­hörden Beschwerden gegen Löwen Play einge­reicht wurden.

Die Vertre­terin von Löwen Play, Frau Klein, schränkte ihre Antworten ein und verzich­tete darauf, Einzel­heiten über die Compli­ance-Maßnahmen oder internen Kontrollen von Löwen Play preis­zu­geben. Darüber hinaus wies Frau Klein darauf hin, dass Anfragen zu ehema­ligen Mitar­bei­tern, einschließ­lich Paul Kase und @Lukas Kurzawa, an diese Personen persön­lich gerichtet werden sollten, und distan­zierte Löwen Play von Fragen zu seinen ehema­ligen Führungs­kräften. Diese Haltung schränkt die Tiefe unserer Unter­su­chung ein und gibt Anlass zu Bedenken hinsicht­lich der Trans­pa­renz von Löwen Play bei der Beant­wor­tung von Fragen, die in direktem Zusam­men­hang mit seiner eigenen betrieb­li­chen Inte­grität stehen.

Aufsichts­be­hörd­liche Ermitt­lungen: BaFin, GGL und andere Behörden

Unsere Unter­su­chung deckte mehrere Beschwerden auf, die gegen Löwen Play und Lionline bei deut­schen Aufsichts- und Voll­stre­ckungs­be­hörden einge­reicht wurden, darunter die BaFin, die Gemein­same Glücks­spiel­be­hörde der Länder (GGL), das Zollamt, das Finanzamt, die Agentur für Arbeit (Jobcenter) und das Haupt­zollamt. Diese Beschwerden beziehen sich auf eine Reihe von Themen, darunter mutmaß­lich uner­laubte Glücks­spiele, uner­laubte Zahlungs­ab­wick­lung, mögliche Steu­er­hin­ter­zie­hung und Verstöße gegen die Sozi­al­ver­si­che­rung.

GGL-Unter­su­chungen

Die GGL hat Ermitt­lungen gegen die Löwen Play Digital GmbH und die Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG aufgrund von Beschwerden über mögliche Verstöße gegen den Glücks­spiel­staats­ver­trag (GlüStV 2021) einge­leitet. Jeder Fall ist mit einer bestimmten GGL-Refe­renz­nummer versehen, was die Gründ­lich­keit der behörd­li­chen Prüfung unter­streicht:

  • Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG — GGL-Fall­nummer: 2f42c
  • Löwen Play Digital GmbH — GGL-Fall­nummer: 2f49d

Diese Unter­su­chungen konzen­trieren sich auf mehrere zentrale Bestim­mungen des GlüStV 2021, darunter:

  • § 4 GlüStV: Einschrän­kung des Ange­bots von öffent­li­chen Glücks­spielen ohne ordnungs­ge­mäße Erlaubnis.
  • § 22a GlüStV: Fest­le­gung von Erlaub­nis­vor­aus­set­zungen für virtu­elle Geld­spiel­au­to­maten, unter die das Angebot der Lionline fallen könnte.
  • § 5 GlüStV: Verbot der Werbung für uner­laubte Glücks­spiele.

Diese Bestim­mungen dienen der Wahrung des öffent­li­chen Inter­esses und der Regu­lie­rung der in Deutsch­land ange­bo­tenen Glücks­spiel­dienste. Ange­sichts des großen Markt­ein­flusses von Löwen Play könnten Unre­gel­mä­ßig­keiten erheb­liche Auswir­kungen auf die Bran­chen­stan­dards und den Verbrau­cher­schutz haben.

BaFin-Unter­su­chung

Die BaFin-Unter­su­chung zielt in erster Linie auf das LionCage-Zahlungs­system der Lionline ab und prüft, ob das System in Über­ein­stim­mung mit dem Zahlungs­diens­te­auf­sichts­ge­setz (ZAG) betrieben wurde, das eine BaFin-Geneh­mi­gung für Zahlungs­dienste vorsieht. Nach § 10 ZAG stellt die Erbrin­gung von Finanz­dienst­leis­tungen ohne ordnungs­ge­mäße Erlaubnis eine Ordnungs­wid­rig­keit dar, und die BaFin wurde beauf­tragt zu prüfen, ob LionCage diese Vorschrift einge­halten hat.

BaFin Akten­zei­chen:

  • HGS-QB 9100/00046#00932

Eska­la­tion der Steu­er­fahn­dung zum Finanzamt Mainz

Eine zunächst beim Finanzamt Bingen einge­reichte Anzeige wegen mögli­cher Steu­er­ver­stöße der Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG wurde inzwi­schen an das Finanzamt Mainz — Steu­er­fahn­dungs- und Straf­sa­chen­stelle — weiter­ge­leitet. Die Über­tra­gung ist ein Zeichen für die poten­ziell schwer­wie­gende Natur der Steu­er­fragen, die unter­sucht werden. Die wich­tigsten Problem­be­reiche sind:

  • Steu­er­liche Pflichten des Arbeit­ge­bers (§ 38 EStG): Ob Löwen Play seinen Verpflich­tungen zum Lohn­steu­er­abzug und zur Abfüh­rung der Lohn­steuer für die Arbeit­nehmer nach­ge­kommen ist.
  • Steu­er­hin­ter­zie­hung (§ 370 AO): Fragen dazu, ob Lionline nach der Auflö­sung weiterhin nicht gemel­dete Einnahmen erzielte.
  • Miss­bräuch­liche Verwen­dung der Umsatz­steuer (UStG): Die fort­ge­setzte Anzeige der Umsatz­steuer-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­nummer der Lionline auf ihrer Website nach der Auflö­sung gibt Anlass zu Bedenken hinsicht­lich eines mögli­chen Miss­brauchs von Umsatz­steu­er­erklä­rungen.

Andere regu­la­to­ri­sche und beschäf­ti­gungs­po­li­ti­sche Bedenken

Die Regu­lie­rungs- und Beschäf­ti­gungs­prak­tiken von Löwen Play und den mit ihr verbun­denen Unter­nehmen ziehen weiterhin die Aufmerk­sam­keit auf sich, insbe­son­dere hinsicht­lich der Einhal­tung von Arbeits­ge­setzen und der Trans­pa­renz in Bezug auf den Betriebs­status von Lionline Enter­tain­ment nach der Auflö­sung. Jüngste Unter­su­chungen der deut­schen Aufsichts­be­hörden, einschließ­lich des Haupt­zoll­amts Mainz und der Agentur für Arbeit Mainz, weisen auf angeb­liche Diskre­panzen bei der Meldung von Arbeits­ver­hält­nissen und der Einhal­tung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­vor­schriften hin.

Darüber hinaus werfen anhal­tende Behaup­tungen über eine Beschäf­ti­gung bei Lionline Enter­tain­ment auf profes­sio­nellen Platt­formen Fragen darüber auf, ob der Betrieb nach der offi­zi­ellen Auflö­sung des Unter­neh­mens im Jahr 2023 wirk­lich einge­stellt wurde. In den folgenden Abschnitten werden diese recht­li­chen Bedenken und das unge­wöhn­liche Fort­be­stehen von Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nissen bei einem aufge­lösten Unter­nehmen unter­sucht.

Haupt­zollamt Mainz (Haupt­zollamt)

Das Haupt­zollamt Mainz ermit­telt wegen mögli­cher Verstöße gegen arbeits- und sozi­al­ver­si­che­rungs­recht­liche Vorschriften bei Lionline. Die Ermitt­lungen erstre­cken sich auf mehrere gesetz­liche Vorschriften, darunter:

  • Schwarz­ar­beits­be­kämp­fungs­ge­setz: Bedenken, dass Lionline den Betrieb ohne ordnungs­gemäß ange­mel­dete Arbeit­nehmer fort­ge­führt haben könnte.
  • Sozi­al­ge­setz­buch IV (SGB IV) § 28a: Pflichten des Arbeit­ge­bers zur Meldung von Arbeit­neh­mern an die Sozi­al­ver­si­che­rung.
  • Einkom­men­steu­er­ge­setz (EStG) § 38: Einhal­tung der Steu­er­ab­zugs­vor­schriften für Arbeits­ein­kommen.

Die Ermitt­lungen des Haupt­zoll­amtes ergänzen die laufenden Ermitt­lungen des Finanz­amtes, die sich auf mögliche Schwarz­ar­beit und damit verbun­dene finan­zi­elle Verstöße konzen­trieren.

Agentur für Arbeit (Jobcenter) Mainz

Eine Beschwerde bei der Agentur für Arbeit Mainz erhebt Bedenken wegen mögli­cher arbeits­recht­li­cher Verstöße der Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG. Konkret geht es um nicht gemel­dete Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nisse, nicht gemel­dete Arbeit­neh­mer­zahlen und die Nicht­ein­hal­tung der Sozi­al­ver­si­che­rungs­pflichten nach dem Schwarz­ar­beits­be­kämp­fungs­ge­setz (Schwarz­ArbG). Diese Probleme haben schwer­wie­gende Auswir­kungen auf den Schutz der Arbeit­neh­mer­rechte und die Einhal­tung des deut­schen Arbeits­rechts.

Ansprüche auf Weiter­be­schäf­ti­gung nach der Auflö­sung

Neben den drei im Impressum auf Lionline.de erwähnten Geschäfts­füh­rern und den fort­be­stehenden betrieb­li­chen Bedenken gegen die Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG eine unge­wöhn­liche Anzahl von Mitar­bei­tern auf, die sich ab Oktober 2024 auf profes­sio­nellen Networ­king-Platt­formen wie LinkedIn öffent­lich als aktu­elle Mitar­beiter von Lionline aufführen. Das LinkedIn-Profil von Lionline wurde nach unserer Kontakt­auf­nahme sofort gelöscht. Dies ist beson­ders bemer­kens­wert, wenn man bedenkt, dass Lionline am 16. März 2023 offi­ziell aufge­löst wurde.

Lionline---Firmenseite-auf-LinkedIn

Zu denje­nigen, die sich noch als Lionline-Mitar­beiter ausweisen, gehören @Stefan Hauschild, Tayyab Laique , Manuel Rodrí­guez Larrey, Juan Antonio García, Leonor Cabañas Valle und Miriam Rosa Pérez. Ihre fort­ge­setzte Verbin­dung mit Lionline in den Berufs­pro­filen wirft weitere Fragen über den tatsäch­li­chen Betriebs­status des Unter­neh­mens nach seiner Auflö­sung auf. Das Fort­be­stehen dieser Beschäf­ti­gungs­an­sprüche steht im Gegen­satz zu der Behaup­tung von Löwen Play, dass der Betrieb von Lionline nach der „Anwach­sung“ einge­stellt wurde, wobei das Geschäfts­ver­mögen und die Verant­wort­lich­keiten auf eine andere Einheit inner­halb der Löwen Play-Gruppe über­tragen wurden.

Eine bemer­kens­werte und uner­war­tete Entwick­lung ist kürz­lich zu Tage getreten. Wie aus den beigefügten Screen­shots hervor­geht, wurde Stefan Hauschild in einem Profil-Update vom 24. Oktober 2024 zunächst als durch­gängig bei der Lionline Enter­tain­ment GmbH beschäf­tigt aufge­führt. Ein aktu­el­lerer Screen­shot vom heutigen Tag zeigt jedoch eine Ände­rung und gibt nun an, dass er in den letzten 23 Monaten statt­dessen bei der Löwen Play GmbH beschäf­tigt war. Diese Ände­rung wirft weitere Fragen hinsicht­lich der Darstel­lung von Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nissen inner­halb der Löwen Play-Gruppe und ihrer Toch­ter­ge­sell­schaften auf.

Stefan Hauschild - LinkeIn 24-10-2024

Stefan Hauschild - LinkeIn 24-10-2024

Darüber hinaus führt Sara K. (iden­ti­fi­ziert als @Sara Ilanah Swet­lana Klimper-Tykö) in einem Artikel der Süddeut­schen Zeitung einen beruf­li­chen Werde­gang auf, der auf eine enge Verbin­dung zwischen Lionline und anderen verbun­denen Unter­nehmen schließen lässt. Nach einer zwei­jäh­rigen Tätig­keit bei Rabbit Enter­tain­ment wech­selte sie zu Löwen Play, wo sie über drei Jahre lang als Head of Opera­tions tätig war. Auch wenn es sich hierbei um einen Zufall handeln könnte, werfen derar­tige Über­schnei­dungen in der Beschäf­ti­gung bei Löwen Play, Lionline und Rabbit Enter­tain­ment Fragen über die Konti­nuität des Geschäfts­be­triebs und des Perso­nals trotz der angeb­li­chen Auflö­sung auf.

Dieses Muster der fort­lau­fenden Beschäf­ti­gung wider­spricht nicht nur den Darstel­lungen von Löwen Play, dass Lionline ein ruhendes Unter­nehmen sei, sondern wirft auch zusätz­liche Fragen hinsicht­lich der Klar­heit des Auflö­sungs­pro­zesses des Unter­neh­mens und seiner tatsäch­li­chen Betriebs­ein­stel­lung auf. Die Auswir­kungen dieser fort­be­stehenden Beschäf­ti­gungs­an­sprüche könnten eine weitere Prüfung durch die Aufsichts­be­hörden erfor­der­lich machen, um die Trans­pa­renz und Recht­mä­ßig­keit der Unter­neh­mens­struktur und der Perso­nal­prak­tiken von Löwen Play zu veri­fi­zieren.

Zusätz­liche Erkennt­nisse: Weiter­rei­chende Unter­neh­mens­ver­bin­dungen

Die Unter­su­chung hat sich auf mögliche Verbin­dungen zwischen Löwen Play, Lionline und anderen Unter­nehmen ausge­weitet, insbe­son­dere @Rabbit Enter­tain­ment , Max Gain Media und Tornado Games. Max Gain Media, ein malte­si­sches Unter­nehmen, bei dem ich etwa 18 Monate lang beschäf­tigt war, scheint eng mit den Inter­essen von Löwen Play verbunden zu sein. Den Unter­neh­mens­un­ter­lagen zufolge ist die Max Gain Media Holding Ltd. Eigen­tü­merin der Rabbit Enter­tain­ment Holding Ltd., die wiederum zu 100 % der Rabbit Enter­tain IT Ltd. gehört — dem Unter­nehmen, das die deut­sche GGL-Lizenz für Glücks­spiel­platt­formen wie Lapa­lingo, Tiger­Spin und Lord Lucky besitzt.

Bemer­kens­wert ist, dass diese Unter­nehmen die gleiche einge­tra­gene Adresse haben: 14 East Triq TAS-Sliema, M‑GZR 1639 Gżira, Malta. Diese gemein­same Adresse wirft Fragen nach dem Grad der Unab­hän­gig­keit inner­halb des Netzes auf und lässt auf mögliche stra­te­gi­sche Verbin­dungen über verschie­dene Rechts­ord­nungen hinweg schließen.

Darüber hinaus weisen perso­nelle Über­schnei­dungen zwischen Lionline Enter­tain­ment und Max Gain Deve­lo­p­ment auf mögliche opera­tive Verbin­dungen hin, da zahl­reiche ehema­lige Lionline-Mitar­beiter jetzt bei Max Gain Deve­lo­p­ment beschäf­tigt sind.

Firmen­über­grei­fende Beschäf­ti­gungs­ver­bin­dungen

Unsere Unter­su­chung deckte auch ein Netz von Verbin­dungen zwischen Mitar­bei­tern verschie­dener verbun­dener Unter­nehmen auf, was auf mögliche perso­nelle Über­schnei­dungen zwischen Lionline Enter­tain­ment, Löwen Play und anderen verbun­denen Unter­nehmen wie Max Gain Media, Tornado Games und Max Gain Deve­lo­p­ment hinweist. Diese Verbin­dungen, die sich über verschie­dene Posi­tionen und Abtei­lungen erstre­cken, werfen Fragen über die opera­tive Unab­hän­gig­keit und stra­te­gi­sche Ausrich­tung inner­halb dieser Unter­nehmen auf.

Eine bemer­kens­werte Verbin­dung ist Manuel Molina, ein beruf­li­cher Kontakt von Sara Ilanah Swet­lana Klimper-Tykö (Sara K.), die selbst sowohl mit Löwen Play als auch mit Rabbit Enter­tain­ment verbunden ist. Die Verbin­dung zwischen Manuel Molina und Sara K. sowie seine derzei­tige Rolle verdeut­li­chen eine mögliche Konti­nuität der beruf­li­chen Netz­werke inner­halb dieser mitein­ander verbun­denen Unter­nehmen. Thaluana Muscat, die von November 2022 bis Mai 2024 eine leitende Posi­tion als Head of Sales bei Tornado Games in Malta inne­hatte, ist ein weiteres Beispiel für diese Über­schnei­dung. Ihre jüngste Tätig­keit im Glücks­spiel­sektor bei Tornado Games lässt auf die Möglich­keit opera­tiver Verbin­dungen zwischen diesen Unter­nehmen schließen, insbe­son­dere ange­sichts der Über­schnei­dungen bei den Stand­orten und dem Bran­chen­fokus.

Darüber hinaus haben wir Matthew Scicu­lana, einen ehema­ligen Soft­ware­ent­wickler bei United Remote von April 2021 bis Mai 2022, als eine weitere Verbin­dung inner­halb dieses Netz­werks iden­ti­fi­ziert. Der beruf­liche Werde­gang dieser Person stimmt mit brei­teren Rollen in der Branche überein, die mögli­cher­weise mehrere Unter­nehmen durch gemein­sames Personal oder vertrags­ba­sierte Bezie­hungen über­brü­cken.

Weitere Verbin­dungen zwischen Lionline Enter­tain­ment und Max Gain Deve­lo­p­ment bestehen durch Mitar­beiter wie Roberto J. Muñoz de León, der als Backend-Entwickler bei Max Gain Deve­lo­p­ment in Málaga, Spanien, tätig ist. Seine tech­ni­sche Rolle bei Max Gain Deve­lo­p­ment deutet auf eine Konti­nuität des tech­ni­schen Fach­wis­sens zwischen den Unter­nehmen hin, was bemer­kens­wert ist, da Max Gain Deve­lo­p­ment auf Soft­ware­lö­sungen für Onlin­e­glücks­spiele spezia­li­siert ist — ein Kern­be­reich sowohl für Löwen Play Digital als auch für die ange­schlos­senen Unter­nehmen.

Weitere Personen, die mit Max Gain Deve­lo­p­ment verbunden sind, sind Carlo Bertoldi González, Toni Villena Jiménez, Jesús Segado Fernández, Daniel Arias, David Rojo Martín und Basilio David Gomez Fernandez. Ihre Posi­tionen bei Max Gain Deve­lo­p­ment deuten auf ein Modell der gemein­samen Nutzung von Ressourcen oder Arbeits­kräften hin, insbe­son­dere in den Berei­chen IT und Entwick­lung, die für den Betrieb von Onlin­e­glücks­spielen wichtig sind. Diese Über­schnei­dungen in der Beschäf­ti­gung, die sich über verschie­dene geogra­fi­sche Stand­orte und funk­tio­nale Aufgaben erstre­cken, deuten auf eine poten­zi­elle Stra­tegie der gemein­samen Nutzung von Ressourcen oder der Perso­nal­mo­bi­lität zwischen den mitein­ander verbun­denen Einheiten inner­halb dieses Unter­neh­mens­netz­werks hin.

Die Konsis­tenz dieser Beschäf­ti­gungs­be­zie­hungen zwischen Lionline Enter­tain­ment, Löwen Play, Max Gain und den verbun­denen Unter­nehmen könnte weitere regu­la­to­ri­sche Aufmerk­sam­keit erfor­dern, um sicher­zu­stellen, dass die Unab­hän­gig­keit und die recht­liche Stel­lung jedes Unter­neh­mens gewahrt und trans­pa­rent sind. Dieses Muster in Verbin­dung mit unseren früheren Erkennt­nissen über die fort­ge­setzte Präsenz von Lionline unter­streicht die komplexe und poten­ziell vonein­ander abhän­gige Struktur dieser Unter­nehmen inner­halb des brei­teren Glücks­spiel- und Finanz­dienst­leis­tungs­sek­tors.

Treu­händer und Unter­neh­mens­dienst­leister

Die Rolle von ARX Trus­tees Ltd. und Dr. Luca Zahra Brincat bei der Verwal­tung mehrerer Unter­nehmen inner­halb dieses Netz­werks wurde eben­falls unter die Lupe genommen. Insbe­son­dere Dr. Zahra Brincat ist an der Beauf­sich­ti­gung stra­te­gi­scher Entschei­dungen über mehrere Unter­nehmen in diesem Netz­werk betei­ligt. Seine Betei­li­gung, die in Unter­neh­mens­un­ter­lagen doku­men­tiert ist, wirft Fragen über den Einfluss auf, den die Treu­händer auf diese Unter­nehmen ausüben. Sollten die Aufsichts­be­hörden ihre Unter­su­chungen voran­treiben, könnten die Akti­vi­täten dieser Treu­händer für das Verständnis der Kontroll­struk­turen inner­halb dieses Unter­neh­mens­netz­werks von Bedeu­tung sein.

Verblei­bende Fragen und die Weige­rung von Löwen Play, weiter zu antworten

Trotz unserer detail­lierten Folge­an­frage vom 25. Oktober 2024 lehnte Löwen Play es ab, weitere Fragen zu beant­worten. Zu unseren Anfragen gehörten Fragen zu den Compli­ance- und Ethik­richt­li­nien von Löwen Play, zu den internen Systemen zur Aufde­ckung poten­zi­eller Verstöße gegen Vorschriften und zu den Gründen für die häufigen Unter­neh­mens­um­struk­tu­rie­rungen.

Diese begrenzte Antwort von Löwen Play schränkt unsere Unter­su­chung ein und gibt Anlass zur Sorge über die Bereit­schaft von Löwen Play, sich in Ange­le­gen­heiten, die für seinen Ruf und die Einhal­tung gesetz­li­cher Vorschriften entschei­dend sind, trans­pa­rent zu verhalten.

Bewer­tung weiter­ge­hender Auswir­kungen und Fort­füh­rung der Ermitt­lungen

Diese Unter­su­chung hat ein komplexes Geflecht von mitein­ander verbun­denen Unter­nehmen, Geschäfts­füh­rern und Treu­hän­dern aufge­deckt, die in den Berei­chen Glücks­spiel und digi­tale Dienst­leis­tungen tätig sind. Löwen Play GmbH, Löwen Play Digital GmbH und Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG scheinen eng mit anderen Unter­nehmen wie Rabbit Enter­tain­ment, Max Gain Media und Tornado Games verbunden zu sein, was auf ein umfang­rei­ches Netz­werk mit poten­ziell gemein­samem Einfluss und gemein­samer Aufsicht hindeutet.

Die Betei­li­gung von Schlüs­sel­fi­guren — Paul Kase, Lukas Kurzawa, Luca Zahra Brincat, Carlo Borg, Phil­ippe Warzee, Tal Zamstein, Sven Jendrzejek, Bülent Kaya und anderen — deutet darauf hin, dass sich Auto­rität und Kontrolle über mehrere Unter­nehmen inner­halb dieses Netz­werks erstre­cken können.

Die Rolle der Aufsichts­be­hörden, einschließ­lich #BaFin, #GGL und anderer Behörden, wird von entschei­dender Bedeu­tung sein, um Trans­pa­renz und Rechen­schafts­pflicht inner­halb dieser Unter­nehmen zu gewähr­leisten. Nach­ge­wie­sene Verstöße könnten erheb­liche Auswir­kungen haben, die sich auf die Gültig­keit von Lizenzen und den Tätig­keits­be­reich der betei­ligten Unter­nehmen auswirken könnten. In Anbe­tracht des beträcht­li­chen Einflusses dieser Unter­nehmen auf die Glücks­spiel­branche ist es im Inter­esse der Öffent­lich­keit, ein umfas­sendes Verständnis ihrer Tätig­keit zu erlangen.

Unsere Unter­su­chung bleibt aktiv, da wir weiterhin die Verbin­dungen und Bezie­hungen zwischen diesen Unter­nehmen unter­su­chen. Diese laufende Arbeit soll für Klar­heit und Trans­pa­renz sorgen, zu einer infor­mierten Öffent­lich­keit beitragen und die Regu­lie­rungs­be­mü­hungen im Glücks­spiel­sektor unter­stützen.

FAQs

Worum geht es bei der Unter­su­chung der Löwen Play GmbH und ihrer Toch­ter­ge­sell­schaften?
Die Unter­su­chung befasst sich mit der Geschäfts­tä­tig­keit, der Unter­neh­mens­struktur und den regu­la­to­ri­schen Prak­tiken der Löwen Play GmbH, der Löwen Play Digital GmbH und der Lionline Enter­tain­ment GmbH & Co. KG und wirft Fragen zu Trans­pa­renz und Compli­ance auf.

Wer sind die wich­tigsten Führungs­kräfte von Löwen Play?
Zu den wich­tigsten Führungs­kräften gehören CEO Tilman Brauch und CFO Dr. Stefan Schwen­kedel, der auch als Geschäfts­führer fungiert.

Was bedeutet der Begriff „Anwach­sung“ in diesem Zusam­men­hang?
„Anwach­sung“ bezieht sich auf ein recht­li­ches Verfahren, durch das das Geschäfts­ver­mögen der Lionline auf ein anderes Unter­nehmen inner­halb der Löwen Play-Gruppe über­tragen wurde, wodurch die eigen­stän­dige Geschäfts­tä­tig­keit der Lionline effektiv beendet wurde.

Warum gab es nach der Auflö­sung der Lionline eine Diskre­panz in Bezug auf die Geschäfts­führer der Lionline?
Obwohl Lionline offi­ziell aufge­löst wurde, waren die Geschäfts­führer immer noch auf der Website des Unter­neh­mens aufge­führt, was zu Bedenken hinsicht­lich der Unter­neh­mens­füh­rung und Trans­pa­renz führte.

Welche Aufsichts­be­hörden sind an den Ermitt­lungen gegen Löwen Play betei­ligt?
An der Unter­su­chung sind mehrere Aufsichts­be­hörden betei­ligt, darunter die BaFin, die GGL und das Finanzamt, die sich auf verschie­dene Compli­ance-Fragen konzen­trieren.

Welche konkreten Vorwürfe wurden gegen Löwen Play erhoben?
Die Vorwürfe umfassen nicht lizen­zierte Glücks­spiele, nicht geneh­migte Zahlungs­ab­wick­lung, mögliche Steu­er­hin­ter­zie­hung und Verstöße gegen das Arbeits­recht.

Welches sind die wich­tigsten Bestim­mungen des Glücks­spiel­staats­ver­trags (GlüStV), die für die Tätig­keit von Löwen Play rele­vant sind?
Zu den wich­tigsten Bestim­mungen gehören die Beschrän­kung des uner­laubten öffent­li­chen Glücks­spiels, die Erlaub­nis­pflicht für virtu­elle Auto­ma­ten­spiele und das Verbot uner­laubter Glücks­spiel­wer­bung.

Welche Rolle spielt die BaFin bei der Unter­su­chung?
Die BaFin unter­sucht, ob das LionCage-Zahlungs­system von Lionline in Über­ein­stim­mung mit dem deut­schen Zahlungs­diens­te­auf­sichts­ge­setz (ZAG) betrieben wurde.

Welche Bedenken gibt es hinsicht­lich der Beschäf­ti­gungs­prak­tiken von Löwen Play?
Zu den Bedenken gehören eine mögliche nicht ange­mel­dete Beschäf­ti­gung, die Einhal­tung der steu­er­li­chen Pflichten und die Trans­pa­renz hinsicht­lich des Betriebs­status von Lionline nach der Auflö­sung.

Welche Auswir­kungen haben die Ergeb­nisse dieser Unter­su­chung auf die Glücks­spiel­branche?
Die Ergeb­nisse könnten aufgrund des großen Markt­ein­flusses von Löwen Play und der mögli­chen Verstöße gegen die Vorschriften erheb­liche Auswir­kungen auf die Bran­chen­stan­dards und den Verbrau­cher­schutz haben.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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Am 26. Juli 2024 um 12:15 Uhr ging bei namentlich genannten Beamten der deutschen Glücksspielaufsichtsbehörde eine E-Mail ein. Der Absender, Dr. Damir Böhm, gab an, Informationen aus dem Kreis der Wettvermittler erhalten zu haben. Den Spielern werde angeblich mitgeteilt, sie könnten Geld in Wettbüros einzahlen, die nicht mehr unter Bet3000 aktiv seien, und diese Gelder auf tipgo.eu einsetzen. Die E-Mail schloss mit einem vorsichtigen Vorschlag: Vielleicht könne die GGL die Informationen mit eigenen Mitteln überprüfen.

Glücks­spiel­schäden in Schweden und Spie­ler­schutz für junge Männer

Schweden hat eine staatliche Untersuchung zum Glücksspielverhalten von Kindern und jungen Erwachsenen eingeleitet, da die Besorgnis über die schädlichen Auswirkungen des Glücksspiels, insbesondere bei Jungen und jungen Männern, zunimmt. Die am 3. September 2026 angekündigte Untersuchung soll untersuchen, wie sich das Glücksspielverhalten entwickelt, und Maßnahmen ermitteln, die den Schutz jüngerer Menschen stärken könnten.