GambleA­ware meldet einen Anstieg bei der Hilfe gegen Spiel­sucht

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GambleA­ware, eine führende Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tion in Groß­bri­tan­nien, die sich für die Redu­zie­rung von Glücks­spiel­schäden einsetzt, hat ihren Jahres­be­richt für das National Gambling Support Network (NGSN) veröf­fent­licht. Der Bericht zeigt signi­fi­kante Fort­schritte bei den Behand­lungs­diensten und hebt sowohl die stei­gende Zahl der Personen, die Unter­stüt­zung in Anspruch nehmen, als auch die sich entwi­ckelnden Stra­te­gien zur Bekämp­fung von spiel­be­dingten Schäden hervor.

Die wich­tigsten Ergeb­nisse: Ein Über­blick über den Bericht

Vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 suchten fast 11.000 Personen Unter­stüt­zung durch das NGSN. Davon erhielten 7.500 struk­tu­rierte Behand­lungen wie kogni­tive Verhal­tens­the­rapie (CBT), Einzel­be­treuung oder statio­näre Betreuung — ein Anstieg um 12 % im Vergleich zum Vorjahr. Der dies­jäh­rige Bericht enthält auch Daten über Früh­in­ter­ven­tionen, wobei über 3 000 Personen eine erste Unter­stüt­zung erhielten und viele anschlie­ßend in eine umfas­sende Behand­lung über­gingen.

Die Wirkung des Netz­werks geht über den einzelnen Glücks­spieler hinaus, da mehr Menschen, die vom Glücks­spiel einer anderen Person betroffen sind, Hilfe in Anspruch nehmen, was ein wach­sendes Bewusst­sein für die weit­rei­chenden sozialen Auswir­kungen des Glücks­spiels wider­spie­gelt.

Der Ansatz des NGSN zur Behand­lung von Glücks­spiel­schäden

Gestufte Behand­lungs­struktur

Das NGSN bietet einen struk­tu­rierten, abge­stuften Ansatz zur Unter­stüt­zung von Personen je nach Schwe­re­grad ihrer Glücks­spiel­sucht:

  • Stufe 2: Zu den ersten Inter­ven­tionen gehören Bera­tungs­ge­spräche mit geschulten Fach­leuten, die die Bedürf­nisse einschätzen und die Betrof­fenen durch die verfüg­baren Unter­stüt­zungs­mög­lich­keiten führen.
  • Stufe 3: Gezielte Behand­lungen, wie z. B. Einzel­be­treuung, Grup­pen­the­rapie oder CBT, die auf die Bedürf­nisse des Einzelnen zuge­schnitten sind.
  • Stufe 4: Inten­sive statio­näre Betreuung für schwere Fälle, die eine inten­sive Unter­stüt­zung in einer spezi­ellen Umge­bung bietet.
    Zugäng­lich­keit und Effi­zienz

Die Zugäng­lich­keit bleibt ein Eckpfeiler der NGSN-Dienste. Der Bericht hebt hervor, dass 50 % der Behand­lungs­su­chenden inner­halb von sechs Tagen und 75 % inner­halb von 12 Tagen ihren ersten Termin hatten. Durch diese rasche Reak­tion wird sicher­ge­stellt, dass die Betrof­fenen recht­zeitig Hilfe erhalten und das Risiko weiterer Schäden verrin­gert wird.

Ergeb­nisse der Behand­lung

Posi­tive Verän­de­rungen

Die Wirk­sam­keit der NGSN-Behand­lungen ist offen­sicht­lich: 95 % der Teil­nehmer berichten über Verbes­se­rungen nach Abschluss des Programms. Der Anteil der Personen, die als proble­ma­ti­sche Glücks­spieler einge­stuft wurden, ging dras­tisch zurück: von 87 % bei der ersten Beur­tei­lung auf nur 10 % nach der Behand­lung.

Ganz­heit­liche Wirkung

Der Bericht unter­streicht die weit­rei­chenden Folgen von Glücks­spiel­schäden. Von denje­nigen, die sich in Behand­lung befanden:

  • 66 % berich­teten über Schulden im Zusam­men­hang mit dem Glücks­spiel.
  • 24 % erlebten den Verlust einer wich­tigen Bezie­hung.
  • 11 % haben ihren Arbeits­platz als direkte Folge des Glücks­spiels verloren.

Diese Statis­tiken verdeut­li­chen den drin­genden Bedarf an umfas­senden Unter­stüt­zungs­diensten, die sich nicht nur mit dem Glücks­spiel­ver­halten, sondern auch mit seinen weiteren sozialen und wirt­schaft­li­chen Auswir­kungen befassen.

Unter­stüt­zung für andere Betrof­fene

Der Bericht beleuchtet auch den wach­senden Anteil der Klienten, die als Betrof­fene Hilfe suchen, d. h. als Personen, die vom Glücks­spiel einer anderen Person betroffen sind. Auf diese Gruppe entfielen 15 % der Dienst­leis­tungs­nutzer, ein Anstieg gegen­über dem Fünf­jah­res­durch­schnitt von 13 %. Dieser Trend spie­gelt die zuneh­mende Sensi­bi­li­sie­rung und die aufsu­chende Arbeit zur Unter­stüt­zung von Fami­li­en­mit­glie­dern, Freunden und Part­nern wider.

Stär­kung der Verbin­dungen zur Gemein­schaft

Auswei­tung der Früh­in­ter­ven­tion

Der erwei­terte Aufga­ben­be­reich des NGSN umfasst nun auch die Präven­tion und Früh­in­ter­ven­tion, wobei eng mit den lokalen Gemeinden zusam­men­ge­ar­beitet wird, um den Schaden durch Glücks­spiel an der Wurzel zu bekämpfen. Dieser proak­tive Ansatz verrin­gert die Stig­ma­ti­sie­rung, fördert ein früheres Enga­ge­ment und besei­tigt Hinder­nisse für den Zugang zur Behand­lung.

Zusam­men­ar­beit mit dem NHS und Orga­ni­sa­tionen des dritten Sektors

Die Part­ner­schaften des NGSN mit dem NHS und anderen Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­tionen verbes­sern das Angebot und die Qualität der verfüg­baren Dienste. Die Aufnahme des Primary Care Gambling Service hat das Netz­werk weiter gestärkt und ermög­licht eine naht­lose Koor­di­na­tion zwischen Gesund­heits­dienst­leis­tern und Gemein­schafts­or­ga­ni­sa­tionen.

Stimmen aus dem Sektor

Anna Hargrave, Chief Commis­sio­ning and Stra­tegy Officer von GambleA­ware, betonte die Bedeu­tung dieser neuen Stra­te­gien, da sie dazu beitragen, mehr Menschen zu errei­chen und Unter­stüt­zung in einem früheren Stadium anzu­bieten. Hargrave äußerte sich auch opti­mis­tisch über die Einfüh­rung einer gesetz­li­chen Abgabe für Glücks­spiel­an­bieter, mit der weitere Präven­tions- und Behand­lungs­in­itia­tiven finan­ziert werden sollen.

Professor Dame Clare Gerada, Direk­torin des National Primary Care Gambling Service, hob die gemein­samen Bemü­hungen inner­halb des NGSN hervor. Sie lobte das gemein­same Fach­wissen und das Enga­ge­ment für eine bessere Versor­gung, die sicher­stellt, dass Einzel­per­sonen und Betrof­fene ange­mes­sene Unter­stüt­zung erhalten.

Der Weg in die Zukunft

Der Bericht zeigt zwar bedeu­tende Fort­schritte auf, erin­nert aber auch eindring­lich an die anhal­tenden Heraus­for­de­rungen, die sich durch Glücks­spiel­schäden ergeben. Mit Initia­tiven wie der gesetz­li­chen Abgabe für Glücks­spiel­an­bieter und der fort­ge­setzten sektor­über­grei­fenden Zusam­men­ar­beit ist das NGSN bereit, seine Reich­weite zu vergrö­ßern und seine Wirkung in den kommenden Jahren zu verstärken.

Die Bedeu­tung zugäng­li­cher, effek­tiver und mitfüh­lender Unter­stüt­zungs­sys­teme kann gar nicht hoch genug einge­schätzt werden, da Glücks­spiel­schäden weiterhin Einzel­per­sonen und Gemein­schaften betreffen. Das Enga­ge­ment von GambleA­ware für Inno­va­tion und Zusam­men­ar­beit stellt sicher, dass die Bedürf­tigen die Betreuung erhalten, die sie verdienen, und ebnet so den Weg für gesün­dere und wider­stands­fä­hi­gere Gemein­schaften.

Schluss­fol­ge­rung

Der neueste Bericht von GambleA­ware über das National Gambling Support Network (NGSN) unter­streicht die bedeu­tenden Fort­schritte, die bei der Bekämp­fung von Glücks­spiel­schäden in ganz Groß­bri­tan­nien erzielt wurden. Mit fast 11.000 Personen, die im vergan­genen Jahr unter­stützt wurden, hat das NGSN bewiesen, dass es in der Lage ist, zeit­nahe, effek­tive und einfühl­same Hilfe für Menschen zu leisten, die vom Glücks­spiel betroffen sind, einschließ­lich betrof­fener Personen. Der Bericht unter­streicht die Kraft der Zusam­men­ar­beit zwischen dem NHS, Orga­ni­sa­tionen des dritten Sektors und lokalen Gemein­schaften bei der ganz­heit­li­chen Bekämp­fung von Glücks­spiel­schäden.

Auch wenn die Erfolge beacht­lich sind — der Zugang zur Behand­lung wurde verbes­sert, die Zahl der früh­zei­tigen Inter­ven­tionen ist gestiegen und die Ergeb­nisse sind über­wäl­ti­gend positiv — besteht weiterhin die drin­gende Notwen­dig­keit, auf dieser Dynamik aufzu­bauen. Initia­tiven wie die bevor­ste­hende gesetz­liche Abgabe für Glücks­spiel­an­bieter verspre­chen zusätz­liche Mittel, um die Bemü­hungen um Präven­tion, Behand­lung und Sensi­bi­li­sie­rung weiter zu verstärken.

Während sich das NGSN weiter­ent­wi­ckelt, bleibt sein Enga­ge­ment für die Verrin­ge­rung der Stig­ma­ti­sie­rung, die Besei­ti­gung von Hinder­nissen für die Behand­lung und die Förde­rung gesün­derer Gemein­schaften an vorderster Front. Der Bericht ist sowohl ein Zeugnis für das Erreichte als auch ein Aufruf zum Handeln für weitere Inno­va­tionen und Enga­ge­ment im Kampf gegen Glücks­spiel­schäden.

FAQs

Was ist das National Gambling Support Network?
Das NGSN ist ein von GambleA­ware in Auftrag gege­benes Netz­werk, das kosten­lose und vertrau­liche Unter­stüt­zungs- und Behand­lungs­dienste für Menschen mit Glücks­spiel­pro­blemen anbietet.

Welche Arten der Behand­lung bietet das NGSN an?
Das NGSN bietet abge­stufte Dienste an, darunter Früh­in­ter­ven­tion, Therapie wie CBT und inten­sive statio­näre Betreuung für schwere Fälle.

Wie schnell kann jemand eine Behand­lung durch das NGSN in Anspruch nehmen?
Fünfzig Prozent der Betrof­fenen haben ihren ersten Termin inner­halb von sechs Tagen nach der Kontakt­auf­nahme, 75 % inner­halb von 12 Tagen.

Wie sehen die Ergeb­nisse der NGSN-Behand­lungs­pro­gramme aus?
Fünf­und­neunzig Prozent der Teil­nehmer berichten von Verbes­se­rungen, wobei die Zahl der proble­ma­ti­schen Glücks­spieler nach der Behand­lung deut­lich zurück­geht.

Unter­stützt das NGSN Fami­li­en­mit­glieder, die vom Glücks­spiel betroffen sind?
Ja, das NGSN bietet Dienst­leis­tungen für Betrof­fene an, z. B. für Fami­li­en­mit­glieder und Partner von Personen mit Glücks­spiel­pro­blemen.

Welche Rolle spielt der Primary Care Gambling Service im NGSN?
Dieser Dienst arbeitet mit dem NGSN zusammen, um klini­sches Fach­wissen und gemein­de­nahe Betreuung zu inte­grieren und die Unter­stüt­zung für die Pati­enten zu verbes­sern.

Wie hat das NGSN seinen Aufga­ben­be­reich in letzter Zeit erwei­tert?
Das Netz­werk umfasst jetzt neben der Behand­lung auch Präven­tions- und Früh­in­ter­ven­ti­ons­maß­nahmen, um die Schä­di­gung durch Glücks­spiel proak­tiver anzu­gehen.

Welche Auswir­kungen hat das Glücks­spiel dem Bericht zufolge auf das Leben der Betrof­fenen?
Zwei Drittel der Klienten gaben an, sich verschuldet zu haben, fast ein Viertel musste den Verlust einer Bezie­hung hinnehmen, und 11 % mussten aufgrund des Glücks­spiels ihren Arbeits­platz aufgeben.

Welche Bedeu­tung hat die gesetz­liche Abgabe für Glücks­spiel­an­bieter?
Die Abgabe wird zusätz­liche Mittel für Präven­tions- und Behand­lungs­in­itia­tiven bereit­stellen und damit den Kampf gegen Glücks­spiel­schäden weiter unter­stützen.

Wie arbeitet das NGSN mit anderen Orga­ni­sa­tionen zusammen?
Das NGSN arbeitet mit dem NHS und Orga­ni­sa­tionen des dritten Sektors zusammen, um den Bedürf­tigen eine inte­grierte und effek­tive Versor­gung zu bieten.

Michael Schmitt
Michael Schmitthttps://michaelschmitt.co.uk
Michael Schmitt ist Gründer von TRIDER.UK und Herausgeber von Malta-Media.de. Er berichtet über iGaming, Glücksspielregulierung, Unternehmensstrukturen, Finanzdienstleistungen und Marktintegrität und verbindet investigativen Journalismus mit fast drei Jahrzehnten Erfahrung im Unternehmensservice und internationalen Geschäft.

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